GRUNDSÄTZLICHES: Texte zu unseren inhaltlichen und methodischen Grundlagen

Juli 2009: Avanti hat eine neue Ortsgruppe in Berlin

Hauptstadt wir kommen!

Mit den Regenwolken aus der norddeutschen Tiefebene hat sich in diesem Sommer auch eine weitere Spezialität aus dieser Region in Berlin ausgebreitet. Die Vollversammlung von Avanti - Projekt undogmatische Linke im Juni 2009 hat eine Berliner Ortsgruppe aufgenommen. Nach Kiel, Lübeck, Flensburg, Norderstedt, Hamburg, Hannover und Bremen ist diese nunmehr die achte Ortsgruppe. Bereits seit einigen Monaten hatte sich die Gruppe in Berlin zusammengefunden, deren Arbeitsschwerpunkte zunächst Stadtumstrukturierung, Antifa und Krisenproteste sind.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Avanti-Berlin!

In der nun bald 20-jährigen Organisationsgeschichte von Avanti markiert die Entstehung einer Berliner Ortsgruppe einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt, denn zum ersten Mal sind wir jenseits von Norddeutschland aktiv.

In Berlin gibt es bereits mehrere Mitgliedsgruppen und AktivistInnen der Interventionistischen Linken (IL). In der IL arbeitet Avanti seit 2005 aktiv mit und sie ist für uns ein wichtiges Projekt in unserem strategischen Bemühen um eine Organisierung der undogmatischen und interventionistischen Strömung in der radikalen Linken. Die Zusammenarbeit mit den anderen IL-GenossInnen vor Ort stellt daher auch für unsere neue Berliner Ortsgruppe einen wesentlichen Bezugsrahmen dar.

Mit einer Gruppe in Berlin steigt für Avanti auf der einen Seite die politische Interventionsfähigkeit und die überregionale Wahrnehmbarkeit, gleichzeitig stellt diese geografische Ausweitung auch eine Herausforderung für unsere Organisationsstrukturen dar. Wir sind jedoch optimistisch, durch diesen Prozess der Erweiterung weitere wichtige Erfahrungen überregionaler Organisierung zu sammeln und unsere Strukturen unter den Prämissen Verbindlichkeit, Autonomie und Vertrauen weiterzuentwickeln.

Wir sind überzeugt, dass die Rolle der radikalen und revolutionären Linken in künftigen sozialen und politischen Kämpfen von ihrer Fähigkeit abhängen wird, politisches Wissen zu speichern, Perspektiven für eine andere Gesellschaft greifbar werden zu lassen und insbesondere offensive, anschlussfähige und radikalisierende Politikkonzepte zu entwickeln.

Dafür bedarf es vieler verschiedener Impulse, Initiativen und Organisationen. Es bedarf jedoch auch gemeinsamer Organisations- und Diskussionsprozesse, die zu einer Bündelung von Kräften und Ressourcen führen, damit unsere Strömung gesellschaftlich handlungs- und interventionsfähig wird. Einen kleinen Schritt dafür haben wir mit der Aufnahme von Avanti-Berlin getan – weitere Schritte werden folgen.

Avanti - Projekt undogmatische Linke, Juli 2009

Juni 2008: Avanti Positionen zur Organisierung unserer Strömung

Intervention braucht Organisation

Als Ergebnis eines längeren Diskussionsprozesses hat AVANTI einen grundsätzlichen Text zur Organisierung unserer Strömung verfasst. In ihm erläutern wir unser Organisationsverständnis und bestimmen unsere politische Strategie in dem Spannungsfeld zwischen eigener Organisationsentwicklung und der aktiven Beteiligung am Prozess der Interventionistischen Linken. Ziel des Textes ist es auch, unsere strategischen Zielsetzungen damit transparent und kritisierbar zu machen.

Am Schluss heißt es:

"Dieser Artikel soll daher auch eine Ermunterung für alle sein, die sich von unseren Vorstellungen und Konzepten angesprochen fühlen und mehr aus Gründen der räumlichen, denn der inhaltlichen Distanz bislang gezögert haben, mit uns jetzt in die konkrete Diskussion über Organisierung einzutreten."

Der Artikel liegt auch gedruckt als 6-Seiter vor.

7.6.2008: Avanti hat nun eine siebte Ortsgruppe ...

Solid.org wird Avanti-Bremen

Im Juni 2008 ist aus „solid.org – Organisierung linker Basisgruppen“ Avanti-Bremen geworden. Damit gibt es nach Flensburg, Kiel, Lübeck, Norderstedt, Hamburg und Hannover nun eine siebte Ortsgruppe von AVANTI - Projekt undogmatische Linke. Dies ist für uns nicht nur eine geografische Erweiterung, sondern die GenossInnen von solid.org bringen aus ihrer politischen Geschichte auch neue Impulse für unsere Strukturen, Arbeitsweisen und Politikfelder mit.

Der Aufnahme von solid.org sind gemeinsame Erfahrungen, vor allem in der Kampagne Block G8, vorausgegangen. In dieser praktischen Zusammenarbeit stellten wir schnell weitreichende Übereinstimmungen in Arbeitsweise und politischen Einschätzungen fest. Dies betrifft vor allem die gemeinsame Suche nach neuen, offensiven Aktionskonzepten, das Verständnis von Bündnisarbeit sowie unserer Ansprüche an Kontinuität und Verlässlichkeit.

Nach den Anti-G8-Aktionen folgte dann eine Zeit sorgfältiger Diskussionen über politische Grundlagen und Strategien, um die organisatorische Vereinigung vorzubereiten und zu ermöglichen, die schließlich durch die Avanti-Vollversammlung im Juni 2008 beschlossen wurde.

Organisierung ist für uns kein Selbstzweck. Es geht uns nicht in erster Linie darum, "unseren Verein" zu vergrößern. Wir sind vielmehr überzeugt, dass dauerhafte politische Handlungs- und Interventionsfähigkeit für die radikale Linke ohne die Bildung von revolutionären Organisationen nicht zu erreichen sein wird.

Unser gemeinsames strategisches Ziel besteht in der Organisierung eines politischen Spektrums, das sich auszeichnet durch:

  • den ernsthaften Versuch, die Marginalisierung der radikalen Linken zu überwinden und selbstbewusst in politische Auseinandersetzungen einzugreifen
  • Kontinuierliche Verankerung vor Ort
  • ein undogmatisches Herangehen an die theoretische und praktische politische Arbeit
  • einen revolutionär-antagonistischen Anspruch mit klaren antikapitalistischen und antipatriarchalen Standpunkten
  • ein Organisationskonzept, das bei aller Verbindlichkeit auf Autonomie und Basisdemokratie beruht.

Dabei erheben wir keinerlei Alleinvertretungsanspruch und beziehen uns positiv auf die Existenz von verschiedenen Konzepten in der radikalen Linken. Dort wo die Gemeinsamkeiten ausreichen, sollte der Schritt zur gemeinsamen Organisierung aber auch gegangen werden. Wie wir uns dies genau vorstellen und in welchem Verhältnis dies zum Projekt der „Interventionistischen Linken“ steht, haben wir in unserem Papier „Intervention braucht Organisation“ ausführlich dargelegt.

Wir hoffen, mit unserer Erweiterung ein positives Signal für Organisierung in der radikalen Linken zu setzen und freuen uns auf  konstruktive Auseinandersetzung hierüber.

 

AVANTI - Projekt undogmatische Linke, 8.6.2008


Ihr erreicht AVANTI-Bremen per E-Mail unter bremen@avanti-projekt.de und im Internet unter www.solidpunkt.org

FreibaldheldInnen, NichtschwimmerInnen und andere nasse Angelegenheiten

Eine Debatte um antifaschistische (Bündnis-)Politik

In einem längeren Papier, das zur Nachbereitung der Demonstration gegen den “Geburtstag" des Club 88 in Neumünster am 30.9.2006 entstand, wird AVANTI - Projekt undogmatische Linke massiv kritisiert . Avanti versuche, “jegliche Diskussion über Form der Struktur (von Bündnissen) und des Protestes von vorn herein zu negieren", das Verhalten von Avanti zur Demonstration am 30.9. 2006 sei “antiemanzipatorisch und verlogen" gewesen, etc.

Hierzu gibt es eine Antwort der Gruppe "Zunder" sowie eine Stellungnahme von AVANTI. Alle drei Texte dokumentieren wir hier:

Flensburg, 16. Mai 2004: 

Neues AVANTI-Grundsatzpapier

Auf der Vollversammlung in Flensburg am 15. und 16. Mai 2004 diskutierte und verabschiedete AVANTI – Projekt undogmatische Linke eine gründlich überarbeitete und aktualisierte Fassung unseres Grundsatzpapiers. Es ersetzt damit die Version aus dem Jahr 1999.

Das Grundsatzpapier ist das Ergebnis einer ausführlichen Diskussion über die Grundlagen unserer politischen Arbeit, die wir in unseren derzeit vier Ortsgruppen (und einer Gruppe in Gründung) geführt haben. Der Text soll politisch Interessierten einen Überblick über unsere grundlegenden Standpunkte ermöglichen. 

Natürlich hoffen wir, dass unsere Standpunkte Euch ansprechen, für unsere Politik interessieren oder gar zur Mitarbeit anregen. Ebenso dankbar sind wir aber auch für kritische Anmerkungen, an denen wir unsere Sichtweisen überprüfen können.

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Kopenhagen, Dezember  2002: 

Der Israel/Palästina-Konflikt bei den Protesten gegen den EU-Gipfel

Im Vorfeld der Aktionen gegen den EU-Gipfel in Kopenhagen veröffentlichten die Autonome Antifa-M (Göttingen), die Antifaschistische Aktion Berlin (AAB), die Autonome Antifa Nordost Berlin (AANO) und AVANTI - Projekt undogmatische Linke eine gemeinsame Stellungnahme. Es ging darum, ab welchem Punkt Palästina-Solidarität in für uns unakzeptablen Antisemitismus umschlägt und wie wir mit diesem Problem auf den gemeinsamen Demonstrationen in Kopenhagen umgehen wollten.

der Brief im Wortlaut (englisch)

Hierauf antworteten Globale Rødder, unsere hauptsächlichen dänischen BündnispartnerInnen, mit einer Stellungnahme, die wir hier dokumentieren.

Stellungnahme von Globale Rødder (englisch)