Hamburg, 16.3.2006: SS-Treffen verhindert

Jahreshauptversammlung der SS-Veteranen in der Hamburger Handelskammer verhindert

Eine „böse Überraschung“ erwartete die Teilnehmer/innen der Jahreshauptversammlung der „Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS“ (HIAG) vor den Räumen der Hamburger Handelskammer. Statt Hamburger Gastfreundlichkeit wurden sie von mehr als 50 AntifaschistInnen erwartet, die dem bunten Vereinsleben zumindest für dieses Mal ein Ende bereiteten. Während einige wenige SS-Veteranen versuchten, sich einen Weg durch die antifaschistische Blockade zu bahnen, drehten die meisten direkt um und steuerten ihre Fahrzeuge eiligst davon.

Seit vielen Jahren, so die Recherche der Hamburger AntifaschistInnen, trifft sich der bis zum letzten Jahr als gemeinnützig eingestufte und somit steuerbegünstigte Verein in den Räumen der Gastronomie Remter, der Hamburger Handelskammer. Nach den im Vereinsregister einzusehenden Vereinsunterlagen kehrte die HIAG erstmals am 4. Februar 1975 in dem gutbürgerlichen Restaurant ein. Bei zahlreichen Treffen wurde die nationalsozialistische Gesinnung auch nicht im Verborgenen gehalten. Tonbandmitschnitte dokumentieren eine offen nach außen getragene Glorifizierung des Nationalsozialismus und ein Festhalten an dessen menschenverachtender Ideologie. So ist es eher verwunderlich, wenn der Pressesprecher der Handelskammer Peter Haas angab, dort wäre vom Charakter der Treffen nichts bekannt gewesen. "Die Türen waren zu. Wir wußten nicht, wen wir da im Haus hatten. Weil die Gruppe sich nie mit richtigem Namen anmeldete, griffen die Kontrollmechanismen offenbar nicht. Das ist sehr bedauerlich. Ich danke den Demonstranten für die Informationen."

Nach den vorliegenden Tonbandaufzeichnungen ist es allerdings praktisch auszuschließen, dass den Mitarbeitern des „Remter“ die Identität der Gäste jahrelang unbekannt blieb. Da wurden Kriegsgeschichten aus dem Partisanenkrieg zum Besten gegeben, die geschmacklosesten rassistischen und antisemitischen Bemerkungen und Scherze mit Gelächter und Applaus bedacht. Dabei ist hervorzuheben, dass die Gastronomie „Remter“ nicht verpachtet, sondern seit einiger Zeit von der Handelskammer selbst betrieben wird.

Erfreulich immerhin, dass die Handelskammer, die etwa eine Stunde vor der Blockade durch einen Reporter offiziell informiert wurde, sofort die Veranstaltung absagte und den SS-Veteranen ein Hausverbot erteilte. Dies verunsicherte die eintreffenden Polizeibeamten und legitimierte gleichermaßen die antifaschistische Blockade.

Die HIAG-Hamburg war auch in den letzten Jahren regelmäßig ins Gespräch gekommen. Im Mai des letzten Jahres trafen sich über 300 Angehörige der SS-Truppe, darunter Teilnehmer aus Österreich, Belgien und Lettland. Mit dabei waren auch jüngere Verbündete, vor allem Burschenschafter unter anderem der eindeutig zu verordnenden Hamburger „Chattia". Einlader war seinerzeit der HIAG-Landessprecher Franz Schmitz.
werden.

Nach dieser Großveranstaltung im Hamburger Umland hatten antifaschistische Organisationen, darunter das Simon Wiesenthal Center den Hamburger Bürgermeister Ole von Beust aufgefordert, dem Hamburger Verein die Gemeinnützigkeit zu entziehen. Darauf hin wurden die Finanzen des Vereins überprüft. Als Reaktion legte dieser seine Rechtsform als eingetragener Verein nieder.

Es ist unerträglich, dass ein solcher Traditionsverband einer verbrecherischen Organisation sich legal organisieren und treffen kann. Die Waffen-SS war immerhin aktiv am nationalsozialistischen Massenmord und auch an Massenerschießungen beteiligt. Daher sind seit den Nürnberger Prozessen 1946 die SS und die Waffen-SS als verbrecherische Organisationen verboten, die Bildung von Nachfolgeorganisationen ist untersagt. Es herrschte allerdings der Kalte Krieg, die Gründung der Bundeswehr sollte politisch durchgesetzt werden und ein Wählerpotential von 900.000 ehemaligen SS-Angehörigen stand im Hintergrund, als in den Jahren 1948 bis 1952 die bundes- und Landesverbände der HIAG gegründet wurden. In den Folgejahren entwickelte die HIAG ein durchaus einflußreiches Netzwerk. Einerseits wirkte dies politisch, beispielsweise zur Rehabilitierung des Nationalsozialismus und seiner Aktivisten. Andererseits wurde ein subversives Netzwerk zur Unterstützung untergetauchter NS-Verbrecher aufrechterhalten und ausgebaut.

Die gesellschaftliche Integration der SS-Veteranen war in diesen ganzen Jahren niemals in Frage gestellt. Vor diesem Hintergrund ist die erfolgreiche antifaschistische Blockade ein voller Erfolg. Warum gerade in Hamburg ein solches Treffen jahrelang in besonderen Schutz einer Institution wie der Handelskammer durchführen konnte und ob es gerade in diesem politischen Umfeld einen besonderen Rückhalt für die alten Kameraden gab und gibt, wäre eine nähere Untersuchung wert.


Artikel aus der antifaschistischen Zeitung "enough is enough"

SS-Treffen in Handwerkskammer erfolgreich verhindert

In der Gaststätte „Remter“ der Hamburger Handwerkskammer sollte am 16. März die alljährliche Jahreshauptversammlung der Hamburger „Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS“ (HIAG) stattfinden. Monatlich trafen sich hier Angehörige einer Organisation, welche in den Nürnberger Prozessen 1946 zur verbrecherischen Organisation erklärt wurde. In der Urteilsbegründung hieß es: „Einheiten der Waffen-SS waren unmittelbar an der Tötung von Kriegsgefangenen und an den Grausamkeiten in den besetzten Gebieten beteiligt. Sie stellte das Personal der Einsatzgruppen und führte den Befehl über die Wachmannschaften der Konzentrationslager, nachdem sie die Totenkopf-SS, welcher ursprünglich oblag, in ihren Verband übernommen hatte.“
Ca. 100 Antifaschistinnen verhinderten diesmal erfolgreich das Treffen der Altnazis und ihres Anhangs. Die Handwerkskammer reagierte sofort und verbot zukünftige Treffen der HIAG, konnte aber nicht erklären, weshalb es in der Vergangenheit möglich war, dass sich die alten Kameraden so lange ungestört an diesem gutbürgerlichen Ort treffen konnten. Die Hamburger Medien berichteten ausführlich über das Altnazi-Treffen und die Hintergründe. Für die Behörden geriet die Outing-Aktion zur peinlichen Schlappe: Die Polizei hatte weder von dem NS-Treffen noch von der Antifa-Mobilisierung etwas mitbekommen. Der Verfassungsschutz hatte im Juni 2005 noch vorgegeben über die HIAG informiert zu sein, musste nun aber gegenüber dem Hamburger Abendblatt eingstehen keine Ahnung zu haben. Schließlich hatten die Schlapphüte ja auch schon 1992 die Beobachtung der HIAG eingestellt.
Die SS-Verbrecher und ihre Angehörigen trafen sich erstmals am 4. Februar 1975 im „Remter“, deren offizieller Betreiber die Hamburger Handwerkskammer ist. Nachdem vorübergehend andere Orte genutzt wurden, trafen sich nun seit mehreren Jahren bis zu 100 unverbesserliche Nazis dort um die Untaten der Vergangenheit zu leugnen und die eigenen „Heldentaten“ zu feiern. Man träumte davon endlich mal wieder die Hakenkreuzfahne zu hissen oder in SS-Uniform zu marschieren, erging sich in rechtsextremistischen Verschwörungstheorien und riss Judenwitze. In der Handwerkskammer fanden geschichtsrevisionistische und neofaschistische Vorträge statt. Hier organisierte man Reisen zu anderen SS-Traditionsverbänden in Europa und zu den ehemaligen Schlachtfeldern. Gelegentlich hatte man in den Räumen am Holstenwall auch jüngere Faschisten zu Gast - die Waffen-SS dient Jüngeren schließlich immer noch als großes historisches Vorbild.

Geschichte der HIAG

Die HIAG wurde 1948/49 als Traditionsverband der ehemaligen Waffen-SS in Hamburg von SS-Brigadeführer Otto Kumm gegründet, die bundesweite Gründung fand 1950 statt. Kumm, letzter Kommandeur der „Leibstandarte Adolf Hitler“, baute 1949 zusammen mit anderen SS-, NSDAP-, und Wehrmachts-Funktionären eine geheime Schattenarmee „Die Bruderschaft“ auf, die nach dem Zusammenbruch der bürgerlichen Ordnung die Macht im Nachkriegsdeutschland übernehmen sollte. Als Kumm 2004 „zur Großen Armee“ abberufen wurde, publizierte die HIAG-Zeitschrift „Der Freiwillige“ extra eine glorifizierende Sonderbeilage. Die Verschwörung „Bruderschaft“ wurde von den Alliierten publik gemacht und so besannen sich die ehemaligen SS´ler auf einen streng legalistischen Kurs um ihre Interessen zu vertreten, die Eintragung ins Hamburger Vereinsregister erfolgte 1956.
Vordergründig ging es der „Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit“ immer nur um soziale und rechtliche Gleichstellung ihrer Mitglieder. Man fühlte sich durch die Nürnberger Prozesse besonders diffamiert und ausgeschlossen und pflegte gleichzeitig immer noch ein aus der NS-Zeit übernommenes Elitebewusstsein. Wenige Monate nach der Gründung kamen schon 17.000 HIAG Interessenten aus dem Hamburger Raum zu den Treffen.
In den ersten Jahrzehnten ging es den HIAG-Mitgliedern bundesweit vor allem um die Durchsetzung von Renten und anderen Versorgungsleistungen, von denen sie als Mitglieder einer verbrecherischen Organisation ausgeschlossen waren. Ebenso ging es ihnen um die gesellschaftliche Anerkennung, weshalb sich die SS-Männer gerne als 4. Truppenteil der Wehrmacht darstellen. Man kümmerte sich um Hilfe für Witwen, Waisen, Kriegsgefangene und arbeitslose Kameraden, unterhielt einen Vermisstensuchdienst in enger Zusammenarbeit mit dem „Deutschen Roten Kreuz“, und arbeitete eng mit dem „Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge“ zusammen.
Ende der 50er Anfang der 60er Jahre hatte der Bundesverband der HIAG Einfluss auf alle etablierten Parteien, Funktionäre von CDU bis SPD sprachen regelmäßig bei Treffen der Kriegsverbrecher.
Die Lobbyarbeit der Altnazis war so erfolgreich, dass es spätestens mit der Gründung der Bundeswehr 1955 zur weitgehenden Rehabilitierung der SS kam und von den SS-Verbrechern fast niemand mehr verurteilt wurde. Ca. 2.000 ehemalige SS-Offiziere wurden zum Aufbau der Bundeswehr herangezogen. 1961 konnte die HIAG Renten rechtlich durchsetzen, sogar ehemalige baltische SS-Freiwillige beziehen inzwischen Renten vom deutschen Staat, während die Opfer der SS oftmals leer ausgehen, wie z.B. die zur Zwangsarbeit gezwungenen Kriegsgefangenen der Roten Armee. Mit der gesellschaftlichen und rechtlichen Anerkennung, hatte die HIAG eigentlich ihre Gründungsziele erreicht, die „Hilfsgemeinschaft“ hätte sich also auflösen müssen. Stattdessen entwickelte sich der Verband konsequent weiter nach Rechtsaußen. Man bekannte sich wieder offen zur SS-Tradition, pflegte nationalsozialistisches Gedankengut und offenen Geschichtsrevisionismus. Erst in den 80er Jahren schwand der gesellschaftliche Einfluss der HIAG, die SPD fällte einen Unvereinbarkeitsbeschluss und die SS´ler gaben ihre Mitgliedschaft im „Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge“ auf. 1992 löste sich der HIAG-Bundesverband aus Altersgründen auf.

Die Hamburger HIAG

Der Hamburger Landesverband machte nach der Selbstauflösung allerdings weiter. Hier war man schon immer besonders aktiv. 1970 wurde man Gesellschafter des Munin-Verlages der neben geschichtsrevisionistischen Büchern auch die HIAG- Zeitschrift „Der Freiwillige“ herausgibt. Hier finden sich neben Beiträgen welche die Verbrechen von Nazis und SS verharnlosen und Kriegsverbrechern huldigen auch Beiträge von Neonazis. Dementsprechend wird die Zeitschrift mit mehren 1.000 Exemplaren Auflage pro Monat auch in neofaschistischen Kreisen gern gelesen. Schon früh wurde die Hamburger HIAG Mitglied im extrem rechten „Verband deutscher Soldaten e.V.“ Der VDS betreibt eine „Stiftung Veteranenheim Deutscher Soldaten“ in Hamburg-Poppenbüttel, dort ist auch die Landesgeschäftsstelle des VDS.
Jährlich im April halten mehr als 100 SS-Veteranen und Angehörige, teilweise mit Beteiligung von Neonazis, auf ihrem „Ehrenfriedhof“ im niedersächsischen Vahrendorf eine Gedenkfeier für Gefallene der „12. SS-Panzerdivison Hitlerjugend“ ab. In alt- und neofaschistischen Kreisen hält sich hartnäckig die Legende, die SS-Soldaten seien am 26.04.1945 hinterrücks von den Engländern ermordet worden. Die Legende von der Liquidierung ist durch Exhumierungen eindeutig widerlegt. Während man Angehörige der SS als Opfer alliierter Kriegsverbrechen darstellt, glorifiziert man selbst Kriegsverbrecher aus den eigenen Reihen. 1970 gedachte die Hamburger Jahreshauptversammlung dem gerade verstorbenen Heinz Lammerding, Brigadeführer der SS-Panzerdivision „Das Reich“. Lammerding ging als „SS-Henker von Oradur und Tulle“ in die Geschichte ein und wurde in Frankreich in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Der erst 2001 verstorbene Hamburger Kriegsverbrecher Wilhelm Mohnke wurde anlässlich seines Todes von der HIAG ebenfalls ausführlich gewürdigt. Der ehemalige Generalmajor der Waffen-SS war mit seiner „Leibstandarte Adolf Hitler“ 1940 verantwortlich für die Ermordung von 72 amerikanischen Kriegsgefangenen. Trotzdem bezog er bis zu seinem Tode eine Zusatzrente als Kriegsopfer. Selbstverständlich übte die HIAG praktische Solidarität für den kürzlich verstorbenen Hamburger SS-Verbrecher Friedrich Engel. Als dieser 2002 gegen seine Verurteilung in Italien wegen eines Massakers in Revision ging, bat man um sachdienliche Hinweise für seine Verteidigung.
Immer wieder versuchte die Hamburger HIAG den Status der Gemeinnützigkeit zu erlangen, zum Glück gelang es ihr nie. Allerdings setzte der Verein als Erben seines Vermögens 1993 die „Kriegsgräberstiftung: Wenn alle Brüder schweigen“ aus Stuttgart ein. Und diese Stiftung ehemaliger SS-Soldaten ist als gemeinnützig anerkannt und besaß in den 90er Jahren mehrere 100.000 DM. Da der Hamburger HIAG-Verband Ende 2005 die Rechtsform als eingetragener Verein nach antifaschistischen Protesten aufgab, dürfte das verbliebene Vereinsvermögen nun als gemeinnützig in Stuttgart auf dem Konto liegen.
Obwohl die HIAG zur Durchsetzung ihrer Interessen offensichtliche personelle Überschneidungen mit anderen rechtsextremistischen Organisationen gemieden hat, lassen sich auch in Hamburg einige nachweisen.
Kamerad Heinz Bargstaedt kandidierte 2004 für die Kleinstpartei „Die Deutschen Konservativen“ im Bezirk Wandsbek auf Platz 1 und HIAG-Frau Marianne Reese war Ende der 90er Jahre hier Mitglied. Der Parteivorsitzende Joachim Siegerist wurde wegen Aufstachelung zum Rassenhass rechtskräftig verurteilt.
Nachwuchs in SS-Tradition scheint man sich bei Burschenschaftern zu erhoffen und veranstaltete 1991 einen Vortrag zum Thema. Zum 55jährigen Jubiläum der Hamburger Waffen-SS´ler, mit mehreren Hundert Teilnehmern aus dem In- und Ausland, erschienen Burschenschafter der „Pennalen Burschenschaft Chattia“. Diese, vom Hamburger Verfassungsschutz beobachtete Schülerburschenschaft, warb auch 2003 im „Freiwilligen“ für einen Vortrag „Kurt Eggers – Philosoph und Kriegspoet“. Eggers, ehemaliger SS-Obersturmführer und Verfasser völkisch-rassistischer Gedichte ist einer der „SS-Helden“ für Alt- und Neonazis. Er ist der Großvater des stellvertretenden Landesvorsitzender der Hamburger DVU Sven Eggers. Auch die neofaschistische „Burschenschaft Germania Hamburg“ wirbt in dem SS-Blättchen und Germane André Busch schreibt hier regelmäßig. Um alte Ostritter werben die revanchistischen „Vereinigte(n) Ostdeutsche(n) Länder“, des Hamburger Joachim Breitkopf.
Junge Kameraden eines „Vereins zur Bergung Gefallener in Osteuropa e.V.“ graben für ehemalige Wehrmachts- und SS-Soldaten in osteuropäischen Schlachtfeldern nach Gefallenen. Der Verein des Hamburgers Albert Laue wird dafür im „Freiwilligen“ausführlich gewürdigt und bekommt materielle Unterstützung durch die SS-„Kriegsgräberstiftung“.
Die Hamburger Stiefelnazis der „Freien Kameradschaften“ dürfen auch über ihre Aktionen im „Freiwilligen berichten. So z.B. über ein Straßentheater, was sie 2004 in Hamburg gegen die Ausstellung „Vernichtungskrieg – Verbrechen der Wehrmacht“ aufführten. Dass Wehrmacht und SS „ehrenhaft“ gekämpft hätten, kann man im Freiwilligen genauso häufig lesen, wie die Unterstellung die Deutschen seinen die wahren Opfer des „Zweiten Weltkrieges“. Weshalb auch DVU-Kandidat Gerhard Teppris für die „Bürgerinitiative Hamburger Opfer unvergessen“ einen Leserbrief schrieb.
Die Altnazis der HIAG sind übrigens nicht die einzigen Rechten welche sich in dem Backsteingebäude am Holstenwall treffen. Der neofaschistische „Freundeskreis Filmkunst e.V.“, heute nennt man sich „Norddeutscher Kulturkreis e.V.“, führte hier mehrmals seine Jahreshauptversammlungen durch. Die Filmfreunde machten in den 90er Jahren regelmäßig Vorführungen indizierter Nazifilme in Hamburger Kinos und erwarben das inzwischen von den Behörden geschlossene Nazizentrum in Hetendorf/Niedersachsen.
Und jährlich findet in der Handwerkskammer auch der „Hamburger Verbändekommers“ statt, die Festveranstaltung aller Hamburger Studentenverbindungen, darunter auch die oben genannten neofaschistischen Burschenschaften.