Lübeck, 16.7.2005: Aufmarsch von Christian Worch und einem Häuflein Getreuer

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen

Lübeck - kein Platz für Worch und seine Freunde!

Am 16.7.2005 marschierten etwa 40 Neonazis aus dem Umfeld des Hamburger Neonazi-Kaders Christian Worch durch Lübeck. Unter starkem Polizeischutz ging es vom Bahnhof zu einer Kundgebung am Kohlmarkt und wieder zurück. Während des gesamten kleinen Aufmärschleins wurden die Nazis von antifaschistischen Protesten begleitet. Dabei kam es zu mindestens sechs Ingewahrsamnahmen von Antifas durch die Polizei.
Auf der Nazi-Kundgebung redeten, neben Worch selbst, noch Reinhard Jahnke und Worch-Zögling Alexander Hohensee. Gegen 14 Uhr war die Nazi-Veranstaltung beendet.

Zur Antifa-Demo unter dem Motto "Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen" kamen 200 Menschen. Die Demo ging lautstark durch die Innenstadt. Auch sie wurde von einem - für Lübecker Verhältnisse - starken Polizeiaufgebot begleitet. VertreterInnen von BASTA - Linke Jugend, Jusos und Bündnis 90/Die Grünen hielten Redebeiträge.

Die "Lübecker Nachrichten" haben übrigens bislang vollkommen verschwiegen, dass ein Nazi-Aufmarsch stattfinden sollte. Auch von Gegenaktivitäten erfuhren die LeserInnen der "LN" nichts.

Einen ursprünglich für den 23.7.2005 angekündigten zweiten Aufmarsch sagte Worch ab.

Hier das Aufrufflugblatt des antifaschistischen Bündnisses als PDF (120 KB)

Mehr Infos und Fotos gibt es auf der Homepage von BASTA-Linke Jugend

Zum Hintergrund:

Am Samstag, 9. Juli, wollte Worch im Haus für Alle, einem städtischen Zentrum im Lübecker Stadtteil Moisling, ein Konzert durchführen. Den Verantwortlichen dieses Zentrums war nicht klar, dass sich dahinter ein Konzert bekannter Nazi-Bands (Confident of Victory, Selbststeller, Spreegeschwader, Terroritorium und die italienische Band Armco) verbarg. Als die Veranstalter von der Polizei im Laufe des Samstags über den wahren Hintergrund informiert wurden, zogen sie die Genehmigung zurück. Die Polizei löste die Versammlung von bereits über 40 angereisten und Lübecker Nazis auf. Die Faschisten zogen dann nach Travemünde, mittlerweile auf eine Gruppe von 150 bis 200 Personen angewachsen. Dort sprachen sie reichlich dem Alkohol zu und fingen an, Passanten und Polizeibeamte zu bepöbeln. Es kam dann auch zu Sachbeschädigungen und Körperverletzungen. Die Polizei nahm mehrere Nazis fest.


Antifaschistische Demonstration

 

Mit Absperrgittern schaffte die Polizei Platz für die Nazis in Lübecks Innenstadt

Das Nazihäuflein auf dem Rückweg zum Bahnhof. (Christian Worch mit dem roten Shirt vor dem Transparent)