Texte und Infos zu ANTIKAPITALISMUS & SOZIALES: 

Hamburg, 18.12.2009: Gegen ein Unternehmen Hamburg! Für eine grundsätzlich andere – soziale und gerechte – Stadt

RECHT AUF STADT. DIE PARADE.

Wir sind wütend – und das aus den unterschiedlichsten Gründen. Wir beobachten, wie Gebäude leer stehen, während Parks und Grünflächen für neue Bürokomplexe zubetoniert werden. Wir kennen die Tücken des Wohnungsmarktes und erfahren, dass es immer weniger Sozialwohnungen in Hamburg gibt. Wir sehen, dass teure Prestigeobjekte am Hafenrand wachsen und luxuriöse Eigentumswohnungen in den als besonders attraktiv geltenden Vierteln gebaut werden. Wir sind Zeugen steigender Mieten und verfolgen, wie lang ansässige Familien und Gewerbe verdrängt, Kettengastronomien aufgezogen, Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt und öffentliche und kulturelle Räume beschnitten werden. Schon jetzt müssen viele Menschen ihren Stadtteil verlassen, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können.

Deshalb gehen wir auf die Barrikaden gegen die Privatisierung von Stadt und gegen eine Politik, die allein auf die Rendite schielt und unbeirrt weitere prestigeträchtige Großprojekte an Land ziehen will. Wir wollen keine Stadt, die als Unternehmen profitabel am Markt positioniert wird. (...)

Wir stellen die soziale Frage und sagen:Die Stadt gehört allen, und die Stadt muss für alle bezahlbar sein!

Wir wollen über Wünsche reden: In was für einer Stadt möchten wir eigentlich leben? Wer entscheidet, was gebaut wird, wie wir uns fortbewegen und wer sich wo aufhalten darf? Wie hoch dürfen die Mieten sein? Wie umweltfreundlich ist diese Stadt? Und wie kinderfreundlich? Wie wird die Energie gewonnen, die in der Stadt verbraucht wird? Diese und viele andere Fragen müssen wir stellen. Was uns eint, ist die Forderung nach einem Recht auf Stadt für alle!

Deshalb demonstrieren wir, besetzen Häuser und Plätze, feiern Straßenfeste, spielen Benefiz-Konzerte, tanzen Walzer, schreiben Briefe, stören Sitzungen, gründen Initiativen und organisieren Vernetzungstreffen. Wir sammeln uns, tauschen uns aus, bündeln unsere Kräfte und nehmen uns das „Recht auf Stadt“. Wir sind es, die entscheiden, wie wir leben wollen, und nicht die Politik, Stadtplanung oder die Wirtschaft. (...)

Freitag, 18.12.09, Moorweide (gegenüber Dammtorbahnhof)
Auftakt: 16:30 Uhr | Start der Parade: 17:00 Uhr

Kiel, 27.11.2009: Veranstaltung der Roten Hilfe mit Ex-Militanten der RZ

„Wir schreiben unsere Geschichte selbst“

In dieser Reihe veranstaltet die OG Kiel der Roten Hilfe eine Debatte mit zwei Ex-Militanten der RZ. Es geht um Geschichten aus der Geschichte, um Flucht und Verrat, Prozessstrategien und moralische Haltungen sowohl einzelner als auch „der Bewegung“ als solcher. Es geht uns um eine offene, kritisch-solidarische Diskussion mit so vielen Menschen wie möglich über Gutes und Schlechtes, Konzepte und – vor allem – was lehrt uns das. Hierzu zwei Links zum Einlesen:

27.11.09 um 20 Uhr im Subrosa, Elisabethstr. 25

Hamburg, November 2009: Avanti-Flugblatt zu den Uni-Protesten

UniHH: Wat nu?

Die Uni ist in Bewegung. Seit zwei Wochen ist das Audimax besetzt. Am Dienstag letzter Woche versammelten sich 2.000 Studierende in der Innenstadt zu einer Kundgebung gegen Lerndruck, Studiengebühren und für die Demokratisierung der Uni. Trotz massiver Proteste wurde Dieter Lenzen (derzeit Präsident der Freien Uni Berlin (FU) und Unterstützer der neoliberalen „Initiative neue soziale Marktwirtschaft“) in einer heimlichen Nacht-und-Nebel-Aktion vom Hochschulrat als neuer Hamburger Uni-Präsident gewählt und am Freitag vom Akademischen Senat bestätigt....

Worum geht es hier eigentlich / Wie können wir was erreichen? / AstA abwählen! / Basisarbeit / Druck aufbauen / Organisierung

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Berlin, 20.11.2009: Weg mit dem SZ-Führungstreffen Wirtschaft 2009!

Ent-Führungstreffen und Ver-Führung zur Revolte

Ein Jahr nach dem Crash auf den Finanzmärkten treffen sich am 20./21.11. Topmanager, Aufsichtsräte und Spitzenpolitikerinnen zum elitären Plausch im noblen Hotel Adlon. Die PropagandistInnen des „Freien Unternehmertums“ und der „Eigenverantwortung“ haben den Karren in den letzten Jahrzehnten gehörig gegen die Wand gefahren: Milliardenverluste von Kleinanlegern, Millionen Kurzarbeitende und Erwerbslose, eine dramatische Zunahme von Armut und Hunger weltweit, der drohende Klimakollaps...

Kundgebung // 20.11.2009 // 16:00 Uhr // Berlin // Humboldt-Universität zu Berlin, Innenhof und Dorotheenstr.

Hamburg, 28.11.2009: Tresengespräch zum Klimagipfel in Kopenhagen

UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen: Stören oder stützen?

Obwohl es bei der Analyse der düsteren Realität des Klimawandels weitgehende Einigkeit gibt, existieren bei den verschiedenen Spektren und organisationen, die nach Kopenhagen mobilisieren, ganz unterschiedliche Strategien und Aktionskonzepte: Die Kampagne „Klimakanzlerin gesucht“ bittet Merkel (die z.Zt. bei allen Klimaschutzplänen der EU kräftig auf die Bremse tritt), die Klimaverhandlungen zur Chefsache zu machen. Der BUND versucht durch eine Petition mit progressiven Mindestforderungen Druck für Klimagerechtigkeit aufzubauen und droht, dass „weniger nicht akzeptiert“ werde. Das im Klima! Bewegungsnetzwerk zusammengeschlossene Spektrum von Globalisierungskritikern kritisiert den Gipfel radikal als verlogene Medieninszenierung und ruft zu direkten Aktionen und zur Störung des Gipfel auf.

Tresengespräch anlässlich der Proteste zum UN- Klimagipfel COP15
28. November, 16:30 Uhr, Kölibri, Hein-Köllisch-Platz (S-Bahn Reeperbahn)

Wir haben zum Tresengespräch eingeladen:

  • Björn Obmann, BUNDjugend SH, Teil von Climate Justice Now (CJN)
  • Atmospheric Disorder, autonome Gruppe aktiv in Climate Justice Action (CJA)
  • Agnes Sander von Count Down To Copenhagen (Kampagne u.a. des Evangelischen Entwicklungsdienstes)
  • Avanti – Projekt undogmatische Linke, Teil der Interventionstischen Linken (IL)
  • Chris Methmann, Koordinierungskreis Attac Deutschland

Gemeinsame Broschüre von linksjugend [‘solid] und AVANTI – Projekt undogmatische Linke

Das Klima-Casino schließen!

Materialien für eine Klimabewegung von unten, Broschüre, 28 Seiten

Vom Klima- und Antirassismuscamp im Sommer 2008 bis zur Mobilisierung gegen den Weltklimagipfel in Kopenhagen im Dezember 2009: Eine neue, radikale Klimabewegung ist im Entstehen. Aus dieser Bewegung und für diese Bewegung bietet unsere Broschüre Analysen, Aktionsideen und Anregungen für politische Perspektiven. Die Texte richten sich weniger an ExpertInnen, sondern sollen für viele AktivistInnen – und Menschen, die es werden wollen – einen Einstieg in die Debatten ermöglichen.

Inhalt:

  • Das Kyoto-Protokoll / Ein nur zu kleiner Schritt in die richtige Richtung – oder Teil des Problems?
  • CDM + REED / und der globale Süden?
  • „Grüner“ Kapitalismus? Wir brauchen Klimagerechtigkeit statt Wachstumswahn!
  • Auf nach Kopenhagen! / Aufruf zu den Aktionen beim Weltklimagipfel im Dezember 2009
  • Heute schon die Welt gerettet? / linksjugend-solid stellt sich vor
  • Allein machen sie dich ein / wer ist und was will Avanti – Projekt undogmatische Linke?
  • Klar zum Entern! / Was tun gegen den Klimawandel?
  • Anti-AKW-Bewegung / Was kann die Klimabewegung von der Anti-AKW-Bewegung lernen?
  • Öko-Kommunismus sha-la-la-la-la / Gesellschaftliche Utopie in den Zeiten des Klimawandels
  • Für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen weltweit – alles andere ist Quark!

Die Broschüre gibt es auch online als PDF zum Download: http://www.avanti-projekt.de/p_antikap/pdf/klimacasino.pdf


Bezugsadresse: Linksjugend [‘solid], Kleine Alexanderstraße 28, 10178 Berlin, Telefon 030 / 24009-419, Telefax 030 / 24009-326, info@linksjugend-solid.de

Hamburg, 10. September 2009: Walzerparade gegen steigende Mieten und Gentrification

3/4 fürs Viertel

Walzerparade gegen steigende Mieten und Gentrification. Für den Erhalt des Centro Sociale!

Do. 10. September 2009, 18h ab Centro Sociale, Sternstrasse 2, Hamburg

Mit dieser Parade bringen wir unseren Widerstand gegen die überhöhten Mieten im Viertel und der ganzen Stadt zum Ausdruck - Die Stadt gehört allen! Zugleich demonstrieren wir für den Erhalt des selbstorganisierten und unkommerziellen Nachbarschaftstreff "Centro Sociale" in der Sternstrasse 2 und gegen die fortschreitende Privatisierung öffentlicher Räume.

Wo wohnen Sie?

Alle Menschen müssen wohnen, aber für viele wird es immer schwieriger bezahlbaren Wohnraum zu finden. Insbesondere in den innenstadtnahen Stadtteilen werden die Mieten immer teurer. Pech gehabt, musst du halt in die bezahlbaren Wohnungen am Stadtrand ziehen - so denken viele. Aber wir wollen in der Stadt wohnen und leben. Da der Wohnungsmarkt sich momentan tatsächlich vollkommen Marktförmig "selbst reguliert", ist es kein Wunder, das bei dem bestehenden Wohnungsmangel teilweise wahnwitzig erscheinende Mieten verlangt werden. Mittlerweile gibt es kaum noch Gegenden, bei denen bei Neuvermietungen weniger als 10,- Euro/Quadratmeter Kaltmiete verlangt werden. Das hängt auch damit zusammen, dass in Hamburg kaum noch neue Sozialwohnungen gebaut werden.

Wir fordern die Einführung einer Mietobergrenze von 4,- Euro pro Quadratmeter! Wir fordern eine neue soziale Wohnungsbaupolitik!

Und sonst?

Da nicht nur ein Dach über dem Kopf zu einem schönen Leben dazu gehört, sondern auch die Möglichkeit sich mit anderen Menschen auszutauschen und gemeinsam Dinge zu erleben, sind öffentliche Räume wichtig. In letzter Zeit wird der Zugang zu solchen öffentlichen Räumen immer mehr dahingehend reguliert, dass nur noch Leute mit Geld Zugang haben.

Öffentlicher Raum wird privatisiert und kommerziell vermarktet. Da Bürobauten sich besser vermarkten und steuerlich absetzen lassen, werden trotz Büroleerstands immer mehr Büros gebaut. Für manche bedeutet dieser Trend eine Aufwertung - für viele andere bedeutet er aber Ausschluss vom öffentlichen Leben.

Hier kommt das genossenschaftlich organisierte Stadtteilzentrum Centro Sociale ins Spiel. Seit Mitte 2008 wächst dieser unkommerzielle Nachbarschaftstreff und Freiraum und ist mittlerweile schon zu einer festen Größe geworden. Im Centro treffen sich Menschen aus der Nachbarschaft und auch von weiter weg um gemeinsam Fahrräder zu reparieren, zu malen, zu palavern, Musik zu machen, Theater zu spielen oder einfach nur da zu sein. Auch als Ort subkultureller Betätigung und politischer Organisation ist das Centro unverzichtbar. Dabei soll niemand ausgeschlossen werden und alle Angebote sind grundsätzlich frei von Eintritt - wer kann, soll aber gerne eine kleine Spende entrichten.

Das Centro Sociale ist derzeit akut bedroht, da der Mietvertrag zum Jahresende ausläuft und die Stadt die Räumlichkeiten mit Hilfe der Steg zu einem Wettbewerb ausgeschrieben hat. Neben dem Centro Sociale bewerben sich der Beschäftigungsträger Arinet und die Pferdestall Kultur GmbH (Betreiber mehrerer Clubs und Bars: Haus 73, Ponybar, Festplatz Nord usw.). Voraussichtlich am 11. September wird der Bezirk über die weitere Nutzung entscheiden - dann tagt die Jury das nächste mal.

Doch nicht nur im Schanzenviertel werden öffentliche Räume privatisiert, aktuell gibt es Auseinandersetzungen an diversen Punkten (bspw. um das Bernhardt-Nocht-Quartier, das geplante IKEA in der Neuen Grossen Bergstrasse, das Gängeviertel, den Neuen Pferdemarkt, in Wilhelmsburg und bestimmt noch an einigen anderen Orten).

Wir fordern den Erhalt des Centro Sociale in der Sternstrasse 2! Wir fordern den Stopp der Privatisierungspolitik in der ganzen Stadt!

Die Aktionsform

"Das Revolutionäre des Walzers bestand in der ekstatischen Dynamik, welche alle Tänzer ohne Unterschied nach Rang und Stand im Sog der drehend wirbelnden Masse fortriß. Die Durchsetzung des Walzers als Modetanz an den Höfen Europas demonstrierte die zunehmend brüchiger werdende Machtposition traditioneller Herrschaftsschichten. Im Medium des Tanzes kündigte sich für das Bürgertum und den "vierten Stand" eine gesellschaftliche Entwicklung an, die politisch noch erkämpft werden mußte. Der Walzer wurde zum Inbegriff der Revolution und das Symbol des bürgerlichen Prinzips der 'égalité'."
http://www.aeiou.at/aeiou.history.gtour.walzer/revolut.htm

Wir haben uns für die Aktionsform der "Walzerparade" entschieden. Warum?

  1. Passt das gut zum Motto "3/4 fürs Viertel"
  2. Sind 'normale' Demonstrationen in Hamburg meistens dadurch gekennzeichnet, dass sie von einem martialischen Polizeiaufgebot umstellt werden und die Aussenwirkung gering bleibt. Hier sehen wir Verwirrungs- und Belebungspotential durch die neue Aktionsform der "Walzerparade"
  3. Wollen wir mal was neues ausprobieren.
  4. War Walzer zu seiner Zeit ein revolutionärer Tanz.

Natürlich haben wir bestimmte Vorstellungen davon, was eine Walzerparade sein könnte. Aber wir freuen uns, wenn möglichst viele Menschen ihre eigenen Vorstellungen einbringen. In jedem Fall bitten wir darum, in "Abendgarderobe" zu erscheinen - was immer ihr euch darunter vorstellt.
Außerdem solltet ihr alle ein orangenes oder ein blaues Accessoire dabei haben (das sind die Farben des Centro Sociale).

Waltz on you crazy people!

17. September 2009: Bundesweiter Aktionstag gegen Krise & Kapitalismus

Am 17. September finden bundesweit in vielen Städten Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen unter dem Motto „Wir zahlen nicht für eure Krise!“ statt. Mit dem Aktionstag wollen wir vor den Bundestagswahlen ein deutliches Zeichen setzen gegen die Abwälzung der Krisenfolgen auf unsere Kosten – der Erwerbslosen, Beschäftigten, SchülerInnen und Studierenden, MigrantInnen und RentnerInnen. Die Krise gehört den Reichen. Die Zukunft gehört uns. Wir sind nicht bereit, die Folgen der Krise zu tragen:

  • nicht durch Sozialabbau und Lohndumping
  • nicht durch Einsparungen bei der Infrastruktur
  • nicht durch verstärkten Raubbau an der Natur
  • nicht durch Demokratieabbau

Damit ihre Krise nicht zu unserer Katastrophe wird, brauchen wir eine Intensivierung der Proteste. Widerstand wird nur gemeinsam erfolgreich sein. Vor Ort, bundesweit und global.

Berlin

9 Uhr, Jobcenter Mitte, Sickingenstr. 70 - Aktion vorm Jobcenter: “KeineR muss allein zum Amt”

13 Uhr, Senatsverwaltung, Fehrbelliner Platz - Stadtpolitische Aktion: “Die Krise findet Stadt – Wir übernehmen den Laden”

-> Flugblatt zu dieser Aktion als PDF downloaden

16 Uhr, Wittenbergplatz - Zentrale Kundgebung: Rettungspakete für die Menschen statt Milliarden für die Banken!

Aktion Banküberfall: Sozialer Ungehorsam bei Profiteuren der Krise
20 Uhr, Rathaus Neukölln, Videokundgebung: Internationale Arbeitskämpfe gegen die Krise
Zwischen den Aktionen - Aktion “Kostenloser Nahverkehr für alle”: Umsonst fahren zwischen den Aktionen. Klimagerechte Mobilität für alle!

-> Aufruftext zu den Berliner Aktionen als PDF downloaden

Bremen

17 UHR, Ziegenmarkt - Demonstration des Bremer Aktionsbündnisses “Wir zahlen nicht für eure Krise!”

-> Aufruf als PDF-Datei downloaden

Lübeck

16.30 Uhr, Schrangen - Kundgebung mit Straßentheater und Aktionen


Hamburg, 22.8.2009: Protest gegen Moorburgtrasse

Fahrraddemo gegen Fernwärmetrasse vom Klimakiller Moorburg durch Altona

Der Protest gegen das Vattenfall Kohlekraftwerk in HH- Moorburg geht weiter. Jetzt richtet er sich auch gegen die geplante Fernwärmeleitung durch Altona. Vor Ort regt sich Widerstand: Mit den Bauarbeiten werden Mieter nicht nur Jahrelang eine Großbaustelle vor der Nase haben, Vattenfall wird auch jede Menge Bäume fällen und Altonas Parks verwüsten. Außerdem ist die Fernwämeverbindung eine wichtige Profitquelle für das Klima-Killer-Kraftwerk in Moorburg. Vattenfall stinkt uns!

22.8.2009, 16 Uhr: Fahrraddemo "Moorburgtrasse stoppen!", Beginn um 16 Uhr beim Bernstorfstraßenfest (Bernstorfstr.)

Juli 2009: Wiederauflage  der "Roten Karte gegen Sexismus" und neu: "Pinke Karte gegen Homophobie"

Ab sofort (wieder) zu bestellen: Rote Karte gegen Sexismus, Faltblatt "Courage gegen Sexismus" und Pinke Karte gegen Homophobie

Im März 2008 erschienen die Rote Karte gegen Sexismus sowie drei Monate später das Faltblatt "Courage gegen Sexismus" erstmalig und stießen auf ein überwältigendes Interesse, so dass sie bald komplett weg waren. Nun gibt es von beidem eine zweite, überarbeitete Auflage und zusätzlich eine neu produzierte Pinke Karte gegen Homophobie.

Wer kennt nicht die Situation: Wieder hab ich einen blöden Spruch zu hören bekommen, aber nichts gesagt. Die alltägliche Wiederholung sexistischer und homophober Angriffe und Grenzverletzungen ist entweder zu ermüdend, als dass wir noch die Kraft haben zu reagieren, oder wir sind in Situationen allein damit und eine Reaktion zu unsicher ("Könnte das die Situation jetzt eskalieren?"). Danach fühlen wir uns oft scheiße, unsere Handlungsfreiheit wurde eingeschränkt, und wir konnten nichts dagegen tun.

Genau in diese Situationen sollen die "Rote Karte gegen Sexismus" (gemeinsam produziert von Avanti - Projekt undogmatische Linke und Autonomes Feministisches Referat Uni Bremen) und die "Pinke Karte gegen Homophobie" (gemeinsam produziert von Avanti - Projekt undogmatische Linke und Lesbenverein Intervention e.V.) intervenieren. Wenn ich nicht weiter weiß, warum nicht einfach mal eine Rote/Pinke Karte verteilen? Die Aussage ist klar: Ich will SchiedsrichterIn sein, meine Grenzen selbst bestimmen.

Natürlich sind die Karten kein Wundermittel. Es gibt sicher eine Menge Situationen, in denen ich mich besser fühle, dem Grenzverletzer kräftig in die Eier zu treten, mich einfach ab zu setzten oder, oder, oder. Aber sie können ein Beitrag sein, ein Schlaglicht auf alltäglichen Sexismus und Homophobie zu werfen und meine Reaktionsfähigkeit zu erhöhen - egal ob sie nur auf dem Kneipentisch herumliegen, oder ich sie einsatzbereit in meiner Tasche weiß.

Eine weitere kleine Hilfe soll das von Avanti - Projekt undogmatische Linke und DGB-Jugend Hamburg gemeinsam produzierte Faltblatt "Courage gegen Sexismus" darstellen, welches Tipps gegen Grenzverletzungen in verschiedenen Situationen (z.B. auf der Party, in der Beziehung, auf der
Arbeit) mit einer politischen Einordnung kombiniert.

Die Idee gefällt euch? Helft uns, damit die "Pinke Karte gegen Homophobie", die "Rote Karte gegen Sexismus" und das Falblatt "Courage gegen Sexismus" auch in eurem Ort, in eurem Jugendzentrum oder eurer Lieblingskneipe ausliegen - ein großes Kontingent steht dafür zur Verfügung.

Bestellen unter: hamburg@avanti-projekt.de

In Kürze wird passend zu den Pinken Karten ein Faltblatt "Courage gegen Homophobie" erscheinen. Auch das werdet ihr dann bestellen können.

Die Materialien:

Hamburg, 1.7.2009: Veranstaltung zum "Fall Emmely"

DER FALL EMMELY: Verdachtskündigungen und Klassenjustiz

51. Jour fixe der Gewerkschaftslinken Hamburg zusammen mit Avanti - Projekt undogmatische Linke

Der Fall ist bekannt, er ging durch die Medien: Emmely, die 31 Jahre bei KaiserŽs Kaffee (bzw. Vorläufer) arbeitete, wurde verdächtigt, Bons im Werte von 1,30 Euro zu eigenen Gunsten eingelöst zu haben. Die Bons hatte ein Kunde liegen gelassen. Emmely hatte das immer bestritten.
Wegen dieses Verdachtes wurde ihr fristlos gekündigt. Ihre beiden Arbeitsgerichtsprozesse hat sie verloren. Benedikt Hopmann, der Anwalt von Emmely, berichtet über den Fall und wie es politisch und juristisch weitergeht. Es geht nicht nur um Verdachtskündigungen sondern vor allem auch um Kündigungen ohne vorherige Abmahnung in Bagatellfällen. Das Komitee "Solidarität mit Emmely" hat beim Bundestag eine Petition eingereicht mit dem Ziel, eine Bagatellgrenze bei Kündigungen einführen zu lassen.

Emmely und ihr Anwalt wollen vor das Bundesarbeitsgericht gehen, falls sie verlieren, vor das Bundesverfassungsgericht, falls sie verlieren, zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Wir wollen bei dem Treffen diskutieren, wie wir Emmely und Benedikt Hopmann in ihrem Kampf unterstützen können. Emmely wird bei diesem Treffen anwesend sein.

Mittwoch, den 1. Juli 2009 um 18:30 im Curiohaus, Rothenbaumchausse 15, Hofdurchgang

Juni2009: AVANTI-Thesen zur Klimapolitik

Nicht nur Kopenhagen:
Die Klimabewegung muss radikal und lokal sein

In der aktuellen ak-Beilage "Die Linke und die sozial-ökologische Frage" hat auch die Klima-AG von Avanti einen Beitrag veröffentlich, der Thesen zur Strategie einer linksradikalen Klimapolitik aufstellt.

Artikel lesen

Hamburg, 18.6.2009: Umsonstfahr-Aktion

Umsonstfahren fürs Klima – Piraten entern HVV-Fähre

Um 16 Uhr sammelten sich immer mehr als Piraten verkleidete Menschen auf der Fußgängerbrücke vor der S-Bahnstation Landungsbrücken. Kurze Zeit später machten sich über 50 der Piraten auf zum Umsonstfahren. Doch statt wie erwartet in die Bahn-Station einzubiegen stürmten sie die Treppen zu den Landungskais herunter und enterten eine HVV-Fähre. Dort wurde ein Transparent „HVV UMSONST – für immer“ entrollt.

Bevor es zu einer Konfrontation mit der sichtlich überforderten Polizei kommen konnte, beendeten die Aktivistinnen die Aktion wieder und zerstreuten sich in alle Winde, ohne dass es zu Festnahmen oder Personalienfeststellungen gekommen wäre.

"Man muss bei einem solchen Aufruf damit rechnen, dass die Hochbahnwache in diesem Gebiet verstärkt kontrollieren wird", hatte HVV-Sprecher Christoph Kreienbaum noch im Vorfeld in der MOPO gedroht. Doch von dem Entern der Hafenfähre waren Kontrolleure und PolizistInnen völlig überrascht.

Die Umsonstfahraktion fand im Rahmen des Aktionstages „Ziviler Ungehorsam“ als Teil des Bildungsstreiks statt. Viele protestierende SchülerInnen und Studierende beteiligten sich. „Der Forderung nach freiem und kostenlosen Zugang zur Bildung können wir uns nur anschließen. Klimaschutz heißt auch über den eigenen Tellerrand zu schauen und die dramatischen Veränderungen als soziales Problem zu begreifen.“ heißt es in der Pressemitteilung von GegenstromHamburg zu der Aktion.

Bundesweiter Bildungsstreik, 15. - 19. Juni 2009

AVANTI-Transparent zum Bildungsstreik 2009 in BremenBildungsstreikdemo 2009 in HH - Screenshot aus der TagesschauBildungsstreik 2009

Gegen Leistungsdruck und schlechte Arbeitsbedingungen waren am 17.6.2009 bundesweit etwa 270.000 SchülerInnen, Studierende, Lehrende und Beschäftigte im Bildungsbereich auf den Straßen!

In Bremen, Hannover, Hamburg, Lübeck und Berlin war AVANTI an den Aktionen beteiligt. Unsere Bildungsstreikzeitungen fanden dabei reißenden Absatz, die 10.000 gedruckten Exemplare waren mühelos in kürzester Zeit verteilt.

Avanti-Bildungsstreikzeitung 2009:
Denkblockaden - Bewegung kommt aus den Beinen und fängt im Kopf an

Darin u.a. folgende Themen: Warum Bachelor-Studiengänge krank machen... / Warum Noten nicht beim Lernen helfen... / Warum in Frankreich die Universitäten bestreikt werden... / Was eine Lerngruppe mit Ellenbogen zu tun hat... / Wieso in Krisenzeiten die Deutschlandkarte wieder ausgepackt wird...

Bundesweite Seite der Studierenden: http://www.bildungsstreik2009.de

Bundesweite Seite der SchülerInnen: http://www.schulaction.org

Berlin, 12.6.2009: "Dein Kiez außer Kontrolle" im YAAM

„Dein Kiez außer Kontrolle“ – heiße Beats gegen soziale Kälte

Wenn man die Nachbarn nicht mehr kennt, die Miete kaum noch zahlen kann, das Geld für den Einkauf einem geradezu durch die Finger rinnt und man sich im eigenen Kiez ertappt fühlt, schon wieder den neuesten Trend verschlafen zu haben, dann ist es spätestens soweit – Dein Kiez ist außer Kontrolle geraten!

Aufwertungsprozesse in der Stadt Berlin machen vor keiner Haustüre halt und nehmen immer extremere Züge an. In Kreuzberg schießen zunehmend teure Bars und Carlofts aus dem Boden und die Spree wird trotz erkämpfter Auflagen von großen Medienkonzernen zugebaut. Prenzlauer Berg und Berlin Mitte sind zu bevorzugten Shopping- und Konsum-Meilen mutiert, die für den Otto-Normalverbraucher mit Leben und Wohnen immer weniger vereinbar sind. In Friedrichshain bedrängen die Bezirksabgeordneten alternative Wohnprojekte mit Räumungsklagen und der Großbezirk Pankow sieht sich zur Zeit mit einer rigiden Kürzungspolitik des Senats konfrontiert: Dort soll im Sozialbereich so massiv eingespart werden, dass rund 47 Kinder- und Jugendeinrichtungen um ihre Existenz bangen müssen. In Neukölln scheint es derweil nur noch eine Frage der Zeit, bis die Mietpreise empfindlich steigen werden. Während „Kreuzkölln“, der Norden des Bezirks, von Partyvolk und Vermietern schon längst als nächster Szenekiez erkannt wurde, droht nun auch im Westen Unheil. Denn der Ausbau des Großprojekts Tempelhof wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf die Struktur und Mietpolitik angrenzender Stadtteile auswirken. Dagegen regt sich nun Protest: Eine Vielzahl von Initiativen und Bündnissen engagiert sich aktiv gegen eine Verdrängung durch Aufwertung. Der Ausdruck dieser Gegenorganisierung gleicht dabei einem bunten Blumenstrauß: Während in Neukölln zahlreiche Aufkleber und Plakate die Straßen verzieren, die mit der Frage „Have you ever squatted an Airport?“ zu einer symbolischen Besetzungsaktion des ehemaligen Flughafens Tempelhof am 20. Juni aufrufen, verwandelte sich der Helmholtzplatz im schicken Prenzlauer Berg vor einer Woche mit dem Slogan: „Wir lassen uns nicht abziehen!“ in einen Ort des musikalischen Aufbegehrens. Die Protagonistinnen der betroffenen Jugendtreffs stellten dort zusammen mit Organisatorinnen des bundesweiten Bildungsstreik vom 15.-19. Juni ein politisches Hip-Hop Spektakel gegen Sozialkürzungen und Gentrifizierung auf die Beine. Unter dem Namen „Steigende Mieten Stoppen!“ haben sich zudem zahlreiche Initiativen und Interessierte zusammengefunden, die sich für einen Ausstieg Berlins aus der aktuellen, profitorientierten Wohnungspolitik engagieren.

In den Kontext des Protests gegen Stadtumstrukturierung und soziale Kälte stellt sich nun auch das Konzert „Dein Kiez außer Kontrolle“, das am 12.06.09 am Veranstaltungsort “Yaam“ zu erleben sein wird. Während Stadtteilinitiativen und politische Gruppen ihre Arbeit an Info-Tischen vorstellen, wird das Duo Mono & Nikitaman die Massen mit einem Live-Act in Extase versetzen, um die Proteste zu unterstützen.  

Freitag, 12.06. 2009, Yaam, Strehlauer Platz

Show: Mono & Nikitaman (live), im Anschluss Vintage Night mit Barney Millah & Stephan

Eintritt: 5,- € inkl. Soli-Beitrag /  Infos und mehr vor Ort von: So36 bleibt!, rootdown, Steigende Mieten Stoppen!, Avanti - Projekt undogmatische Linke, Red Stuff u.a.

Hamburg, 13.6.2009: Demonstration gegen Mieterhöhung, Privatisierung und Vertreibung

Die Stadt gehört allen - gegen Mieterhöhung, Privatisierung und Vertreibung!

1000 Euro für die erfolgreiche Vermittlung einer Wohnung in den üblichen Vierteln ist Alltag gewordener Laternenpfahl. In innenstadtnahen Altbauvierteln wie St. Pauli oder St. Georg sind Nettokaltmieten von 10 Euro aufwärts normal geworden. Über Wilhelmsburg rollt die erste Mieterhöhungswelle. Fußgänger_innen mit und ohne Kinderwagen und Rollifahrer_innen quälen sich im Schanzenviertel über Gehwege, die zu Außenflächen der Gastronomie mutiert sind. Private Wachdienste entscheiden im sog. Business Improvement District am Neuen Wall, wer dort flanieren darf. In der möglichst obdachlosen- und punkerfreien Innenstadt wird mit Hilfe willkürlicher Platzverweise aussortiert, wer nicht ins Image passt.

Dem stellen wir ein Recht auf Stadt entgegen: Das Recht auf eine freie und auf sozialer Gleichheit beruhende Stadt haben alle: ob sie eine Wohnung gemietet haben oder ob sie wegen Hartz IV-Mietobergrenzen Wohnung und Stadtteil verlassen müssen; ob sie, geduldet, auf einem Kahn in einem Hafenbecken leben oder ob sie als Obdachlose einen innenstadtnahen Platz zum Platte-machen und Betteln benötigen; ob sie einen Park mit Vogelgezwitscher zum Erholen, einen Verkaufsort für selbstgehäkelte Socken, einen Ausblick auf den Hafen zum den Kopf klar kriegen, eine Bank zum Knutschen oder einen Spot zum Skateboarden brauchen. Recht auf Wohnen, Recht auf Aneignung, auf Orte der Leidenschaft, Ruhe, auf dem Dach tanzen, in der Elbe schwimmen, auf Austausch und und und...

Das kann nur gelingen, wenn wir uns gemeinsam gegen diejenigen wenden, die von der Verarmung, Verdrängung und Unterdrückung profitieren - damit wir morgen wieder sagen können: Stadtluft macht frei!

Stadt für alle und zwar sofort!

DEMONSTRATION - 13. JUNI 2009, 14 UHR JUNGFERNSTIEG, ECKE BALLINDAMM

Berlin, 1. Mai 2009: Aktionen gegen Gentrifizierung

Soziale Unruhe? Könnt ihr haben!

Seit einigen Monaten befindet sich in Berlin eine Avanti-Ortsgruppe im Aufbau, die rund um den 1. Mai schon mal erste Aktivitäten nach außen entfaltet hat.

Den 1. Mai in Berlin nutzten viele verschiedene Initiativen und Organisationen dazu, um auf das Problem steigender Mieten und der kulturellen Aufwertung von Berliner Stadtteilen aufmerksam zu machen. Diese Aktivitäten sind Teil einer breiten, vielfältigen und widerständigen Kampagne gegen einen kapitalistischen Wohnungsmarkt, der Profitinteressen über die Bedürfnisse von Mieter_innen stellt und immer mehr Leute dazu zwingt, ihre Wohnung zu verlassen.

Aufwertung für wen?

Unsere Stadtteile verändern sich: Neu eröffnete Läden, Bars und Restaurants bestimmen die Straßenzüge, Kunstgalerien werben um zahlungskräftige Kunden, immer mehr Häuser werden saniert und in Eigentumswohnungen umgewandelt. Der Kiez putzt sich heraus, er wird aufgehübscht und schicker.

Dies ist allerdings nur die eine Seite der Medaille. An Bezirken wie Prenzlauer Berg oder Mitte zeigt sich, welche Auswirkung die vom Senat geförderte „Aufwertung“ der Stadtteile hat: Dort mussten seit dem Fall der Mauer zwischen 50 und 80% der Bevölkerung ihre Wohnungen verlassen.

Denn wenn Stadt und Bezirk von „Aufwertung“ sprechen, wird dabei kein schönerer Kiez für uns alle herausspringen. Ihre „Aufwertung“ meint nichts anderes als die Verwertung unserer Stadt, Maximierung von Profit statt Verbesserung unserer Lebensqualität.

Während die Kosten für Miete und Grundbedürfnisse wie Wasser, Gas und Strom steigen, dümpeln Reallöhne und Sozialleistungen vor sich hin. Diese Entwicklung wird sich noch weiter verschärfen: Die Folgen der kapitalistischen Krise werden auf die Lohnabhängigen und die einkommensschwachen Haushalte abgewälzt, Armut und soziale Ungleichheit werden weiter zunehmen. Damit ist klar, wohin die Reise für weniger betuchte BewohnerInnen gehen wird: Wer es sich nicht leisten kann, wird von der Innenstadt in die Randgebiete gedrängt.

Wir haben ein Recht auf Wohnen, ein Recht auf Bleiben, und zwar dort wo wir leben wollen!

Am 29. April 2009 fand in den Abendstunden auf dem Hermannplatz in Berlin-Neukölln eine Videokundgebung statt, mit der zur Mayday-Parade am 1. Mai in der Berliner Innenstadt mobilisieren wurde. Avanti war mit einem Videoclip vertreten, der anhand eines fiktiven, aber so jederzeit stattfindenden Konflikts zwischen Eigentümer_in und Mieter_in die Notwendigkeit betonte, die oben beschriebene Entwicklung nicht tatenlos hinzunehmen.

In Berlin wollen immer mehr BewohnerInnen diese Situation nicht länger hinnehmen. Sie sehen es nicht ein, dass angemessener Wohnraum von Einkommen, Lebensentwurf oder nationaler Herkunft abhängig sein soll. Mittlerweile haben sich eine Vielzahl von Initiativen und Bündnissen gebildet, die gegen diese Politik mit vielfältigen Aktionen Widerstand leisten. Sie fordern eine allgemeine Mietobergrenze als Schutz vor Verdrängung und steigenden Mieten, den Erhalt aller alternativen Wohnprojekte und die Verhinderung von Zwangsumzügen von Menschen, die von Hartz IV leben müssen.

Auf der MayDay-Parade selbst war ein Transparent „Aufwertung=steigende Mieten=Verdrängung. Fight Gentrifizierung!“ zu sehen.

In den Abendstunden wurde in der Muskauer Straße in Berlin-Kreuzberg zur Begrüßung der vorbeiziehenden 18.00 Uhr-Demo von „Überflüssigen“ ein Transparent von einem Wohnhaus herunter gelassen: „Hohe Mieten – miese Jobs. Verdrängung für Profit ist überflüssig.“ Vom Dach regneten Flyer auf die Demonstrant_innen nieder: „Soziale Unruhe? Könnt ihr haben!“

Mit bloßen Forderungen ist es aber nicht getan - denn der Ausstieg aus einer Wohnungspolitik, die sich nur an Verwertung und Profitraten orientiert und nicht an den Bedürfnissen der Bevölkerung, muss erkämpft werden. Die Mietenstopp-Demo im letzten November mit ca. 1.500 Teilnehmer_innen hat gezeigt, dass immer mehr Menschen die derzeitigen Zustände als Skandal empfinden und bereit sind, sich zu wehren. Es ist daher auch in Zukunft mit vielfältigen Aktivitäten zu rechnen. Wir werden dabei sein.
 

Hamburg, 18.5.2009: Film- und Diskussionsveranstaltung "Ende der Vertretung"

Soziale Kämpfe und die radikale Linke

Antikapitalistisch und revolutionär, so sieht das Selbstverständnis der radikalen Linken aus. Doch auf die Frage, wie das kapitalistische Gesellschaftssystem zu überwinden ist, fällt den wenigsten mehr ein, als "smash capitalism" aufs Transpi zu malen oder eine "verkürzte Kritik" anzuprangern. Wir denken, dass nur soziale Kämpfe eine Perspektive raus aus dieser Gesellschaft weisen können, und dass deshalb die Beschäftigung mit den sozialen Realitäten und Kämpfen der Menschen unabdingbar ist.
Aus diesem Grund möchten wir den Film "Ende der Vertretung" von KanalB zeigen, die den Streik im Berliner Einzelhandel zwischen 2006 und 2008 begleitet haben. Als die Arbeitgeber Ende 2006 die Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit kürzen wollten, war für die Beschäftigten eine Grenze erreicht. Die längste und härteste Tarifauseinandersetzung in der Geschichte des deutschen Einzelhandels begann. Im Film kommen Frauen zu Wort, die seit Jahrzehnten im Einzelhandel arbeiten, Konflikte zwischen Gewerkschaftsfunktionären und den streikenden Frauen an der Basis werden ebenso gezeigt wie linksradikale Unterstützungsversuche. Auf der Veranstaltung wollen wir mit AktivistInnen vom Solikomitee für Emmely und euch zusammen diskutieren, wie Interventionen in angesichts der Krise verstärkt zu erwartende soziale Konflikte aussehen können.

Film- und Diskussionsveranstaltung, Mo, 18. Mai, 19 Uhr, Rote Flora

"Ende der Vertretung" - ein Film von Bärbel Schönafinger in Zusammenarbeit mit Samira Fansa // kanalB nr_34 // BRD 2009, 56 min. // www.kanalb.org // www.emmely.org

Ein Aufruf zu Aktionen in Kopenhagen vom 12. bis 19. Dezember 2009

Soziale Wende statt Klimawandel!

Im Dezember 2009 findet in Kopenhagen der UN-Weltklimagipfel „COP15“ statt. In Rahmen dieser Konferenz wollen sich die mächtigen Regierungen und Lobbyisten der Welt treffen, um den Kapitalismus in eine neue, grüne Ära zu führen. Wir glauben nicht, dass sich der Klimawandel mit Hilfe von marktförmigen oder technischen Strategien aufhalten lässt. Der Klimawandel ist kein rein ökologisches Problem, sondern besitzt ökonomische, soziale, rassistische und ausbeuterische Dimensionen. Deswegen ist eine grundlegende soziale und wirtschaftliche Wende notwendig um den Klimawandel an der Wurzel zu bekämpfen.
Wir rufen dazu auf, den UN-Gipfel massiv zu stören! (...)

Wir wollen in Kopenhagen klare inhaltliche Positionen und Alternativen vermitteln: Die bisherigen UN-Klimaverhandlungen haben keine relevanten Klimaschutzeffekte nach sich gezogen. Die dort weiterhin verhandelten „falschen Lösungen“ müssen gestoppt werden. Statt organisierter Verantwortungslosigkeit der Herrschenden im Umgang mit dem Klimawandel fordern wir Globale Soziale Rechte und insbesondere globale Bewegungsfreiheit. Der Energie- und Ressourcenverbrauch im globalen Norden muss schnell und drastisch gesenkt werden. (...)

Bremen/Berlin/Hannover, 1. Mai 2009

Kleine Nachlese zum 1. Mai 2009

Rien ne va plus. Das neoliberale Spiel ist aus. Wenn der ehem. BDI-Präsident sein "Vertrauen in die Märkte" verliert und der DGB-Chef vor "sozialen Unruhen" warnt, ist der 1. Mai plötzlich mehr als Tradition und Routine. Die Krise wirft die Frage nach dem Weg und dem Ziel gesellschaftlicher Veränderung neu auf. So waren die Proteste von Gewerkschaften bis radikale Linke kämpferischer als in den letzen Jahren. Bei DGB und Co. standen unter anderem die Mobilisierung zu der europäischen Großdemo am 16.Mai in Berlin, die Forderung nach einem Mindestlohn und einer stärkeren Kontrolle der Finanzmärkte im Vordergrund. In Nürnberg und Berlin waren die revolutionären 1. Mai Demos größer als in den letzten Jahren. In Berlin kam es bereits während der Demo mit dem Motto "Kapitalismus ist Krise und Krieg" zu massiven Angriffen auf die Polizei. (http://de.indymedia.org/2009/05/248971.shtml)

In Redebeiträgen, Haustransparente und Flugblätter wurde auf die zunehmende Aufwertungs-, Umstrukturierungs- und Verdrängungsprozesse in Kreuzberg und Neukölln hingewiesen.

Unter anderem in Hamburg, Berlin und erstmals auch in Bremen (http://de.indymedia.org/2009/05/248950.shtml) fanden Euromayday-Paraden statt. Parolen wie "Wat mutt dat mutt! Her mit dem schönen Leben für alle weltweit" ( http://www.taz.de/regional/nord/nord-aktuell/artikel/1/tag-der-arbeit-oder-tag-des-nebenjobs/) (Bremen) und "Ich krieg die Krise! Und das nicht erst seit gestern" (Berlin) trugen tausende Menschen auf die Straße. Vor dem Hintergrund von Kapitalismus(krise) und alltägliche Prekarisierung kam es in Hamburg zu Schuhwürfen auf Villen, in Berlin zu massenhaften Farbbeutelwürfen auf das Finanzministerium ( http://de.indymedia.org/2009/05/249090.shtml ). Der (Euro)mayday ist ein Versuch, den ersten Mai rund um Selbstorganisierung und alltäglichem Widerstand neu zu beleben.

Die Nazis versuchen seit Jahren sich am 1. Mai zu profilieren. Nach Hamburg 2008 mussten die Nazis auch dieses Jahr eine Niederlage einstecken. Die Demo wurde verboten. Diese Entscheidung ist jedoch nicht zu trennen von einer breiten und intensiven antifaschistischen Mobilisierung und der Ankündigung einer
"Umzingelung" ( http://www.1mai2009-hannover.de/ ) der Nazis. Den Nazis gelangen jedoch zahlreiche kleine spontane Aufmärsche, sie griffen in Dortmund sogar mit ca. 300 Personen bewaffnet eine DGB-Demo an. ( http://de.indymedia.org/2009/05/248891.shtml )

Im Mai des Krisenjahres 2009 konnte die Linke, ebenso wie bei den Demos am 28.3. ein Signal setzen, dass sie in die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen eingreifen will. Ob sie es auch kann wird sich zeigen, noch fehlt die "kritische Masse".

Hamburg, 15.-17.5.2009: Dritter Jugendkongress

Jugendkongress "Her mit dem schönen Leben!"

Wir leben in einer Welt, die von Umweltzerstörung, Kriegen und Konkurrenzdruck geprägt ist. Unterdrückungsmechanismen, wie Rassismus und Sexismus, bekommen wir täglich zu spüren, denn sie sind tief in der Gesellschaft verwurzelt und beeinflussen unser Leben und unseren Umgang mit anderen Menschen. So werden wir zum Beispiel schon in der Schule auf unsere Verwertbarkeit auf dem Arbeitsmarkt vorbereitet. Doch diese Welt ist nicht alternativlos, denn sie wurde von Menschen geschaffen und ist deswegen auch durch diese veränderbar.
Aus diesem Grund bieten wir auch beim 3. Jugendkongress "Her mit dem schönen Leben" verschiedene Workshops zu den Themen Klima, Schule, Antikapitalismus und Rassismus an. Wir laden euch dazu ein mit uns darüber zu diskutieren, wie das kapitalistische System mit Klimawandel, Leistungsdruck in der Schule, Sexismus und Rassismus verknüpft ist und wie Widerstand und der Kampf für eine befreitere Gesellschaft möglich sind.
 

Veranstaltet von: [aujah] - autonome Jugendantifa Hamburg und Avanti - Projekt undogmatische Linke

Link zur Anmeldung: http://jugendkongress.kilu.de/?do=anmeldung

Hamburg/Berlin, April 2009: Online-Protest gegen Kriminalisierung von KlimaschützerInnen

Vattenfall verklagt Klimaschützer/innen – Jetzt online demonstrieren!

Mehr als 30 Klimaschützer/innen hatten im letzten Sommer die Baustelle des geplanten Kohlekraftwerks in Hamburg-Moorburg besetzt. Im Rahmen eines Klimacamps hissten sie auf einem Kran das Banner „Stromkonzerne enteignen!“, was bundesweit für Aufsehen sorgte. Nun versucht Vattenfall, die KlimaschützerInnen für ihre Aktion zivilen Ungehorsams zur Kasse zu bitten – und baut täglich weiter an seinem Klima-Killer.

Klimasünder bestraft Klimaschützer?

Verkehrte Welt: Vattenfall ist einer der größten Klimazerstörer Europas. Und jetzt will der Konzern will auch noch Menschen bestrafen, die sich aktiv für Klimaschutz einsetzen! Dabei haben sie mit der Besetzung der Baustelle nur das gemacht, was in Anbetracht der nahenden Klimakatastrophe dringend notwendig ist: Sie haben versucht ein Bauvorhaben zu stoppen, welches das Klima in den nächsten 40 Jahren mit Millionen von Tonnen CO2 belasten würde.

Vattenfall klagt an – Tu etwas dagegen!

Schick jetzt dem Vattenfall-Vorstand Deine Meinung: Beteilige Dich an der Aktion „ausgekohlt“ und fordere den Konzern auf, die Anzeigen sofort fallen zu lassen und die Bauarbeiten am Klima-Killer in Hamburg-Moorburg einzustellen. Wir lassen uns Klimaschutz nicht verbieten – erst recht nicht von Vattenfall!

Dem Onlineprotest kannst du dich hier anschließen: https://ausgekohlt.net/

Berlin und Frankfurt, 28.3.2009: Bundesweite Demos gegen Krise & Kapitalismus

Im Dunkel des gelebten Augenblicks

Irgendwie ein ungutes Gefühl? Der Crash der Finanzmärkte, Kurzarbeit bei VW und Massenentlassungen in den USA kündigen eine neue Weltwirtschaftskrise an. Merke ich es eigentlich, wenn ich an einem Wendepunkt der Geschichte lebe? Werde ich später gefragt, was hast du in der Zeit 2009ff. getan?"

Jahrelang haben die neoliberalen VorbeterInnen aus Wirtschaftsverbänden und den christlich grünsozialliberalen Parteien das Märchen genährt, der Markt würde schon alles regeln: Wenn alle an einem Strang ziehen, Broker und Bankrotteure, Lobbyisten und Lohnarbeitende, Kapitalbesitzer und Schiffbrüchige, wird es schon besser werden. Das Glücksversprechen des Kapitalismus kann jedoch nur von wenigen erreicht werden. In den Jobcentern und den Lagern für Flüchtlinge werden jene diszipliniert und verwaltet, für die dieses Glücksversprechen nur noch blanker Hohn ist.

Längst ist klar, dass die Krise kein Betriebsunfall unfähiger ManagerInnen ist, sondern tief in die Strukturen des Kapitalismus eingelassen ist. Diese Fundamente der kapitalistischen Weltwirtschaft sind morsch, wer kommt, sie einzureißen?

Die Krise kann zu Vereinzelung, Konkurrenz und verschärfter rassistischer und antisemitischer Mobilisierung führen. Jedoch besteht auch die Chance die kapitalistische Panzerung und die so tief in uns gepflanzten Verhaltensweisen der Konkurrenz und Spaltung aufzubrechen. Jetzt, wo sich der Kapitalismus in unverkennbarer Weise in seiner ganzen Absurdität und Brutalität zeigt, besteht auch die Möglichkeit wieder weiter zu denken, Konzepte für einen kommunistisches Danach vorzulegen und diskutierbar zu machen.

Die Demo am 28. März ist der Auftakt einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung um die Kosten der Krise und die Perspektiven von Veränderung. Organisierung wird dabei eine Schlüsselfrage sein. Nur wenn es gelingt, die Atomisierung zu überwinden, sich solidarisch aufeinander zu beziehen und über gemeinsame Interessen zu verständigen, kann die Krise auch eine Chance bedeuten. Gehen wir in die kommenden Auseinandersetzungen mit militantem Optimismus, Kreativität, Entschlossenheit. Beim Bildungsstreik, den Maidemos, bei Betriebskämpfen und gegen Sozialabbau.

Bundesweite Demonstrationen: Wir zahlen nicht für Eure Krise !
28.3.2009, 12 Uhr, Rotes Rathaus, Berlin // Hauptbahnhof, Frankfurt/M.

Hamburg, 8. April 2009: Die Veranstaltungsreihe "Bildung&Kapitalismus" wird fortgesetzt.

„Bildungsstreik: Geil oder Scheiße?“ Mi. 08. April, 19h // Centro Sociale, Hamburg

Für die Woche vom 15.-19. Juni wird ein Bundesweiter Bildungsstreik vorbereitet. Das es eine große Unzufriedenheit bei so gut wie allen im Bildungsbereich Tätigen (Lehrerinnen, Studierenden, Schülerinnen, KiTa-Beschäftigte, Eltern…) gibt, wurde bei diversen Protestaktionen der letzten Zeit deutlich (Schülerstreik2008, Lehrerinnen-Proteste, KiTa-Streiks…) Ob und wie es gelingen kann, eine gemeinsame Bewegung für grundlegende gesellschaftliche Veränderungen im Rahmen eines Bildungsstreiks zu organisieren, diskutieren wir mit EUCH am Mittwoch, den 8. April 2009.

mit: Florian Wilde (Interventionistische Linke)

Die Veranstaltungsreihe "Bildung&Kapitalismus" wird fortgesetzt. Das Veranstalterinnen-Team besteht mittlerweile aus Avanti, GEW-Studies und Noya.
Alle Infos: http://bildungsactionhh.wordpress.com

 

Die weiteren Veranstaltungen:

  • Emanzipation und Bildung: Was heißt Politische Bildung von unten? Di. 21. April, 18h // UNi Hamburg // VMP 8, R105
  • Reproduktion von Rassismus im Bildungssystem Do. 19. Mai, 18h // Centro sociale
  • Der Countdown läuft - Mobilisierungs- und Infoveranstaltung zum Bildungsstreik 2009 Fr. 05.06.2009, ab 17h, Centro Sociale

Montag, 23.03.2009: Veranstaltung zu Schule und Bildungsstreik

Schule im Kapitalismus

Schule macht keinen Spaß! Auswendig lernen, Arbeiten schreiben. Die Zensur ist immer mit dabei und immer wieder banges warten auf das Ergebnis und die Frage, ob es reicht. ‚Für‘s Leben‘ soll es immerhin sein, aber für welches? Schon im November 2008 gingen bundesweit Schülerinnen und Schüler auf die Straße, um ihren Unmut über Schule, wie sie jetzt läuft, auf die Straße zu tragen.

Warum wir in der Schule wie sie ist gar nicht für‘s Leben lernen können? Weil es nicht um uns, sondern um unsere Verwertung auf dem Arbeitsmarkt geht. Ob alternative Schulformen daran etwas ändern können? Oder geht es doch darum einfach mal zu Hause zu bleiben? Wie und wogegen Widerstand an den Schulen laufen kann, wollen wir gemeinsam mit euch diskutieren. Wie haben dazu einen Lehrer und einen Schüler eingeladen, die von ihren Erfahrungen berichten.

Bundesweiter Bildungsstreik vom 15. - 20. Juni 2009

Wir wollen eine Woche lang verschiedene Aktionen und Veranstaltungen machen. Komm zum Bildungs- bündnis Hannover! Wir treffen uns jeden Montag um 18h im Asta der Uni Hannover. weitere Infos demnächst unter: http://bildungsbuendnishannover.blogsport.de

 

Gemeinsam Kämpfen! Manche mag es überraschen, aber aus gut unterrichteten Kreisen wissen wir, dass auch viele Lehrerinnen und Lehrer mit ihrer Rolle in der Schule nicht einverstanden sind. Deshalb wollen wir gemeinsam diskutieren, mit SchülerInnen, LehrerInnen und Studierenden.

Montag, 23.03.2009, Warenannahme / Café Siesta, Kulturzentrum Faust, Zur Bettfedernfabrik 3

Eine gemeinsame Veranstaltung des Bildungsbündnis Hannover und von AVANTI – Projekt undogmatische Linke

8. März 2009: Aktionen zum Internationalen Frauenkampftag

Der 8. März als internationaler Frauenkampftag hat Tradition. Auf Initiative Clara Zetkins und die Zweite Internationale Sozialistische Frauenkonferenz 1910 zurückgehend, wurde der 8.März in Erinnerung an die Hungerrevolte der Arbeiter- und Soldatenfrauen des Armenviertels Wyborgs (St. Petersburg) gewählt, die am 8. März 1917 stattfand und die Februarrevolution in Russland einleitete.

Kurz vor den Protesten gegen das Nato-Jubiläums steht der 8. März im Zeichen des Widerstand gegen Patriarchat und Militarismus.

Demonstration "Frauen international im Widerstand gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Krieg", 7. März, 14 Uhr, S- Sternschanze, Hamburg

Die Spitze stellt ein Frauen-Lesben-Trans-Block, im hinteren Teil heißt es: All genders welcome!

25.1.2009: Die Interventionistische Linke lädt zum Antikapitalistischen Ratschlag

Die K-Frage stellen!

Eröffnen wir gemeinsam eine Debatte um die „K-Frage“: eine Debatte über Krise, Krieg, Klimawandel, Kapitalismus – über ein kommunistisches Danach und die
Kämpfe, in denen es Gestalt annimmt. Denn wie jede Krise eröffnet auch die gegenwärtige neben Formen der autoritären, reaktionären, imperial(istisch)en und kriegerischer Krisenbearbeitung auch Möglichkeiten für befreiende und emanzipatorische Interventionen.
Wir wollen auf dem Antikapitalistischen Ratschlag radikale Alternativen der Überwindung von Krise und System konkret diskutieren. Wir wollen die Krise als Weckruf verstehen, um solche Optionen aus nebelhaften Fernen zurückzuholen.
Wir laden dazu ein, gemeinsam die K-Frage zu stellen, sie in die gegenwärtigen Kämpfe und Bewegungen einzubringen und ihre Beantwortung – unsere und eure Antworten – zu organisieren. Dabei geht es nicht um Vereinheitlichung, sondern um Austausch und Verständigung für eine ebenso vielfältige wie gemeinsame Praxis: für eine befreite Gesellschaft, weltweit, für alle.

Antikapitalistischer Ratschlag

SO, 25. Januar 2009, Frankfurt/Main, 10 Uhr, Gewerkschaftshaus, Wilhelm-Leuschner-Straße

Hamburg, 29.1.2009: Veranstaltung "Schule im Kapitalismus"

SCHULE IM KAPITALISMUS

Schule macht (so gut wie) niemandem Spaß: Rumsitzen, auswendig lernen, Arbeiten schreiben, sitzen bleiben. Für viele Schülerinnen und Schüler bedeutet Schule hauptsächlich Stress, Überforderung und Zeitverschwendung - aber angeblich soll ja wenigstens was ‚für‘s Leben‘ bei rauskommen. Im November 2008 gab es bereits einen bundesweiten Schulstreik an dem sich sehr viele Schülerinnen und Schüler beteiligt und ihren Unmut über das bestehende Schulwesen auf die Strasse getragen haben.

Warum wir nicht für‘s Leben sondern für unsere Verwertung auf dem Arbeitsmarkt lernen, ob alternative Schulformen was ändern würden und wie und wogegen Widerstand an den Schulen laufen kann, wollen wir gemeinsam diskutieren.

GEMEINSAM KÄMPFEN

Manchen mag es überraschen, aber aus gut unterrichteten Kreisen wissen wir, dass auch viele Lehrerinnen und Lehrer nicht einverstanden sind mit der Rolle, welche die Schule und damit auch Sie in der Gesellschaft einnehmen. Deshalb wollen wir an diesem Abend gemeinsam mit Schüler_innen, Lehrer_innen und Studierenden diskutieren.

Do. 29.01.09, 18h, Centro Sociale, Sternstraße 2, www.centrosociale.de

DIE VERANSTALTUNG IST DIE AUFTAKTVERANSTALTUNG DER REIHE "BILDUNG & KAPITALISMUS", DIE VOM 29.1.-1.6.2009 LÄUFT.

Alle Infos: http://bildungsactionhh.wordpress.com

Dezember 2008, Solidarität mit der Revolte in Griechenland

athen_brennender_baum081208.jpgAufstand ist ein Argument

Die Revolte in Griechenland, die nach dem Polizeimord an Alexis Grigoropoulos am 6. Dezember 2008 begann, dauert an. In die Wut über den Todesschuss mischt sich die Verbitterung über eine Gesellschaft, in der nur das Interesse der Reichen zählt, während Millionen Menschen ohne soziale Perspektive sind.

Wir dokumentieren im Folgenden eine Erklärung unserer griechischen GenossInnen vom Netzwerk für politische und soziale Rechte und rufen gleichzeitig mit auf zur

Demonstration am Sa, 20.12.2008 in Hamburg, 14 Uhr ab Allende-Platz zur griechischen Botschaft

November 2008: Die Interventionistische Linke zur Krise des Kapitalismus und den Perspektiven der Transformation

Die K-Frage stellen!

WAS TUN? angesichts des Kollaps der Finanzmärkte und damit der Krise des Kapitalismus. Wie sehen wir die Entwicklung? Welche Chance gibt es für radikale, linke Politik? Welche Ideen und Vorstellungen? Und: wer mit wem wofür? Unsere Einladung an die „Linke von Heiligendamm“: Eröffnen wir gemeinsam eine Debatte um die „K-Frage“: eine Debatte über Krise, Krieg, Klimawandel, Kapitalismus – und über ein kommunistisches Danach.

Diese Fragen erörtert die Interventionistische Linke in einem aktuellen Flugblatt, mit sie gleichzeitig zu Veranstaltungen in mehreren Städten, zu einem dezentralen antikapitalistischen Aktionstag am 15.11. und zu einem Antikapitalistischen Ratschlag am 25.1.2009 einlädt.

"Ich krieg die Krise" - Veranstaltungen im Norden

Mittwoch, 12.11.2008 Lübeck

20.00 Uhr, Gewerkschaftshaus, Holstentorplatz 1-5

mit Werner Rätz (Interventionistische Linke) | VeranstalterInnen: Avanti-Projekt undogmatische Linke, Basta! Linke Jugend, Bündnis Soziales
Lübeck, Attac Regionalgruppe Lübeck

Donnerstag, 13.11.2008 Hamburg

19.00 Uhr,Centro Sociale, Sternstrasse 2

Mit Werner Rätz (Interventionistische Linke) und Marco Heinig (Linksjugend.solid & Bildungswerk für Politik und Kultur e.V.)
VeranstalterIn: Avanti - Projekt undogmatische Linke

Dienstag, 2.12.2008, Bremen, 19.30 Uhr

Konsul-Hackfeld-Haus, Birkenstraße 34, Clubraum

mit Mario Candeias (Rosa Luxemburg Stiftung / Berliner Institut für kritische Theorie) | VeranstalterInnen: alaska, NoLager Bremen/transact
und Avanti – Projekt undogmatische Linke in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Initiative

Donnerstag, 11.12.2008, Hannover, 19.00 Uhr

Kultur- und Veranstaltungszentrum Pavillon, Lister Meile 4, Kleiner Saal

mit Werner Rätz (Interventionistische Linke) | VeranstalterInnen: Avanti – Projekt undogmatische Linke, Rote Aktion Kornstraße (RAK)

 

Die K-Frage stellen - Antikapitalistischer Ratschlag

SO, 25. Januar 2009, Frankfurt/Main

Oktober 2008: Briefe an den Finanzminister. Eine Initiative der Interventionistischen Linken.

Schulden? Zahlt der Staat!

"Dieser schöne Satz gilt derzeit nur für Banken. Bald könnte er für alle gelten! Schicken Sie den anhängenden Brief an den Finanzminister." Die Finanzmarktkrise bringt es ans Licht: Wenn das Bankensystem in Gefahr ist, ist plötzlich genug Geld da. 500 Milliarden Euro stehen bereit und wie selbstverständlich verkündet die Regierung, dass die Steuerzahler/innen für Verluste und Schulden aufzukommen haben. Die interventionistische Linke (iL) stellt deswegen allen Interessierten ein Briefformular an das Finanzministerium zur Verfügung, um auch die privaten Schulden zu vergesellschaften. .

Und: Am 30. Oktober, dem Weltspartag, findet ab 17 Uhr eine erste Zwischenbilanz des Massenbriefs vor dem Finanzministerium in Berlin statt.

Den ganzen Brief zum selber verschicken gibt's auf: www.milliardenhilfe.de

Hannover, 22.10.2008: Veranstaltung über Bildung

„Schändet Eure neoliberalen Biographien!“*

Raus aus der Schule, dank Hochschulranking zielsicher rein in die Elite-Uni, unbezahlte Praktika, Jobben für Studiengebühren, Bachelorabschluss, Assessment-Center, Zeitvertrag mit Zielvereinbarung, Lifelong Learning – und nach ein paar Jahren Praxis der erste Nervenzusammenbruch!?!

Gute Bildung scheint heute die größtmögliche Steigerung der eigenen Verwertbarkeit in kürzester Zeit zu sein. Unis und Studis richten sich immer stärker auf die Bedürfnisse der Wirtschaft aus. Sich einfach Zeit zu geben für die Entfaltung der eigenen Interessen wirkt da absurd. Was aber kann Bildung jenseits kapitalistischer
Selbstoptimierung sein, und wie lässt sich das durchsetzen? Uni und Studium – was war, was ist, wie soll es sein?

Wir vermessen bei unserer Veranstaltung den Raum für Bildung, die karrieretechnisch erstmal nichts nützt, deren Ziel vielmehr ist, ein Stück vernünftiger und glücklicher zu werden – selbstbewusster, widerspenstiger und schlechter verwertbar!

22. Oktober 2008, 20h, Cafeteria hanOMacke [Conti-Campus, Königsworther Platz 1], Hannover

*Zitat: René Pollesch

Hamburg: Avanti-Auswertung des Klimacamps 15.-24.August 2008

10 Tage Klimacamp:
alles richtig gemacht … aber soll das etwa alles sein?

Wir, Avanti- Projekt undogmatische Linke, waren Teil der Vorbereitung des Klimacamp 2008 und hatten im Vorfeld innerhalb der Interventionistischen Linken für eine starke Beteiligung geworben. 10 Tage lang wurde im Rahmen eines „Doppelcamps“ (also in
Union mit dem in der Linken bereits etablierten Antira-Camps) in vielen anspruchsvollen Workshops und Abendveranstaltungen diskutiert, wurden vom Camp aus kleinere und größere Agit- Prop- Aktionen, Kundgebungen, Demos unternommen, wurde gekocht,
gegessen, abgeführt und so weiter.
Das Camp, die Aktionen und somit die Inhalte haben in der lokalen Presse eine enorme Aufprallfläche gefunden. Der Klimadiskurs wurde erstaunlich erfolgreich kapitalismuskritisch aufgetunt. Dennoch sollte die Freude über diesen politischen Erfolg nicht die notwendigen Fragen kaschieren: Wieso waren wir so wenig? Wo war die interventionistische Linke? Und vor allem: was für Schlüsse ziehen wir hieraus für die Zukunft?


Bremen, Juli - September 2008: Veranstaltungsreihe zu Sozialen Kämpfen

Linke Politik und Soziale Kämpfe

Auf Nachfrage würden wohl die meisten Linken sagen, dass Arbeit bzw. Nichtarbeit ein wichtiges Thema ist. Nach real existierender Praxis im Bereich „Soziale Frage“ sucht mensch vielerorts jedoch vergeblich. Wir wollen auf den Veranstaltungen u.a. fragen, welche Rolle die Gewerkschaften heute für eine linke Perspektive spielen, was „Prekarisierung“ ist und wie sich linke Politik mit der sozialen Situation ihrer AkteurInnen in Beziehung setzen lässt. Eingeladen sind alle, die sich solche Fragen auch stellen und die, die sich das schon länger vornehmen. Wir wollen Gemeinsamkeiten ausloten und Bausteine für erfolgreiche linke bzw. linksradikale Arbeit im Bereich „Soziale Frage“ sammeln.


Mo, 14.7.2008, 20 Uhr:

Zum Spannungsfeld zwischen Sozialen Bewegungen und Gewerkschaften. Veranstaltung mit Frank John. Er leitet unter anderem einen Arbeitskreis bei ver.di in Hamburg und setzt sich für eine kritische linke Intervention in die großen bestehenden gewerkschaftlichen Strukturen ein.

Mo., 11.8.2008, 20 Uhr:

Volksräder für alle!? Der Erfolg einer Idee - Strike Bike Nordhausen

Veranstaltung mit dem Nordhausener Aktivist Jens Müller

Di., 16.8.2008, 20 Uhr:

Wer ist die gewerkschaftliche Linke?

Das Projekt "Labournet" - Veranstaltung mit Mag Wompel

Herbst 2008 / Workshop auf dem Bremer Sozialforum:

Der EuroMayDay - Wiederbelegung des politischen 1. Mai oder doch nur eine große Party?

Alle Veranstaltungen finden im Kulturzentrum „Lagerhaus“ - Schildstraße 12-19 (Haltestelle „Sielwall“) statt.

Hamburg: Klimacamp 15.-24.August 2008

Klimacampen für ein ganz anderes Klima...

Banner cool breeze of resitanceVom 15. -24.August wird in Hamburg das Klimacamp stattfinden. In Kooperation mit dem zeitgleich stattfindenden Antira-Camp soll ordentlich linker Gegenwind gegen die herrschende Klimapolitik entfacht werden.

Der Klimawandel ist eine soziale Katastrophe. Die globalen Veränderungen der Ökosysteme spitzen die sozialen Gegensätze weltweit zu. Während Merkel und Co. sich aber als Menschheitsretter inszenieren, sind in der Realität allein in Deutschland über 20 neue Kohlekraftwerke im Bau. Sie sind der plastischste Ausdruck für die Heuchelei einer Politik, die CO²- Reduktion verspricht, aber eine Energiepolitik entsprechend der Profitinteressen weniger betreibt.

Am Bauplatz des Groß-Steinkohlekraftwerk in Hamburg- Moorburg wird sich die Auseinandersetzung symbolisch zuspitzen. Nicht zuletzt weil es so aussieht, als ob die GAL mit ihrem Eintritt in die schwarz-grüne Regierungskoalition in Hamburg den Energiemonopolisten Vattenfall gewähren lässt, müssen wir selbst aktiv werden. Im Rahmen des Klimacamps werden daher Massen von Menschen als Aktion des Zivilen Ungehorsams die Kraftwerksbaustelle besetzten und Vattenfall sowie dem Senat einen Strich durch die (Profit-)Rechnung machen.


23. August: Gegenstrom08

Wir legen Moorburg still - Energiekonzerne enteignen!

Alle TeilnehmerInnen sollen - wenn irgend möglich - am Freitag, 22.8. ab 19 Uhr auf dem Camp in HH-Lurup sein! Dann gibt es ein letztes Plenum mit aktuellen Informationen.

Die Möglichkeit zur Teilnahme besteht aber auch noch am Samstag. Treffpunkte geben wir in Kürze bekannt.


Letzte Abfahrt für Kurzentschlossene aus Lübeck: SA, 23.8., 8.45 Hauptbahnhof

Hamburg, 10.7.2007: 3. Avanti-Tresengespräch

Das macht uns krank:

Diese Bildung ist nicht das Ware!

Überforderte Studierende, prekarisierte WissenschaftlerInnen, gestresste SchülerInnen, überarbeitete und allein gelassene Lehrkräfte - sie macht das Bildungs- und Gesellschaftssystem auf verschiedene Art und Weise krank. Wir werden an diesem Abend Menschen aus unterschiedlichen Bildungsbereichen
zusammenbringen und bei unserem 3. Avanti Tresengespräch zu Wort kommen lassen. Wir fragen, was uns an diesem Bildungssystem eigentlich so krank macht und diskutieren, was zu tun ist.

DO, 10. Juli 2008, 19.30, Werkstatt 3, Nernstweg 32

Hamburg, 13.6. / 11.7. / 8.8.2008: Die Avanti-Abjetzt-Kneipe

Endlich.Sommer

Die gemeinsamen Kneipen von AbJetzt und Avanti gehen weiter:

jeden 2. Freitag im Monat
ab 20 Uhr im Buttclub, Hafenstraße 126

Programm für den 13.6.: Release der Block-G8-Broschüre mit vielen Filmen von und um den G8

Lübeck, 19.5.2008: Veranstaltung zum Bedingungslosen Grundeinkommen

Bedingungsloses Grundeinkommen für alle
– eine realistische Utopie?

Ein bedingungsloses Grundeinkommen – das wäre ein gutes Auskommen für alle Menschen, und zwar ohne entwürdigende Bedürftigkeitsprüfungen, ohne Ämterschnüffelei und ohne Arbeitszwang. Inzwischen gibt es viele, die in einem bedingungslosen Grundeinkommen einen wichtigen Schritt zu einer sozial gerechten Gesellschaft sehen, nachdem das Modell der Vollbeschäftigung offensichtlich ausgedient hat.

In Begründung und Ausgestaltung unterscheiden sich die verschiedenen Konzepte, die von der radikalen Linken, bei attac, bei den Grünen oder gar im Unternehmerlager (mit dem bekannten Exponenten Götz Werner) diskutiert werden, zum Teil erheblich. Wir wollen mit den ausgewiesenen Grundeinkommens-Experten auf unserer Veranstaltung einen genaueren Blick auf diese Diskussion werfen. Dabei sollen auch die kritischen Fragen nicht ausgespart bleiben, z.B. danach ob ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht nur das Almosen wäre, mit dem die Erwerbslosen abgefunden werden, ihnen aber die volle gesellschaftliche Teilhabe weiterhin versagt bliebe.

Montag, 19. Mai 2008, 19.30 Uhr, Diele (Mengstr. 41), Lübeck

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit:

  • Arfst Wagner (Bündnis'90/DIE GRÜNEN LV SH)
  • Werner Rätz (attac AG Genug für Alle)

Moderation: Katja Mentz, Christoph Kleine

Veranstalter: AVANTI - Projekt undogmatische Linke Lübeck, Bündnis'90/DIE GRÜNEN Kreisverband Lübeck, bundesweite attac AG Genug für Alle, attac Regionalgruppe Lübeck

Kiel und Lübeck, 8./9. Mai 2008: Veranstaltung gegen Uni-Privatisierungen

Wissen für alle als globales soziales Recht

mit Fabian Rehm (Sozialwissenschaftlewr und Aktivist)

Was wird eigentlich aus MedizinstudentInnen, wenn ihr wichtigster Ausbildungsplatz auf einmal einer Firma gehört? Wie wirkt sich die Ausrichtung einer Uniklinik auf Gewinnmaximierung auf den bereich der Lehre aus, der direkt keinen Gewinn abwerfen kann?

In Marburg und Gießen ist die Privatisierung schon Realität.

Fabian Rehm hat sich an der Kampagne "Rettet die Klinika" beteiligt, die von einem breiten Bündnis Marburger Gruppen getragen wurde. Er berichtet über die Folgen des Verkaufs, insbesondere im Hinblick auf die Lehre. Darüber hinaus soll es aber auch um die Frage gehen, ob Bildung überhaupt kommerzialisiert werden darf.

Die Freiheit von Forschung und Lehre wird bedroht nicht nur durch den Klinikverkauf, sondern viel konkreter auch durch die Einführung von Studiengebühren und diverse Projekte der Kooperation von öffentlichen und privaten Institutionen (public-private partnerships). Die Themen Bildung und Forschung werden zunehmend nach wirtschaftlicher Verwertbarkeit verhandelt. Wie können wir in diesen Zeiten unser Recht auf kostenlose Bildung offensiv verteidigen und erkämpfen?

Lübeck: DO, 8. Mai, 19.30 Uhr, Gewerkschaftshaus, Holstentorplatz 1-3

Kiel: FR, 9. Mai, großer Hörsaal der Chirurgie, Uniklinik

Bremen, 30.4.-4.5.: Proteste gegen Christival

Gegen christlichen Fundamentalismus und Homophobie!

Vom 30. April bis zum 4. Mai 2008 findet in Bremen das „Christival“ statt. Zu diesem christlichen Event werden 20.000 bis 30.000 hauptsächlich junge Menschen erwartet. Das Christival wird als modernes, jugendliches Event inszeniert. Die Inhalte sind jedoch alles andere als neu. Es wird gegen Homosexualität gehetzt und versucht, die Errungenschaften der Frauenbewegung rückgängig zu machen. Die Ehe wird als einzig „richtige“ Lebensform propagiert und alternative Lebensentwürfe werden somit diskreditiert.

Diese Zurschaustellung reaktionärer Ideologie machen wir nicht mit! Wir wenden uns gegen eine Idealvorstellung von Ehe, Heterosexualität und Sex nur zum Zwecke der Fortpflanzung. Die Menschen können selbst über ihr Leben bestimmen – wir brauchen keinen christlich-fundamentalistischen Verhaltenskodex!

Für ein selbstbestimmtes Leben und eine Gesellschaft, in der es um die Menschen und ihre Bedürfnisse geht.

Kundgebung am Samstag, den 3. Mai 2008, 14 Uhr Domshof

„Take back the night“ Demo gegen den sexistischen Normalzustand – auf dem Christival & überall Mittwoch, 30. April 2008, 20 Uhr, Schlachthof, Bremen

Gemeinsame Bahn-Anreise aus HH: 12 Uhr, Hbf Reisezentrum

Hamburg, 17./18. Mai 2008: Perspektiventage in und für Hamburg

Einladung zu linken&linksradikalen, spektrenübergreifenden Perspektiventagen in und für Hamburg

Wofür engagieren wir uns? Wo wollen wir hin? Was fordern wir und von wem?

Am 17. und 18. Mai finden in Hamburg lokale Perspektiventage statt. Diese sollen ein Ort des Austausches für linke und linksradikale Kräfte sein. Es geht dabei um die gemeinsame Reflektion vergangener Projekte, die Entwicklung von Utopien sowie die Verabredung konkreter neuer Projekte. Zu diesem Zweck werden die Perspektiventage in drei Blöcke aufgeteilt: 1. Block Rückblick (Sa. Vormittag): Hier sollen verschiedene existierende Alternativmodelle ihren Raum haben und auch solche die mal existiert haben. Also: Welche Projekte gibt es und welche gab es schon mal? Wie laufen oder liefen die? Was ist problematisch oder woran sind sie gescheitert und was sind die Konsequenzen daraus? 2. Block Utopien (Sa. Nachmittag): Wir wollen utopieren! Wie stellen wir uns die Utopie vor? Wie sollen Sachen wie zum Beispiel Handel, Wohnen, Leben oder Arbeiten laufen? Oder wollen wir das alle sowieso nicht mehr? Was machen wir dann? 3. Block Konkrete Projekte (Sonntag Vormittag): Hier ist der Raum Projekte (die vielleicht auch während den Perspektiventagen entstanden sind) vorzustellen und (weiter-)zu entwickeln.

Die Hamburger Perspektiventage 2008, 17./18. Mai 2008, HWP (Uni-Campus)

http://hamburg.perspektiventage.de

Kiel, 10.4.2008 und Lübeck 11.4.2008: Veranstaltungen zur Gesundheitspolitik

Veranstaltung:

Kostenlose Gesundheitsversorgung für alle als globales soziales Recht

mit Thomas Seibert, medico international

Die drohende Komplett-Privatisierung der Uni-Klinik Schleswig-Holstein mit den beiden Standorten in Kiel und Lübeckist durch die jüngste Tarifeinigung noch einmal abgewendet worden. Dennoch ist das Thema Privatisierung und Kommerzialisierung der Gesundheitsversorgung damit nicht vom Tisch. Erst recht nicht, wenn wir es aus einer globalen Perspektive betrachten.

Um zu diskutieren,  welche Bedeutung kostenfreie, für alle zugängliche Gesundheitsversorgung global hat, haben wir den Publizisten und Philosophen Thomas Seibert eingeladen. Er ist für die Hilfsorganisation medico international tätig, die sich weltweit für Aufbau und Erhalt medizinischer Versorgung einsetzt.

DO, 10. April, Kiel, 19.30 Uhr, Legienhof, Legienstraße

FR, 11. April 2008, 19.30 Uhr, Otto-Passarge-Saal, Gr. Burgstr. 51 (Hinterhof), Lübeck

Kiel, 5.4.2008: Veranstaltung gegen §129(a/b)-Verfahren

Einstellung der §129(a)-Verfahren - sofort! Solidarität mit Oliver, Florian, Axel, Andrej und allen Betroffenen!

Auf der Veranstaltung soll nicht nur über den aktuellen Stand der Verfahren und die juristischen Konstrukte berichtet werden, wir wollen vor allem in eine gemeinsame Diskussion kommen. Auf der Veranstaltung werden das Leben mit der Totalüberwachung, Strategien gegen die §§129/a/b, Antimilitarismus und die Soli-Arbeit des Bündnisses Themen sein.

Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion mit Andrej und einem Vertreter des Berliner Bündnisses und fordern die Einstellung der Verfahren und die Abschaffung der §§129, 129a und 129b!

Info- und Diskussionsveranstaltung:
Samstag, 5. April ab 15 Uhr im Subrosa, Elisabethstraße 25, Kiel-Gaarden

AK 129a zusammenfalten, Antirepressionsgruppe 1. April, arbeitskreis kritischer juristInnen kiel, Archivgruppe Kiel, Attac Kiel, AVANTI – Projekt undogmatische Linke, Gruppe Zunder, Kneipenkollektiv hansa48, Kneipenkollektiv Subrosa, Kollektiv Wohnen e.V. Neumünster, NutzerInnenplenum der Alten Meierei, Rebeltí@s – Konzerte • Party • Gegeninformation, Rote Hilfe Ortsgruppe Kiel, ['solid] Kiel

Mehr Informationen zum Verfahren: einstellung.so36.net

 


Die gleiche Veranstaltung als politischer Brunch in Lübeck:
Sonntag, 6. April, 13 Uhr, Café Brazil, Willy-Brandt-Allee 9

Norderstedt, 08.04.2008: Alternatives Kino

Alternatives Kino Norderstedt präsentiert:

Park Fiction - … die Wünsche werden die Wohnung verlassen und auf die Strasse gehen

(Margit Czenki, 1999)

In Norderstedt ist für das Jahr 2011 die Durchführung der Landesgartenschau geplant. An der örtlichen Kieskuhle und dem angrenzenden Stadtpark haben die Bauarbeiten bereits begonnen. Geplant sind u.a. ein kostenpflichtiges Strandbad, eine Wasserskianlage und ein Gastronomiebereich. Bei der Planung dieses Privatisierungsprojekts bisher öffentlichen Raumes wurde kaum auf die Wünsche und Bedürfnisse der Menschen vor Ort eingegangen. Dass dies auch anders laufen kann, möchten wir mit dem Film über das Projekt „Park Fiction“ aus Hamburg zeigen. Hier konnte die private Aneignung verhindert werden und die Aneignung einer öffentlichen Fläche durch die AnwohnerInnen realisiert werden. In dem ersten, hier dokumentierten Teil des Prozesses ging es dabei um die kollektive Wunschproduktion. Dabei geht es klaut Christoph Schäfer darum, „neu zu bestimmen, was die Stadt ist, darum, ein anderes Netz über die Stadt zu legen, sich die Stadt anzueignen, überhaupt sich vorzustellen, wie es anders laufen könnt, und dann das Spiel nach anderen Regeln zu spielen“ (Filmzitat).

Mit dabei sein wird auch jemand von Park Fiction, der über die gemachten Erfahrungen berichtet.

 

Weitere Infos unter: www.parkfiction.org und www.alternatives-kino.de

Dienstag, 8. April 2008, 20 Uhr, Spectrum-Kino, Rathausallee 72
(U1 Norderstedt Mitte)

Eintritt: 4 Euro / veranstaltet von: ver.di Ortsverband Norderstedt, Soziales Zentrum, Avanti Norderstedt, IG BAU Hamburg-Nord und Info Archiv Norderstedt

Marburg, 25.-27.4.2008: Zweite Offene Arbeitskonferenz der Interventionistischen Linken

Für eine Linke,
die dazwischen geht.

Rund 250 Menschen hatte sich auf den Weg nach Marburg gemacht, um vom 25. bis 27. April an der 2. Offenen Arbeitskonferenz der Interventionistischen Linken (IL) teilzunehmen. Eingeladen waren alle, die am Projekt einer interventionistischen Linken interessiert sind. Gekommen sind diejenigen, die mit uns darüber diskutieren wollten, wie über die gegenwärtige Situation der radikalen Linken in der BRD hinauszukommen ist.

Die IL muss mehr sein als die Summe ihrer Teile: Eine Organisierung, die alte Fehler nicht wiederholt, die antagonistisch, aber zugleich offen für Bündnisse ist, die die Autonomie der Einzelnen wahrt, aber zugleich einen gemeinsamen Ausdruck findet, in der Verschiedenheit Platz hat, aber zugleich ein Gemeinsames existiert und die nicht zuletzt, weder theoretisch noch praktisch, einen Alleinvertretungsanspruch hat.

Es wurden auch konkrete Verabredungen getroffen:

  • Die Interventionistische Linke wird ausloten, wie wir uns an den Protesten gegen die Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Gründung der NATO im Frühjahr 2009 (Straßburg/Kehl) aussehen kann.
  • Die IL unterstützt das Klima-/Antira-Camp im August 2008 in Hamburg, an dem sich Einzelne und Gruppen aus der IL aktiv beteiligen werden.
  • Am 5./6. Juli 2008 wird das nächste Treffen stattfinden; eingeladen ist, wer sich zur Mitarbeit entschlossen hat.

März 2008: Ab sofort zu bestellen: Die rote Karte gegen Sexismus

Rote Karte gegen Sexismus

Wer kennt nicht die Situation: Wieder hab ich einen blöden Spruch zuhören bekommen, aber nichts gesagt. Die alltägliche Wiederholung sexistischer Anmachen und Grenzverletzungen ist entweder zu ermüdend, als dass wir noch die Kraft haben zu reagieren, oder wir sind in Situationen allein damit und eine Reaktion zu unsicher ("Könnte das die Situation jetzt eskalieren"). Danach fühlen wir uns oft scheiße, unsere Handlungsfreiheit wurde eingeschränkt und wir konnten nichts dagegen tun.

Genau in diese Situationen sollen die von Avanti – Projekt undogmatische Linke gemeinsam mit dem FrauenRat der Uni HH produzierte "Rote Karte gegen Sexismus" intervenieren. Wenn ich nicht weiter weiß, warum nicht einfach mal eine Rote Karte verteilen? Die Aussage ist klar: Ich will SchiedsrichterIn sein über die Grenzverletzungen meiner Umwelt. Natürlich sind die Karten kein Wundermittel. Es gibt sicher eine Menge Situationen, in denen ich mich besser fühle, dem Grenzverletzer kräftig in die Eier zu treten, oder mich einfach ab zu setzten, oder, oder, oder. Aber sie können ein Beitrag sein, um ein Schlaglicht auf den alltäglichen Sexismus zu werfen und meine Reaktionsfähigkeit zu erhöhen, egal ob sie nur auf dem Kneipentisch herumliegen, oder ich sie einsatzbereit in meiner Brieftasche weiß.

Die Idee gefällt euch? Helft uns, damit die "Rote Karte gegen Sexismus" auch in eurem Ort, in eurem Jugendzentrum, oder eurer Lieblingskneipe ausliegen, ein großes Kontingent steht dafür zur Verfügung.

Bestellen unter: hamburg@avanti-projekt.de

Update: Nach einem überwältigendem Interesse sind die ersten 20.000 Karten komplett weg und eine zweite Auflage wartet auf euch.

Faltblättchen zu Handlungsmöglichkeiten: Courage gegen Sexismus

In Kürze wird passend zu den Karten ein Faltblättchen erscheinen, welches Tipps gegen Grenzverletzungen in verschiedenen Situationen (z.B. auf der Party, in der Beziehung, auf der Arbeit) mit einer politischen Einordnung kombiniert. Auch das werdet ihr dann bestellen können und rundet die Karten ab.

Norderstedt, 8.3.2008: Konzert von SZ und Normunet

Zweites gemeinsames Konzert von SZ und Normunet!

Nachdem Ende November letzten Jahres bereits ein Konzert zusammen mit der Kulturinitiative Normu.net erfolgreich über die Bühne gebracht wurde, folgt nun das nächste. Mit dabei sind die Bands Lärm de Luxe, Southern Beer Machines und Cholerics.

Nachdem das Soziale Zentrum seit gut zwei Jahren ohne eigene Räume auskommen muss, ist dies wieder die Möglichkeit eigene Konzerte zu veranstalten.

Samstag, 8.3.2008, 20 Uhr, Vicelin-Shalom-Gemeinde, Immenhorst 3

Eintritt AK 4 Euro

Mehr unter: www.normu.net und www.soziales-zentrum.de

Hamburg, 29.2.2008, Protest beim Prozess

Kapitalisten sind Kapitalisten! Solidarität mit Labournet!

Die Geschäftsleitung der Hamburger IXION GmbH & Co.KG hat gegen die verantwortliche Redakteurin des gewerkschafts- und sozialpolitischen Internetportals LabourNet Germany im Sommer 2007 bei der Staatsanwaltschaft einen Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch wegen angeblicher Beleidigung im besonders schweren Fall gemeldet, u.a. weil dort diese Firma als „Kapitalist“ und ihre Forderungen an die Belegschaft (Zugeständnisse gegen Arbeitsplatzsicherung) als „Erpressung“ bezeichnet werden.

Der Versuch mit Klageandrohungen Organe wie LabourNet mundtot zu machen, nur weil sie sich in eindeutiger Opposition zu einer legalen oder illegalen als kapitalistisch charakterisierbaren Unternehmenspolitik befinden, stellt einen massiven Grundrechtseingriff dar, der nicht zuletzt auch ohne anonyme Kritiken Schlüsse auf den Umgang mit Grundrechten im Unternehmen selbst zulässt. Daher sind Proteste gegen diese Verhandlung nicht nur erwünscht, sondern geradezu notwendig!

Der Termin der Güteverhandlung in der zivilrechtlichen Klage von Ixion gegen Mag Wompel und LabourNet Germany ist der 29.2.2008 in Hamburg (Landgericht Hamburg, Ziviljustizgebäude Sievekingplatz 1, ab 12.00 Uhr im Sitzungsraum B 335)

Alle Informationen und Hintergründe des neuen Prozesses unter http://www.labournet.de/branchen/sonstige/masch/ixion.html

Lübeck, 4.3. und 13.3.2008: Vor 20 Jahren - Aktionen gegen Atomtransporte in Lübeck

Lübeck vor zwanzig Jahren, Januar/Februar 1988: Tausende Menschen nehmen an Demonstrationen und Blockadeaktionen gegen Atomtransporte über die Häfen der Hansestadt teil. Die Mobilisierung gipfelte in der einwöchigen Blockade der BGS-Kaserne in der Walderseestraße, wo LKWs mit Uranhexaflourid abgestellt waren, deren Verschiffung per Fähre nach Schweden kurz zuvor verhindert werden konnte. Im Februar 1988 kamen mehr als 10.000 Menschen zu einer Anti-Atomdemonstration in Lübeck zusammen. Danach hat es offiziell keine Nukleartransporte über die Lübecker Häfen mehr gegeben.

Die Lübecker Vorläufergruppe von Avanti, der Arbeitskreis Antiimperialistischer Widerstand, war damals aktiv an den Protesten beteiligt. Um die Erinnerung an dieses ermutigende Stück Widerstandsgeschichte wach zu halten, machen wir in Kooperation mit dem Kommunalen Kino zwei Filmveranstaltungen.

Di 4.3.2008, 20 Uhr, KoKi, Mengstr. 35, Eintritt 5,-(erm. 4,-)

Fässer ohne Boden

D 1989, 75 min., Dokumentarfilm der Lübecker Initiative gegen Atomanlagen (LIgA) und des Medienpädagogischen Zentrums Hamburg

Dieser Film dokumentiert die Hintergründe und die von der damaligen „Lübecker Initiative gegen Atomanlagen“ organisierten Proteste. Er zeigt auf, was aktiver Widerstand auf der Strasse erreichen kann.  Nach dem Film wollen wir über die Verbindungslinien zwischen den Blockadeaktionen 1988 zu den heutigen Aktionen (wie z.B. Block G8 oder die Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 29.3.)  diskutieren.

Do 11.3.2008, 20 Uhr, KoKi, Mengstr. 35, Eintritt 5,-(erm. 4,-)

Die Macht liegt woanders

D 1989, 60 min., von Nikolaus Remy-Richter und Stefan Tolz
Ein Film über Widerstand gegen Atomkraft und Giftmüll in Lübeck. Die Regisseure begleiteten die Protestierenden bei ihren
Aktionen und dokumentierten ihre Motivation und politischen Einschätzungen. Gleichzeitig zeigen sie die Gleichgültigkeit der Verantwortlichen in der Bürgerschaft, aber auch die Haltung des damaligen Bürgermeisters, der sich auf die Seite der Demonstranten stellte. Entstanden ist ein Film über Zivilcourage und Demokratie. Er bekam bei der Filmwoche in Mannheim den Preis für den besten umweltkritischen Film.
Im Anschluss an die Vorführung findet eine Diskussion mit den Regisseuren und dem damaligen Bürgermeister Michael Bouteiller statt.

Hamburg. 12.3.2008: Tresengespräch - Schöner neuer Feminismus?

Schöner neuer Feminismus?
Emanzipative oder neoliberale Familienpolitik?

Kaum zu glauben: Mit Ursula von der Leyen propagiert eine konservative Familienministerin, dass Männer »Mitverantwortung für die Familienarbeit« leisten und »Mütter den Zugang zum Arbeitsmarktt« erhalten sollen. Erleben wir den endgültigen Siegeszug der feministischen Bewegung?

Wohl kaum. Die politische Bühne vollzieht zur Zeit eher eine ökonomische Entwicklung nach, die die Vorzeichen von Arbeitsteilung seit den 70er Jahren verschoben hat. Der Familienlohn, der früher - zumindest für große Teile der Lohnabhängigen - die starke Stellung des patriarchalen Ernährers manifestierte, ist zu teuer geworden. »Die Rolle des Alleinernährers [...] bricht zunehmend weg« (von der Leyen).

Stetige Reallohnsenkungen und der Ab- und Umbau der staatlichen Sicherungssysteme haben längst den universellen Zwang einer/eines jeden, sich als LohnsarbeiterIn ausbeuten zu lassen, manifestiert. Das beste Beispiel dafür ist Hartz IV.

Doch an der Verteilung der Reproduktionsarbeit hat sich real wenig geändert. Für den überwiegenden Teil Frauen bedeutet der »Zugang zum Arbeitsmarkt« Doppelbelastung und prekäre Arbeitsplätze. Allemal die Bessergestellten haben im Zuge ihrer Integration einen deutlichen Prestige-Gewinn erfahren und können nun ihre Reproduktionsaufgaben auf eine – oft migrantische und unterbezahlte – HausarbeiterIn verlagern.

Genau solche Frauen sind gemeint, wenn es um Elterngeld oder Kita-Plätze geht. Während den Ärmeren und damit den meisten Alleinerziehenden die Hälfte der Bezugsdauer gestrichen wurde, können gut verdienende Eltern kräftig profitieren. Umverteilung von unten nach oben. Denn: Die Eliten- Reproduktion ist in Gefahr. Weil der unverminderte Kinderreichtum der Sozialblocks durch unser Bildungssystem außen vor bleibt, müssen die Fachkräfte halt von den Fachkräften gezeugt werden.

Beim Tresengespräch wollen wir uns in diesem Sinne darüber unterhalten, wie die familienpolitische Debatte interpretiert und emanzipativ reagiert werden kann . Welche Interessen werden bedient? Was ist das überhaupt, „Familie“? Warum kann von der Leyen ihre Positionen durchsetzen? Welche Forderungen sind – in Anbetracht der unterschiedlichen gesellschaftlichen Positionen von ReproduktionsarbeiterInnen – formulierbar.

Mit uns diskutieren:

  • Hilde Hoherz (Historikerin)
  • Jonas (Avanti)

12. März, 19.00 Uhr, Werkstatt 3 (Saal), Nernstweg 32, Hamburg-Altona; Eintritt frei

Avanti - Projekt undogmatische Linke / Verein für politische Bildung, Analyse & Kritik / AG Gender und Queer Studies

Hannover, 25.1.2008: Demo gegen bildungspolitische Eiszeit

Landesweite Demonstration gegen Studiengebühren, Bildungs- und Sozialabbau

AVANTI unterstützt den Demoaufruf, der folgende Forderungen aufstellt:

  • Bedarfsgerechte und ausreichende Finanzierung der Bildungseinrichtungen
  • Abschaffung der Selektivität des Bildungssystems
  • Abschaffung jeglicher Gebühren von der KiTa bis zur Hochschule

25. Januar 2008 in Hannover, Beginn 14 Uhr, vor dem Uni-Hauptgebäude und vor dem Hauptbahnhof.

Hamburg, 25.1.2008: Finanztanz für GipfelstürmerInnen

 

129 OHM

Erobique // T e s t s i e g e r ( O L ) // im Goldenen Salon: Tomassive (Drumbule) / Seven (Fusion) // Visuals: Bildstörung mit Rockin D´n´B

Ein Widerstand ergibt eine Gerade, die mehr oder weniger geneigt sein kann. Ist der Widerstand genau so groß wie der Hilfswiderstand der Schaltung, dann ist diese Gerade um 45 Grad geneigt.
Häufig erzeugt Widerstand auch Repression. So geschehen beim G8-Gipfel im Sommer 2007. Die Protestbewegung anlässlich des G8-Gipfels sah und sieht sich mit massiver staatlicher Repression konfrontiert. Unter anderem kostet der Umgang mit dieser Repression auch einiges an Geld. Darum: Finanztanz für Gipfelstürmerinnen!

25.1.2008 / Hafenklang Exil / 8 Euro

Januar 2008: AVANTI-Stellungnahme zur Diskussion um Camps im Sommer 2008

Vorbemerkung: Bei den Perspektiventagen vom 17.-20.1. in Berlin hat es (noch) keine Lösung für die verschiedenen Camp-Konzepte gegeben. Am wahrscheinlichsten erscheit zur Zeit, dass es sowohl ein Klima-Aktionscamp im Juli (der Ort steht noch nicht fest) als auch ein antirassistisches Camp im August (in Hamburg) geben wird. Allerdings wird in beiden Camp-Vorbereitungen noch einmal über Möglichkeiten der Kombination, Kooperation und zur Erzielung von Synergien gesucht.

Alle reden vom Wetter - Wir auch!

Wir finden es gut, dass die spektrenübergreifende Dynamik der G8-Proteste und die vielen entstandenen Kontakte und Verknüpfungen sich in Ideen zu diversen Camps umgesetzt hat. Es ist ganz sicher sinnvoll, sich jetzt, ein gutes halbes Jahr nach dem Gipfel, noch mal zusammenzusetzen, thematisch zu arbeiten und sich gemeinsame Aktionen für die nächste Zeit zu überlegen. Dabei ist insbesondere erfreulich, dass alle Konzepte auf eine spektrenübergreifende Vorbereitung und Beteiligung zielen - und damit eine der Erfolgsbedingungen der Anti-G8-Kampagne fortschreiben wollen.

Nicht sinnvoll finden wir es dagegen, das Ereignis der Gipfelproteste reproduzieren zu wollen, wie es in einigen Beiträgen anklang. Ein Camp, das ebenso viele verschiedene Kreise erreicht und so aktivierend und motivierend wirkt wie Heiligendamm, halten wir für illusorisch. Wenn wir die Latte zu hoch legen, wecken wir Erwartungen, die wir wahrscheinlich nicht werden erfüllen können. Ebenso sind wir skeptisch, ob ein "Mehrsäulencamp" tatsächlich die logische Schlussfolgerung aus Heiligendamm ist. Hier war schließlich der Gipfel der 8 Regierungen die Klammer, die es aus unserer Sicht richtig erscheinen ließ, für die Gipfelproteste kein Hauptthema zu beschließen, weil eben alle Bewegungen und Initiativen sich mit ihren jeweiligen Zugängen auf die Aktionen gegen den Gipfel beziehen sollten. Für ein Camp 2008 ohne Gipfel oder anderen äußeren Anlass gilt dies jedoch nicht, wenn als Klammer nicht nur "Camping" übrig bleiben soll. Eine thematische Fokussierung, die gleichwohl Anknüpfungspunkte für viele bietet scheint uns hier sinnvoller zu sein, sowohl wegen der Mobilisierungswirkung nach innen als auch wegen der Darstellung nach außen in die (Medien-)Öffentlichkeit, zumal auf dem Medienmarkt ein "Mehrsäulencamp" eine weitgehend unverkäufliche Ware sein dürfte.

Ein Klima- und ein Migrationscamp könnten natürlich, wenn sie zeitgleich und am gleichen Ort stattfänden oder sich überschnitten, von gemeinsamer Organisation profitieren. Da müssen sich die beiden Vorbereitungskreise äußern, ob sie sich das vorstellen können. Eine echte Kooperation, auch inhaltlich und in Aktionen, könnte spannend sein. So eine Kooperation fänden wir auch richtig und zukunftsweisend. Aber wir sind, was beide Themen angeht, keine großen SpezialistInnen.

Klar ist für uns jedoch ob Mehrsäulencamp oder nicht, das Thema Klima könnte sich zu einem Zugpferd entwickeln (sowohl für eine mediale Öffentlichkeit, als auch für ein junges, anpolitisiertes Publikum). Aus einer emanzipativen Perspektive ist eine Forderung in anbetracht der globalen Erwärmung (die in den Industrieländern produziert, aber größtenteils von den Ländern des Südens ausgebadet wird) "Grenzen auf für alle!" und damit eben der Link zum Thema Migration und AntiRa. Die notwendige Verknüpfung sozialer und ökologischer Fragen, in einer Weise, die gesellschaftliche Auseinandersetzungen produziert und in unserem Sinne radikalisiert ist auch ein wichtiger Schritt in Richtung eines neuen Internationalismus. Die interventionistische Aufgabe wäre dabei, den richtigen Anspruch "Social change not climate change" auch auf die Lebensrealität der Leute HIER zu beziehen. Konkret gibt es da eine Menge Ansatzpunkte z.B.: Die immerhin bereits bekannte und gut vermittelbare Forderung nach freier Mobilität ("ÖPNV umsonst") kann durch den Verweis auf die CO2 Emissionen durch Individualverkehr upgedatet werden. Es können mit etwas Gespür gewiss noch viele "soziale" Terrains ausgemacht werden, die direkt mit der Klimakiste im Zusammenhang stehen. Diese Auseinandersetzung als Linke (im Anschluss an den öffentlichen Diskurs um Klimawandel) zu forcieren (eine anspruchsvolle Aufgabe) würde unserer Einschätzung nach sowohl die Antira als auch die Öko-Bewegung durchaus einen ordentlichen Schritt nach vorn bringen.

Es gibt bei uns Interesse für die begrenzte Mitarbeit in beiden Campvorbereitungen, wir haben ein paar Ideen und wollen uns an den Vorbereitungen beteiligen. Wäre toll, wenn wir es schaffen könnten, interessante, gut besuchte Camp(s) auf die Beine zu stellen, die uns als Bewegung noch einmal weiterbringen.

Solidarische Grüße

Avanti - Projekt undogmatische Linke

Flensburg, 12.1.2008: Winterdemo

Raus aus dem Winterschlaf!

AVANTI ruft mit auf zur Winterdemo der Flensburger Linken:

Weitere Infos: www.winterdemo.org  www.foerdebande.de

Demo: 12.1.2008, 14 Uhr, Südermarkt Flensburg
Soli-Party: 12.1.2008, 22 Uhr, Pauls Eck, Norderstr. 149, Flensburg

Norderstedt, 30.12.2007: Kundgebung für selbstbestimmte Freiräume

Kundgebung zum zweiten Jahrestag des Abrisses des Sozialen Zentrums

Wie im Vorfeld angekündigt und beworben haben die AktivistInnen des Sozialen Zentrums am 30.12.2007 auf ihrem ehemaligen Gelände eine Kundgebung veranstaltet. Die 100 erschienenen UnterstützerInnen machten deutlich, wie gefragt und notwendig linke und selbstverwaltete Freiräume nach wie vor sind – in Norderstedt genauso wie anderswo.

Es gab Live-Musik von Lütten, warmes Essen und alkoholfreien Punsch für alle sowie Filme von den Auseinandersetzungen um den Abriss des Zentrums. In den Redebeiträgen wurde auf die vergangenen und aktuellen Aktivitäten der SZ-AktivistInnen eingegangen.

Zudem wurden für 2008 Aktionen gegen die im Rahmen der Landesgartenschau stattfindende Privatisierung und Kommerzialisierung der Kieskuhle angekündigt. Das Motto: „Freies Baden für alle. Kiesa libre!“

Mehr unter www.soziales-zentrum.de

Hamburg, 15.12.2007: Demo gegen Sicherheitswahn und Überwachungsstaat

Little Sister beats Big Brother!

Für den 15.12.2007 wird unter dem Motto "Don't let the system get you down" bundesweit zur Antirepressionsdemo nach Hamburg mobilisiert. Gemeinsam mit solidpunkt.org, Ab Jetzt - Linke Jugend, Behörde für gefühlte Sicherheit und Regenbogen/Alternative Linke (UHH) rufen wir zu einem eigenen Block in der Demonstration auf. In dem gemeinsamen Aufruf zu diesem block heißt es:

"Wir wollen mit unserem 'Little Sister beats Big Brother'-Block einen bunten Ort des gemeinsamen politischen Ausdrucks schaffen, finden es aber auch gut, wenn es im Umfeld der Demo vielfältige Aktionen gibt. Bei uns könnt ihr ohne weitere Vorbereitung und ohne Demoerfahrungen mitmachen. Es kommen bestimmt SuperheldInnen, Unschuldsengel und viele little sisters der unkontrollierbaren anderen Welt! Kommt zusammen mit euren FreundInnen und bereitet eigene Schilder, Transparente und Verkleidungen vor: Little Sister beats Big Brother!"

15.12.2007, 13 Uhr, Achidi-John-Platz (Schulterblatt), Hamburg


NEU: Fotos vom 15.12.2007:

 

6.12.2007: IL-Erklärung zu den Razzien bei türkischen und kurdischen KommunistInnen

Solidarität mit den GenossInnen aus der Türkei/ Kurdistan

Am 5.12. wurden bei einer bundesweiten Razzia auf Geheiß der Bundesanwaltschaft Wohnungen und Räume in Frankfurt am Main, Offenbach, Gießen, Wetzlar, Köln, Leverkusen, Duisburg und Lübeck durchsucht. Die Repressionen richten sich gegen Mitglieder der TKP/ML – türkische und kurdische KommunistInnen also - die unter dem Vorwand der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verfolgt werden sollen.

Die Interventionistische Linke (IL) erklärt dazu:

Es ist gerade einmal eine Woche her, da hat der Bundesgerichtshof den Attacken gegen die Linke einen Dämpfer versetzt. Die angeblichen Mitglieder der Militanten Gruppe (MG) dürfen nicht mehr nach dem §129a, also als terroristische Vereinigung verfolgt werden. Jetzt wird sie schon wieder geschwungen die Terrorismus- Keule. Diesmal gegen unsere türkischen und kurdischen Genossinnen und Genossen.

Die Bundesanwaltschaft macht sich damit einmal wieder zum Erfüllungsgehilfen der türkischen Rechten und des türkischen Staates. Einem Staat in dem Pogrome gegen Linke und KurdInnen, Folter und Isolationshaft, ebenso wie die Missachtung der elementarsten Grundrechte wie Meinungs-, Versammlungs- und Koalitionsfreiheit an der Tagesordnung sind. Während die türkischen Faschisten der "Grauen Wölfe" beispielsweise in Deutschland ungehindert agieren können und zuletzt mit Angriffen auf kurdische Einrichtungen von sich Reden machten, wird die türkische und kurdische Linke verfolgt. Dies wird nicht zuletzt durch das in Europa fast einmalige PKK- Verbot in Deutschland belegt.

Wir erklären unsere Solidarität mit den Beschuldigten. Uns verbindet auch in Zukunft der Kampf um politische, soziale und kulturelle Rechte ob hier in Deutschland oder der Türkei/ Kurdistan.

Interventionistische Linke (IL), 06.12.2007

Hamburg, 11.12.2007: 1. Avanti-Tresengespräch

„Wer über den Klimawandel sprechen will, der darf zum Kapitalismus nicht schweigen.“ Wie lautet die linke Antwort auf die Klimafrage?

Anlässlich des Weltklimagipfels in Bali wollen wir im Rahmen eines „Avanti- Tresengesprächs“ (also in Form eines offenen Schlagabtauschs
zwischen moderaten und richtig radikalen Linken) gemeinsam diskutieren, wen der Klimawandel überhaupt bedroht und wer für die Folgen haftbar gemacht werden kann. Der „Mensch“, die industrialisierten Metropolen oder die undemokratischen Institutionen des internationalen Finanzkapitals? Oder doch der Kapitalismus?

Als Gesprächspartner steht u.a. Chris Mettmann vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis zur Verfügung.

11. Dezember, 20.00 Uhr, Werkstatt 3 (Saal), Nernstweg 32, Hamburg- Altona; Eintritt frei

Berlin, 17.-20.Januar 2007: Perspektiventage

diesen Sommer waren viele Aktivistinnen und politisch interessierte Menschen rund um Heiligendamm gegen die G8 aktiv. In diesem Prozess, der für viele schon 2 Jahre vorher mit der Mobilisierung begann, wurden neue Kontakte geknüpft und politische Themen weiterbearbeitet (u.a. thematische Aktionstage, wie Migration oder Antimilitarismus). Diese Fäden wollen wir nicht abreißen lassen und laden vom 17.-20. Jan. 2008 zu den "Perspektiventagen -- Wie weiter nach Heiligendamm?" nach Berlin ein.

Norderstedt, 20.11.2007: Alternatives Kino

Alternatives Kino Norderstedt präsentiert:

Der große Ausverkauf
(Florian Opitz, D, 2006)

„Mit dem Film DER GROSSE AUSVERKAUF möchte ich zeigen, was hinter dem abstrakt klingenden Phänomen der Privatisierung öffentlicher Dienste steckt. Was es für die Menschen bedeutet, die davon direkt betroffen sind. Was eine Gesellschaft verliert, die Konzernen die Verantwortung für ihre Grundversorgung überträgt. Die Protagonisten in DER GROSSE AUSVERKAUF haben zu spüren bekommen, was es heißt, wenn ihre Wasser- und Stromversorgung, Busse und Bahnen und sogar das Gesundheitswesen komplett privatisiert werden. Sie haben mit etwas zu kämpfen, das uns früher oder später alle betreffen wird.

Aber mir ist wichtig zu zeigen, dass die Protagonisten in DER GROSSE AUSVERKAUF keine passiven Opfer, sondern würdevolle und aktive Individuen, die in der Lage sind, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und die privatisierte Realität, in der sie leben, zu verändern. Und wenn es nötig ist - Widerstand zu leisten. Der Film möchte die Öffentlichkeit aufrütteln und auf eine schleichende und gefährliche Entwicklung aufmerksam machen, die unser aller Leben betrifft.“ (Regisseur Florian Opitz)
Mehr zum Film: www.dergrosseausverkauf.de

Mittwoch, 20. November 2007, 20 Uhr
Spectrum-Kino, Rathausallee 72 (U1 Norderstedt Mitte)

Eintritt: 4 Euro / veranstaltet von: ver.di Ortsverband Norderstedt, Soziales Zentrum, Avanti Norderstedt, IG BAU Hamburg-Nord und Info Archiv Norderstedt

Norderstedt, 27.10.2007: SZ lebt.

Die alternative Szene in Norderstedt lebt! Konzert am 27.11.2007.

Seit Anfang 2006 muss die alternative Szene in Norderstedt ohne die Räume des Sozialen Zentrums auskommen. Diese waren insbesondere auf das Wirken der CDU hin von der Stadt abgerissen worden. Doch die bis heute kontinuierlich stattfindenden Veranstaltungen belegen anschaulich, wie wenig sich die AktivistInnen davon entmutigen lassen.

So fand vom 24. bis 26. August wieder das alljährliche Schall und Rausch-Festival statt – mit Bauwagenpunkrockbühne, verschiedenen Ständen und jeder Menge guter Stimmung.

Bereits einen Monat später gab es dann am 30.9. das dritte antirassistische Fußballturnier, an dem sich ca. 100 Menschen beteiligten. Die 9 Teams deckten dabei eine Altersspanne von 8 bis 50 Jahren ab. Auch hier war die Atmosphäre super. Turniersieger wurde das Team SFJR (Foto). Ausführlichere Berichte sind über die Seite des Sozialen Zentrums zu finden (www.soziales-zentrum.de).

Und auch für die kommenden Wochen stehen bereits die nächsten Termine fest. So wird es am Samstag, den 27.Oktober ein Konzert für selbstbestimmte, unkommerzielle Kultur und Politik in Norderstedt geben, das ab 20 Uhr in der Vicelin-Shalom-Kirche, Immenhorst 3 stattfinden wird (Bild: Flyer).

Als Bands spielen Spandau, Stairs und die Gruppe Primary Fuse. Organisiert wird das Ganze von Leuten aus dem Sozialen Zentrum, Avanti Norderstedt und der Gruppe Normunet (www.normu.net).

Bonn, 16.8.2007: Hausdurchsuchung bei Bonner Anti-G8-Aktivisten

Einschüchterung und Ausforschung gegen Anti-G8-AktivistInnen gehen weiter!

Pressemitteilung der Kampagne Block G8:

Am Morgen des 16.8.2007 fand eine Hausdurchsuchung bei einem Bonner Atomkraftgegner statt, der Inhaber und technischer Administrator der Internetadresse www.antiatombonn.de ist. Hierbei wurde als zusätzliche Schikane der Computer des Betroffenen beschlagnahmt, anstatt sich mit dem technisch problemlos möglichen Kopieren der fraglichen Daten zu begnügen. Die Seite antiatombonn.de gehört der AntiAtom-Gruppe Bonn, die mit zu den Massenblockaden des G8-Gipfels 2007 in Heiligendamm mobilisiert hat.

In dem Artikel, auf den sich der Durchsuchungsbeschluss bezieht, wird das Aktionskonzept von Block G8 dokumentiert. Darin heißt es unter
anderem: „Unser Ziel ist zu blockieren, d.h. wir werden Polizeiabsperrungen überwinden, sie wegdrücken, sie umgehen oder geschickt durch sie hindurchfließen. Wir lassen uns nicht stoppen, bleiben nicht stehen und steigen nicht auf mögliche Eskalationstrategien der Polizei ein.“ Hieraus konstruiert die Bonner Staatsanwaltschaft nun einen „Aufruf zu Straftaten“, nämlich zum „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte etwa durch gewaltsames Wegdrücken“ weiter lesen

Spenden mit dem Vermerk „Solidarität Bonn“ auf das Konto von Block G8, Konto 400 8700 801, GLS Gemeinschaftsbank, BLZ 430 609 67 werden an die Bonner Betroffenen weitergeleitet.

Hamburg, 11.8.2007: Kundgebung gegen G8-Repression

Solidarität mit dem G8-Widerstand - Zusammen gegen staatliche Repression und Kriminalisierung !

Wir fordern:

  • ein uneingeschränktes Demonstrationsrecht
  • die lückenlose Aufklärung der Polizeigewalt
  • die vollständige Offenlegung des Bundeswehreinsatzes während des G8
  • die Rücknahme der Urteile aus den Schnellverfahren!
  • die Einstellung aller Ermittlungsverfahren gegen GegnerInnen des G8 und die Abschaffung des §129a!

Kundgebung in Hamburg
Samstag, 11. August 2007, 12 Uhr, Gerhard-Hauptmann-Platz

Es rufen auf: Antirepressionsgruppe Hamburg; Attac Hamburg; Avanti - Projekt undogmatische Linke; Ermittlungsausschuss Hamburg; Flüchtlingsrat Hamburg; Gesellschaft für operative Kunst, Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V., Hochschulgruppe REGENBOGEN/Alternative Linke Hamburg, NoLager Gruppe, Hamburg; REGENBOGEN - Für eine neue Linke, Hamburg; Rote Hilfe e.V., OG Hamburg; Sozialforum Eimsbüttel; Stadtteilkollektiv Rotes Winterhude; Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA), LV Hamburg

Bad Oldesloe / Hamburg, 13.6.2007: Wieder Durchsuchungen

Anti-Repressionsdemo mit 350 Leuten in Bad Oldesloe

Wenige Tage nach den erfolgreichen Protesten gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm holte die Bundesanwaltschaft erneut zum Schlag gegen die Linke aus. In Bad Oldesloe und Hamburg wurden am 13.6.2007 11 Wohnungen und Projekte durchsucht. Am 19.6. wurden noch einmal 4 Objekte in Berlin durchsucht.

Der Vorwand für die Aktionen sind dieses Mal Anschläge auf Bundeswehrfahrzeuge und Rüstungsfirmen in den Jahren 2002, 2004 und 2006. Die Gemeinsamkeit zu den G8-Razzien am 9. Mai: Erneut haben die Ermittlungsbehörden nichts konkretes in der Hand und wählen die Durchsuchungsobjekte und Verdächtigen weitgehend willkürlich aus. Es geht also um Einschüchterung und Ausforschung der politischen Szene insgesamt.

Zur Demonstration am 7.7. in Bad Oldesloe kamen ermutigende 350 Leute!

Hamburg, 26.5.2007: Info- und Mobilisierungsverantstaltung gegen G8

16 Uhr Blockadeworkshop // 17 Uhr Infoblock // 18 Uhr Talkshow // 20 Uhr Finkenauer // Eintritt EUR 3,-

26.5.2007, ab 16 Uhr, Markthalle Hamburg

Blockadetrainings im Norden

Blockade-Trainings "Block G8"

Bundesweit bereiten sich derzeit Tausende von Menschen durch Blockade-Trainings auf die Aktionen des zivilen Ungehorsams rund um den

Zaun von Heiligendamm vor. Die Trainings sind für Alle, ob alte Polit-Häsin oder junger Demo-Debütant, gedacht!

Was wir trainieren:

  • Durchfließen von Polizeiketten
  • Sitz- und Stehblockadetechniken
  • schnelle Entscheidungsfindung in der Blockade (Bezugsgruppen)
  • Kurzübungen zum Umgang mit Presse, Polizei und Justiz

Zudem geben wir neuste Infos zu Anfahrt, Camps und Programm rund um die Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm.

Meldet euch per E-Mail für das Training an, damit wir einen Überblick über die Anzahl der TeilnehmerInnen haben. (norderstedt@avanti-projekt.de) Bitte beteiligt euch an Verpflegungs- und Materialkosten mit 5 Euro.

20. Mai 2007 für Lübeck und Umgebung:

13 Uhr, alternative, Willy-Brandt-Allee 9, 23552 Lübeck

Busse zu den Protesten nach Heiligendamm

Demos und Blockaden gegen G8 - wie komme ich hin?

Lübeck:

Hinfahrten: SA, 2. Juni, 8.30 Uhr (Tag der Großdemo) und DI, 5. Juni, 18.00 Uhr Abfahrt: alternative, Willy-Brandt-Allee 9, 23554 Lübeck

Rückfahrten: SA, 2. Juni, 20.00 Uhr (Tag der Großdemo) // SO, 3. Juni, 20.00 Uhr // FR, 8. Juni, 17.00 Uhr Abfahrt: Rostock, näherer Ort wird noch bekannt gegeben Kosten: EUR 5,- pro einfacher Fahrt Verkaufsstellen: at, Beckergrube 63 (Mo.-Fr.: 10-19 Uhr, Sa.: 10-14 Uhr) // Copy Shop Papiertiger, Wahmstr. 35 // (Mo.-Fr.: 9-18 Uhr, Sa. 10-14 Uhr) //  If, Engelsgrube 41 (Di.-So.: 18-1 Uhr) Rückfragen: bus@avanti-projekt.de

Hamburg:

Hinfahrt: 2. Juni um 8.00 Uhr Heiligengeistfeld Preis: EUR 15,- Verkaufsstellen: Buchladen Schulterblatt 55 (Schanzenviertel), Buchladen Osterstraße 171 (Eimsbüttel), Regenbogenbüro Koppel 30 (St.Georg), Copyshop Schanzenblitz Bartelsstr (Schanzenviertel), Buchladen Schulterblatt 55 (Schanzenviertel), Attac Zimmerpforte 8 (St. Georg), Infoladen Schwarzmarkt, Kleiner Schäferkamp 46 (Eimsbüttel), Nautilus Buchhandlung Friedensallee 7-9 (Altona) Café Unmut, Veddeler Brückenstr. 167 (Veddel)

Bitte besorgt Eure Karten schnell, damit wir kalkulieren können, wie viele Busse wir brauchen. Von der Anreise mit Bahn und Auto wird am Demotag dringend abgeraten, da die Zufahrtswege überfüllt sein werden.

Infotelefon: 040-432 80 737

Kiel:

Hinfahrt: 02.06.2007, 8:00 Uhr Rückfahrt: 02.06.2007, 18:00 Uhr Treffpunkt: Wilhelmplatz Preis: 12 EUR Vorverkauf: Die Pumpe, Haßstr. 22 - Buchladen Zapata, Jungfernstieg 27 - Cafe exlex, Ziegelteich 14 - Kneipe Subrosa, Elisabethstr. 25 - Sponti Hansa, Hansastraße 48 (angefragt) - Weltladen, Knooper Weg 24 (angefragt) VA: Kieler Netzwerk gegen den G8-Gipfel Mail: kiel@norden-gegen-g8.info Webadresse: www.norden-gegen-g8.info

Flensburg:

Hinfahrt: 02.06.2007, 6.45 Uhr Rückfahrt: 02.06.2007, ca. 19.00 Uhr Treffpunkt: Exe / Marktwache Plätze: 124 Preis: EUR 8,-
Zwischenstopp in Neumünster (NMS), Barmsweg (Pendlerparkplatz) um 8.00 Uhr. VA: Flensburger Bündnis gegen den G8-Gipfel Webadresse: http://www.flensburg-gegen-g8.de/buendnis.html

Hannover:

Hinfahrt: 02.06.2007. 6:00 Uhr Treffpunkt: ZOB, Kosten: 20/14 EUR, VA: Runder Tisch G8 Hannover, DGB Region Hannover
Kontakt: Runder Tisch, Reinhilde, Tel.: 0174/5863259, E-Mail:   bushannover@attac.de, Internet: http://www.attac.de/Hannover

 

Infos zu Bussen zur Großdemo bundesweit: www.heiligendamm2007.de

Frühjahr 2007: G8-Xtra Nr. 4 "Wir sind gekommen um zu bleiben"

G8-Xtra Nr. 4 erschienen !

Die vierte Ausgabe der G8-Zeitung aus dem Spektrum der "Interventionistischen Linken" ist da! Auf acht Seiten finden sich Artikel zur Kampagne BlockG8, zur G8-Agenda Deutschlands und zur Rolle der G8 als Motor der globalen Erwärmung, daneben wird eine Zwischenbilanz der Anti-G8-Mobilisierung gezogen, über "Move against G8" sowie die ausufernden "Sicherheitsvorkehrungen" der Gegenseite und insbesondere über die "Mauer von Heiligendamm" berichtet. Gleichzeitig dokumentieren wir den Aufruf der Interventionistischen Linken zum G8-Gipfel. Zudem sind auf einer Doppelseite alle wesentlichen Informationen zu den Protesten zusammengetragen – praktisch zum herausnehmen und an die Wand hängen.

Bestellung von G8-Xtra zum Weiterverteilen (bitte keine Einzelbestellungen): g8xtra@g8-2007.de

Die Nr. 1 ist fast vollständig vergriffen, aber hier gibt es noch die Online-Version (PDF, 810 KB).

Die Nr. 2 ist auch als PDF (535 KB) verfügbar.

Die Nr. 3 hier ebenfalls als PDF (780 KB)

1. Mai 2007: Das traditionelle Lübecker Maifest als Teil von Move against G8

1. Mai in Lübeck: G8 - Klar zum Entern!

9.30 Uhr 1. Mai-Demonstration ab Brolingmarkt mit Alternativem Anti-G8-Block

Maifest in der alternative (Willy-Brandt-Allee 9)

14.00 Uhr Kinderfest
Mit: Minne und die Minnies, Bogenschiessen, Simultanschach, Spielmobil, Paddeln, Kisten-Klettern, Streichelzoo, Café Achteck, Kinderschminken, Stockbrot, Zauberer, Kindertheater, ...

ab 17.00 Uhr Live-Musik auf 3 Bühnen - bis in Die Nacht! Mit: Hlamkin // Little Cow // Micragirls // DasKartell // The special guests // Bambix // Mala Suerte // Manticora // Rotten Apples // The Creetins // Ocean Cara // The Mutants // Le Cameleons // Minderheinz // Rainer von Vielen // Guts Pie Earshot // Fiddelaldermolk // Bandinfos siehe: www.treibsand.net
Infos und Filme zu den Aktionen gegen den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm.

15.3.2007: Avanti-G8-Broschüre erschienen

Make capitalism history !

Positionen und Informationen zum G8-Gipfel in Heiligendamm.

Aus dem Inhalt: Über allen Gipfeln ist Unruh: Editorial // Die Architektur des Neoliberalismus: Über die Funktion der G8-Gipfel // Globale Rechte für Alle: Ein Schnittpunkt migrantischer und anderer kämpferischer Bewegungen? //
G8 - Weltgesundheitspolitik ohne Menschenrechte: Zu Risiken und Nebenwirkungen // Unbequeme Wahrheiten und unterschätzte Katastrophen: Altvater, E. (2005): “Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen. Eine radikale Kapitalismuskritik.” - Eine Rezension // Braune Schatten über Heiligendamm? Neonazis gegen G8 // “Warum ist die Banane krumm?” Eine Interview mit Bernadette La Hengst // Bewegen.Blockieren.Bleiben: Überlegungen zur Kampagne BLOCK G8 // Make Capitalism History oder: Die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel ausweiten // Das G8-Popuzzle

Printausgabe EUR 2,- (ermäßigt 1,-). Bestellanfragen an: hamburg@avanti-projekt.de

Move-against-G8: Sampler und Mobi-Clip erschienen

Move against G8 - Sampler und Mobi-Clip

Am 4. Mai 2007 erscheint der Sampler „Move against G8“, zu dem u.a. Die Toten Hosen, Gentleman, Kettcar, Tomte, Madsen, Blumfeld, Afrob, Nosliw, Tocotronic, Jan Delay, Sillywalks, Bernadette la Hengst und Wir sind Helden Songs, zum Teil bislang unveröffentlichte Tracks oder exklusive Live-Versionen beigesteuert haben. Desweiteren liegt eine Mobilisierungs-Video-DVD bei.

 

Das Projekt ist eine Kooperation von AVANTI, ATTAC und der INTERVENTIONISTISCHEN LINKEN.

Infos: www.move-against-g8.de Tracklist: 1. Kettcar Alles vorstellen (Keine Guillotine weit und breit) 2. Nosliw Es hat sich nix geändert 3. Bernadette la Hengst Nie mehr vor Mittag 4. Sillywalks Movement feat. Taffari+Turbulence Leaders 5.Blumfeld Diktatur der Angepassten 6.Tomte Norden der Welt 7.Madsen Du schreibst Geschichte live@Radio Fritz 8. Afrob feat. Lisi Müde 9. Irie Rèvoltés Morale 10. Jan Delay Söhne Stammheims 11. Fermin muguruza Plastic Turkey 12. Rainer von Vielen Tanz deine Revolution  13. Die Toten Hosen Pushed again live@Rock am Ring 2002 14. La Phaze colère noir 15. Gentleman feat. barrington levy & daddy ringscaan hold us down 16.Tocotronic Aber hier Leben nein danke- Bierbeben remix 17.Mad Maxamom Absage Nr.1 18.Finkenauer Hand in Hand 19.Wir sind Helden Wir sind gekommen um zu bleiben (Demo-Version)

Hamburg, 27. - 29.4.2007: Jugendkongress gegen G8

Her mit dem schönen Leben!

Die Politik der G8 steht für weltweite Armut, Kriege und Umweltzerstörung. Der G8-Gipfel ist deshalb der richtige Ort, an dem sich vielfältiger Widerstand gegen eine kapitalistische Gesellschaft artikulieren kann und sollte.

Vom 27. bis 29. April findet in Hamburg ein linker Jugendkongress für Schülerinnen und Schüler statt, auf dem mehrere Workshops zu diesem Themenkomplex angeboten werden. Es soll sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit den herrschenden Verhältnissen und der globalen Bewegung, die sie in Frage stellt, auseinandergesetzt und zusätzlich Raum zum gegenseitigen Kennenlernen und Diskutieren gegeben werden.

Der Jugendkongress ist eine gemeinsame Veranstaltung von: Klassenlos (Flensburg), Basta! Linke Jugend (Lübeck), 'auja Autonome Jugendantifa Hamburg und Avanti - Projekt undogmatische Linke.

Beginn: FR, 27.4.2007, 18.00 Uhr, Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12, Hamburg

Anmeldung und mehr Infos: www.jugendkongress.tk

Hamburg, 5.5.2007: Anti-G8-Soliparty

Sillywalks Movement feat. Nosliw (Reggae/Dancehall)

II. Floor: access all styles: Lucha Amada (Berlin), DJ Sou Terrain, (Latin,HipHop,Ska)

Basement: Stöcker Stereo, DJ Sdag, Gene Galaxo (Grime, Dubstep, Jungle und HipHop)

 

Soliparty für die Anti-G8-Kampagne von AVANTI -Projekt undogmatische Linke www.g8-2007.de  www.move-against-g8.de

Sa. 5.5.2007 23 Uhr Rote Flora, hamburg

März - Mai 2007: Veranstaltungen zur Mobilisierung nach Heiligendamm

Für globale soziale Rechte und ein ganz anderes Ganzes!

Von März bis Mai 2007 wird es im Rahmen der Anti-G8-Mobilisierung zahlreiche Veranstaltungen von AVANTI geben. Insgesamt haben wir vier verschiedene thematische Veranstaltungen im Angebot:

  • Privatisierung, Patent, Protest - Gesundheitspolitik und G8.
  • Migration und G8.
  • Nazis und G8.
  • Block G8! Das Konzept Massenblockaden.

Zu allen Veranstaltungen gehört auch ein Info-Block über den Stand der Mobilisierung, die geplanten Aktionen usw. Bei einigen Terminen fehlen noch die genauen Anfangszeiten und Veranstaltungsorte - diese Infos werden so schnell wie möglich nachgetragen.

Bad Segeberg

alle Veranstaltungen haben schon stattgefunden ...

Bad Oldesloe

alle Veranstaltungen haben schon stattgefunden ...

Braunschweig

NEU: FR, 11.5.07: Block G8 - Das Konzept Massenblockaden.

Mensa der Integrierten Gesamtschule Franzsches Feld (IGS FF), Grünewaldstr. 12, 19.00 Uhr. VeranstalterIn: Jugend Antifa Aktion (JAA), DGB-Jugend Braunschweig und IGS FF

Celle

MI, 9.5.2007: Migration und G8. Buntes Haus Celle

Hannoversche Straße 30f. Beginn: 19:00 Uhr

Flensburg

MI, 9.5.2007: Gesundheitspolitik und G8.

beide Veranstaltungen: Pauls Eck, Norderstaße 149, 19.30 Uhr.

Hamburg

alle Veranstaltungen haben schon stattgefunden ...

Hannover

alle Veranstaltungen haben schon stattgefunden ...

Husum

alle Veranstaltungen haben schon stattgefunden ...

Kiel

alle Veranstaltungen haben schon stattgefunden ...

Lübeck

DI, 22.5.2007: Anti-Repressions-Veranstaltung. Ort: alternative, Willy-Brandt-Allee 9, Beginn: 19.30 Uhr.

Lüneburg

alle Veranstaltungen haben schon stattgefunden ...

Meldorf

alle Veranstaltungen haben schon stattgefunden ...

Rostock

alle Veranstaltungen haben schon stattgefunden ...

Itzehoe

NEU: MO, 7.5.2007: Migration und G8. Cafè Schwarz, Breitenburgerstr. 14, 25524 Itzehoe. Beginn: 19.00 Uhr

Die G8-Seite für Hannover ist da!

Dezember 2006: G8-Aufruf der Interventionistischen Linken

Make Capitalism History

oder: die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel ausweiten

Juni 2007. Ein unübersehbarer Zug von DemonstrantInnen aus der ganzen Welt zieht aus Protest gegen das Gipfeltreffen der G8-Staaten durch die Straßen von Rostock. Zehntausende begrüßen die Regierungschefs bereits auf dem Rollfeld des Flughafens und blockieren den noblen Tagungsort Heiligendamm. Immer wieder gerät der Ablauf des Treffens ins Schwanken, da die Logistik des Gipfels durch einfallsreiche Aktionen gestört wird. Im Fokus der Öffentlichkeit stehen nicht die Verlautbarungen der Mächtigen, sondern die Vielfalt des Protestes und des Widerstands. Die Delegitimierung der G8 ist keine Forderung mehr, sie ist das, was auf den Straßen, an den Sperrzäunen und in den Debatten der Camps und des Gegengipfels geschieht – und was weltweit als Ereignis von Rostock wahrgenommen wird. Ein Jahr lang hatten sich die sozialen Bewegungen, Gewerkschaften, die Kampagnen engagierter ChristInnen, verschiedene Nichtregierungsorganisationen, GlobalisierungskritikerInnen, die Parteien der parlamentarischen und die Netzwerke der radikalen Linken darauf vorbereitet. Ihr gemeinsames Auftreten, ihr politischer Wille, sich gerade in ihrer Verschiedenheit nicht voneinander trennen zu lassen, ließ die mediale Desinformation ebenso ins Leere laufen wie die polizeiliche Repression.

Unsere Chance, Rostock zu einem solchen Ereignis zu machen, geht auf die Proteste in Seattle, Prag, Genua und Florenz zurück.

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November 2006: Mobilisierungs-Sampler gegen den G8- Gipfel erschienen!

Block G8! Make capitalism history!

Zur Unterstützung und Finanzierung der Mobilisierung gegen den G8- Gipfel in Heiligendamm Anfang Juni 2007 ist jetzt dieser Sampler erschienen. Entstanden ist er in Kooperation von Avanti- Projekt undogmatische Linke mit Fire and Flames Music und Lucha Amada

20 Bands aus den verschiedensten Ländern bieten hier über 70 Minuten an abwechslungsreicher Musik zum Protest und Widerstand. Die Tracklist kann hier eingesehen werden. Der Booklet- Text zum Gipfel erscheint in 6 Sprachen.

Der Erlös aus dem Verkauf der CD geht in die laufende Mobilisierungsarbeit und Aktivitäten im nächsten Juni. Die CD kostet im Einzelverkauf 8 Euro. Gruppen und Projekt, die sie weiter verkaufen wollen, erhalten sie für 6 Euro.

Erhältlich ist sie über die verschiedenen Avanti Ortsgruppen oder per Versand über Fire and Flames

November 2006: Aufruf für Massenblockaden des G8 2007

Block G8!

bewegen.blockieren.bleiben.

Zur 2. Aktionskonferenz in Rostock stellte die Kampagne Block G8 ihren zweiten, nun nicht mehr provisorischen Aufruf zu Massenblockaden des G8-Gipfels vor. Zu den UnterzeichnerInnen gehören so unterschiedliche Gruppen wie X-tausendmal quer, die Antifaschistische Linke Berlin, die Grüne Jugend und Avanti - Projekt undogmatische Linke, die IG Metall Jugend Berlin und Halle, das Institut für Theologie und Politik Münster, AktivistInnen von Attac, Solid und der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion sowie viele weitere Gruppen.

Der Aufruf beginnt so:

Anfang Juni 2007 kommen die Staats- und Regierungschefs der acht größten Wirtschaftsnationen zum G8-Gipfel in Heiligendamm bei Rostock zusammen.

Mit Blockaden als Aktionen zivilen Ungehorsams werden wir diesen Gipfel blockieren, denn: Die Politik der G8 steht für den neoliberal globalisierten Kapitalismus, der weltweit die Schere zwischen Arm und Reich dramatisch vergrößert.
Mit der Kampagne „Block G8“ sagen wir dazu „Nein“ und sprechen den G8 jede Legitimität ab!

Verschiedenste Initiativen und Bewegungen rufen zum Widerstand gegen den Gipfel auf. Mit einer Vielzahl von Aktionen werden Menschen von rund um den Globus ihren Protest kundtun. Die Kampagne „Block G8“ ist Teil davon.

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Den alten Aufruf als PDF downloaden (76 KB)

This call for mass blockades is also available in English.

Rostock, 10. - 12.11.2006: Internationale Aktionskonferenz gegen den G8

"Wer sich den G8-Gipfel einlädt, lädt sich auch den Protest ein.”

Mehr als 450 AktivistInnen und Aktivisten aus ganz Europa haben sich auf der zweiten Aktionskonferenz in Rostock auf den Fahrplan für die Protestwoche gegen den G8-Gipfel verständigt. Eine Übersicht der geplanten Aktionen könnt ihr der nebenstehenden Tabelle entnehmen.

Die Abschlusserklärung und ausführliche Berichte aus den einzelnen Arbeitsgruppen findet Ihr hier: www.heiligendamm2007.de

Ein zusammenfassender Bericht und eine umfangreiche Videodokumentation gibt's auf Indymedia: http://de.indymedia.org/2006/11/162042.shtml

Hamburg, 17.1.2007: Veranstaltung zur NATO-Sicherheitskonferenz

Von Genua über München nach Heiligendamm

Vier Monate vor dem Gipfel der G8-Staatschefs in Heiligendamm treffen sich in München die Militärstrategen der reichsten und mächtigsten Staaten zur "Sicherheitskonferenz". Beide Gipfeltreffen verdienen eine gebührende Antwort: Massenhaften Protest und Widerstand!

Auf der Veranstaltung informieren wir über:

  • Hintergründe und Bedeutung der SiKo, die Geschichte des Widerstands und die Qualitäten eines breiten Bündnisses mit langem Atem
  • den aktuellen Stand der Planungen und Vorbereitungen der "vorläufigen Neubesiedelung" des geplanten Bombenabwurfplatzes "Bombodrom" in der Kyritz-Ruppiner Heide zwischen Rostock und Berlin im Rahmen der Aktionstage gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm

Mittwoch, 17.1.2007, 19.30 Uhr, Werkstatt 3 (Nernstweg 32-34, Hamburg)

Hamburg, 3.11.2006: Kundgebung vor dem mexikanischen Konsulat

Solidarität mit Oaxaca!

Seit dem vergangenen Freitag wird die sudmexikanische Stadt Oaxaca im Zuge der Operation „Grosses Saubermachen“ von Bundespolizei, Militär und paramilitärischen Truppen gestürmt. Diese stand seit mehr als 5 Monaten in einem zivilen Aufstand unter Kontrolle der Öffentlichen Versammlung der Bevölkerung Oaxacas (APPO). Die Truppen gehen mit äußerster Härte gegen die Bevölkerung vor. Es wird wahllos auf Menschen geschossen. Neben unzähligen Verletzten und Gefangenen gab es bereits mehrere Tote, darunter der Indymedia-Aktivist Brad Will und der Fotograf des Milenio Diario Oswaldo Ramírez. Die Gewalt hält an, obwohl die APPO wiederholt einen Gewaltverzicht ausgerufen hat.

Die Bevölkerung von Oaxaca braucht unsere Hilfe und Solidarität. Weltweit mobilisieren sich zehntausende von Menschen, um die Bevölkerung Oaxacas zu unterstützen, legen mexikanische Botschaften und Konsulate lahm.

Freitag, den 3.11. um 18 Uhr:
Kundgebung vor dem mexikanischen Konsulat in Hamburg (Kleine Reichenstraße 1)

mehr Info: www.chiapas98.de

Tschechische Republik, 12.10.2006: kommunistischer Jugendverband verboten

Solidarität gegen KSM-Verbot

Am 12.10.2006 ist der kommunistische Jugendverband der Tschechischen Republik (KSM) verboten worden. Der KSM steht der kommunistischen Partei Böhmens und Mährens (KSCM) nahe, die zur Zeit drittstärkste Kraft im tschechischen Parlament ist. Die Illegalisierung wird mit den Grundsätzten des KSM begründet, wonach das Privateigentum an Produktionsmitteln zu kollektivieren

sei. Das Verbot ist somit eine Kampfansage gegen alle Linken in der EU, die mit ihren Vorstellungen einer demokratischen Gesellschaft nicht vor den Fabriktoren halt machen. Es reiht sich in eine Geschichte antikommunistischer Staatspolitik, nicht zuletzt des Verbotes der KPD vor 50 Jahren in Deutschland, ein. Damals wurden tausende AntifaschistInnen und KommunistInnen mit Prozessen überzogen, mit Berufsverboten belegt und von Rentenleistungen ausgeschlossen.

Gegen Antikommunismus und Kriminalisierung linker Strukturen! KSM und KPD- Verbot aufheben!

mehr Infos: www.gegen-ksm-verbot.de

August 2006: Aufruf für Massenblockaden des G8 2007

Block G8!

In einem gemeinsamen Aufruftext stellen so unterschiedliche Gruppen wie X-tausendmal quer, die Antifaschistische Linke Berlin, die Grüne Jugend und Avanti - Projekt undogmatische Linke, sowie AktivistInnen von Attac, Solid und der Werkstatt für Gewaltfreie Aktion ihre gemeinsamen Vorstellungen für Massenblockaden des G8-Gipfels im Juni 2007 dar. Ziel des Aufrufes ist die Bildung eines bundesweiten Netzwerkes von Blockadegruppen. In dem Aufruf heißt es unter anderem:

"Unser Ziel sind Blockaden, an denen sich tausende von Menschen aus unterschiedlichen politischen und kulturellen Spektren und unterschiedlicher Aktionserfahrungen beteiligen, die sich in den Aktionen nicht nur gegenseitig respektieren und tolerieren, sondern tatsächlich zum gemeinsamen Handeln finden. Dazu braucht es keine „Helden“, sondern den Mut, der aus der Solidarität und Kollektivität vieler entsteht." (...)

"Wir kommen aus unterschiedlichen Protest- und Widerstandstraditionen: aus der Jugendumweltbewegung und der Anti-AKW-Bewegung, aus Attac und aus der radikalen Linken, aus gewaltfreien Aktionsgruppen und aus der autonomen Antifa. Wir bringen vielfältige und langjährige Erfahrungen mit Blockadeaktionen in die Zusammenarbeit ein: Erfahrungen von den Castor-Transporten ins Wendland, Erfahrungen mit der erfolgreichen Blockade von Naziaufmärschen in Berlin, Kiel oder Leipzig, Erfahrungen aus der Resist-Kampagne gegen den Irakkrieg und natürlich auch Erfahrungen aus Gipfelblockaden wie z.B. in Evian 2003.
Wissend um unsere Unterschiede haben wir uns entschlossen, uns der politischen und praktischen Verantwortung für gemeinsame Massenblockaden des G8 2007 zu stellen. "

Den ganzen Aufruf als PDF downloaden (76 KB)

Kopenhagen, 22.9. - 24.9.2006: Internationale Demo und Aktionstage für den Erhalt des Ungdomshuset

Internationale Demo fürs Ungdomshuset

Das linksradikale und selbstverwaltete Kultur- und Politzentrum Ungdomshuset in Kopenhagen ist extrem räumungsbedroht. Nachdem die Stadt Kopenhagen das bereits seit 23 Jahren existierende Haus im Jahr 2001 an eine fundamentalistisch-christliche Sekte verkauft hat, liefen in den letzten Monaten die abschließenden Gerichtsverhandlungen um die Eigentumsrechte zu klären.
Am Montag den 28. August entschied das Gericht nun endgültig, dass das Haus im Zentrum Kopenhagens der christlichen Sekte Faderhuset gehört und übergeben werden muss. Dies bedeutet in letzter Konsequenz dass das UNGDOMSHUSET wohl in wenigen Wochen einen Räumungsantrag erhalten wird. Die AktivistInnen des UNGDOMSHUSET haben kurz darauf erneut erklärt dass sie weder die Entscheidung des Gerichtes anerkennen noch ihr Haus freiwillig verlassen werden.
Aufgrund der akuten Räumungsbedrohung wird es vom 22.-24. September ein Aktionswochenende mit einer Internationalen Großdemo am 23. September geben. Darüber hinaus sind das ganze Wochenende drei Konzerte/Partys im Ungdomshuset und am Samstag ein Soli-Festival in Christiana sowie eine "Reclaim The Streets"-Party am Sonntag geplant.

Aus Schleswig-Holstein fahren Busse nach Kopenhagen:

Es geht am Freitag, 22.9. in Kiel los mit Zusteigemöglichkeiten in Eckernförde und Flensburg.

Abfahrtszeiten: KIEL: 16.30 Uhr Alte Meierei // ECKERNFÖRDE : 17.00 Uhr Hauptbahnhof // FLENSBURG : 18.00 Uhr Kühlhaus
Die Busse werden am Sonntag (24.9.) wieder in Kopenhagen aufbrechen, wobei voraussichtlich einer gegen Mittag und einer nach der "Reclaim the Streets-Party" gegen Abend starten wird.

Mehr Infos: http://www.altemeierei.de/tiki-read_article.php?articleId=733 und http://www.altemeierei.de/tiki-read_article.php?articleId=732

Norderstedt, 20.9.2006: Alternatives Kino

Alternatives Kino Norderstedt präsentiert:

The Navigators (Ken Loach, GB, 2001)

Paul, Mick, Len, John und ihre Kumpel sind ein munterer Haufen. Alle arbeiten sie als Gleisarbeiter bei den britischen Bahnbetrieben in Sheffield, Nordengland. Bis die Bahnbetriebe an eine private Firma verkauft wird. Ein gewohnt ungeschminkter Blick von Ken Loach auf die Schattenseiten der Marktwirtschaft.
Mehr zum Film: http://www.cineman.ch/movie/2001/TheNavigators/

Mittwoch, 20. September 2006, 20 Uhr, Spectrum-Kino, Rathausallee 72 (U1 Norderstedt Mitte)

Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Veranstaltet von: ver.di Ortsverband Norderstedt, Soziales Zentrum, AVANTI - Projekt undogmatische Linke, IG BAU Hamburg-Nord und Info Archiv Norderstedt

Sommer 2006: G8-Xtra Nr. 2 "Mobilisierung des Gemeinsamen!"

G8-Xtra Nr. 2 erschienen !

Die zweite Ausgabe der G8-Zeitung aus dem Spektrum der "Interventionistischen Linken" ist da! Mit folgenden Beiträgen:

  • Mobilisierung des Gemeinsamen: Eingreifen, Umzingeln, Blockieren: Die Bewegung gegen den G8-2007 findet ihre praktische Sprache.

  • Machen, was notwendig ist - zwei Sichtweisen zum Stand der Bewegung. Interview mit Werner Rätz (attac) und einem Genossen der Infotour-AG aus dem dissent-Spektrum.
  • Damit nicht andere das Bild bestimmen! Die aktivistische Linke sollte selbstbewusst auf alle zugehen.
  • Für ohne Nazis: Die Anti-G8-Mobilisierung steht vor einer besonderen Herausforderung.
  • In der Tradition von Genua: Migrationspolitische Netzwerke rufen zum Aktionstag gegen den G8-Gipfel in Rostock auf.
  • Rebellische Töne statt Schlagerstars: Für eine Gegen-G8-Kultur und Musikevents von unten.
  • aktion und debatte: Termine und Infos.

Bestellung von G8-Xtra Nr. zum Weiterverteilen (bitte keine Einzelbestellungen): g8xtra@g8-2007.de

Die Nr. 1 ist fast vollständig vergriffen, aber hier gibt es noch die Online-Version (PDF, 810 KB).

4. bis 13. August 2006: „Camp Inski“ Anti-G8-Camping direkt an der Ostsee

Für globale soziale Rechte und ein ganz anderes Ganzes!

Im Sommer 2007 treffen sich im Kempinski Grand Hotel im Ostseebad Heiligendamm bei Rostock die VertreterInnen der wirtschaftlich und militärisch führenden Staaten des Nordens. ... In der politischen Geographie des Protestes und des Widerstandes sind Gipfel zugleich symbolische Orte eines kollektiven und vielstimmigen, die neoliberale Illusion vom Ende der Geschichte erschütternden – YA BASTA! – „Es reicht!“ geworden. Was sich in den Protesten neu entwickelte war die gemeinsame Fähigkeit, sich das Ganze als etwas vorzustellen, das ganz anders sein könnte, und das global.
Das Camp 2006 soll ein solcher Ort der Begegnung, des Austausches und selbstverständlich auch des Streites unterschiedlicher Spektren der heterogenen Bewegungslinken werden. Wir wollen den verschiedenen europäischen und internationalen Konzepten von Bewegung, Protest und Widerstand nachspüren, um „Unterschiede zu erkennen und Ähnlichkeiten anzuerkennen.“ Natürlich mit dem Ziel, die Energie und die Erfahrungen aus dem Gipfel 2006 in St. Petersburg aufzugreifen und bis zum Sommer 2007 einen breiten, entschlossenen und wirkungsvollen internationalen Widerstand zu organisieren.
Neben gutem Leben an der schönen Ostsee (in anstrengender Selbstorganisation) mit ausreichend Raum für Diskussionen und Veranstaltungen, Workshops und AG’s wird Camp Inski, das Anti-G8-Camp an der Ostsee, selbstverständlich mit Protesten und – wo es angebracht ist – auch mit sozialem Ungehorsam in Aktion treten und in der Region Präsenz zeigen.
Der ganze Camp-Aufruf als PDF (578 KB)


Das Camp findet jetzt definitiv statt in Steinhagen (Gemeinde Kirch Mulsow, Kreis Bad Doberan, nächster Bahnhof ca. 5 km entfernt in Hagebök) Nähere Infos und Anfahrtsskizze bei www.camp06.org

Stralsund, 13.7.2006: Demonstration gegen den Merkel-Bush-Besuch

Merkel und Bush die Show vermiesen!

Am 13. Juli kommt Georg W. Bush für eine kurze Stippvisite nach Deutschland  - genauer nach Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern. Am 14.7. fliegen die beiden dann weiter nach St. Petersburg, wo der G8-Gipfel 2006 stattfindet.
Die Friedensbewegung ruft für Stralsund zu einer Großdemonstration gegen die Kriegspolitik der USA und gegen die Beteiligung der Bundeswehr an weltweiten Militäreinsätzen auf.  Es geht jedoch um mehr als einen bloßen Protest gegen den US-Präsidenten. Wir wollen uns solidarisch und offensiv auf die Gipfelproteste in St. Petersburg beziehen, und dadurch in Stralsund die Kraft einer globalen Bewegung von unten sichtbar machen, die gegen die Macht und angebliche Alternativlosigkeit des globalisierten Kapitalismus auftritt.

Zudem kursieren Aufrufe aus der Nazi-Szene, die ein eigenes Auftreten in Stralsund ankündigen. Diesem Ansinnen gilt es offensiv und entschieden entgegenzutreten. Der Widerstand gegen Neoliberalismus und kapitalistische Globalisierung hat nichts mit nationalistischer Beschränkung und rassistischer Ausgrenzung zu tun, sondern meint im Gegenteil internationale Solidarität und Globalisierung von unten!

Großdemonstration: Do, 13. Juli 2006, 13 Uhr, Stralsund, Innenstadt

Berlin, 3.6.2006: Bundesweite Demonstration: "Schluss mit den Reformen gegen uns!"

Berlin, 3.6.2006: Kraftvoller Wir-Wollen-Alles-Block !

Für den 3.6.2006 riefen zahlreiche Personen, Gruppen und Organsiationen der außerparlamentarischen Bewegung zu einer „Demonstration gegen Massenentlassungen, Sozialabbau, innere Aufrüstung und Krieg“ auf.

Trotz strömenden Regens kamen ca. 15.000 Leute in die Berliner Innenstadt, um gegen die Sozialreformen der Allparteienkoalition von Grüne-SPD-CDU-FDP zu protestieren. Die TeilnehmerInnen kamen aus den sozialen Bewegungen der BRD, aus Gewerkschaften, Initiativen gegen Hartz-IV, Sozialforen oder dem linksradikalen Spektrum.

Am Wir-Wollen-Alles-Block, zu dem die Interventionistische Linke aufgerufen hatte, beteiligen sich mehr als 1000 Personen. Immer wieder kam es am Rande zu Provokationen und gewalttätigen Übergriffen durch die Berliner Polizei auf unseren Block, die jedoch energisch und entschlossen abgewehrt werden konnten.

Vergleiche ausführliche Berichte auf Indymedia.

Hamburg, 7. Juni 2006: Veranstaltung: Was heißt hier prekär?

Mayday revisited: Was heißt hier prekär ?

Die Arbeitswelt verändert sich. Die Aufweichung fester Arbeitszeiten, die Zunahme unsicherer Beschäftigungsverhältnisse und die Verinnerlichung der Arbeitskontrolle sind nur einige Aspekte, die unter dem Modewort Prekarisierung zusammengefasst werden.

Betrifft Prekarisierung die "Ränder der Beschäftigung" oder tendenziell alle Arbeitsverhältnisse? Die Veränderungen von Arbeitsbedingungen sind für gut ausgebildete AkademikerInnen nicht die gleichen wie für HauptschülerInnen. Der projektabhängig beschäftige IT-Spezialist erfährt sie anders als die alleinerziehende Mutter von nebenan.

Kann und sollte sich trotzdem eine gemeinsame Perspektive oder Identität der "Prekarisierten" herausbilden? Löst sich in diesem Prozess die gesellschaftliche Arbeitsteilung von Hand- und Kopfarbeit auf? Was für politische Konsequenzen ergeben sich daraus? Ist die Mayday-Idee geeignet diese Entwicklungen sichtbar zu machen? Zeit, dass wir drüber sprechen...

Fragen und Kontroversen, die sich in der Vorbereitung des Hamburger Euromayday ergaben, werden wir nun häppchenweise aber hartnäckig bearbeiten.

Diskussionsveranstaltung mit Dirk Hauer

7. Juni 2006, 19.30 Uhr, Kölibri, Hein-Köllisch-Platz 12, Hamburg - St. Pauli

Hamburg, 1. Mai 2006: Euromayday-Parade

Euromayday 006 in Hamburg

4000 Menschen feierten im letzten Jahr den ersten Hamburger EuroMayday. Und auch dieses Jahr wird es am 1. Mai in Hamburg und Berlin ebenso wie in vielen anderen europäischen Städten eine große Parade geben!
Die Fragen vom letzten Jahr sind aktuell geblieben: Woher kommt morgen mein Geld? Wie sicher ist mein Arbeitsplatz? Reicht das Geld für den Kita-Platz? Welche Jobs gehen ohne Pass? Was ist, wenn ich krank werde? Wie will ich wohnen? Wie finanziere ich mein Studium, was mache ich danach? Warum denke ich ständig an Arbeit? Weshalb macht der Kerl nicht den Haushalt? Wie will ich leben? Was können kollektive Garantien für ein besseres Leben heute sein? Für uns ist Euromayday ein Prozess, in dem wir gemeinsam nach Antworten auf die umfassende Prekarisierung suchen. Eine Diskussion und Organisierung zwischen kleinen und großen Gruppen, von einzelnen und organisierten Initiativen.

Warm-up: DGB-Maidemo, 11 Uhr ab Gewerkschaftshaus (Besenbinderhof)

Abschlusskundgebung und Kulturprogramm ab 11.45 wird auf dem Großneumarkt. Der Beginn der Euromayday-Parade ist gleich um die Ecke ...

Euromayday-Parade: 1. Mai, 13 Uhr, Wiese am Michel

Der Euromayday-Flyer mit echt prekärem Psycho-Test (PDF, 126 KB)

Mehr Infos, Veranstaltungstermine usw.: http://hamburg.euromayday.org/

29./30. April: "Die Kosten rebellieren II"

internationale versammlung zu prekarisierung und migration + grundeinkommen, Ex-HWP, Hamburg

Die erste Konferenz fand 2004 in Dortmund statt. Kurz gefasst wird da eine Diskussion zwischen gewerkschaftlichen, antirassistischen, migrantischen, feministischen, betriebslinken und Erwerbsloseninitiativen über das Trennende hinaus organisiert. So wurde beispielsweise die Kampagne „Agenturschluss“ wurde dort verabredet. (www.labournet.de/phpbb). Das Programm für die Konferenz findet Ihr hier.

Schlafplätze für die Nächte zwischen dem 29.4. und 1.5. können über meike_bergmann(at)web.de angeboten und nachgefragt werden.

11.4./12.4.2006: Veranstaltungen zu den französischen Sozialprotesten

Funkenflüge? Frankreich in Bewegung ...

Mit kräftigem Applaus begrüßten rund 300 TeilnehmerInnen am 11. April insbesondere Antoine, den Vertreter der französischen Streikkoordination, hatte doch einen Tag zuvor die Regierung verkündet, den am meisten umstrittenen Teil des CPE Gesetzes zurückzuziehen.

Unter dem Titel „Funkenflüge? Frankreich in Bewegung“ hatten Avanti – Projekt undogmatische Linke, der Asta der Universität Hamburg und die Redaktionen von Jungle World sowie analyse & kritik zur Podiumsdiskussion mit dem Journalisten Bernhard Schmid, dem Aktivisten und Mitglied der „Nationalen Koordination der Studierenden, jungen Arbeitenden, Kulturprekären und prekär Beschäftigten“ Antoine und Bernd Beier als Redakteur der Jungle World in den Philturm der Uni Hamburg eingeladen, um über den Generalstreik und die Proteste gegen das Gesetz zum Neueinstellungsvertrag (Contrat Premiére Embauche, CPE) sowie die Kürzungen und prekären Beschäftigungsverhältnisse in Frankreich zu berichten.

Die aktuelle Zurücknahme des CPE kann als enormer Erfolg des Widerstands der sozialen Bewegungen, Studierende und Gewerkschaften gefeiert werden – da das CPE aber nur einen Artikel in dem Gesetzespaket „für Chancengleichheit“ umfasst, muss dringend weiter analysiert und diskutiert werden, um die Kämpfe für weitere Mobilisierungen in Frankreich zu nutzen und Ansätze wie Perspektiven für Proteste in Deutschland heraus zu arbeiten:

So folgte den Berichten über die politische Konstellation, die Akteure, deren Handlungsmacht und -spielräume in Frankreich eine Diskussion über die unterschiedlichen politische Kulturen in Frankreich und Deutschland, mögliche Parallelen und Unterschiede: Welches Politisierungspotential verschiedener sozialer Gruppen kann mit welchen Strategien aktiviert werden? Welche Spaltungslinien innerhalb der politischen Eliten können wie genutzt werden? Was können wir aus einem historischen Rückblick auf 1968 in Frankreich und Deutschland lernen?

Am 12. April sprachen Antoine und Bernhard dann noch einmal im Lübecker Gewerkschaftshaus vor gut 30 TeilnehmerInnen.

  • Eine Serie von Artikeln von Bernhard Schmid über die Proteste in Frankreich findet sich bei Labournet

Rostock, 25./26. März 2006: 300 Aktivistinnen bei Aktionskonferenz gegen den G8-Gipfel 2007

Über allen Gipfeln ist Unruh !

Mehr als 300 AktivistInnen aus unterschiedlichsten Spektren von Umwelt- und Friedensinitiativen bis zur radikalen Linken haben auf der Aktionskonferenz den Grundstein für gemeinsame Aktivitäten gegen den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm gelegt. Prägend für die Konferenz war der überall spürbare Wille zur solidarischen Zusammenarbeit und die Entschlossenheit, sich auch durch unterschiedliche Vorstellungen über Inhalte oder Aktionsformen nicht spalten zu lassen.

Gegen alle Versuche, der Konferenz keine Räume zu geben oder sie vorher in der Boulevardpresse als "Chaotentreffen" zu denunzieren, kann jetzt festgestellt werden: Der Protest gegen den G8 ist in der Region angekommen und wird sich nicht mehr an den Rand schieben lassen.

Es wurden auf der Konferenz kaum formale Beschlüsse gefasst, schließlich ging es vor allem darum, AktistInnen miteinander zu vernetzen, Standpunkte auszutauschen und kennen zu lernen und praktische Arbeitsstrukturen zu schaffen. Es kristallisierten sich in den Plenumsaussprachen und Arbeitsgruppen jedoch erste Eckpunkte heraus:

  • Es soll eine gemeinsame Großdemonstration geben. Die Zielmarke der TeilnehmerInnenzahl liegt bei mindestens 100.000

  • Es wird eine internationale Mobilisierung geben. Für die Unterbringung der AktivistInnen werden Camps vorbereitet.

  • Ein Gegengipfel soll inhaltliche Alternativen zur kapitalistischen Globalisierung diskutieren und öffentlich darlegen.

  • Ein großes Kulturevent soll in enger Abstimmung mit der politischen Bewegung organisiert werden

  • Die Mobilisierung gegen den G8-Gipfel wird einen klaren Trennungsstrich zu allen faschistischen und extrem rechten Gruppen und Positionen ziehen, die unter dem Deckmantel von Globalisierungskritik Nationalismus und Rassismus verbreiten wollen.

  • Es gibt Planungen für einen Aktionstag für die Rechte von Flüchtlingen und MigrantInnen im Rahmen der Gipfelproteste.

  • Es wird massenhafte Blockadeaktionen geben, die die Infrastruktur des G8-Gipfels spürbar behindern sollen.

Die nächste Aktionskonferenz ist - wahrscheinlich als internationale Konferenz - für den Herbst 2006 geplant.

Rostock, 25./26. März 2006: Aufruf zur 1. Aktionskonferenz gegen den G8-Gipfel 2007

Initiativen zusammenbringen! Gemeinsam mobilisieren!

In einem halben Jahr ist es die ehemalige russische Zarenresidenz St. Petersburg und im Sommer 2007 treffen sich die selbsternannten „Führer der Welt“ im Kempinski-Grandhotel in Heiligendamm nahe Rostock.
Die G-8-Gipfel sind immer wieder zu Kristallisationspunkten für Protest und Widerstand geworden. Durch Straßenproteste, Blockaden oder direkten Aktionen wurden in der Vergangenheit die „Roten Zonen“ der Macht attackiert. Jetzt geht es darum die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass im kommenden Jahr auch in Heiligendamm gemeinsam kraftvolle Tage des Widerstands organisiert werden. Demonstrationen, Veranstaltungen, Blockaden, Aktionen, Diskussionen, Kultur- und Musikfestivals sollen deutlich machen, dass wir uns mit den globalen und lokalen Auswirkungen des kapitalistischen Weltsystems nicht abfinden werden.
Das Gesamtprojekt G-8-Mobilisierung 2007 ist so groß und ambitioniert, dass eine Strömung oder Organisation damit überfordert wäre. Denn die bevorstehenden Aufgaben wie z.B. gemeinsame Camp-Koordination, verlässliche Absprachen, öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, internationale Mobilisierung, Öffentlichkeitsarbeit und Finanzierung werden nur gemeinsam lösbar sein.
Das Kempinksi-Luxushotel in Heiligendamm. Hier soll der G8 stattfinden.Deshalb unterstützen wir den Aufruf der Versammlung sozialer Bewegungen des Erfurter Sozialforums zu einer Kampagne gegen die Politik der G8 anlässlich ihres Gipfels im Juli 2007 in Heiligendamm. Ebenso unterstützen wir die Einladung zu einer großen Aktionskonferenz, die am 25./26. März 2006 in Rostock stattfinden wird.
Wir hoffen, dass auf dieser Konferenz die Initiativen aus allen Spektren der Linken zusammen kommen: Die lokalen Sozialforen, Erwerbslosen- und Sozialinitiativen, Antifagruppen, Flüchtlings-Initiativen, Umweltgruppen, bewegungsorientierte Linksradikale, autonome Gruppen und PGA-AktivistInnen, 3.Welt- und Kirchengruppen, attac und die no-global-Netzwerke, traditionskommunistische und trotzkistische Organisationen, Gewerkschaftsgliederungen und -jugendverbände, Linkspartei (PDS und WASG) usw. Darüber hinaus treten wir als Interventionistische Linke dafür ein, dass die Rostsocker Konferenz das Startsignal für ein großes und breites Anti-G8-Bündnis setzt, in dem alle relevanten Gruppierungen an den Vorbereitungen gleichberechtigt teilnehmen können.
Hierfür schlagen wir einen Grundkonsens vor, der um die Unterschiede wissend ein offenes Miteinander ermöglicht, nicht zu eng gefasst ist und dennoch klar Position bezieht:
• Die eindeutige Delegitimierung der G-8
• Die gegenseitige Anerkennung unterschiedlicher Aktions- und Widerstandsformen
• Ein solidarischer, verlässlicher Umgang miteinander, der verbindliche Absprachen erlaubt;
• Eine klare und offensive Abgrenzung gegenüber rechtspopulistischen und rechten Kräften.

Der Vorschlag eines großen Bündnisses schließt andere bereits bestehende Initiativen zur Gegenmobilisierung ein. Jeder Mobilisierungsansatz ist zu begrüßen. Wir denken aber, dass es zusätzlich notwendig und sinnvoll ist, tatsächlich alle Gruppen, Organisationen und Strömungen zusammenzubringen und das Experiment einer offenen und konstruktiven Zusammenarbeit zu wagen.
Die vor uns liegenden 16 Monate bis zum Gipfel werden wir für die Vorbereitung und Mobilisierung dringend brauchen. Es ist jetzt an der Zeit damit anzufangen!

Interventionistische Linke, Januar 2006

 

Aktionskonferenz Rostock

Beginn: Samstag, 25. März 2006, 14 Uhr

Ort: Goethe-Gymnasium, Goetheplatz 5, 18055 Rostock

Mehr Info: www.heiligendamm2007.de

Anmeldung: rostock@heiligendamm.org

 

Infos: www.g8-2007.de, Kontakt: info@g8-2007.de

Hamburg,  2.3.2006: G8-Veranstaltung

G8-Xtra erschienen !

Die G8-Zeitung aus dem Spektrum der "Interventionistischen Linken" ist da!

Mit Beiträgen zur Bedeutung der Gipfelproteste für die (radikale) Linke, zur Selbstverständnis-Debatte der IL, zu Erfahrungen mit vergangenen Gipfel Mobilsierungen und zur Situation in Mecklenburg-Vorpommern, wo der G8 2007 stattfinden soll.

Download als PDF (810 KB)

G8-Veranstaltung in Hamburg

Wie können wir die G-8 politisch wirkungsvoll delegitimieren? Wie neue Formen der Zusammenarbeit in der Linken ausprobieren? Schon jetzt haben sich Gruppen und Einzelpersonen zusammengeschlossen, ob in der Interventionistischen Linken (IL) oder im Dissent- Netzwerk. Wie kann zusammengearbeitet werden, wo liegen die Unterschiede?

 

2. März 19.30 Uhr, Werkstatt 3, Nernstweg 32 (S-Bahn Altona)

Anti G8 Soliparty in HH

Silly Walks + Gentleman

Am 11.2. fand in der Roten Flora der musikalische Startschuss zu der Kampagne gegen den G8- Gipfel 2007 in Heiligendamm statt. Die Soundhaudegen vom Silly Walks Movement brachen ca. 1000 BesucherInnen zum Schwitzen. Hunderte konnten leider nicht mehr reinkommen, als der special guest Gentleman um zwei Uhr die Bühne betrat. Eine der seltenen Soundsystemshows von Gentleman machte den Februar zum Wonnemonat für Reggae-LiebhaberInnen. Ein umjubelter Dance bis in die Morgenstunden hat ein erstes deutliches kulturelles Zeichen für die kommende breite Mobilisierung gegen den G8-Gipfel gesetzt.

nice up the resistance! make capitalism history!

www.avanti-projekt.de  www.g8-2007.de

Norderstedt, 31.1.2006: Das Soziale Zentrum macht weiter

SZ-Kneipentreffen im Norderstedter RathausDas Haus ist weg, der Betrieb geht weiter!

Der Abriss der alten Gebäude des SZs in der Ulzburger Straße war für die Norderstedter Linke ein Schlag ins Gesicht. Doch anstatt sich deprimiert in den eigenen vier Wänden zu verkriechen ist die Stimmung eher mit den Worten „Jetzt erst recht!“ zu beschreiben.

SZ-Kneipentreffen im Norderstedter RathausSo hat die Montagskneipe jetzt mehrfach auf dem Bauwagenplatz am Rantzauer Forstweg stattgefunden. Die Donnerstagsklause ist vorübergehend in den Linken Laden (Kleiner Schäferkamp 46) in Hamburg umgezogen. Am 25.3. beteiligt sich das SZ zudem mit einer ChillOut- Area an der Alles-fließt-Party in der Roten Flora. Und das Hausplenum findet weiterhin sonntags um 15 Uhr statt- jetzt allerdings in den Räumen des Infoarchivs (Waldstraße 41).

Auch die öffentlicheren Aktivitäten laufen weiter. So wurde anlässlich des Neujahrsempfangs der Stadt Anfang Januar eine Verleihung der „Goldenen Abrissbirne“ für Bürgermeister Grote inszeniert. Zweimal wurden zudem Kneipentreffen im Norderstedter Rathaus abgehalten (siehe Fotos). Denn auch die BesucherInnen der Fraktionssitzungen etc. sollen ja sehen, dass sich die NutzerInnen des SZs nicht so einfach aus dem Stadtbild entfernen lassen.

Abgesehen von diesen Aktivitäten bleibt das Ziel des Sozialen Zentrums auch weiterhin, wieder eigene Räume in Norderstedt zu beziehen. Um dies und andere Dinge weiter zu planen gibt es am 19.2. die nächste Vollversammlung. Wo diese stattfinden wird und was noch alles läuft findet sich wie immer unter www.soziales-zentrum.de.

Norderstedt, 30.12.2005: Soziales Zentrum abgerissen

Allen Protesten zum Trotz: Soziales Zentrum abgerissen!

Nach zehn Jahren nichtkommerzieller Kulturarbeit und linker Politik ist am vergangenen Freitag das Soziale Zentrum in Norderstedt abgerissen worden. Nachdem der Betrieb zuletzt nur auf Grundlage eines juristischen Vergleiches mit der Stadt gewährleistet war, stand für diesen Tag die Schlüsselübergabe an.

Die Übergabe war für 12 Uhr mittags verabredet. Doch bereits morgens um 8 Uhr verschaffte sich die Polizei eigenmächtig Zutritt zu den inzwischen leeren Räumlichkeiten. Nach eigenen Angaben sei ihr Ziel dabei gewesen, „die Nutzung beziehungsweise das Betreten des Gebäudes bis 12 Uhr zu ermöglichen“. Den NutzerInnen des Sozialen Zentrums wurde der Zutritt verwehrt. Erst nach zähen Verhandlungen wurde einzelnen gestattet, das Gelände zu betreten, um letzte Dinge abzutransportieren.

Zur Demonstration gegen den Abriss, die sich um 11.30 Uhr am Bahnhof Ochsenzoll traf, erschienen knapp 200 Menschen. Der Redebeitrag der Avanti Ortsgruppe Norderstedt kann hier nachgelesen werden.

Der Demonstrationszug ging dann direkt bis zum SZ, das nach wie vor von der Polizei abgesperrt wurde. Strom und Wasser waren bereits abgedreht worden. Die Polizei war mit über 100 BeamtInnen im Einsatz, die sich zum Teil sehr aggressiv gebärdeten. Nachdem Versuche trotzdem noch auf das Gelände zu gelangen scheiterten, wurde noch eine kurze Kundgebung abgehalten. Der Rest der genehmigten Demoroute wurde dann nicht mehr in Anspruch genommen und die Veranstaltung vorzeitig aufgelöst.

Wenig später kam es jedoch zu weiteren Aktionen. So formierte sich vor dem nicht weit entfernten Herold- Shopping- Center ein spontaner Demonstrationszug, der sich plötzlich durch das gesamte Einkaufszentrum bewegte. Es wurden Parolen für das SZ gerufen und Flugblätter verteilt. Polizei und Sicherheitsdienst waren viel zu überrascht, um irgendetwas verhindern zu können. Auch im Rathaus und auf der Langenhorner Chaussee sammelten sich Leute, um ihrer Wut über den laufenden Abriss Luft zu machen.

Auf diese Weise musste der LKW mit dem Abrissbagger beim ersten Versuch der Anlieferung zwar wieder umkehren. Beim zweiten Anlauf konnte dies aber nicht mehr verhindert werden und gegen 14 Uhr erreichte das Gefährt sein Ziel. Die DemonstrantInnen, die noch immer vor dem Zentrum standen, wurden unsanft beiseite gedrängt und das Trauerspiel nahm seinen Lauf. Der bis dahin lautstarke Protest der SZ- NutzerInnen wich wütender Beklommenheit. Bei Rangeleien mit der Polizei wurden noch zwei Personen vorübergehend festgenommen. Gegen 16 Uhr war von zehn Jahren alternativer Kultur und Politik dann nur noch ein Trümmerhaufen übrig.

Wie die Zukunft des Sozialen Zentrums aussieht, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Auch über die Avanti-Homepage werden wir Euch darüber auf dem Laufenden halten.

Die SZ-Vereinskneipe findet weiterhin jeden Donnerstag ab 20 Uhr statt - und zwar im "Linken Laden", Schäferkamp 26, Hamburg

Weitere Informationen gibt es zudem unter www.soziales-zentrum.de und www.infoarchiv-norderstedt.org

 

12.12.2005: Flugblatt-Zeitung zur politischen Situation nach der Bundestagswahl

Gegen die Politik der Großen Koalition:

In Bewegung kommen !

Die Wahl ist gelaufen und die Große Koalition hat die Regierungsgeschäfte übernommen. Im Koalitionsvertrag werden die nächsten Schritte des Sozialabbaus offen benannt: Der Kündigungsschutz wird so weit aufgeweicht, dass es seiner Abschaffung gleichkommt. Mit der Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte zum 1.1.2007 soll der Staatshaushalt auf Kosten der Menschen mit geringen und mittleren Einkommen saniert werden. Die so genannte „Reichensteuer“ ist dagegen eine reine Alibi-Maßnahme. Denn sie bleibt bedeutungslos gegenüber den massiven Steuergeschenken an die großen Firmen und Privatvermögen, mit denen die öffentlichen Haushalte in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten erst arm gespart worden sind.

Aber die Periode der Großen Koalition muss keine düstere Zeit des politischen Stillstands sein. Im Gegenteil: Es erweitert sich unser Spielraum und es verbessern sich die Chancen für eine nachhaltige Stärkung außerparlamentarischer, widerständiger, rebellischer Bewegung von links. Also, wir sehen uns in den kommenden vier Jahren: In den Debatten, auf den Strassen, auf den Barrikaden – Los geht’s!

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Die Flugbatt-Zeitung als PDF (768 KB)

Mobilisierung gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 beginnt

NO G8 2007:

Diskutieren, Protestieren, Umzingeln, Blockieren

Zum Sozialforum in Deutschland (21. - 24.7.2005 in Erfurt) veröffentlichen mehrere Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen, die sich unter der vorläufigen Bezeichnung "Interventionistische Linke" zusammen geschlossen haben, einen Aufruf, ein breites Vorbereitungsbündnis aus allen Strömungen der linken sozialen Bewegungen und Organisationen zu schaffen. Darin heißt es u.a.:

"Die G-8-Gipfel sind daher immer wieder zu Kristallisationspunkten für Protest und Widerstand geworden. Und sie sind Anlass für grundlegende Fragen: Wie sieht die Welt aus, die der globalisierte Kapitalismus und seine Galionsfiguren geschaffen haben? Sind nicht Kriege, Armut und Umweltzerstörung die Folge der Herrschaft der wirtschaftlich Mächtigen über die Vielzahl der Ohnmächtigen? Sind nicht eine andere Welt und eine andere Globalisierung möglich und längst überfällig, die aufbauen auf Solidarität, sozialer Gerechtigkeit und Emanzipation? (...)

Wir wollen für den Vorschlag werben, dass unter möglichst großer Beteiligung ein Bündnis gegen den G-8 in Heiligendamm gebildet wird. Wir werden uns darum bemühen, dass es schon Anfang 2006 eine breit getragene Einladung dazu gibt und hoffen auf ein bewegungsorientiertes, basisdemokratisches Bündnis, das auch den politischen Raum schafft, die unterschiedliche Praxis aller Beteiligten in der Einheit der Kritik wirkungsvoll zu entfalten. "

Den vollständigen Text und eine Liste der UnterstützerInnen findet Ihr hier: www.g8-2007.de

Hamburg, 10./11.5.2005: Summer of Resistance

Studierendenproteste -
Eskalation durch Polizei und Unileitung

In den letzten beiden Tagen kam in Hamburg zu einer weiteren massiven Eskalation bei den stärker werdenden Studiprotesten. Bei einer friedlichen Blockade der Univerwaltung kam es am Dienstag (10.5.) zu willkürlichem Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz der Polizei. Die Unileitung rief aufgrund einer vermeintlichen Nötigung durch Sitzblockaden die Polizei, die sofort massiv einschritt und 54 Studierende festnahm. Angesichts der offensichtlichen Nötigung - durch die geplante Einführung von 500 Euro Studiengebühren - ist dies der blanke Hohn!

Später kam es zu Jagdszenen im ganzen Unigelände. Ein Student wurde gejagt, überwältigt und verletzt, danach jedoch freigelassen, da ihm gar nichts vorgeworfen wurde. Der Anmelder der anschließenden Kundgebung wurde mitten aus der Kundgebung brutal festgenommen - ebenfalls unter fadenscheinigen Gründen. An einer anschließenden spontanen Demonstration zur Wissenschaftbehörde beteiligten sich über 2000 StudentInnen. Auch Avanti- Projekt undogmatische Linke nahm an den Aktivitäten teil.

Am gestrigen Mittwoch (11.5.) fand erneut eine Blockade des Hauptgebäudes statt, über 500 AktivistInnen beteiligten sich daran. Eine Demonstration gegen den Polizeieinsatz vom Vortag wurde den ganzen Tag unter fadenscheinigen Gründen verboten. Angeblich hätten etliche Hundertschaften (darunter zahlreiche Beweisicherungs- und Festnahmeeinheiten, auch aus S-H) nicht ausgereicht - und der Verkehr hätte Vorrang. In Hamburg verkommt das Demonstrationsrecht zunehmend zur Farce. Der AStA der Universität bereitet eine Klage gegen diese Aushöhlung elementarer Grundrechte vor.

Was die Univerwaltung von der allgemeinen Gültigkeit und Unverwirkbarkeit von Grundrechten hält, machte sie in einer Presseerklärung klar: "Wer die Rechte anderer verletzt, kann sich nicht auf den Schutz von Grundrechten berufen". Herr Unipräsident: This is not Guantanamo! Für eine kämpferische Studierendenbewegung!

2.6.2005 - nächste überregionale Norddemo in Hannover

Mehr Infos: www.norddemo.de.vu

London, 15.10. - 17.10.2004: Europäisches Sozialforum

Demo-4.jpg (52932 Byte)SMASH CAPITALISM

Im Rahmen des NORDEUROPÄISCHEN ANTIKAPITALISTISCHEN NETZWERKS (NEAN) hat sich AVANTI aktiv an der Vorbereitung und Durchführung von Seminaren und Workshops in London beteiligt.

Hier die Dokumente, die wir schon im Vorfeld des ESF hier auf der Seite hatten: