Hamburg, 17.12.2009: Demonstration gegen Polizeirepression in Kopenhagen

Auf die Proteste und Aktionen von KlimaaktivistInnen rund um den Klimagipfel in Kopenhagen reagiert die dänische Polizei mit massiver Gewalt, maßlosen Massenfestnahmen und der entwürdigenden Behandlung vieler Festgenommener. In den letzten Tagen wurden über 1000 AktivistInnen in Gewahrsam genommen. Besonders übel erging es dabei den hunderten von Menschen jenigen, die am Samstag auf der Großdemonstration eingekesselt wurden und dann bei eisigen Temperaturen über Stunden gefesselt auf der Straße sitzen mussten, während Ihnen der Zugang zu Toiletten verweigert wurde. Die meisten von Ihnen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß, einige hingegen befinden sich noch in Untersuchungshaft, darunter auch ein Aktivist aus Hamburg.

Jüngste Provokation der dänischen Polizei ist die Festnahme unseres Freundes und Genossen Tadzio Müller, nachdem dieser auf einer Pressekonferenz für das Netzwerk "Climate Justice Action" das Aktionskonzept für die Mittwochs-Aktion "Reclaim Power" erläutert hatte.

Es gibt einen Aufruf zu einer Demonstration in Hamburg am Donnerstag, die zum dänischen Konsulat führen soll: http://noprisonnostate.blogsport.de/2009/12/15/demo-gegen-repression-in-kopenhagen/

Kommt zahlreich, zeigt Eure Solidarität und fordert die sofortige Freilassung aller festgenommenen KlimaaktivistInnen!

Donnerstag, 17.12.09, 17 Uhr, Staatsbibliothek/Schlüterstraße, Hamburg


Online-Petition an das Dänische Parlament:

Release Tadzio Mueller and the other climate prisoners!

Hier unterzeichnen: http://www.petitiononline.com/Tadzio/petition.html

Hamburg, 18.12.2009: Gegen ein Unternehmen Hamburg! Für eine grundsätzlich andere – soziale und gerechte – Stadt

RECHT AUF STADT. DIE PARADE.

Wir sind wütend – und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Wir beobachten, wie Gebäude leer stehen, während Parks und Grünflächen für neue Bürokomplexe zubetoniert werden. Wir kennen die Tücken des Wohnungsmarktes und erfahren, dass es immer weniger Sozialwohnungen in Hamburg gibt. Wir sehen, dass teure Prestigeobjekte am Hafenrand wachsen und luxuriöse Eigentumswohnungen in den als besonders attraktiv geltenden Vierteln gebaut werden. Wir sind Zeugen steigender Mieten und verfolgen, wie lang ansässige Familien und Gewerbe verdrängt, Kettengastronomien aufgezogen, Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt und öffentliche und kulturelle Räume beschnitten werden. Schon jetzt müssen viele Menschen ihren Stadtteil verlassen, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.

Deshalb gehen wir auf die Barrikaden gegen die Privatisierung von Stadt und gegen eine Politik, die allein auf die Rendite schielt und unbeirrt weitere prestigeträchtige Großprojekte an Land ziehen will. Wir wollen keine Stadt, die als Unternehmen profitabel am Markt positioniert wird. (...)

Wir stellen die soziale Frage und sagen:Die Stadt gehört allen, und die Stadt muss für alle bezahlbar sein!

Wir wollen über Wünsche reden: In was für einer Stadt möchten wir eigentlich leben? Wer entscheidet, was gebaut wird, wie wir uns fortbewegen und wer sich wo aufhalten darf? Wie hoch dürfen die Mieten sein? Wie umweltfreundlich ist diese Stadt? Und wie kinderfreundlich? Wie wird die Energie gewonnen, die in der Stadt verbraucht wird? Diese und viele andere Fragen müssen wir stellen. Was uns eint, ist die Forderung nach einem Recht auf Stadt für alle!

Deshalb demonstrieren wir, besetzen Häuser und Plätze, feiern Straßenfeste, spielen Benefiz-Konzerte, tanzen Walzer, schreiben Briefe, stören Sitzungen, gründen Initiativen und organisieren Vernetzungstreffen. Wir sammeln uns, tauschen uns aus, bündeln unsere Kräfte und nehmen uns das „Recht auf Stadt“. Wir sind es, die entscheiden, wie wir leben wollen, und nicht die Politik, Stadtplanung oder die Wirtschaft. (...)

Freitag, 18.12.09, Moorweide (gegenüber Dammtorbahnhof)
Auftakt: 16:30 Uhr | Start der Parade: 17:00 Uhr

Kopenhagen, Dezember 2009: Für ein ganz anderes Kl!ma

Die UN- Klimakonferenz in Kopenhagen unsicher machen

Vom 7.-18.12.2009 findet in Kopenhagen die 15. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention statt (COP 15). Ziel ist es, ein Nachfolgeabkommen für das 1997 verabschiedete und 2005 in Kraft getretene Kyoto-Protokoll zu beschließen.

 

Doch eine Klimapolitik, die dem Übel an die Wurzel geht, sieht anders aus! Was im Dezember in Kopenhagen verabschiedet werden soll, wird den Industriestaaten und einigen Großkonzernen erlauben, unter dem Deckmantel angeblicher Klimarettungsmaßnahmen das globale (Klima)-Desaster gewinnbringend zu verwerten.

 

Nicht mit uns! In Kopenhagen müssen von vielen tausend Menschen aus Klima-, Anti-AKW- und Umweltbewegungen, sozialen Bewegungen des globalen Südens, GewerkschafterInnen und vielen anderen Zeichen gesetzt werden. Ob wir den Gipfel stürmen oder Konferenzen blockieren, ob wir Aktionen gegen Kohlekraftwerke oder Energiemonopolisten in und um Kopenhagen bevorzugen: Es geht darum, wie vor zehn Jahren beim WTO-Gipfel in Seattle mit einer radikalen Vielfalt von Aktionen und Taktiken diesem Gipfeltreiben Einhalt zu gebieten und damit neue Denk- und Handlungsspielräume für eine ganz andere Klimapolitik und eine ganz andere Welt zu schaffen.

 

Als Teil der Interventionistischen Linken (IL) mobilisiert Avanti gegen den Klimagipfel.

Mobilisierungsveranstaltungen:

  • 05.11. Bad Oldesloe: Inihaus, Turmstraße 14a, 19:30
  • 10.11. Norderstedt: Spectrum Kino, Rathausallee, 20:00, Filmvorführung
  • 17.11. Hamburg: Werkstatt 3 Seminarraum, Nernstweg 32-34, 19:30
  • 24.11. Lübeck: CVJM, Große Petersgrube 11, 19:30
  • 25.11. Kiel: Pumpe (Galerie), Haßstraße 22, 19:00
  • 25.11. Bad Segeberg: HaK, Lübecker Str. 85, 19:30
  • 26.11. Bremen: Infoladen, St. Pauli Straß 10-12, 20:00
  • 30.11. Flensburg: Volksbad, Schiffbruecke 67, 19:30
  • 08.12. Berlin: Kato, U Schlesisches Tor, 19:30
  • 13.01. Hamburg: Buttclub, Hafenstraße 126, 19:00, Nachbereitung

Anreise:

Busse: Es gibt Busse u.a. aus Kiel, Lübeck, Hamburg, Hannover, Flensburg, Berlin & Bremen

Bahn: Es gibt Sondertickets bei der DB zum Klimagipfel. 89,- €, hin und rück 1.-20.12, ohne Zugbindung, inkl. ICE, 01805-311153 (14 cent/min, Stichwort "COP 15")

 

Materialien:

In Kopenhagen:

Infos zu den Aktionen, Unterbringung & Rechtliches finden sich hier: http://klima.blogsport.de/in-kopenhagen/

 

Kiel, 10. Dezember 2009: Erstes Bündnistreffen gegen militaristische Konferenz im Sommer

Gegen den Kieler Trialog 2010: Antimilitaristischen Widerstand organisieren!

In den Jahren 2007 bis 2009 fand auf Initiative der Commerzbank und des Bundesverteidigungsministeriums der sogenannte „Celler Trialog“ statt. Als Treffen der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Eliten soll diese Zusammenkunft die „zivil-militärische Zusammenarbeit“ verbessern. Das Ziel des Celler Trialoges ist der Schulterschluss zwischen heutigem (und zukünftigem) führenden Personal, die mediale Vermittlung der Außen- und Sicherheitspolitik Deutschlands und die Zustimmung für gegenwärtige und zukünftige Kriege.

Im Sommer 2010 wird dieses Treffen nicht in Celle, sondern in Kiel stattfinden. In Kiel regt sich erster Widerstand: Am 28. November wird es eine Veranstaltung geben, am 10. Dezember folgt ein erstes Bündnistreffen. Zu beiden Veranstaltungen lädt der Initiativkreis zur Gründung eines antimilitaristischen Bündnisses gegen den Kieler Trialog ein.

Der Initiativkreis sieht mit der Organisierung von Protesten gegen den Kieler Trialog „gute Chancen, verstärkt antimilitaristische Positionen in der Gesellschaft zu verbreitern, die Schärfung antimilitaristischer Debatten voranzutreiben, exemplarisch die enge Verbindung zwischen Bundeswehr, der Militarisierung von Politik und Gesellschaft durch politische Entscheidungsträger und der mächtigen Interessenvertretung deutscher Rüstungskonzerne aufzuzeigen. Dass der Militär- und Rüstungsstandort Kiel sich besonders für vielfältige Proteste anbietet, versteht sich von selbst.“

AVANTI – Projekt undogmatische Linke unterstützt diese Initiative. Unsere „AVANTI-Projektgruppe Kieler Trialog“ ist über die Kieler Ortsgruppe zu erreichen.

Die vollständige Einladung des Initiativkreises zur Gründung eines antimilitaristischen Bündnisses gegen den Kieler Trialog findet sich auf der Internetseite http://kein-trialog.so36.net

Berlin, 20.11.2009: Weg mit dem SZ-Führungstreffen Wirtschaft 2009!

Ent-Führungstreffen und Ver-Führung zur Revolte

Ein Jahr nach dem Crash auf den Finanzmärkten treffen sich am 20./21.11. Topmanager, Aufsichtsräte und Spitzenpolitikerinnen zum elitären Plausch im noblen Hotel Adlon. Die PropagandistInnen des „Freien Unternehmertums“ und der „Eigenverantwortung“ haben den Karren in den letzten Jahrzehnten gehörig gegen die Wand gefahren: Milliardenverluste von Kleinanlegern, Millionen Kurzarbeitende und Erwerbslose, eine dramatische Zunahme von Armut und Hunger weltweit, der drohende Klimakollaps...

Kundgebung // 20.11.2009 // 16:00 Uhr // Berlin // Humboldt-Universität zu Berlin, Innenhof und Dorotheenstr.

Oktober 2009: Avanti feiert 20. Geburtstag!

Die gelbe Gefahr

Aus Anlass des 20. Geburtstages von Avanti (ja, uns gibt es seit Oktober 1989!) haben wir unserer Lieblingszeitschrift analyse&kritik (1989 noch: "Arbeiterkampf"!) ein Interview gegeben.


ak: Ah, ihr habt euer Grundsatzprogramm dabei, wie praktisch. Dann könntet ihr ja gleich eure Lieblingssätze zitieren.

H.: Sicher, einiges können wir ja auch auswendig! Wie etwa die Präambel von 1988, die ist bei uns immer präsent ...

... und unverändert wahr?

H: Unverändert! Ich zitiere: "Die Perspektive sehen wir nach wie vor darin, dass zunächst in Schleswig-Holstein und später auch darüber hinaus sich weitere Gruppen gründen, mit denen wir nicht nur das Ziel, sondern auch die Arbeitsweise gemeinsam haben. Mit ihnen werden wir eine revolutionäre Organisation bilden. Diese wiederum wird gemeinsam mit anderen Organisationen hoffentlich rechtzeitig in der Lage sein, die Frage Sozialismus oder Barbarei endlich auch in der BRD positiv zu entscheiden. Dies ist ein langjähriger und schwieriger Weg, aber einen anderen gibt es nach unserer Überzeugung nicht."

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Dresden, 6.11.2009: Aktiv werden gegen den Nazi-Aufmarsch im Februar 2010

Aktionskonferenz am 6./7. November 2009 in Dresden

Erneut planen Nazis aus ganz Deutschland und Europa im Februar 2010 zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens aufzumarschieren.

Erfreulicherweise ist es 2009 gelungen, mehr Menschen als in den Jahren davor zu Gegenaktivitäten zu mobilisieren. Unerfreulich hingegen ist die Tatsache, dass es keine ausreichende Zusammenarbeit zwischen den antifaschistischen Bündnissen gab. Auch deshalb konnte der Aufmarsch weder be- noch verhindert werden.

Die Erfahrung zeigt, dass spektrenübergreifende Zusammenarbeit ein Mittel ist, um wirksam gegen Nazis vorzugehen. Auf der Aktionskonferenz wollen wir gemeinsam Strategien entwickeln, um den Großaufmarsch der rechten Szene in Dresden zu verhindern.

Die Aktionskonferenz wird veranstaltet vom bundesweiten Bündnis NoPasarán!

Avanti-Klima AG, Oktober 2009: Thesenpapier zur Klima- und Anti-AKW-Bewegung

Die Energiefrage stellen!

Es wächst zusammen was zusammen gehört: Klima- und Anti-Atom-Bewegung müssen an einem Strang ziehen!

Die Situation ist verbesserungsfähig. Während die einen ihre Energie v.a. auf den UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen richten, konzentrieren sich die anderen auf die Abwehrschlacht gegen Schwarz-Gelbe Atomträume. Gemeinsamkeiten kommen dabei zu kurz. Mit diesem Text – inspiriert durch die Perspektivendiskussion bun¬desweiter Klimazusammenhänge - , wollen wir uns in die Debatten der Anti-Atom-Bewegung einmi¬schen. Wir gehen von einer gemeinsamen, grundsätzlichen Auseinandersetzung um Energie¬politik aus, deren zentraler Brennpunkt im nächsten Jahr der Kampf um Atomkraft sein wird.

Ob bei der Kopenhagen- Aktionskonferenz vom 2.- 4. Oktober in Berlin, oder bei der Herbstkonferenz der Anti-Atom-Bewegung am 17./18. Oktober im Wendland: Die Anzahl der Leute die gleichzeitig bei der Klima- und Anti-Atom-Bewegung mitdiskutieren hat abgenommen. Auch lokal gibt es in immer mehr Orten offene Klimaplena, die getrennt neben traditionellen oder neu auflebenden Anti-Atom-Bündnissen existieren.

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Gemeinsame Broschüre von linksjugend [‘solid] und AVANTI – Projekt undogmatische Linke

Das Klima-Casino schließen!

Materialien für eine Klimabewegung von unten, Broschüre, 28 Seiten

Vom Klima- und Antirassismuscamp im Sommer 2008 bis zur Mobilisierung gegen den Weltklimagipfel in Kopenhagen im Dezember 2009: Eine neue, radikale Klimabewegung ist im Entstehen. Aus dieser Bewegung und für diese Bewegung bietet unsere Broschüre Analysen, Aktionsideen und Anregungen für politische Perspektiven. Die Texte richten sich weniger an ExpertInnen, sondern sollen für viele AktivistInnen – und Menschen, die es werden wollen – einen Einstieg in die Debatten ermöglichen.

Inhalt:

  • Das Kyoto-Protokoll / Ein nur zu kleiner Schritt in die richtige Richtung – oder Teil des Problems?
  • CDM + REED / und der globale Süden?
  • „Grüner“ Kapitalismus? Wir brauchen Klimagerechtigkeit statt Wachstumswahn!
  • Auf nach Kopenhagen! / Aufruf zu den Aktionen beim Weltklimagipfel im Dezember 2009
  • Heute schon die Welt gerettet? / linksjugend-solid stellt sich vor
  • Allein machen sie dich ein / wer ist und was will Avanti – Projekt undogmatische Linke?
  • Klar zum Entern! / Was tun gegen den Klimawandel?
  • Anti-AKW-Bewegung / Was kann die Klimabewegung von der Anti-AKW-Bewegung lernen?
  • Öko-Kommunismus sha-la-la-la-la / Gesellschaftliche Utopie in den Zeiten des Klimawandels
  • Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit – alles andere ist Quark!

Die Broschüre gibt es auch online als PDF zum Download: http://www.avanti-projekt.de/p_antikap/pdf/klimacasino.pdf


Bezugsadresse: Linksjugend [‘solid], Kleine Alexanderstraße 28, 10178 Berlin, Telefon 030 / 24009-419, Telefax 030 / 24009-326, info@linksjugend-solid.de

Hamburg, 29.4.2009: Gemeinsame Broschüre von ver.di und Avanti:

„Die Reihen fest geschlossen“

NEU: Broschüre über die Hamburger NPD jetzt als PDF-Download!

Der Hamburger NPD kommt in der bundesweiten Struktur durch die beiden Mitglieder des Bundesvorstandes Thomas Wulff und Jürgen Rieger eine besondere Bedeutung zu. Der Hamburger Landesverband der NPD ist einer der radikalsten überhaupt. Hier ist es der Partei gelungen, auch das militante neofaschistische Spektrum mit einzubinden. 

Die nun vorliegende Broschüre, gemeinsam erarbeitet von Avanti und ver.di, soll einen Beitrag dazu leisten, über die Entwicklungen, Hintergründe und das Umfeld der NPD in Hamburg aufzuklären. Neben der Auseinandersetzung mit Weltbild und Programmatik, sowie den Strategien der Partei, werden in der Publikation auch Verbindungen innerhalb des extrem Rechten Lagers aufgezeigt, die in der Öffentlichkeit oftmals nicht thematisiert werden.

Auf 112 Seiten werden darüber hinaus unterschiedliche antifaschistische Strategien und das Für und Wider eines NPD-Verbotes diskutiert. Außerdem wird die Totalitarismus-Doktrin einer grundsätzlichen Kritik unterzogen und die häufig praktizierte Gleichsetzung von linken und rechten "Extremisten" widerlegt. In diesem Zusammenhang wird auch die Arbeit des Verfassungsschutzes delegitimiert. Letzteres führte schon zu heftigen Reaktionen von konservativer Seite auf die gemeinsame Herausgabe der Broschüre von verdi und Avanti. Wer sich selbst ein Bild machen möchte kann die Broschüre kostenlos über linke Buchhandlungen, Infoläden oder bei der Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg beziehen.

Juli 2009: Wiederauflage  der "Roten Karte gegen Sexismus" und neu: "Pinke Karte gegen Homophobie"

Ab sofort (wieder) zu bestellen: Rote Karte gegen Sexismus, Faltblatt "Courage gegen Sexismus" und Pinke Karte gegen Homophobie

Im März 2008 erschienen die Rote Karte gegen Sexismus sowie drei Monate später das Faltblatt "Courage gegen Sexismus" erstmalig und stießen auf ein überwältigendes Interesse, so dass sie bald komplett weg waren. Nun gibt es von beidem eine zweite, überarbeitete Auflage und zusätzlich eine neu produzierte Pinke Karte gegen Homophobie.

Wer kennt nicht die Situation: Wieder hab ich einen blöden Spruch zu hören bekommen, aber nichts gesagt. Die alltägliche Wiederholung sexistischer und homophober Angriffe und Grenzverletzungen ist entweder zu ermüdend, als dass wir noch die Kraft haben zu reagieren, oder wir sind in Situationen allein damit und eine Reaktion zu unsicher ("Könnte das die Situation jetzt eskalieren?"). Danach fühlen wir uns oft scheiße, unsere Handlungsfreiheit wurde eingeschränkt, und wir konnten nichts dagegen tun.

Genau in diese Situationen sollen die "Rote Karte gegen Sexismus" (gemeinsam produziert von Avanti - Projekt undogmatische Linke und Autonomes Feministisches Referat Uni Bremen) und die "Pinke Karte gegen Homophobie" (gemeinsam produziert von Avanti - Projekt undogmatische Linke und Lesbenverein Intervention e.V.) intervenieren. Wenn ich nicht weiter weiß, warum nicht einfach mal eine Rote/Pinke Karte verteilen? Die Aussage ist klar: Ich will SchiedsrichterIn sein, meine Grenzen selbst bestimmen.

Natürlich sind die Karten kein Wundermittel. Es gibt sicher eine Menge Situationen, in denen ich mich besser fühle, dem Grenzverletzer kräftig in die Eier zu treten, mich einfach ab zu setzten oder, oder, oder. Aber sie können ein Beitrag sein, ein Schlaglicht auf alltäglichen Sexismus und Homophobie zu werfen und meine Reaktionsfähigkeit zu erhöhen - egal ob sie nur auf dem Kneipentisch herumliegen, oder ich sie einsatzbereit in meiner Tasche weiß.

Eine weitere kleine Hilfe soll das von Avanti - Projekt undogmatische Linke und DGB-Jugend Hamburg gemeinsam produzierte Faltblatt "Courage gegen Sexismus" darstellen, welches Tipps gegen Grenzverletzungen in verschiedenen Situationen (z.B. auf der Party, in der Beziehung, auf der
Arbeit) mit einer politischen Einordnung kombiniert.

Die Idee gefällt euch? Helft uns, damit die "Pinke Karte gegen Homophobie", die "Rote Karte gegen Sexismus" und das Falblatt "Courage gegen Sexismus" auch in eurem Ort, in eurem Jugendzentrum oder eurer Lieblingskneipe ausliegen - ein großes Kontingent steht dafür zur Verfügung.

Bestellen unter: hamburg@avanti-projekt.de

In Kürze wird passend zu den Pinken Karten ein Faltblatt "Courage gegen Homophobie" erscheinen. Auch das werdet ihr dann bestellen können.

Die Materialien:

Juli 2009: Avanti hat eine neue Ortsgruppe in Berlin

Hauptstadt wir kommen!

Mit den Regenwolken aus der norddeutschen Tiefebene hat sich in diesem Sommer auch eine weitere Spezialität aus dieser Region in Berlin ausgebreitet. Die Vollversammlung von Avanti - Projekt undogmatische Linke im Juni 2009 hat eine Berliner Ortsgruppe aufgenommen. Nach Kiel, Lübeck, Flensburg, Norderstedt, Hamburg, Hannover und Bremen ist diese nunmehr die achte Ortsgruppe. Bereits seit einigen Monaten hatte sich die Gruppe in Berlin zusammengefunden, deren Arbeitsschwerpunkte zunächst Stadtumstrukturierung, Antifa und Krisenproteste sind.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Avanti-Berlin!

In der nun bald 20-jährigen Organisationsgeschichte von Avanti markiert die Entstehung einer Berliner Ortsgruppe einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt, denn zum ersten Mal sind wir jenseits von Norddeutschland aktiv.

In Berlin gibt es bereits mehrere Mitgliedsgruppen und AktivistInnen der Interventionistischen Linken (IL). In der IL arbeitet Avanti seit 2005 aktiv mit und sie ist für uns ein wichtiges Projekt in unserem strategischen Bemühen um eine Organisierung der undogmatischen und interventionistischen Strömung in der radikalen Linken. Die Zusammenarbeit mit den anderen IL-GenossInnen vor Ort stellt daher auch für unsere neue Berliner Ortsgruppe einen wesentlichen Bezugsrahmen dar.

Mit einer Gruppe in Berlin steigt für Avanti auf der einen Seite die politische Interventionsfähigkeit und die überregionale Wahrnehmbarkeit, gleichzeitig stellt diese geografische Ausweitung auch eine Herausforderung für unsere Organisationsstrukturen dar. Wir sind jedoch optimistisch, durch diesen Prozess der Erweiterung weitere wichtige Erfahrungen überregionaler Organisierung zu sammeln und unsere Strukturen unter den Prämissen Verbindlichkeit, Autonomie und Vertrauen weiterzuentwickeln.

Wir sind überzeugt, dass die Rolle der radikalen und revolutionären Linken in künftigen sozialen und politischen Kämpfen von ihrer Fähigkeit abhängen wird, politisches Wissen zu speichern, Perspektiven für eine andere Gesellschaft greifbar werden zu lassen und insbesondere offensive, anschlussfähige und radikalisierende Politikkonzepte zu entwickeln.

Dafür bedarf es vieler verschiedener Impulse, Initiativen und Organisationen. Es bedarf jedoch auch gemeinsamer Organisations- und Diskussionsprozesse, die zu einer Bündelung von Kräften und Ressourcen führen, damit unsere Strömung gesellschaftlich handlungs- und interventionsfähig wird. Einen kleinen Schritt dafür haben wir mit der Aufnahme von Avanti-Berlin getan – weitere Schritte werden folgen.

Avanti - Projekt undogmatische Linke, Juli 2009

Juni2009: AVANTI-Thesen zur Klimapolitik

Nicht nur Kopenhagen:
Die Klimabewegung muss radikal und lokal sein

In der aktuellen ak-Beilage "Die Linke und die sozial-ökologische Frage" hat auch die Klima-AG von Avanti einen Beitrag veröffentlich, der Thesen zur Strategie einer linksradikalen Klimapolitik aufstellt.

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Bundesweiter Bildungsstreik, 15. - 19. Juni 2009

AVANTI-Transparent zum Bildungsstreik 2009 in BremenBildungsstreikdemo 2009 in HH - Screenshot aus der TagesschauBildungsstreik 2009

Gegen Leistungsdruck und schlechte Arbeitsbedingungen waren am 17.6.2009 bundesweit etwa 270.000 SchülerInnen, Studierende, Lehrende und Beschäftigte im Bildungsbereich auf den Straßen!

In Bremen, Hannover, Hamburg, Lübeck und Berlin war AVANTI an den Aktionen beteiligt. Unsere Bildungsstreikzeitungen fanden dabei reißenden Absatz, die 10.000 gedruckten Exemplare waren mühelos in kürzester Zeit verteilt.

Avanti-Bildungsstreikzeitung 2009:
Denkblockaden - Bewegung kommt aus den Beinen und fängt im Kopf an

Darin u.a. folgende Themen: Warum Bachelor-Studiengänge krank machen... / Warum Noten nicht beim Lernen helfen... / Warum in Frankreich die Universitäten bestreikt werden... / Was eine Lerngruppe mit Ellenbogen zu tun hat... / Wieso in Krisenzeiten die Deutschlandkarte wieder ausgepackt wird...

Bundesweite Seite der Studierenden: http://www.bildungsstreik2009.de

Bundesweite Seite der SchülerInnen: http://www.schulaction.org

Bremen/Berlin/Hannover, 1. Mai 2009

Kleine Nachlese zum 1. Mai 2009

Rien ne va plus. Das neoliberale Spiel ist aus. Wenn der ehem. BDI-Präsident sein "Vertrauen in die Märkte" verliert und der DGB-Chef vor "sozialen Unruhen" warnt, ist der 1. Mai plötzlich mehr als Tradition und Routine. Die Krise wirft die Frage nach dem Weg und dem Ziel gesellschaftlicher Veränderung neu auf. So waren die Proteste von Gewerkschaften bis radikale Linke kämpferischer als in den letzen Jahren. Bei DGB und Co. standen unter anderem die Mobilisierung zu der europäischen Großdemo am 16.Mai in Berlin, die Forderung nach einem Mindestlohn und einer stärkeren Kontrolle der Finanzmärkte im Vordergrund. In Nürnberg und Berlin waren die revolutionären 1. Mai Demos größer als in den letzten Jahren. In Berlin kam es bereits während der Demo mit dem Motto "Kapitalismus ist Krise und Krieg" zu massiven Angriffen auf die Polizei. (http://de.indymedia.org/2009/05/248971.shtml)

In Redebeiträgen, Haustransparente und Flugblätter wurde auf die zunehmende Aufwertungs-, Umstrukturierungs- und Verdrängungsprozesse in Kreuzberg und Neukölln hingewiesen.

Unter anderem in Hamburg, Berlin und erstmals auch in Bremen (http://de.indymedia.org/2009/05/248950.shtml) fanden Euromayday-Paraden statt. Parolen wie "Wat mutt dat mutt! Her mit dem schönen Leben für alle weltweit" ( http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/1/tag-der-arbeit-oder-tag-des-nebenjobs/) (Bremen) und "Ich krieg die Krise! Und das nicht erst seit gestern" (Berlin) trugen tausende Menschen auf die Straße. Vor dem Hintergrund von Kapitalismus(krise) und alltägliche Prekarisierung kam es in Hamburg zu Schuhwürfen auf Villen, in Berlin zu massenhaften Farbbeutelwürfen auf das Finanzministerium ( http://de.indymedia.org/2009/05/249090.shtml ). Der (Euro)mayday ist ein Versuch, den ersten Mai rund um Selbstorganisierung und alltäglichem Widerstand neu zu beleben.

Die Nazis versuchen seit Jahren sich am 1. Mai zu profilieren. Nach Hamburg 2008 mussten die Nazis auch dieses Jahr eine Niederlage einstecken. Die Demo wurde verboten. Diese Entscheidung ist jedoch nicht zu trennen von einer breiten und intensiven antifaschistischen Mobilisierung und der Ankündigung einer
"Umzingelung" ( http://www.1mai2009-hannover.de/ ) der Nazis. Den Nazis gelangen jedoch zahlreiche kleine spontane Aufmärsche, sie griffen in Dortmund sogar mit ca. 300 Personen bewaffnet eine DGB-Demo an. ( http://de.indymedia.org/2009/05/248891.shtml )

Im Mai des Krisenjahres 2009 konnte die Linke, ebenso wie bei den Demos am 28.3. ein Signal setzen, dass sie in die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen eingreifen will. Ob sie es auch kann wird sich zeigen, noch fehlt die "kritische Masse".

3./4. April 2009: Proteste und Aktionen gegen den NATO-Geburtstags-Gipfel in Baden-Baden und Strasbourg

60 Jahre NATO sind genug!

Strasbourg, 4. April 2009, 6 Uhr: Etwa 400 AktivistInnen von BLOCK NATO versammeln sich auf dem Place de l’Université unweit der beiden nur mit Sonderausweis zugänglichen "orangenen Zonen". Die meisten von ihnen haben die Nacht im Zentrum von Strasbourg verbracht, andere kommen aus zwei Reisebussen dazu, die wie durch ein Wunder bis hierhin durchgekommen sind. Nach einer Megaphonansage setzt sich die Menge in Richtung des Kongresszentrums in Bewegung, in dem der NATO-Gipfel in wenigen Stunden tagen soll.
Sekunden später fliegen die ersten CS-Gasgranaten durch die Luft ...

den ganzen Artikel lesen

Weitere Infos:

Police partout, justice nulle part!

 

Repressionsapparat in Frankreich schlägt zu: 4 Verurteilte und 3 Nato-Gegner aus D. im französischen Knast!

Zeigt euern Protest und eure Wut am Samstag den 11.04.09 um 14 Uhr vor der französischen Botschaft am Pariser Platz 5 in Berlin.

mehr Infos:

Juni 2008: Avanti hat nun eine siebte Ortsgruppe ...

Solid.org wird Avanti-Bremen

Im Juni 2008 ist aus „solid.org – Organisierung linker Basisgruppen“ Avanti-Bremen geworden. Damit gibt es nach Flensburg, Kiel, Lübeck, Norderstedt, Hamburg und Hannover nun eine siebte Ortsgruppe von AVANTI - Projekt undogmatische Linke. mehr lesen ...

Mai/Juni 2008: Die Block-G8 Broschüre ist da - jetzt bestellen!

"Chef, es sind zu viele"

Die Block G8 Broschüre. 84 Seiten A4, durchgehend farbig.

In der Broschüre findet Ihr: die Abschlusserklärung von Block G8, eine ausführliche Chronologie der Aktionen, zahlreiche Erlebnisberichte, Hintergrundartikel zur Kritik an den G8, Beiträge zur politische Auswertung, methodische Auswertung (u.a. Logistik, Presse, Aktionstrainings, Strukturen), Dokumente aus der Kampagne und natürlich viele, viele Fotos ...

Einzelpreis EUR 3,- // für WiederverkäuferInnen (ab 5 Ex.) EUR 2,- // jeweils zzgl. Versand

6.6. - 8.6.2007: We blocked G8

Fünf Finger für ein Hallelujah!

Nach dem Ende des Gipfels sind wir müde und glücklich von einer erlebnisreichen Protestwoche zurückgekommen. Offenkundig ist die globalisierungskritische Bewegung auch hierzulande eine Massenbewegung geworden. 80.000 Menschen bei der Großdemonstration in Rostock und über zehntausend bei den Blockaden rund um Heiligendamm haben das eindrucksvoll bestätigt.

AVANTI - Projekt undogmatische Linke hat sich in den letzten zwei Jahren intensiv an der Kampagne gegen den G8-Gipfel beteiligt. Wir waren in der Demovorbereitung, beim migrationspolitischen Aktionstag, Move against G8 und besonders bei Block G8 involviert.

Der Erfolg gehört aber nicht den OrganisatorInnen, sondern der gesamten Bewegung: Trotz Versammlungsverbot, Agent Provocateurs und einem martialischen Polizeiaufgebot sind mehr als 12.000 Menschen aufgebrochen und haben es schließlich geschafft, alle Zufahrtsstrassen nach Heiligendamm zu blockieren. Während es bei Hinter Bollhagen immer wieder zu brutalen Räumungen und Angriffen der Polizei kam, konnte auf den anderen beiden Zufahrtsstraßen die Situation stabilisiert werden, so dass die Blockaden dort über zwei Nächte gedauert haben.

Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an alle AktivistInnen, an alle Blockadekonzepte, an die Camp-OrganisatorInnen, an die VoKüs, die Demo-Sanis, das Legal Team und alle anderen, die gemeinsam aus einer größenwahnsinnig erscheinenden Vision Wirklichkeit gemacht haben: Der G8-Gipfel war landseitig komplett blockiert und konnte nur durch Luft- und Seetransporte aufrechterhalten werden. Das war tatsächlich Delegitimierung in Aktion.

Auch wenn es nur eine winzige Etappe auf dem langen Weg war, die Welt der G8 hinter sich zu lassen: Es war ein Sieg der Bewegung, der uns Kraft und Mut für die nächsten Schritte gibt: So wie es ist bleibt es nicht!