ANTIFA: Texte zur antifaschistischen Politik von AVANTI

Kiel, 28.11.2009: Antifaschistischer Stadtteilrundgang

Wir laden ein zu einem

Antifaschistischen Stadtteilrundgang in Kiel- Gaarden

am 28. November 2009, 11 Uhr, Treffpunkt: Bahide-Arslan-Platz (Ecke Kaiserstrasse/Wikingerstrasse

Anhand ausgewählter Beispiele berichtet Eckhard Colmorgen vom Arbeitskreis zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein (AKENS) über die sozialen und politischen Verhältnisse während der Weimarer Republik und die vielfach in Vergessenheit geratenen antifaschistischen Widerstandsaktivitäten
seitens der Arbeiterschaft während der NS-Diktatur. Der Stadtteilrundgang dauert ca. 2 Stunden. Der Unkostenbeitrag beträgt 2 Euro.
Eine gemeinsame Veranstaltung des Arbeitskreises zur Erforschung des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein e. V. (http://www.akens.org) und Avanti - Projekt undogmatische Linke

8. Dezember 2009: Veranstaltung zu Blockaden in Hannover

Recht auf Blockaden

Heiligendamm / Strasbourg / Köln / Lüneburg / Jena / Leipzig / Friedland...
- und was ist mit dem Naziaufmarsch in Dresden?

Blockaden sind in aller Munde. Immer waren die Überlegungen dazu so umstritten wie die Abläufe und Ergebnisse. Blockaden finden als Mittel des Widerstands in einer Grauzone des bürgerlichen Rechtes statt. Polizei und Justiz reagieren teils sehr heftig um diese Widerstandsform zu unterbinden oder ins Leere laufen zu lassen. Was gibt es bundesweit für Erfahrungen und wie sehen die rechtlichen Konsequenzen aus? Sind Blockaden eine Erweiterung von Protestformen und warum sind sie kein „bürgerlicher Scheiß“?

 

Veranstaltung in Kooperation mit der Roten Hilfe OG Hannover, es sprechen:

  • Peer Stolle Rechtsanwalt/Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e. V. (RAV)
  • Avanti Hannover (No Pasarán! - Bündnis gegen den Aufmarsch in Dresden)

8. Dezember 2009 19.00 Uhr - IG Metall Hannover - Postkamp 12

Dresden, 6.11.2009: Aktiv werden gegen den Nazi-Aufmarsch im Februar 2010

Aktionskonferenz am 6./7. November 2009 in Dresden

Erneut planen Nazis aus ganz Deutschland und Europa im Februar 2010 zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens aufzumarschieren.

Erfreulicherweise ist es 2009 gelungen, mehr Menschen als in den Jahren davor zu Gegenaktivitäten zu mobilisieren. Unerfreulich hingegen ist die Tatsache, dass es keine ausreichende Zusammenarbeit zwischen den antifaschistischen Bündnissen gab. Auch deshalb konnte der Aufmarsch weder be- noch verhindert werden.

Die Erfahrung zeigt, dass spektrenübergreifende Zusammenarbeit ein Mittel ist, um wirksam gegen Nazis vorzugehen. Auf der Aktionskonferenz wollen wir gemeinsam Strategien entwickeln, um den Großaufmarsch der rechten Szene in Dresden zu verhindern.

Die Aktionskonferenz wird veranstaltet vom bundesweiten Bündnis NoPasarán!

Hamburg, 6.10.2009: Prozess gegen Nazigegner eingestellt

+++Anklage gegen einen Antifaschisten in sich zusammengebrochen+++ Verfahren endete mit einer Einstellung zu Lasten der Staatskasse+++ Verteidigung fordert Eröffnung eines Verfahrens gegen die Nazis+++

Skurrile Züge trug der Prozess beim Amtsgericht St. Georg am 6. Oktober.
Angeklagt wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung war der Antifaschist Jonas B. aus Hamburg. Am 7. März 2009 soll er laut Anklageschrift zusammen mit anderen einen Informationsstand der NPD in Billstedt umgeschmissen und den Standanmelder Raphael N. angegriffen und zu Boden gerissen haben.

Schon bei der ersten Zeugenvernehmung fiel die Anklage wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Der Hauptbelastungszeuge Raphael N. verwickelte sich fortwährend in Widersprüche und musste im Verhör der Verteidigung letztlich eingestehen, dass weder der NPD-Stand umgefallen war, noch er während der Auseinandersetzung zu Boden gegangen war. Stattdessen hatte er seine Schlagschutzhandschuhe (passive Bewaffnung) benutzt, um die AntifaschistInnen am Näherkommen zu hindern. Damit widersprach er seiner ursprünglichen Aussage bei der Polizei und machte sich endgültig unglaubwürdig. Auch der zweite Belastungszeuge, ein Polizeibeamter, musste in der detaillierten Befragung wesentliche Teile seiner bisherigen Aussagen zurücknehmen.

Kein Wunder, hatte die Anklage mit dem tatsächlichen Vorkommnissen im März doch wenig zu tun. Die Einsatzleitung der Polizei hatte sich dazu entschieden, den NPD-Infostand samt 25 Nazischlägern weiträumig abzusperren. Als Jonas B. sich zusammen mit 3-4 anderen Personen dem NPD-Stand näherte, wurden er und die anderen umgehend von einer Übermacht von Nazis angegriffen. Der Mitangeklagte Antifaschist Torgen R. wurde dabei von Raphael N. angegriffen und im Gesicht verletzt. Die Polizei ging erst mit Verzögerung dazwischen und nahm nicht die Nazischläger, sondern ihre GegnerInnen in Gewahrsam.

„Es war fahrlässig, dass die Einsatzleitung in Billstedt entschieden hatte, die Nazis unbewacht auf dem Platz schalten und walten zu lassen.
Es ist aber ein noch größerer Skandal, dass heute nicht die Nazischläger auf der Anklagebank sitzen, sondern antifaschistisches Engagement angeklagt wird.“ so Jonas B. in seiner Prozesserklärung. „Vor der Bundestagswahl haben Politikerinnen und Politiker wieder dazu aufgerufen „Zivilcourage“ gegen Rechts zu zeigen. Doch wer diesem Aufruf nachkommt, wird als Störer oder sogar Krimineller wahrgenommen.“

Das Verfahren wurde daraufhin vor Ablauf der vollständigen Zeugenvernehmung nach § 153 zu Lasten der Staatskasse wegen Geringfügigkeit eingestellt. Auch die Kosten der Verteidigung übernimmt nun die Staatskasse. In seiner Begründung machte der Richter deutlich, dass Antifaschistisches Engagement ehrenhaft sei und es in einem nichtpolitischen Prozess ohnehin nie zu einer Anklage gekommen wäre.

Nicht genug war die Einstellung der Verteidigung, die noch im Prozess die Hamburger Staatsanwaltschaft aufforderte, ein Strafverfahren gegen die Nazi-Schläger einzuleiten.

Berlin, 26./27. September 2009: Zusammen gegen die NPD!

Anti NPD LKW Tour +++ KONZERT+Kundgebung

Bei den jüngsten sächsischen Landtagswahlen ist der NPD zum ersten Mal ein Wiedereinzug in ein Parlament gelungen. Trotz Stimmenverlusten trägt
dieses Ergebnis zur Stabilisierung ihrer Strukturen bei, denn neben Wahlkampfkosten kann die Partei jetzt auch hundertausende Euro für eine parteinahe Stiftung beantragen.
Anfang September wurde in Südbaden bei einer Hausdurchsuchung scharfe Waffen, Chemikalien und Zubehör zum Bombenbau gefunden. Ein Funktionär der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten wurde dabei festgenommen. Laut Informationen der Freiburger Antifa waren weitere NPD-Mitglieder bei der Beschaffung der Bombenbauteile beteiligt.

Diese Beispiele geben einen Eindruck vom Doppelcharakter der neofaschistischen Partei. Einerseits fungiert die NPD als Gravitationszentrum der
extremen Rechten. Sie arbeitet als legales politisches Projekt und bildet Strukturen, durch die ihre Mitglieder langfristig gebunden werden. Diese sind in
einigen Regionen lokal stark verankert. Andererseits bildet sie eine Schnittstelle zwischen gewalttätigen Nazis und Schreibtischtäter_innen.

In Wahlkampfzeiten treten NPD-Aktivist_innen durch Infotische, Kundgebungen und Hetzkampagnen massiv auf. Um den Nazis diese Räume zu nehmen hat sich die Kampagne „Zusammen gegen die NPD“ gegründet: Mit Propagandamaterial Müllsäcke füllen, Plakate verschönern, Aufmärsche blockieren und mit Musik und Flugblättern vor den Türen der Nazis auftauchen.

KUNDGEBUNG: SA., 26.09.09: 14 Uhr, Mandrella-Platz Köpenick:

Beiträge gegen die NPD, Ausstellung zur Geschichte des Neofaschismus und Musik von Esther Bejarano und Microphone Mafia.

PARTY: SA., 26.09.09 22 UHR:

Markgrafendamm 24c (S-Ostkreuz) mit: -iaac- (stromperlen, ://about blank), Eule (fusion), anja zaube (b.i.m.), paroid

Wahlabend: So., 27.09. 17 Uhr: Festsaal Kreuzberg:

Schlecht abgeschnitten: Prognosen, Hochrechungen und Wahlanalyse, ExpertInnengespräch zum Abschneiden der NPD

Hannover, 12. September 2009: Aktionen gegen Naziaufmarsch

Stand zum 12.9.2009

Mittlerweile stehen die Route der bunt-statt-braun-Demo und die Route des Naziaufmarsches fest. Die Route der Nazis bleibt unverändert: Braunschweiger Platz – Marienstraße – Berliner Allee – Kestnerstraße – Stadtstraße – Bultstraße – Braunschweiger Platz.

Die bunt-statt-braun-Demo startet, wie geplant am Klagesmarkt, wo ab 10.30 Uhr die Auftaktkundgebung stattfindet. Die Auflagen der Polizei beinhalten allerdings, dass der Demozug frühestens um 11.30 Uhr vom Klagesmarkt losgehen darf. Die Demo nimmt dann folgende Route: Otto-Brenner-Straße - Brühlstraße - Leibnizufer - Friederikenplatz - Friedrichswall - Karmarschstraße - Leinstraße - Breite Straße - Aegidientorplatz - Friedrichswall - Trammplatz.

Außerdem gibt es drei Infostände der Linken zur Bundestagswahl in der Nähe der Naziroute. Sie befinden sich an der Großen Düwelstraße 28, an der Ecke Große Düwelstraße/Rautenstraße/Am Südbahnhof und an der Ecke Berliner Allee/Gellertstraße vor dem Bahndamm. Alle die Lust haben zu diskutieren sind zu den Ständen eingeladen. Die Infostände sind zum Teil so nah an der Strecke der Nazis, das ein lauter, entschiedener Protest von ihnen gehört werden wird. In der Südstadt selbst hat sich inzwischen ebenfalls Protest organisiert, zahlreiche Aktionen sind dort geplant.

Treten wir den Nazis am 12. September gemeinsam entgegen!

 

Blockadetrainings sind der Polizei ein Dorn im Auge

Bereits im April wurde in Hannover versucht, ein öffentliches Aktionstraining mittels zahlreicher Auflagen zu kriminalisieren. Gegen diese Auflagen hat der Anmelder inzwischen Klage eingereicht.

Auch für das jüngste öffentliche Aktionstraining am 30.8.2009 - im Vorfeld des geplanten Naziaufmarsches am 12. September in Hannover - wurden ähnliche Auflagen erteilt: "Probeblockaden" oder "das szenische Wegtragen" von Leuten sollten demnach also verboten sein, da sie als "Einübung von Straftaten" eingeordnet wurden. Unser Eilantrag gegen diese Auflagen wurde vom Verwaltungsgericht abgelehnt. Trotzdem kamen am Sonntag AntifaschistInnen in Hannover zusammen. Die Auflagen wurden eingehalten, stattdessen probten die Anwesenden unter den Augen der Polizei, wie man Polizeiketten durchfließen kann, ohne das es zu einer Konfrontation kommt. Die Aktion machte Spaß und half gleichzeitig, Ängste abzubauen.

Gemeinsam werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 12. September den Nazis entgegentreten.

Die Polizei versucht die Blockaden nicht deshalb zu behindern, weil sie tatsächlich gefährlich wären. Sie versucht sie zu behindern, weil sie erfolgreich sind. Wie letztes Jahr in Köln und Jena oder dieses Jahr in Lüneburg.

Hamburg, 29.4.2009: Gemeinsame Broschüre von ver.di und Avanti:

„Die Reihen fest geschlossen“

NEU: Broschüre über die Hamburger NPD jetzt als PDF-Download!

Der Hamburger NPD kommt in der bundesweiten Struktur durch die beiden Mitglieder des Bundesvorstandes Thomas Wulff und Jürgen Rieger eine besondere Bedeutung zu. Der Hamburger Landesverband der NPD ist einer der radikalsten überhaupt. Hier ist es der Partei gelungen, auch das militante neofaschistische Spektrum mit einzubinden. 

Die nun vorliegende Broschüre, gemeinsam erarbeitet von Avanti und ver.di, soll einen Beitrag dazu leisten, über die Entwicklungen, Hintergründe und das Umfeld der NPD in Hamburg aufzuklären. Neben der Auseinandersetzung mit Weltbild und Programmatik, sowie den Strategien der Partei, werden in der Publikation auch Verbindungen innerhalb des extrem Rechten Lagers aufgezeigt, die in der Öffentlichkeit oftmals nicht thematisiert werden.

Auf 112 Seiten werden darüber hinaus unterschiedliche antifaschistische Strategien und das Für und Wider eines NPD-Verbotes diskutiert. Außerdem wird die Totalitarismus-Doktrin einer grundsätzlichen Kritik unterzogen und die häufig praktizierte Gleichsetzung von linken und rechten "Extremisten" widerlegt. In diesem Zusammenhang wird auch die Arbeit des Verfassungsschutzes delegitimiert. Letzteres führte schon zu heftigen Reaktionen von konservativer Seite auf die gemeinsame Herausgabe der Broschüre von verdi und Avanti. Wer sich selbst ein Bild machen möchte kann die Broschüre kostenlos über linke Buchhandlungen, Infoläden oder bei der Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg beziehen.

Berlin, 18.7.2009: Antifa-Demo gegen Nazigewalt in Friedrichhain

Demo gegen brutalen Naziübergriff

Am frühen Sonntagmorgen (12.7.) verletzten vier Neonazis einen 22jähirgen Neuköllner am S-Bhf. Frankfurter Allee lebensgefährlich. Die Neonazis pöbelten willkürlich Passanten an, die sich im Gang zwischen S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee befanden. Schlugen und traten um sich. Bis sie letztlich in dem 22-jährigen linken Jugendlichen, der auf dem Weg zur S-Bahn war, ihr Opfer fanden. Auf diesen prügelten die vier Männer so lange ein, bis er das Bewusstsein verlor.

Bündnis-Demonstration gegen Nazi-Terror in Friedrichshain:
Samstag, 18. Juli 2009, 18.00 Uhr, Bersarin Platz

Berlin, Mittwoch, 1.Juli 2009 ----- Antifa – Informationsveranstaltung

Freizeit für die Antifa ?

Die NPD – Finanzskandal, Machtkämpfe, Neuausrichtung ? Perspektiven antifaschistischer Intervention

Podiumsdiskussion mit:

  • Andreas Speit (Journalist&Autor)
  • Fabian Große (Kampagne „Alles muss man selber machen“)
  • Michaela Sommer (Avanti-Projekt undogmatische Linke)

Die NPD hat sich in den letzten Jahren zum Gravitationszentrum der extremen Rechten entwickelt. Der rasche Aufstieg zu einem auch wahlpolitisch erfolgreichen Projekt hat jedoch zu zahlreichen Fraktionierungen und Machtkämpfen geführt, welche die Partei momentan erschüttern. Der Parteichef Vogt steht nicht nur aufgrund des hausgemachten Finanzskandals unter innerparteilichem Druck. Schon mutmaßt Innensenator Körting: „Ob die NPD dieses Desaster überleben wird, bleibt abzuwarten ?“

Statt abzuwarten wollen wir jedoch nachsetzen. Weder die Bundestagsverwaltung, noch die internen Machtkämpfe werden die NPD beerdigen. Die NPD steht im Superwahljahr 2009 vor wichtigen Landes- und Kommunalwahlen. Erfolge hierbei könnten den brüchigen Kitt zwischen Kameradschaftsmilieu und Altkadern erneuern, oder eine neue Hegemonie in der Partei herstellen. Unsere Referent_innen werden zunächst einen Überblick über die aktuelle Lage der NPD geben und ihre politische Strategie im Jahr der Krise und der Wahlkämpfe skizzieren. Danach werden wir Kampagnen gegen die NPD vorstellen.

Mittwoch 01. Juli / 19:30 / Festsaal Kreuzberg

www.zusammen-gegen-die-npd.de +++ www.selbermachen.tk +++ www.avanti-projekt.de

Kiel, 5.6.2009: Demonstration gegen Nazigewalt

Nazigewalt in Kiel: Es geht uns alle an!

In der Nacht vom Freitag 29.5. auf Samstag, 30.5. wurden sowohl in dem Wohnprojekt „Dampfziegelei“ in der Wik als auch in dem Wohnprojekt/Kommunikationszentrum Hansastr.48 zum wiederholten Male Scheiben eingeworfen.

Im Umfeld dieser Projekte kommt es zu Bedrohungen und Einschüchterungsversuchen durch teilweise bewaffnete Neonazis. Seit 1 ½ Jahren häufen sich derartige Angriffe, mit denen sich die faschistische „Aktionsgruppe Kiel“ teilweise im Internet brüstet. Stadtteilübergreifend betrifft es unter anderen auch die Alte Meierei, den Buchladen Zapata, das Café Exlex und andere Orte, die nicht in das beschränkte Weltbild der Nazis passen.

Noch beängstigender sind die brutalen Überfälle auf Privatpersonen in ihren eigenen Wohnungen oder - wie unlängst auf einen Tänzer der Kieler Oper - auf offener Straße!

Zu glauben, es handele sich dabei um Auseinandersetzungen zwischen „linken- und rechten Chaoten“, ist falsch und verharmlost eine schleichende Entwicklung rassistisch-faschistischer Aktivitäten in dieser Stadt. Diese Gewalt durch die Nazis und ihre zunehmende und dauerhafte Präsenz u.a. durch Flugblattverteilungen in der Kieler Innenstadt geht uns alle an. Diese Leute bedrängen Menschen aufgrund ihres Äußeren, ihrer Herkunft, ihrer Denk- oder Lebensweise. Sie haben allen alternativen, bunten und pluralistischen Menschen in dieser Stadt den Krieg erklärt. Nazi-Gewalt geht uns alle an!

Deshalb rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger Kiels auf, aktiv in ihrem Umfeld, am Arbeitsplatz, in der Schule und in der Freizeit gegen rassistische und ausgrenzende Äußerungen und Handlungen Stellung zu beziehen, und betroffenen Menschen beizustehen.

Für eine Welt voller vielfältiger Lebensweisen, für ein buntes und friedliches Kiel!

Demonstration: *Schluss mit der Nazi-Gewalt*, Freitag, 5 Juni, 17.00 Uhr, Treffpunkt Hansastraße 48

Hamburg, 5.6.2009: Vorstellung der Kampagne "Alles muss man selber machen"

"Alles muss man selber machen..."

Die Kampagne "Alles muss man selber machen" stellt sich vor: Ziel der Kampagne ist es, einen dauerhaften, breiten und vielfältigen Protest gegen die Aktivitäten der NPD in der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes 2009 zu ermöglichen.

Dafür wird es außerdem einen kurzen Überblick über derzeitige Entwicklungen der NPD anhand der aktuell veröffentlichten Broschüre "Die Reihen fest geschlossen.." Anatomie der Hamburger NPD und ihres Umfeldes" geben.

Freitag, 05.06.2009 im Antifa Cafe in der Hafenvokü Hafenstraße 116, open 19.00 Beginn 20.00.

www.selbermachen.tk // www.antifacafehamburg.blogsport.de

Pinneberg, 6.6.2099: Gemeinsamer Aufruf zu Aktionen gegen den Naziaufmarsch

No future for the Krauts - Keine Zukunft für Nationalismus

Am 6. Juni 2009 wollen Nazis in Pinneberg einen Aufmarsch unter dem rassistischen Motto "Unser Signal gegen Überfremdung" durchführen. Der Anmelder Thomas Wulff, bekannt als NPD-Mitglied und Gründer des Neonazi-Aktionsbüros-Norddeutschland. Dies soll die Auftaktveranstaltung zu einer jährlichen Aufmarschserie in Norddeutschland unter der Parole "Tag der deutschen Zukunft" sein.

"Tag der deutschen Zukunft"

Hinter dieser harmlosen Parole steckt jedoch eine völkisch-rassisistische Ideologie. Dieses Gedankengut, welches die Nazis an den Tag legen, wird nicht etwa nur von ihresgleichen vertreten, sondern reicht auch bis zur Mitte der Gesellschaft. Es werden Menschen zu einer Kultur zugehörig gezählt und zu einem "Volk" erklärt. Dieses "Volk" definiert sich durch eine Abstammungsgemeinschaft, auf welcher die "Blut-und-Boden-Theorie" der Nazis aufbaut. Den Zugehörigen dieses "Volkes" werden gemeinsame Interessen unterstellt, die sie gegenüber anderen Menschen verteidigen müssten. Dazu zählt, dass das "Volk" ein bestimmtes Gebiet als ihre Heimat definiert und das Recht beansprucht anderen Menschen das Leben in diesem Gebiet zu verwehren.
Auf dieser, auf Hirngespinsten basierenden Theorie, baut das heutzutage vorherrschende Nationalstaatensystem und somit auch die Abschiebepolitik Deutschlands und ganz Europas auf. In der Gesellschaft wird diese Ideologie immer wieder reproduziert, wie in der "Du bist Deutschland"
Kampagne oder bei den Feierlichkeiten zum "Tag der deutschen Einheit".

Die Konstrukte von "Volk und Nation" erscheinen im Alltag als etwas natürliches. Dies ist allerdings ein Irrtum, denn es handelt hier um von der Gesellschaft geschaffene Kategorien, die ihren Einfluss auf die Realität dadurch gewinnen, dass sie täglich von ihr reproduziert werden. Es wird ein "wir" herbeigeredet, wo kein "wir" ist, um damit andere Hierarchien durchzusetzen, wie zum Beispiel das kapitalistische Lohnsystem, sowie patriarchale und rassistische Machtstrukturen. Diese Konstrukte, gilt es zu kritisieren und zu dekonstruieren, anstatt ihnen noch mehr Bedeutung zuzusprechen, wie die Nazis es mit ihrer Ideologie tun.

Warum in Pinneberg?

In der Vergangenheit gab es immer wieder aktive Nazigruppierungen im Kreis Pinneberg. Wie zum Beispiel die FAP Bundesgeschäftsstelle in Halstenbek, diese bestand bis zu ihrem Verbot 1995. Darauf folgte die Kameradschaft Pinneberg, von der ein kleiner Teil später als "Combat 18 Pinneberg" agierte. Dieser wurde 2005 verboten, da "C18" Strukturen des verbotenen Neonazi-Netzwerks "Blood&Honour" weitergeführt hat. Parallel entstand eine Gruppierung, welche sich "Kameradschaft Elbmarsch" nannte und bei vielen Nazigroßevents beteiligt war, wie z.B. dem Rudolf-Heß-Marsch in Wunsiedel 2002. Inzwischen sind die Aktivitäten der Gruppe jedoch nahezu eingeschlafen. Seit diese Gruppen nicht mehr aktiv sind, gab es immer wieder Versuche neue Strukturen in Pinneberg zu etablieren. So wurde im Sommer 2007 zur Gründung einer neuen Kameradschaft aufgerufen, woran auch Personen der ehemaligen "Kameradschaft Elbmarsch" beteiligt waren. Dieser Versuch hatte keinen Erfolg, da mit vielen antifaschistischen Aktionen geantwortet wurde, wie zum Beispiel einer antifaschistischen Demonstration am 1.3.2008 durch die Pinneberger Innenstadt. Die Nazidemo am 6.6.2009 sehen wir als einen erneuten Versuch Nazistrukturen im Kreis Pinneberg zu etablieren.

The show must go on...

Am 6.6.2009 wollen wir den Nazis zeigen, dass wir als Antifaschist_innen und Antirassist_innen für eine Welt eintreten,in der die Menschen ohne Nationen und Hierarchien zusammenleben. Wir sprechen uns für ein uneingeschränktes Bleiberecht für Flüchtlinge aus, dem vollen Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Arbeitsmarkt. Es ist notwendig Rassismus am Arbeitsplatz, in der Schule und in der Freizeit entgegenzutreten.

Wir wollen an diesem Tag keine "National befreite Zone" in Pinneberg, die von der Polizei durchgesetzt wird, sondern rufen zu vielfältigen, direkten Aktionen gegen den Naziaufmarsch auf. Wenn sich Faschist_innen zusammenrotten, um ihre Hetze in die Öffentlichkeit zu tragen, hat dies nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun, wie so oft von bürgerlicher Seite behauptet wird. Stattdessen stellt dies eine Bedrohung für jede Form von emanzipatorischer Politik und für alle Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen können, oder wollen, dar. Zeigen wir den Nazis ein für allemal, dass sie weder hier, noch anderswo ihr menschenverachtendes Weltbild zur Schau tragen dürfen! Wir lassen uns auch nicht von der Polizei vorschreiben, wann und wo wir unseren Protest auf die Straße bringen!

Wir wollen an diesem Tag keine "National befreite Zone" in Pinneberg, die von der Polizei durchgesetzt wird, sondern rufen zu vielfältigen, direkten Aktionen gegen den Naziaufmarsch auf. Beteiligt euch an den Gegenaktionen zum Naziaufmarsch und informiert euch über den aktuellen Stand der Gegenmobilisierung!

Bündnisdemo, 11.30 Uhr, Bahnhof Pinneberg

Letzte Info: Das Verbot des Naziaufmarsches in Pinneberg wurde gestern, am 02.06., aufgehoben. Gemeinsamer Treffpunkt zur Anreise aus Hamburg ist eine Stunde vor Beginn der Nazi-Demo am Bahnhof Sternschanze. Die genaue Abfahrtszeit geben wir bekannt, wenn klar ist, wann die Nazi-Demo beginnt.
 

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Unterstützer_innen:

Antifa Pinneberg | Antifa Elmshorn | Antifaschistische Gruppen Hamburg | Autonome Antifa-Koordination Kiel | Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen | [ahoj] offenes antifaschistisches Jugendplenum Hamburg | Avanti -- Projekt undogmatische Linke, Hamburg | [aujah] autonome-jugendantifa-hamburg | Antifa Rendsburg | bremen.antifa.net

Hamburg, 29.4.2009: Gemeinsame Broschüre von ver.di und Avanti:

„Die Reihen fest geschlossen“

Anatomie der Hamburger NPD und ihres Umfeldes

Der Hamburger NPD kommt in der bundesweiten Struktur durch die beiden Mitglieder des Bundesvorstandes Thomas Wulff und Jürgen Rieger eine besondere Bedeutung zu. Der Hamburger Landesverband der NPD ist einer der radikalsten überhaupt. Hier ist es der Partei gelungen, auch das militante neofaschistische Spektrum mit einzubinden. 

Die nun vorliegende Broschüre, gemeinsam erarbeitet von Avanti und ver.di, soll einen Beitrag dazu leisten, über die Entwicklungen, Hintergründe und das Umfeld der NPD in Hamburg aufzuklären. Neben der Auseinandersetzung mit Weltbild und Programmatik, sowie den Strategien der Partei, werden in der Publikation auch Verbindungen innerhalb des extrem Rechten Lagers aufgezeigt, die in der Öffentlichkeit oftmals nicht thematisiert werden.

Auf 112 Seiten werden darüber hinaus unterschiedliche antifaschistische Strategien und das Für und Wider eines NPD-Verbotes diskutiert. Außerdem wird die Totalitarismus-Doktrin einer grundsätzlichen Kritik unterzogen und die häufig praktizierte Gleichsetzung von linken und rechten "Extremisten" widerlegt. In diesem Zusammenhang wird auch die Arbeit des Verfassungsschutzes delegitimiert. Letzteres führte schon zu heftigen Reaktionen von konservativer Seite auf die gemeinsame Herausgabe der Broschüre von verdi und Avanti. Wer sich selbst ein Bild machen möchte kann die Broschüre kostenlos über linke Buchhandlungen, Infoläden oder bei der Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Landesbezirk Hamburg, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg beziehen.

Hannover, 1. Mai 2009: Nazi umzingeln und blockieren!

Block it!

Am 1. Mai 2009 wollten in Hannover bis zu 1.000 Neonazis der »Freien Kameradschaften« mit der NPD aufmarschieren.

Es gibt nichts zum Umzingeln - wir feiern den 1. Mai!

Nachdem der für den 1. Mai in Hannover angemeldete Naziaufmarsch endgültig verboten bleibt, freut sich das Umzingelungsbündnis, sich nun den eigentlichen Anliegen am 1. Mai widmen zu können.
„Nicht zuletzt ist das Verbot des Aufmarsches auf die Einigkeit, Entschlossenheit und Solidarität innerhalb des Bündnisses zurückzuführen.“ sagt Maria Bergner, Pressesprecherin des Umzingelungsbündnisses. Politische und juristische Entscheidungen können nicht ohne das gesellschaftliche Klima betrachtet werden, in dem sie getroffen werden. Das Umzingelungsbündnis hat in den letzten Wochen eine Situation geschaffen, in der die Durchführung des Naziaufmarsches auf entschlossenen, breiten Widerstand gestoßen wäre.
„Heute hat sich gezeigt, wie wirkungsvoll es sein kann, selbst aktiv zu werden, entschlossen und solidarisch zusammen zu arbeiten. Wir danken allen – ab groß, klein, dick und dünn dafür."
Das Umzingelungsbündnis ruft nun dazu auf, sich an den traditionellen Sternmärschen, die am Lister Platz und am Freizeitheim Linden jeweils um 9:30 Uhr beginnen, zu beteiligen. Auf dem Sternmarsch vom Lister Platz wird es einen antifaschistisch-antikapitalistischen Block geben.

Lübeck, 28.3.2009: We can stop it!

3000 gegen Nazi-Aufmarsch in Lübeck - Route verkürzt!

Aus der "Ersten, groben Einschätzung" auf www.wirkoennensiestoppen.de:

 

(...) Wir sind mit der Mobilisierung von über 3000 Menschen, die an verschiedenen Orten gegen den Nazi-Aufmarsch protestiert und Widerstand geleistet haben, zufrieden und bedanken uns herzlich bei allen, die heute auf die Straße gegangen sind. (...) Aufgrund der antifaschistischen Aktionen vor dem Bahnhof, vor allem aber im und hinter Bahnhof sowie natürlich entlang der Nazi-Route, hätte die Polizei heute die Möglichkeit gehabt, den Nazi-Aufmarsch abzublasen. Stattdessen hat sie sich dafür entschieden, den Nazis mit Gewalt den Weg zu bahnen. (...) Der Tag verlief bis zu dem Zeitpunkt friedlich, bis Polizeikräfte im Lübecker Hauptbahnhof den Versuch von AntifaschistInnen, den Hinterausgang des Bahnhofes zu blockieren, mit Pfefferspray, Schlagstöcken und Fausthieben vereitelten. Diese Strategie der Unverhältnismäßigkeit setzte sich am Nachmittag an verschiedenen Plätzen fort: Näherten sich AntifaschistInnender Nazi-Route wurden sie in mehreren, wenn nicht sogar in den meisten Fällen von der Polizei angegriffen. (...) Trotz des massiven Polizeieinsatzes war der antifaschistische Widerstand entlang der Nazi-Route groß genug, um die Nazis von ihrer Route abzubringen! Die gerade einmal 200 Nazis (im letzten Jahr waren es noch deutlich mehr) konnten nicht auf die Schönböckener Straße, sondern mussten die gesamte Richard-Wagner-Straße bis zur Artlenburger Str. (kurz vor dem Ziegelteller) durchgehen. (...) Und damit ist auch bewiesen: In Lübeck werden die Nazis mit ihren alljährlichen Aufmärschen nur ihre Schwäche demonstrieren - sie brauchen die Unterstützung unverhältnismäßiger Polizeieinsätze, um hier überhaupt einen Meter weit zu kommen.

Der vollständige Text findet sich - ebenso wie ein Formular für Gedächtnisprotokolle! - auf der Seite des Lübecker Bündnisses "Wir können sie stoppen".

Lübeck, 21.3.2009: Demo gegen Nazi-"Mahnwache" im Vorfeld des Aufmarsches

We can stop it! Nazi-"Mahnwache" verhindern!

Für diesen Samstag, 21.3. haben die Nazis - wie schon in den letzten Jahren - im Vorfeld ihres geplanten Aufmarsches eine "Mahnwache" in der Lübecker Innenstadt angemeldet. Gerade in diesem Jahr, wo ihnen eine Demonstrationsroute durch die Lübecker Innenstadt versagt bleibt, werden die Faschisten probieren, wenigstens so einen Fuß auf die Lübecker Altstadtinsel zu setzen, um dort ihre geschichtsverdrehende und rassistische Propaganda zu verbreiten.

Allerdings gibt es auch eine angemeldete und bestätigte antifaschistische Demonstration vom Bahnhof in die Innenstadt. Wenn wir viele werden, gibt es für die Nazis keinen Platz! Kommt alle!

Antifaschistische Demonstration, Lübeck, Hauptbahnhof, 9 Uhr

Hamburg, 14.3.2009: Rechtsrock-Konzert verhindern!

Kein Konzert der rechten Band Kategorie C– Hungrige Wölfe in Hamburg am 14.03.2009!

Stets ist die 1997 gegründete Band Kategorie C – Hungrige Wölfe aus Bremen darum bemüht, sich als unpolitisch darzustellen. Doch ihre Geschichte, ihre Mitglieder wie auch ihre Texte beweisen immer wieder aufs Neue Überschneidungen zur extrem rechten Szene.

So wurden die beiden ersten Alben bei dem Rechts-Rock-Label Rock-O-Rama und das dritte Album von 2001 ebenfalls bei einem Rechts-Rock-Label, PC-Records, veröffentlicht. Letzteres gehört zum Umfeld der neonazistischen Hooligan-Gruppe HooNaRa.
Zum Sampler „Zu Gast bei UNS“ für die Fußball-WM 2006 in Deutschland steuerten sie den nationalistischen und rassistischen Song „Deutschland dein Trikot“ bei. Nach der Veröffentlichung im Mai 2006 wurde die CD bereits zwei Monate später wegen der „öffentlichen Aufforderung zu Straftaten sowie Gewaltdarstellungen“ bundesweit beschlagnahmt.

Am 21.10. desselben Jahres spielten Kategorie C zusammen mit anderen rechten Bands im Rahmen eines Neonazi-Aufmarsches in Berlin. Aufhänger für diesen Aufmarsch war die Inhaftierung des Sängers Michael Regener der bekannten Rechts-Rock-Band Landser aufgrund ihrer Einstufung als kriminelle Vereinigung durch den Bundesgerichtshof 2005.
So sehr sich die Band auch als „politisch neutral“ verstehen mag, zeigt gerade die Biographie durch den Sänger Hannes Ostendorf wie gering der Wahrheitsgehalt dieser Äußerung ist. Als langjähriger Aktivist der Bremer Neonaziszene war er am 03.10.1991 an einem Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft beteiligt, wofür er 1992 rechtskräftig verurteilt worden ist. Sein Bruder Henrik Ostendorf wiederum ist NPD- und Blood&Honour-Aktivist. Hannes extrem rechtes Gedankengut spiegelt sich in der aus dem Blood&Honour-Umfeld stammenden Band Nahkampf wider, in der er als Sänger aktiv war. Zudem sang er in der ebenfalls rechten Band Endstufe.

Allen Beteuerungen zum Trotz ist Kategorie C – Hungrige Wölfe nicht als unpolitische Band zu betrachten. Weder geht sie reflektiert mit ihrer Vergangenheit um, noch zeigt sie aktuell im Werben für die rechte Modemarke Erik&Sons das Gegenteil.  Und so wird auch das Publikum dominiert von Neonazis. Musik mit rassistischen, antisemitischen und häufig offen neonazistischen Botschaften wird bewusst dafür genutzt, gerade jungen Menschen die Ideologie der extremen Rechten nahezubringen.

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Lasst uns deutlich machen, dass weder in Hamburg noch anderswo Platz für neonazistisches Gedankengut ist!

Heraus zur antifaschistischen Kundgebung: am 14.03.2009, um 16:30 am Seeveplatz/Harburger Bahnhof

Gemeinsame Anfahrt aus Hamburg:16 Uhr, S- Sternschanze. Ansonsten fahrt in Gruppen zur Kundgebung und passt aufeinander auf, da eventuell zeitgleich auch Neonazis anreisen.

Dresden, 14. Februar 2009: Demonstrationen und Aktionen gegen den Nazi-Aufmarsch!

Dresden: Nazis - No Way!

Im Februar 2009 wollen Neonazis in Dresden versuchen, ihre derzeitige Mobilisierungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. In den letzten Jahren marschierten mehrere tausend Neonazis am Samstag nach dem Jahrestag der Bombardierung durch die Alliierten durch die Stadt. Der jährliche Aufmarsch in Dresden ist der letzte große Aufzugstermin der deutschen Naziszene, an dem sie mit internationalem Interesse rechnen kann. Dem stellen wir uns entschieden entgegen!

Um den Nazis wirkungsvoll entgegenzutreten, sie effektiv zu behindern und den Naziaufmarsch perspektivisch unmöglich zu machen, rufen wir auf: Kommt alle nach Dresden und beteiligt euch an der Demonstration und den Aktionen!

14. Februar 2009, 11.00 Uhr, Hauptbahnhof Dresden


Info- und Mobilisierungsveranstaltungen (mit Buskartenverkauf!)

  • KIEL, Mittwoch, 22.1.2009, 19 Uhr, Alte Meierei
  • LÜBECK, Mittwoch, 4.2.2009, 19 Uhr, Café Brazil, Willy-Brandt-Allee 9
  • HANNOVER, Mittwoche, 4.2.2009, 20 Uhr, UJZ Kornstraße (Vorbereitungstreffen)
  • HAMBURG, Freitag, 6.2.2009, 19 Uhr, Antifa Café der Hafenvokü, Hafenstr. 116

 

Hamburg, 17.1.2009: Kundgebung gegen Burschenschaftsveranstaltung

Kein Reichgründungskommers in Hamburg

NPD-Referent am Samstag bei Burschenschaft Germania - Kommt auch ein hoher Hamburger Beamter?

Die rechte „Hamburger Burschenschaft Germania“ veranstaltet am Samstagabend wie jedes Jahr einen „Reichsgründungskommers“. Festredner soll Dr. Björn Clemens sein, ein beliebter Redner bei NPD, DVU und auch dem großen Naziaufmarsch 2008 in Dresden. Sein Thema: „Schicksalsfrage Geschichtsbewusstsein.“

In den letzten Jahren haben bei dieser Burschenschaft verschiedene Referenten gesprochen, welche auch bei der NPD referierten oder in der Parteizeitung „Deutsche Stimme“ veröffentlicht hatten. 2006 machte die Germania eine „Kleine deutsche Kunstausstellung“ mit Bildern von drei NS-Künstlern in ihrem Burschenschaftshaus – der Name geht zurück auf die „Große Deutsche Kunstausstellung“ der NSDAP in München. Zumindest im Jahr 2007 gehörten mit André Kinnigkeit und Arne Riecken zwei Hamburger NPD-Funktionäre der Burschenschaft Germania an.

Der eigentliche Skandal ist jedoch, dass seit 2005 der Erste Vorsitzende der Alten Herren der Germanen ein hoher Hamburger Beamter ist. Götz Noack ist stellvertretender Vorsteher des Finanzamtes Hamburg-Nord.

Wir fordern:

  • Kein Reichsgründungskommers!
  • Schluss mit den Nazi-Veranstaltungen im Germanenhaus!
  • Vollständige Aufdeckung der Kooperation von Neonazis, Konservatismus und Hamburger Establishment!
  • Schluss mit der Finanzierung der Burschenschaft Germania durch Steuergelder!

Kommt zur Kundgebung des „Hamburger Bündnis gegen Rechts“ am Samstag dem 17.01.2008 um 19.00 Uhr, Sierichstraße, vor der Nummer 23

www.keine-stimme-den-nazis.org

Hamburg, 29.11.2008: Antifaschistische Demonstration von Langenhorn, über Fuhlsbüttel bis nach Ohlsdorf

Nazis aus der Galaxis jagen!

Anlass sind vermehrte Übergriffe von Neonazis auf MigrantInnen und alternative Personen, so wie das Ansteigen von rechten Tendenzen in ganz Hamburg. Vor allem am U-Bahnhof Langenhorn Markt fanden immer mehr gewalttätige Nazi-Übergriffe statt. Seit Anfang des Jahres kam es dabei bereits mehrfach zu ernsten Verletzungen der Opfer.

Mit der Demonstration möchten AntifaschistInnen aus den betroffenen Stadtteilen eine breite Öffentlichkeit schaffen.

Demonstration, 29.11.2008, 13 Uhr, U-Bahn Langenhorn Markt

Kiel, 13. November: Veranstaltung zur Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft

Die Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft (SWG) - Scharnier zwischen CDU und extremer Rechten?

Tätigkeit, Programmatik und Zielsetzung der SWG unter Berücksichtigung der Verstrickung von CDU-Politikern.

Seit Jahren entfaltet die Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft in Kiel eine rege Tätigkeit. Auf ihren Veranstaltungen treffen Referenten und Publikum aus der gesamten Spannbreite der extremen Rechten zusammen. Zuletzt im Kommunalwahlkampf machte die SWG von sich reden, als der Kieler CDU-Ratsherr Stefan Ehmke den russischen Revanchisten Daschitschew eingeladen hatte. Auf massiven politischen Druck hin wurde die Veranstaltung abgesagt. Der Kieler Ratsherr Ehmke ist Regionalbeauftragter der SWG und machte seinen politischen Standpunkt bereits vor Jahren deutliche, als er den wegen antisemitischer Äußerungen aus der CDU ausgeschlossenen ehemaligen Bundestagsabgeordneten Martin Hohmann einlud und als "Mann der klaren Worte" begrüßte.

Referent: Felix Krebs

Donnerstag 13. November, 19.30 Uhr, Legienhof, Kiel

Köln, 19.-21.9.2008: Rassistenkongress in Köln verhindern

...aufgestanden! ...hingesetzt! ...blockiert!

Den internationalen Kongress von Rassisten und Rechtspopulisten am 20.9. in Köln verhindern!

Die rechtspopulistische „Bürgerbewegung pro Köln“ will vom 19. bis zum 21.September 2008 eine „Anti-Islamisierungs-Konferenz“ durchführen. Zu diesem Treffen, das mitten in der Kölner Innenstadt auf einem öffentlichen Platz angekündigt ist, werden mehrere hundert Rassistinnen und Rassisten aus ganz Europa erwartet.

Gemeinsam mit der gesamten Interventionistischen Linken ruft auch Avanti dazu auf, gegen dieses neonazistische (Groß-)Event vorzugehen und dafür zu sorgen, dass solche Treffen unterbunden werden und rassistische Propaganda kein Gehör findet.

Wir werden wir uns an den Protesten gegen den RassistInnen-Kongress in Köln beteiligen. Ein breites Bündnis (http://www.hingesetzt.mobi) von Antifa-Gruppen über linke Initiativen bis hin zu Gewerkschaften, Fußballfanclubs, SchülerInnenvertretungen, KünstlerInnen und GastwirtInnen ruft dazu auf, sich in Form von Massenblockaden mit Mitteln des zivilen Ungehorsams den RassistInnen in den Weg zu stellen.

In vielen Städten organisieren IL-Gruppen Infoveranstaltungen und Aktionstrainings für die Aktionen in Köln:

9.8. Köln: öffentliches Aktionstraining für Presse, Auf der Domplatte, 15:00 (Aktionstraining) 12.8. Wuppertal: Autonomes Zentrum, Markomannenstr. 3, 20:00 (Infoveranstaltung) 14.8. Herne: “Sonne”, Shamrockstr.121, 44623 Herne (Infoveranstaltung) 20.8. Hamburg: Antira-Camp (Infoveranstaltung) 24.8. Münster: Aaseekugeln, 16:00 (Aktionstraining) 24.8. Leverkusen: Kulturausbesserungswerk, Kolbergerstr. 95a, 14:00 (Infoveranstaltung & Aktionstraining) 28.8. Rostock: 19:00 (Infoveranstaltung) 29.8. Köln: Schnapsfabrik,Neuerburgstr. 4, anschließend Konzert, 16:00 (Aktionstraining) 31.8. Köln: Bauwagenplatz, Ecke Krefelderstr./Innere Kanalstr., anschließend Konzert, 18:30 (Infoveranstaltung) 2.9. Bochum: Soziales Zentrum Bochum, Rottstr. 31, 20:00 (Infoveranstaltung) 2.9. Bremen: paradox, Bernhardstraße 12, 20:00 (Infoveranstaltung) 4.9. Bonn: OAT, 20:00 (Infoveranstaltung) 7.9. Bremen: Buchte, Buchtstr. 14, 14:00 - 18:00 (Aktionstraining) 8.9. Hannover: UJZ Kornstraße, Kornstraße 28 - 30, 20:00 (Infoveranstaltung) 8.9. Frankfurt: 19:30 (Infoveranstaltung) 10.9. Marburg: Cafe am Grün, Am Grün 28-30, 20:30 (Infoveranstaltung) 10.9. Lübeck: Brazil, Willy-Brandt-Allee 9, 19:00 (Infoveranstaltung) 10.9. Berlin: Festsaal Kreuzberg, Skalitzer Str. 130, 19:00 (Infoveranstaltung / Podiumsdiskussion) 11.9. Nürnberg: Desi Nürnberg, Brückenstraße 23 11.9. Kiel: Antifa- Café, Alte Meierei, Hornheimer weg 2, 19:00 (Infoveranstaltung) 11.9. Lindau: Club Vaudeville, Von Behring Str. 6-8, 20:00 (Infoveranstaltung) 13.9. Köln: Innenstadt, großes und öffentliches Aktionstraining 14.9. Düsseldorf: Linkes Zentrum Hinterhof, Corneliusstr. 108, 14:00 (Infoveranstaltung & Aktionstraining) 14.9. Lübeck: Brazil, Willy-Brandt-Allee 9, 23554 Lübeck, 13:00-18:00 (Aktionstraining)

Kommt zum Blockadepunkt der interventionistischen Linken!
Sie kommen nicht durch! Wir sind schon da!

Kiel, 17. Juli 2008: Antifa-Café in der Alten Meierei

Antifa-Café: Autonome Nationalisten, der sogenannte "Freie Widerstand" in neuem Gewand?!

Wir wollen Euch in diesem Café einen kurzen Überblick über die Situation und Veränderungen des sog. "Freien Widerstandes" und der militanten Naziszene in Schleswig-Holstein und vor allem Kiel geben. Dabei wollen wir wegen der Aktualität vor allem auf das Phänomen des neuen Selbstverständinsses mancher Akteure als "Autonome Nationalisten" eingehen. In diesem Zusammenhang werden wir auch die Verknüpfungen zwischen NPD und "freien" militanten Kräften der Naziszene beleuchten und noch mal kurz auf die seit Jahren engen Verbindungen dieser beiden Naziströmungen Strömungen in Norddeutschland eingehen.

Donnerstag, 17. Juli 2008, 19:00 Uhr, Alte Meierei, Hornheimerweg 2, Kiel

Kiel, Mai 2008: Aktionen und Demonstrationen "Keine Stimme den Nazis"

Kieler Rathaus ist kein Platz für die NPD!
Auf unseren Straßen ist kein Platz für Faschisten!

In Kiel häufen sich in letzter Zeit wiederholt gewalttätige Übergriffe durch Faschisten. Ende April gab es eine Woche jeden Tag einen neuen Anschlag,  z.B. auf  Kindereinrichtungen, Wohnungen und einen Buchladen.  Dem müssen wir Einhalt gebieten.

Gleichzeitig tritt die faschistische NPD in 4 Kreisen zur Kommunalwahl in Schleswig-Holstein an. In Kiel tritt sie mit einer Kreisliste, sowie mit DirektkandidatInnen  in allen 27 Wahlkreisen an, darunter bekannte Gewalttäter. Mit der Teilnahme an der Wahl unternimmt die NPD einen erneuten Versuch sich als Teil eines akzeptierten politischen Spektrums zu etablieren.

 

Setzen wir gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen Faschismus! Keine Stimme den Nazis! Sorgen wir gemeinsam dafür, dass unsere Stadt ein schlechtes Pflaster für Faschisten bleibt.

 

Der Runder Tisch gegen Rassismus und Faschismus Kiel ruft auf zur

DEMONSTRATION am  24. Mai 2008 um 11.30 Uhr
unter dem Motto „DAS IST UNSERE STADT – KEINE STIMME DEN NAZIS!“

Auftaktkundgebung: 11.30 Uhr, Bahnhofsplatz 

Hamburg, 1.5.2008: Naziaufmarsch verhindern!

Internationale Solidarität statt “Volksgemeinschaft” - 10.000 demonstrierten für einen antifaschistischen 1. Mai in Hamburg!

Am 1. Mai wollten NPD und ‚freie Kameradschaften’ in Hamburg-Barmbek unter dem Motto "Arbeit und soziale Gerechtigkeit für alle Deutschen!" aufmarschieren und ihre rassistische und antisemitische Hetze verbreiten. Von den Behörden war ihnen hierfür das Zentrum des Stadtteils, die Fuhlsbütteler Straße, angeboten worden - aber 10.000 Demonstrierende und eine Vielzahl von Aktionen machten das Vorhaben der Nazis zunichte. Zum Erfolg der antifaschistischen Aktion eine erste Bilanz von Avanti.

Weitere Dokumente:

Kiel, Mai 2008: Nazianschläge und Gegenwehr

Nazianschläge in Kiel – Kommunalwahlkampf der NPD?

Seit dem 15. April verüben Neonazis organisierte Anschläge auf Initiativen, Kultur- und Wohnprojekte in Kiel. Fensterscheiben werden zerschlagen und Fahrräder demoliert. Dabei verwenden die Täter Betonplatten und Pflastersteine. Nur durch Zufall wurde bislang niemand verletzt. Diese Taten sind der bisherige Höhepunkt einer gewalttätigen Kampagne der NPD-nahen Kameradschaften, mit denen diese den Kommunalwahlkampf der NPD begleiten. Ihre Taten richten sich gegen soziale, politische und kulturelle Projekte, die ganz offensichtlich nicht ins rassistische und menschenverachtende Weltbild der Neonazis passen.

Kein Fußbreit den Nazis!

Diese Entwicklung betrifft uns alle und wir haben es in der Hand, diesem Treiben ein schnelles Ende zu bereiten. Längst ist rechtsradikales Gedankengut auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen und es ist notwendig Rassismus, Hasspropaganda und Ausgrenzung an jedem Ort entgegen zu treten.

Setzen wir uns gemeinsam ein für eine bunte, offene und gerechte Gesellschaft!

Unser Aufruf an alle Kielerinnen und Kieler:

  • Erteilen Sie dem Wahlkampf der NPD eine klare Absage.
  • Informieren Sie Freunde und KollegInnen über die beschriebenen Ereignisse.
  • Widersprechen Sie, wenn in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis rassistische Äußerungen fallen.
  • Sprechen sie mit Ihren Kindern und deren Lehrerinnen und Lehrern über rechte Propaganda an der Schule.
  • Seien Sie aufmerksam gegenüber rechten Provokationen und Gewalttätigkeiten.
  • Informieren Sie uns über Beobachtungen, schreiten Sie wenn möglich ein. Die Erfahrungen der letzten Zeit zeigen, dass Neonazis von Angriffen absehen, wenn sie sich beobachtet fühlen.
  • Beteiligen Sie sich an antifaschistischen Demonstrationen und Protestkundgebungen gegen den Naziwahlkampf.

1.5.2008 Maifeiertag für soziale Rechte und Solidarität, 10:00 Uhr Wilhelmplatz

3.5. 2008 Antifaschistische Demonstration,12:00 Uhr Ecke Elisabeth Str. / Kieler Straße, Gaarden.

Ein Aufruf von:

Arbeitsloseninitiative Kiel e.V., Iltisstraße, www.aloini-kiel.de // Buchladen Zapata, Jungfernstieg // Hansastraße 48, www.hansa48.de // Rebeltí@s, Veranstaltungsgruppe in der Meierei, Hornheimer Weg www.altemeierei.de // Redaktion Gegenwind, Schweffelstraße, www.gegenwind.info // Wohngenossenschaft Dampfziegelei e.G., Timmerberg, www.dampfziegelei-wik.de // antifaschistische Jugend Kiel, www.antifajugend-kiel.tk // Avanti, Projekt undogmatische Linke, Kiel, www.avanti-projekt.de // Deutsche Kommunistische Partei - KV Kiel // Linke Hochschulgruppe www.linke-hsg.uni-kiel.de // Rote Hilfe e.V., Ortsgruppe Kiel // SDAJ Kiel

Lübeck, 29. März 2008: Naziaufmarsch mit massenhaften Blockaden stoppen

Naziaufmarsch in Lübeck mit Polizeigewalt gegen 2500 AntifaschistInnen durchgesetzt

Wie in den letzten beiden Jahren, haben Nazis um den NPD-Kreisvorsitzenden Jörn Lemke auch 2008 einen Aufmarsch in Lübeck durchgeführt. Ungefähr 2500 Benschen kamen zur zentralen Bündniskundgebung. Viele von ihnen beteiligten sich an Aktionen des Zivilen Ungehorsams, um den Naziaufmarsch zu stoppen. Mit einer Sitzblockade erreichten gut 40 AktivistInnen, dass der Naziaufmarsch um mehr als eine Stunde verzögert wurde. Die anderen Blockadeversuche scheiterten jedoch an einer äußerst brutal auftretenden Bürgerkriegsarmee von mehr als 1900 PolizistInnen. Eine ausführlichere Auswertung folgt ...

Vom 11. bis 13. April 2008 im Kölibri in Hamburg. Der Kongress versteht sich als Teil der Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Hamburg.

Am 1. Mai 2008 wollen Nazis der NPD und freien Kameradschaften durch Hamburg marschieren. Traditionell ist der 1. Mai der Internationale Tag der Arbeiter_innenbewegung - den die Nazis nun mit ihrer menschenverachtenden Ideologie für sich vereinnahmen wollen. Nazis versuchen schon seit einiger Zeit, linke Themen wie zum Beispiel Sozialabbau mit rechten Gedankengut zu besetzen. Dieser Trend zeigt sich auch in ihrem veränderten Erscheinungsbild, sie tragen nicht mehr nur Glatze und Springerstiefel, stattdessen versuchen sie mit verschiedenen Kleidungsstilen ihre rassistischen und antisemitischen Überzeugungen für Jugendliche attraktiver machen. All das lassen wir nicht zu! Wir wollen den Nazis und ihren Ideologien nicht nur auf der Strasse, sondern auch im täglichen Leben entgegentreten und veranstalten deshalb den Jugendkongress "Her mit dem schönen Leben", der nun schon zu zweiten Mal stattfindet.

wir wollen mehr!

Nur Nazis bekämpfen reicht uns nicht. Rassismus und Antisemitismus sind, genau wie andere Unterdrückungsmechanismen, tief in der Gesellschaft verwurzelt und beeinflussen unser Leben und den Umgang mit anderen Menschen. Deutlich wird dies zum Beispiel auch an der Debatte um Jugendkriminalität in der rassistisch argumentiert wird. Aus diesem Grund bieten wir verschiedene Workshops unter anderem zu den Themen Rassismus, Antisemitismus, Kapitalismus und Sexismus an. Wir wollen, dass die Beziehungen der Menschen zueinander nicht mehr durch diese und andere Herrschaftsverhältnisse gekenzeichnet sind. Her mit dem schönen Leben!

and the beat goes on?

Mit dem Kongress ist es natürlich nicht getan. Nazis wird es auch danach (leider) noch geben, und auch die Gesellschaft ist noch nicht grundlegend verändert. Deshalb wollen wir schon auf dem Kongress Raum zum Kennenlernen und Austauschen bieten. Bis zum Naziaufmarsch gibt es verschiedenste Möglichkeiten, sich in die Vorbereitung der Gegenaktivitäten einzubringen. Darüberhinaus habt ihr die Möglichkeit, nach dem Kongress kontinuierlich weiter zu den Themen zu arbeiten und euch mit anderen Jugendlichen zu vernetzen.

Ab_jetzt - Linke Jugend // Avanti - Projekt undogmatische Linke // [aujah] - Autonome Jugendantifa Hamburg

Her mit dem schönen Leben!

Hamburg, Einschätzung der Bürgerschaftswahl 2008 aus antifaschistischer Sicht

Hamburg-Wahl: Diesmal keine Stimme für die Nazis

Leisetreten ist nicht die Sache der DVU. Noch am Wahltag meinte der Hamburger Spitzenkandidat Matthias Faust „die Stunde der DVU" kommen zu sehen. „Noch nie", so der Aufruf auf der Hamburgseite der Neofaschisten, „standen die Zeichen für die DVU so günstig". Das amtliche Ergebnis von 0,8 Prozent überführt die Überheblichkeit der DVU der Lüge. Mit einem Ergebnis unter einem Prozent fällt die DVU noch unter die Hürde der staatlichen Wahlkampferstattung. weiter lesen

Hamburg, 17.2.2008: Kundgebung gegen DVU-Veranstaltung in Hamburg

Am Sonntag dem 17. Februar 2008 will die neofaschistische Deutsche Volksunion von Gerhard Frey im CCH, Saal 6 eine Großveranstaltung anlässlich der Bürgerschaftswahl mit mehreren hundert Nazis abhalten. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts  ruft alle AntifaschistInnen dazu auf, diese Provokation mitten in Hamburg zu verhindern.

  • Keine neofaschistische Großveranstaltung in Hamburg
  • Keine Stimme für die DVU, und alle anderen Parteien der extremen Rechten am Wahltag
  • Sorgen wir dafür, dass für Nazis kein Platz ist – weder in den Parlamenten noch im Stadtteil oder Betrieb.

Sonntag, 17.02.2008 ab 13.00 Uhr, Dammtor/ Hrdlicka-Denkmal, Hamburg

Bisher unterstützen den Aufruf/Die Kundgebung als Einzelpersonen oder Organisationen: Hamburger Bündnis gegen Rechts, VVN-BdA, Die Linke, Antje Möller (GAL), Olaf Harms, DKP, SJD - Die Falken, Avanti, Flüchtlingsrat Hamburg, Hamburger Forum, Juso-HSG, Harburger Bündnis Einig gegen Rechts, Attac, Kuratorium Gedenkstätte Ernst Thälmann, ver.di-Fachgruppe Kin-der, Jugend und Soziales, Rotes Winterhude, SDAJ

Hamburg, November 2007: Aufruf gegen Naziparteien kann online unterzeichnet werden

Hamburger Aufruf: Keine Stimme den Nazis

Eine wichtige Initiative gegen die Nazis im Wahlkampf ist der Hamburger Aufruf, der ab sofort von jedem Hamburger und jeder Hamburgerin unter www.keine-stimme-den-Nazis.org unterzeichnet werden kann.

Auf der Internetseite gibt es auch laufend neue Infos und Berichte.

Hamburg, November 2007: gemeinsame Broschüre von Avanti und DGB-Jugend

Neue Broschüre "Braune Jungs un Nazi-Deerns" - Hamburg ganz rechts"

Seit Mitte November gibt es eine neue Broschüre von Avanti und der DGB-Jugend über die aktuelle Situation der Hamburger Nazi-Szene. Die als Kooperationsprojekt mit einer Auflage von zunächst 5.000 Exemplaren entstandene Broschüre zeigt die Entwicklungen der rechtsextremen Szene und ihrer Strukturen in Hamburg auf, beschäftigt sich mit ihren ideologischen Schwerpunkten, ihrem Wählerpotential und den von ihr ausgehenden Gefahren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Parteien DVU, NPD und den so genannten "Freien Kameradschaften". Das Vorwort der Broschüre stammt von Esther Bejerano, die das KZ Auschwitz überlebte.

Anlässlich der Vorstellung der Broschüre sagte Olaf Schwede, DGB-Landesjugendsekretär Hamburg: "Die extreme Rechte hat in den vergangenen Monaten verstärkt auf sich aufmerksam gemacht. Die gewaltsame Störung von Veranstaltungen demokratischer Organisationen, die Wahl von Jürgen Rieger zum Landesvorsitzenden der Hamburger NPD, die geplante Kundgebung der DVU auf dem Hamburger Rathausmarkt, all dies zeigt, dass die extreme Rechte offensiver agiert und bewusst die Öffentlichkeit sucht. Wir wollen mit dieser Broschüre einen Gegenpunkt setzen." Felix Krebs, Mitautor der Broschüre ergänzte als Vertreter von "Avanti": "Zur Hamburger Bürgerschaftswahl wird die DVU in Abstimmung mit der NPD kandidieren. Wir erwarten einen offensiven kurzen Wahlkampf. Das Potential der extremen Rechten in Hamburg darf nicht unterschätzt werden. In der Vergangenheit sind die extremen Rechten mehrfach nur durch ihre Zersplitterung an der 5 Prozent-Hürde gescheitert."

Die Broschüre wird in Kürze an Hunderte Schulen in ganz Hamburg versandt und an vielen anderen Orten kostenfrei ausliegen. Sie ist in gedruckter Fassung zu bestellen bei der DGB-Jugend Hamburg Besenbinderhof 60 20097 Hamburg, jugend.nord@dgb.de


Vorstellung der Broschüre beim Antifa-Café

am 7.12.2007, 20 Uhr, Hafenvokü, Hafenstr. 116, Hamburg

Gemütliches Beisammensein schon ab 18 Uhr - Nazis haben wie immer keinen Zutritt! - mehr Infos: www.antifainfo.de

Lübeck, 28.1.2008: Diskussionsveranstaltung "Der aufhaltsame Aufstieg der Neonazis"

Der aufhaltsame Aufstieg der Neonazis

Diskussionsveranstaltung

Auch in Schleswig-Holstein versuchen Neonazis mit wachsendem Erfolg, in den kommunalen Gremien und Institutionen Fuß zu fassen. Vor dem Hintergrund verschärfter sozialer Probleme vernebeln sie mit rechtem und antisemitischem Gedankengut die Köpfe vieler Mitmenschen. Gegen die NPD ist noch immer kein Verbotsverfahren in Gang gesetzt, sie wird vielmehr weiter aus Steuermitteln unterstützt. Einen Tag nach dem Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und zwei Tage vor dem 75. Jahrestag der „Machtergreifung“ durch die Nazis 1933 wollen wir uns mit dem Stand der Auseinandersetzung mit der NPD beschäftigen und wirksame Gegenstrategien beraten. Das soll mit Bezugnahme auf die Auseinandersetzung auf Bundesebene, der Debatte im Bundestag, der Aktionen gegen Rechts in den Gewerkschaften sowie der Aktivitäten in Lübeck und Umgebung geschehen. Die Referentin und die Referenten werden kurze Eingangsreferate halten, danach erhoffen wir uns eine intensive Diskussion.

Es diskutieren:

  • Ulla Jelpke (innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag)
  • Ernst Heilmann (ver.di Nord)
  • Holger Wulf (Avanti – Projekt undogmatische Linke, Lübeck)
  • Moderation: Bernd Meimberg (VVN/BdA)

Montag, 28. Januar 2008, 19 Uhr, DGB-Haus Lübeck, Holstentorplatz 1-3

Eine Veranstaltung von:
DIE LINKE - Schleswig-Holstein // ver.di Nord // AVANTI - Projekt undogmatische Linke // VVN - Bund der AntifaschistInnen
 

Mitglieder und SympathisantInnen von neofaschistischen Parteien, Organisationen und Zusammenschlüssen, sowie Personen, die uns als TeilnehmerInnen von neofaschistischen Veranstaltungen, Aufmärschen und Aktionen bekannt sind, erhalten keinen Zutritt!

Hamburg, 7.11.2007: Infoveranstaltung "Rechte Strukturen erkennen"

Trotz Naziprovokationen: Erfolgreiche Infoveranstaltung in HH-Bramfeld

Am Mittwoch, den 7.11. fand in Hamburg im Bramfelder Kulturladen "Brakula" eine erfolgreiche Informationsveranstaltung zum Thema "Rechte Strukturen erkennen" statt. Diese war mit ca. 80 Menschen gut besucht. Es kamen größtenteils Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil. Den Vortrag hielt ein Referent vom "Hamburger Bündnis gegen Rechts", Thema waren die neofaschistischen Strukturen in Hamburg mit dem Schwerpunkt auf dem Stadtteil Bramfeld, den man als Nazi-Hochburg bezeichnen kann. Bramfeld ist z.B. Wohnsitz diverser Nazikader, die mittlerweile verbotene freie Kameradschaft "Bramfelder Sturm" war dort angesiedelt und eine Pseudo-Bürgerinitiative der Nazis mit dem Namen "Unsere Zukunft" versucht sich dort breit zu machen.

Um 20 Uhr, eine halbe Stunde nach Beginn der Veranstaltung, tauchten 18 Nazis auf, die zunächst ganz ordentlich an einer roten Ampel warteten, um dann auf der anderen Straßenseite zur Veranstaltung in den Kulturladen zu gelangen. Unter ihnen war auch der Nazikader Jan Steffen Holthusen. Vor dem Laden wurden sie von etwa 30 AntifaschistInnen empfangen, die das Hausrecht gegenüber den Nazis durchsetzten. Wie angekündigt waren Nazis ausdrücklich (nach § 6 des Versammlungsgesetzes) von der Veranstaltung ausgeschlossen. Die Nazis fingen daraufhin an mit der ebenfalls anwesenden Polizei zu verhandeln und versuchten den Eintritt zu erlangen, wobei sie auf einen Internetausdruck, auf dem die Veranstaltung ohne den Ausschluss-Passus angekündigt wurde, pochten. Im November 2006 musste in Hamburg-Wandsbek bereits eine Antifa-Veranstaltung abgebrochen werden, weil die Polizei den Nazis Zutritt verschaffen wollte.

Dank einer guten Vorbereitung und einer entschlossenen Antifapräsenz konnte eine Antifa-Veranstaltung in einer Nazihochburg durchgesetzt werden. Insgesamt war es ein Erfolg, der zeigt, dass Antifaschismus sich nicht nur auf linke Szene-Viertel beschränken darf, sondern gerade in Stadtteilen intervenieren muss, in denen Nazis verstärkt aktiv sind.

Berichte zur Veranstaltung 2006 in Wandsbek: http://de.indymedia.org/2006/11/162199.shtml // http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2006/11/18/a0347 // http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,449243,00.html

Kiel, 20.10.2007: Soli-Party für das Antifa-Café

Soli-Party für das Antifa-Café

Dub-Party mit den DJs aus dem Rote Flora-Dub-Café und Cocktails

Samstag, 20.10. ab 21 Uhr, Alte Meierei, Hornheimerweg 2, Kiel

Mehr Infos hier und bei www.altemeierei.de.

Kiel, 19.10.2007: Soli-Kundgebung vor dem Amtsgericht

Kieler Antifaschist vor Gericht

Erklärung des RUNDEN TISCHS GEGEN RASSISMUS UND FASCHISMUS Kiel:

Am 1. April 2006 wurden junge Kieler Antifaschisten vor einem Gaardener Supermarkt von Nazi-Schlägern angegriffen. Sie setzten sich zur Wehr. Einer von ihnen wurde von einem Faschisten mit einem Messer schwer verletzt. Staatsanwaltschaft und Polizei konzentrierten ihre Tätigkeit in der Folgezeit nicht auf die Faschisten, sondern auf die Einschüchterung der Antifaschisten und das Ausspionieren autonomer antifaschistischer Strukturen zum Beispiel durch Wohnungsdurchsuchungen. Während die Überfallenen (leider) auf Anzeigen verzichtet hatten, erstatteten nun die Nazis Anzeige gegen einen ihnen bekannten jungen Mann, dessen Teilnahme an den Auseinandersetzungen sie behaupteten und dem nun „gefährliche Körperverletzung“ vorgeworfen wird.

Am 19. Oktober wird diesem jungen Mann vor dem Kieler Amtsgericht der Prozess gemacht. Ihm gehört wie allen Menschen, die wegen ihres antifaschistischen Engagements ins Visier faschistischer Verbrecher geraten und sich gegebenenfalls gegen sie zur Wehr setzen, unsere Solidarität. Wer einen von uns angreift, greift uns alle an.
Seit Jahren setzen sich die TeilnehmerInnen des Runden Tisches gegen Rassismus und Faschismus dafür ein, dass die Faschisten der NPD, der „Freien Kameradschaften“ und anderer Organisationen sowie ihre Mitläufer in Kiel auf Widerstand stoßen. Besonders in Stadtteilen wie Gaarden, in denen Menschen vieler Mutterländer und Kulturen zusammenleben und die darüber hinaus unter den unsozialen Gesetzen und Maßnahmen der Regierungen besonders zu leiden haben, ist dieser Widerstand notwendig. Er schließt gegenseitigen Beistand und das Bemühen um ein friedliches Miteinander sowie den Kampf für eine bessere Zukunft mit einer gemeinsamen Kultur des antifaschistischen und antirassistischen Handelns ein.

Einer solchen Entwicklung stehen nicht nur die Ideologie und die gewalttätigen Übergriffe der Faschisten entgegen. Sie wird auch behindert durch die Politik der Überwachung, Einschüchterung, der ständigen Kontrolle von AntifaschistInnen und anderen Menschen, die sich gegen rechte Gewalt und auch gegen den Abbau der Demokratie einsetzen, durch die Sicherheitskräfte des Staates. In einem Klima der Angst kann gegenseitiger Beistand schlecht gedeihen. Erlebte Solidarität hilft, Angst zu überwinden.

In diesem Sinne rufen wir dazu auf, den angeklagten Antifaschisten im Gerichtssaal und im Rahmen von Kundgebungen und Demonstrationen zu unterstützen.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen! Solidarität ist unsere Stärke! In Kiel ist kein Platz für Nazis!

Sa. 13.10.07 14 Uhr Asmus-Bremer-Platz: Demonstration gegen die Kriminalisierung antifaschistischen Widerstands

Fr. 19.10.07 9 Uhr Amtsgericht Kiel: Solidaritätskundgebung

Jena, 8.9.2007: Blockade des Nazi-Festivals "Fest der Völker"

Lasst uns die Nazis in Jena gemeinsam blockieren!

Das soll nicht Sache der Antifa allein bleiben. Vielmehr wollen wir entstehende breite Bewegungen des Zivilen Ungehorsams stärken. Deshalb unterstützen wir den Aufruf der Jugend-Aktions- und Projektwerkstatt Jena zur Blockade des „Fest der Völker“ am 8. September in Jena.

 

Mehr Infos: http://jena.antifa.net/fdv

Wunsiedel oder anderswo, 18. August 2007: Antifaschistischer Aktionstag

kein ort für die verherrlichung des nationalsozialismus!
kein raum für die verdrehung der geschichte!
keine zeit für die nation!

20 Jahre ist es her, dass die letzte Führungsperson des nationalsozialistischen Regimes zu Grabe getragen wurde: Am 17. August 1987 beging der Hitlerstellvertreter Rudolf Hess im Militärgefängnis Berlin-Spandau Selbstmord. Seitdem versuchen Alt- und Neonazis alljährlich seiner zu gedenken. Im Kern geht es dabei jedoch um den Versuch, den Nationalsozialismus zu rehabilitieren und ein revisionistisches
Geschichtsbild zu etablieren. Dem setzen wir unseren Antifaschistischen Aktionstag entgegen.

Die Kampagne NS-Verherrlichung stoppen! hat sich im Jahr 2004 gegründet, um das neonazistische Gedenken in Wunsiedel nicht unwidersprochen hinzunehmen. Und wir werden uns den Nazis auch in diesem Jahr entgegenstellen. Sollte der Hessmarsch in diesem Jahr in Wunsiedel erlaubt werden, werden wir da sein und zeigen, was wir von diesem Totentanz halten: rein gar nichts!
Sollte der Hessmarsch nicht in Wunsiedel stattfinden, werden wir unseren Antifaschistischen Aktionstag an einem anderen Ort durchführen.

18. August: Antifaschistischer Aktionstag gegen das neonazistische Gedenken an Rudolf Hess

Achtet auf weitere Ankündigungen! Infos: www.ns-verherrlichung-stoppen.tk

Letzte Infos: Das Bundesverfassungsgericht hat das Verbot des Hess-Marsches in Wunsiedel bestätigt. Es gibt mehrere   Ersatzveranstaltungen der Nazis, u.a. in München, Jena, Gräfenbrück, Kolding (DK) und Friedrichshafen.

Die Busse von NS-Verherrlichung-stoppen fahren nach JENA.
Dort beginnt die antifaschistische Kundgebung um 10 Uhr auf dem Engelplatz


Donnerstag, 23.08.2007: Nachbereitung der Gegenaktivitäten zum Hessmarsch im Rahmen des Antifa-Cafés 19 Uhr, Alte Meierei, Hornheimerweg 2, Kiel

Lübeck, 31.3.2007: Naziaufmarsch stoppen!

Am 31.3.2007 wollen Nazis um den NPD-Funktionär Jörn Lemke in Lübeck aufmarschieren. Sie haben wieder einen „Trauermarsch“ zum „Gedenken an den alliierten Bombenterror“ angemeldet.

Doch in Lübeck ist die Luft dünn geworden für Faschisten: 2006 hat es ein breites Bündnis geschafft, zwischen 3.000 und 4.000 Menschen gegen die Nazis auf die Straße zu bringen. An den Blockaden nahmen alle Teile der vom Bündnis mobilisierten antifaschistischen Bewegung teil: Autonome und Linksradikale standen und saßen neben Menschen aus dem kirchlichen Spektrum, SozialdemokratInnen, Mitgliedern von Linkspartei und Grünen, SchülerInnen und GewerkschafterInnen. Sie alle zusammen haben den Nazis den Weg in die Lübecker Innenstadt versperrt.

In diesem Jahr mobilisiert dieses Bündnis – in dem auch Avanti mitarbeitet – erneut unter dem Motto „Wir können sie stoppen“ gegen den Nazi-Aufmarsch.

Antifaschistische Demonstration 31.3.2007, 10 Uhr, Markt

mehr Infos: www.wir-koennen-sie-stoppen.de


Veranstaltungen in Lübeck:

SO, 11.3.2007, 16 Uhr, Café Brazil, alternative, Lübeck: Info- und Mobilisierungsveranstaltung zur Antifa-Demo

SO, 25.3.2007, 16, Uhr, Café Brazil, alternative, Lübeck: Was tun, wenn's brennt? Infoveranstaltung für Jugendliche zum Verhalten auf Demonstrationen und gegenüber der Polizei.

Diese Veranstaltungen finden in Kooperation mit BASTA! Linke Jugend und Anarchist Federation statt.

Rock gegen Rechts in Lübeck:

SA, 17.3.2007, 20 Uhr, Burgtor

Veranstaltungen in anderen Orten:

Kiel: DO, 15.3.2007, 19 Uhr, Alte Meierei

Bad Oldesloe: 22.3.2007, 19 Uhr, Inihaus, Turmstr. 14

Hannover: 26.3.2007, Ort und Zeit folgt ...

Hamburg: 29.3.2007, 19 Uhr, Rote Flora, Hamburg

Kiel: Antifa-Café - was is 'n das?

Antifa-Café in Kiel

Wir sind ein Zusammenschluss von verschiedenen Gruppen, die das Projekt Antifa-Café angestoßen haben. Wir wollen hiermit einen Raum in Kiel schaffen, in dem sich Menschen, die sich für Antifa-Arbeit und linke Politik interessieren oder bereits aktiv sind, treffen, austauschen und vernetzen können.

Wir wollen das Café außer mit ungezwungenen Pläuschchen und leckeren Getränken, mit verschiedenen Info- und Diskussionsveranstaltungen, Filmabenden und anderen Inhalten füllen. Es soll damit ein offener, regelmäßiger und lebendiger Ort für Antifas geschaffen werden, an dem mensch außerhalb von übereilten Treffen z.B. anlässlich eines Naziaufmarsches ohne die Zeit im Rücken zu haben, diskutieren und sich kennenlernen kann.

Das Antifa-Café soll zweimal im Monat donnerstags in der Alten Meierei (Hornheimer Weg 2, Kiel) stattfinden. Vorstellen wollen wir uns am Donnerstag, 15.03. ab 19 Uhr mit einer Infoveranstaltung zu den geplanten Gegenaktivitäten zum Naziaufmarsch am 31.03. in Lübeck.

Wir freuen uns auf Euer Erscheinen, Antifa-Jugend Kiel (ajk) / autonome/antifaschistische Linke (a/al) / Avanti-Projekt undogmatische Linke Kiel / Gruppe Zunder

Kiel, 22.2.2007: Mobilisierungsveranstaltung zu Halbe

Veranstaltung:

22. Februar 2007, 20.30, Hansastr. 48, Kiel

Antifaschistische Kundgebung:

3. März, 10 Uhr, Baruther Str./Teichmannstr., Halbe/Brandenburg

Infos: www.ns-verherrlichung-stoppen.tk

 

Berlin: Solidarität mit Matti

Matti wird vorgeworfen, an einer Auseinandersetzung mit zwei Neonazis in  Lichtenberg beteiligt gewesen zu sein. Die Neonazis trugen dabei  keine schweren Verletzungen davon. Gegen Matti wird nun wegen „versuchten  Totschlags“ ermittelt und er sitzt bereits seit dem 12. Dezember in Untersuchungshaft.

Mehr Infos: www.freiheitfuermatti.com

Hamburg, Februar 2007: antifaschistische Veranstaltungsreihe in der Werkstatt 3

Aktuelle Tendenzen in der rechten Szene

Veranstalter: Werkstatt 3 in Kooperation mit Avanti - Projekt undogmatische Linke

Ort: Werkstatt 3, Nernstweg 32-34, Hamburg


Dienstag 06. Februar • 19:30 h • 2 Euro

"...ein Volk steht und fällt mit seinen Frauen"
- Frauen in der extremen Rechten

Mit Anna Diegelmann

Rechtsextremismus ist keine reine Männersache. Seit Anfang der 90er Jahre gründete sich innerhalb der extremen Rechten eine Vielzahl von Frauengruppen, die ganz unterschiedliche Themenfelder bearbeiteten, von allgemeinpolitischen Schulungen bis hin zu Vermittlung von Kinderspielzeug. Welche Rolle spielen diese Gruppierungen innerhalb der Szene? Sind diese Frauen emanzipiert? Welche Rolle spielen unterschiedliche Konzepte von Geschlecht in der völkischen Ideologie? Die Veranstaltung soll diesen Fragen nachgehen und einen Überblick über Gruppen, Aktivistinnen und Arbeitsfelder geben.

Dienstag 13. Februar • 19:30 h • 2 Euro

Neofaschismus in Hamburg

Mit Felix Krebs

Nicht nur im Osten Deutschlands, sondern auch in Hamburg haben neofaschistische Aktivitäten in den letzten Jahren zugenommen. Beinahe wöchentlich findet irgendwo in der Stadt eine Naziaktion statt. Die NPD, obwohl aktuell in einer Führungskrise, hat sich in enger Zusammenarbeit mit den militanten „Freien Kameradschaften“ zur stärksten Kraft entwickelt. Zur Bürgerschaftswahl Anfang 2008 ist sie jedoch auf die DVU angewiesen. Wie vollzog sich dieser Aufstieg, wie ist der aktuelle Stand der neofaschistischen Formierung, was sind die Versäumnisse des Staates und was kann die antifaschistische Bewegung tun?

Dienstag 20. Februar • 19:30 h • 2 Euro

Neo-Nazis als Globalisierungskritiker

Mit Marika Menker und Florian Hagemeister

Die extreme Rechte in Deutschland hat in den 1990er Jahren nicht nur die sog. "soziale Frage" (wieder)entdeckt, sondern tritt in jüngster Zeit auch als Kritikerin der Globalisierung und ihrer Folgen auf. Die NPD hat bereits angekündigt, den G 8-Gipfel in Heiligendamm zu einem ihrer Aktionsschwerpunkte 2007 machen zu wollen. Die Veranstaltung klärt über die Argumentationsmuster und -strukturen neofaschistischer Sozialdemagogie und Globalisierungskritik auf, zeigt deren völkisch-nationalistischen und auf die Verherrlichung von Arbeit gerichteten Kern und gibt Anregungen zu Gegenaktivitäten.

Dienstag 27. Februar • 19:30 h • 2 Euro

Odin, Thor und rechter Lifestyle

Mit Andreas Speit (Sozialwissenschaftler, Journalist)

Odin statt Jesus als Bekleidungsaufdruck, Thorshammer als Tattoo, „Bibel nein Danke“ als Aufkleber. In der neonazistischen Szene sind heidnische Götter, Zeichen und Parolen nicht bloß chic. Der Style transportiert die Ideologie. Seit der völkischen Bewegung verweben Rechte heidnische Religionsvorstellungen mit extrem-rechten Ideen. Sie dienen ihnen als Letztendbegründung ihre Weltvorstellung. Von einer alleinigen Instrumentalisierung der Religion auszugehen, verengt die Bedeutung. In einer neuen Studie wird der Relevanz heidnischer Vorstellungen für rechtsorietierte Jugendliche nachgegangen. Herausgeber Andreas Speit skizziert die Entwicklung neonazistisch-heidnischer Strukturen nach 1945, reflektiert ideologisch-religiöse Theoriegebilde und zeigt deren Dimension unter rechten Jugendlichen auf.


Mitglieder und Anhänger rechtsextremer Parteien und Organisationen wie NPD, DVU, Republikaner und der „Freien Kameradschaften“ haben keinen Zutritt zu den Veranstaltungen (nach § 6, VersG.)

Dresden, 13. Februar 2007: Naziaufmarsch blockieren!

Blockade: Den Nazis keinen Zentimeter !

Am 13. Februar 2007 planen Neonazis in Dresden wieder ihren alljährlichen Großaufmarsch zum Gedenken an die Bombardierung Dresdens im 2. Weltkrieg.

In diesem Jahr soll der Neonazi-Aufmarsch nicht nur be- sondern komplett verhindert werden.

Ein bundesweites Vorbereitungsbündnis und die Kampagne "NS-Verherrlichung stoppen!", an der AVANTI aktiv beteiligt ist, ruft dazu auf, sich an der Blockade gegen den Naziaufmarsch zu beteiligen.

Infos: www.venceremos.antifa.net ::: www.ns-verherrlichung-stoppen.tk ::: www.nazis-blockieren.tk

Hamburg, 10.2.2007: Nazikundgebung in Bergedorf verhindern!

Kein Platz den Nazis!

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Für den 10.2. rufen Neonazis der NPD und der "Freien Kameradschaften" zu einer Kundgebung in der Bergedorfer Fußgängerzone gegen den Bau einer Moschee auf.

Im Aufruf des Antifaschistischen Bündnisses Bergedorf heißt es: "Werden wir aktiv und verhindern wir das Auftreten der Neonazis! Unser Ziel für den 10.2. ist es, dass sich möglichst viele Menschen an der antifaschistischen Demonstration beteiligen und die Kundgebung der Nazis verhindern."

Aktuelle Entwicklungen:

Während das Verbot der Neonazi-Kundgebung aufgehoben worden ist, kriminalisiert die Hamburger Polizei die antifaschistische Demonstration durch absurde Auflagen. So soll diese u.a. auf 12 Uhr zwangsverlegt werden und in einer Gegend in Bergedorf stattfinden, in der unser Protest gegen die Neonazis kaum Öffentlichkeit findet und somit der politische Ausdruck stark geschmälert wird. Als Begründung für diese schikanöse Auflagen nennt die Polizei die Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Sie kriminalisiert damit
antifaschistischen Widerstand.
Doch wir lassen uns nicht verbieten. Sollten die Auflagen der Polizei vor Gericht wider Erwarten bestehen bleiben, so sollten
sich aktive AntifaschistInnen Alternativen für den Tag bereithalten: Auf dem Bergedorfer Markt wird von 10-15 Uhr eine
öffentliche Versammlung gegen die Neonazi-Kundgebung des Bergedorfer "Rathausbündnis", bestehend aus CDU, FDP, SPD,
GAL, Gewerkschaften, Kirchen, der Türkischen Gemeinde sowie Gerwerbetreibenden, stattfinden. Ebenfalls ab 10 Uhr gibt es in der Serrahnstraße vor dem DGB-Haus eine Veranstaltung gegen die Neonazis.

Letzter Stand: Der zuständige Richter am Verwaltungsgericht teilt unsere Auffassung, dass die Demo gegen den Naziaufmarsch in Bergedorf um 10°° Uhr beginnen soll und dass eine Zwischenkundgebung auf der  Kreuzung Vierlandenstraße o.k. ist auf dem Weg zum Mohnhof. Danach verläuft die Route durch Hassestraße und Rektor Ritterstraße mit dem Endpunkt Frascatiplatz.

Zur Zeit ist die Demo also genehmigt und wir rufen wie geplant auf zur antifaschistischen Demonstration am 10.2.2007 um 10°° Uhr am Bahnhof Bergedorf. Die Behörde hat noch die Möglichkeit Rechtsmittel beim Oberverwaltungsgericht einzulegen und hat dieses auch angekündigt.

Antifa-Infotelefon am 10.02.: 0152/5754681 // Ermittlungsausschuss: 040/43278778

Samstag, 10.2.2007, Bahnhof Bergedorf, Ausgang Weidenbaumsweg
10 Uhr Auftaktkundgebung, 10.30 Uhr Demobeginn

Gemeinsame Anreise aus Hamburg: 9 Uhr Hamburg Hauptbahnhof, DB Reisezentrum

Am Abend des 10.02. wird es im Café Flop, Wentorfer Straße 26 in Bergedorf eine Aftershow-Party geben.

Hamburg, 16.11.2006: Naziübergriff auf Veranstaltung unter Polizeischutz

Nazis greifen Infoveranstaltung des Hamburger Bündnis gegen Rechts und der DGB-Jugend an

Am vergangenen Donnerstag, dem 16. 11. 2006, griffen ca. 20 Neonazis eine Infoveranstaltung des „Hamburger Bündnis gegen Rechts“ und der DGB-Jugend im Wandsbeker Bürgerhaus an. Die Angreifer konnten zunächst von engagierten TeilnehmerInnen der Veranstaltung aus dem Vorraum gedrängt und von weiteren gewaltsamen Versuchen das Gebäude zu betreten abgehalten werden. Die VeranstalterInnen und deren HelferInnen beriefen sich hierbei auf den Hinweis „Mitglieder und Anhänger rechtsextremer Parteien und Organisationen wie NPD, DVU, Rep und der ‚Freien Kameradschaften’ haben keinen Zutritt zu der Veranstaltung (nach § 6, VersG)“, welchen sie an die Ankündigungen zu dem Vortrag angehängt hatten. Im Vorfeld hatte auch der verantwortliche Einsatzleiter der Polizei versichert, dass es mit diesem Zusatz rechtens sei, Neonazis von der Veranstaltung auszuschließen.

In der Hoffnung, dadurch einen störungsfreien und sicheren Abend für alle TeilnehmerInnen zu garantieren, riefen die Verantwortlichen nach den Angriffen der Nazis die Polizei. Zunächst hielten die Beamten die Angreifer auch von dem Gebäude fern, doch nachdem die Veranstaltung etwa zwanzig Minuten ohne Störung verlaufen war, wurde einer der Veranstalter vom Einsatzleiter herausgerufen. Diesen wies der Polizist dann darauf hin, dass er den Rechten Zutritt gewähren müsse, da dies eine öffentliche Veranstaltung sei und der Zusatz angeblich nicht in allen Ankündigungen zu finden gewesen wäre. Dies dementierten die VeranstalterInnen zwar, doch ließ sich der Beamte auf keine Diskussion ein und stellte den Verantwortlich nur die „Alternative“, die Veranstaltung sofort abzubrechen. Dies taten die Verantwortlichen dann auch, da sie es für unzumutbar und gefährlich für das Publikum, wie auch die Referentin hielten, einen Vortrag über die Strukturen der extremen Rechten durchzuführen, während etwa zwanzig Neonazis im Saal säßen. Während der Verhandlungen zwischen der Polizei und den VeranstalterInnen wurden außerdem vier TeilnehmerInnen der Veranstaltung von der Polizei abgeführt, da sie von einigen der Nazis wegen Körperverletzung angezeigt worden waren und die Polizei deren Darstellung unbesehen glaubte. Den Neonazis wurde von Seiten der Polizei jedoch nichts vorgeworfen, und so war es ihnen möglich, den von der Polizei durchgesetzten Abbruch der Veranstaltung zu beklatschen.

Die VeranstalterInnen sowie TeilnehmerInnen des gescheiterten Info-Abends empfanden das Verhalten der Polizei als einen Skandal. Der DGB wehrte sich in zwei Presseerklärungen gegen die Darstellung der Polizei und kündigte rechtliche Schritte an.

Abgesehen davon, dass es mehr als wünschenswert wäre, nicht nur theoretisch die juristische Möglichkeit zu haben, unerwünschte BesucherInnen von Veranstaltungen fernzuhalten, sondern diese auch durchsetzen zu können, steht offenbar die politische Seite der Diskussion noch aus. Die Presseberichte nach dem Vorfall in Wandsbek zeigen, dass es keinesfalls allgemein akzeptiert ist, Neonazis von Veranstaltungen auszuschließen, vor allem dann nicht, wenn diese sich auf ihre demokratischen Rechte berufen und getreu dem Motto „Redet nicht über uns, sondern mit uns“ sich als Diskussionspartner präsentieren. Dieses Motto ist nur eine verharmlosende Variante der sogenannten Wortergreifungsstrategie der Neonazis, in deren Rahmen sie versuchen, bei öffentlichen Veranstaltungen präsent zu sein, ein Forum für ihre rassistische und menschenverachtende Ideologie gestellt zu bekommen und sich letzten Endes als eine ganz normale, legitime politische Alternative im demokratischen Spektrum zu präsentieren. Eine gute und einfache Methode, dies zu verhindern, ist es, öffentliche Auftritte von Neonazis ganz zu unterbinden, sich auf ihre Argumente gar nicht erst einzulassen und , mal wieder, Faschismus als das zu sehen, was er ist: keine Meinung, sondern ein Verbrechen.

Avanti – Projekt undogmatische Linke – Ortsgruppe Hamburg

Norderstedt, 14.11.2006: Alternatives Kino zum Jahrestag der Reichspogromnacht

2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß ...

Am 14. November wird ein lokales Bündnis aus Sozialem Zentrum, ver.di Südholstein, IG BAU Hamburg-Nord, dem Info Archiv Norderstedt und der Norderstedter Ortsgruppe von AVANTI - Projekt undogmatische Linke an die Vorgänge am 9. November 1938 erinnern und präsentiert aus diesem Anlass in der Reihe Alternatives Kino Norderstedt, den Film „2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß“.

Darin geht es um die Aufarbeitung der verdrängten Nazi-Vergangenheit in der deutschen Familie Ludin. Der Film wird auf seiner offiziellen Homepage als "intimes und doch beispielhaftes Filmdokument" und als "hochemotionaler Bericht aus dem Inneren einer deutschen Familie" bezeichnet: "60 Jahre nach Kriegsende spielt die Hitlerkatastrophe in deren Leben (der Ludins) noch immer eine brennend kontroverse Rolle".

Beginn ist um 20.00 Uhr im Spectrum Kino Norderstedt (Rathausallee, Nähe U - Bahn Norderstedt Mitte). Der Eintritt beträgt 4 Euro.

Infos zum Film: www.2oder3dinge.de

Peter Gingold, antifaschistischer Widerstandskämpfer, Kommunist aus jüdischem Elternhaus, Internationalist starb am 29.10.2006 im Alter von 90 Jahren.

Ein antifaschistischer Kämpfer lebt nicht mehr

In die Städte kam ich zur Zeit der Unordnung
Als da Hunger herrschte.
Unter die Menschen kam ich zu der Zeit des Aufruhrs
Und ich empörte mich mit ihnen.
So verging meine Zeit
Die auf Erden mir gegeben war.

aus Berthold Brecht „An die Nachgeborenen“, dem Lieblingsgedicht von Peter Gingold

Wir die „Nachgeborenen“ haben ihn wegen seines mutigen Widerstandes im deutschen Nationalsozialismus bewundert. Aber auch für seine Ausdauer in den folgenden Jahrzehnten, wenn wir ihn zum Teil persönlich als Mitstreiter unserer Aktionen kennen lernen konnten.
Avanti - Projekt undogmatische Linke im Oktober 2006

Hamburg, 2.11.2006: Demo und Kundgebung für die Freilassung von Kaweh Kazrounian

Kaweh ist frei!

Gestern Mittag wurde unser niederländischer Genosse, nach 18 Tagen (und damit etwa 432 Stunden) U-Haft, gegen eine Kaution von 2000 EUR freigelassen! Kaweh war am Samstag, den 14.10., nach antifaschistischen Aktionen gegen den Nazi-Aufmarsch in Hamburg-Wandsbek festgenommen worden und saß seitdem im Untersuchungsgefängnis Holstenglacis. Gestern gab es aus diesem Grund eine Demonstratíon in Hamburg. Etwa 350 AntifaschistInnen hatten sich an der Sternschanze versammelt und begrüßten Kaweh zurück in Freiheit. Durch den kalten Hamburger Abend zog die Demo dann zum Untersuchungsgefängnis, um unseren Protest gegen die Willkür und die Repressionen gegen linken, antifaschistischen Widerstand auszudrücken.

Vor dem Knast sprach Kaweh ein Grußwort und Dankeschön für die bereits gelaufene Solidarität und verdeutlichte, dass der Widerstand gegen Neonazis wichtig und notwendig sei.
Solidarität benötigt Kaweh immer noch. Schließlich steht ihm hier in Hamburg ein Prozess bevor, der Kosten mit sich bringt. Um ihn damit nicht alleine zu lassen, spendet eifrig auf dieses Konto: Rote Hilfe e.V., Stichwort: Kaweh, Kto.-Nr.: 84610203, BLZ 200 100 20, Postbank Hamburg

Halbe, 18.11.2006: Aktionen gegen faschistischen "Heldengedenken"

Antifaschistischer Aktionstag in Halbe

Kurz vor der Kapitulation Deutschlands fand im brandenburgischen Halbe die letzte große Kesselschlacht statt. Über 40 000 Menschen starben im April 1945, etwa die Hälfte waren Rotarmisten. Um die andere Hälfte - Wehrmachts- und SS-Soldaten, Volkssturm - und HJ-Angehörige - trauen seit 2003 wieder verstärkt Neonazis in aller Öffentlichkeit. War das "Heldengedenken" in Halbe von 1992 bis 2002 verboten, finden nun regelmäßig Aufmärsche von Neonazis zum Volkstrauertag statt. Neben einem breiten bürgerlichen Bündnis organisieren AntifaschistInnen aus Berlin dieses Jahr einen Aktionstag gegen den Naziaufmarsch in Halbe. Die Kampagne NS-Verherrlichung stoppen unterstützt den Antifaschistischen Aktionstag in Halbe.

Antifaschistischer Aktionstag: 18.11.2006 ab 10.00 Uhr in Halbe

Mehr Infos: www.redhalbe.de.vu und www.ns-verherrlichung-stoppen.tk


Info- und Mobilisierungsveranstaltung in Kiel:
Mittwoch, 8.11.2006, 19:30h im Subrosa, Elisabethstr. 25

Hamburg, 14.10.2006: Antifaschistischer Aktionstag gegen NPD-Aufmarsch!

Kein Fußbreit den Nazis - in Hamburg oder anderswo!

Für den 14. Oktober hat die neofaschistische NPD unter dem Motto "Nationale Arbeitsplätze statt internationaler Profite" einen Aufmarsch durch die Hamburger Innenstadt angemeldet. Angesichts des auch mit Gewalt geführten Wahlkampfes und der Wahlerfolge der Nazis in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist es ein besonderer Skandal, dass der Hamburger Senat nichts gegen diesen Nazi-Aufmarsch unternimmt.

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts ruft zu einem Antifaschistischen Aktionstag gegen die Nazis auf. Neben Info- und Kulturveranstaltungen wird es eine Demonstration geben.

14.10.2006: Antifaschistischer Aktionstag,  Beginn: 10.30 Uhr - Gänsemarkt, Hamburg

KIEL: Treffpunkt für gemeinsames Bahnfahren nach HH: 14.10.2006, 8.00 Uhr, Kiel HBF

LÜBECK: Treffpunkt 8.45 Uhr, Hauptbahnhof

Antifaschistische Kundgebung in Wandsbek angemeldet -
Nazidemo auf 12 Uhr verschoben

Nachdem gestern bekannt wurde, dass die Demonstration der NPD nach Wandsbek verlegt wurde, hat sich ein neues Szenario ergeben. Die antifaschistische Bündnisdemo durch die Innenstadt beginnt wie geplant pünktlich um 10.30 Uhr am Gänsemarkt und soll zügig durchgeführt werden. Danach bleibt noch genug Zeit, nach Wandsbek zu kommen, denn die Nazi-Demo ist laut NPD und Freiem Widerstand auf 12.00 Uhr ab Wandsbeker Chaussee verlegt worden, nur das AB Nord hat geschlafen und mobilisiert noch für 11.00 Uhr ebenfalls nach Wandsbek.

In Wandsbek ist in Absprache mit der Versammlungsbehörde eine antifaschistische Gegenkundgebung ab 12.00 Uhr angemeldet und genehmigt, Ecke Eilbeker Weg/Richardstr./Wandsbeker Chaussee - direkt an der Naziroute gelegen.

Aufgrund dieser Entwicklung gibt es auch bei der GAL Überlegungen, einfach die gesamte für den Gerhart-Hauptmann-Platz geplante Kundgebung nach Wandsbek zu verlegen.

Naziroute: Auftaktkundgebung Hammer Steindamm/ Wandsbeker Chaussee (U-Bahn Wandsbeker Chaussee) > Abmarsch > Wandsbeker Markstraße > Endkundgebungsplatz Hasselbrookstraße/Landwehr (S-Bahn Landwehr) NPD und Kameradschaften rechnen mit ca. 200 TeilnehmerInnen.

Ermittlungsausschuss: 040-432 78 778 (ab 10h)

Nürnberg, 14.10.2006: Naziaufmarsch stoppen!

Nazis in Nürnberg stoppen!

Für den 14. Oktober 2006 rufen Nazis zum Aufmarsch nach Nürnberg auf. Das Motto lautet "Recht statt Rache - Revision der Nürnberger Prozesse". Anmelder ist der bekannte Neo-Nazi Christian Malcoci.
Avanti - Projekt undogmatische Linke unterstützt die Gegenaktionen gegen dieses besonders infame Beispiel für die Verdrehung der Geschichte und die Verherrlichung des Nationalsozialismus.
Weitere Informationen gibt es unter www.nazistopp.tk

19. August 2006: Antifaschistischer Aktionstag

Rudolf-Heß-Gedenkmarsch in Wunsiedel bleibt verboten! Die antifaschistische Mobilisierung geht weiter!

Für Wunsiedel bleibt der "Rudolf-Heß-Gedenkmarsch" in diesem Jahr verboten! Das Bundesverfassungsgericht und damit die höchste Instanz hat entschieden: Auch in diesem Jahr wird es keinen "Rudolf-Heß-Gedenkmarsch" in Wunsiedel geben. Wie der diesbezüglichen Pressemitteilung zu entnehmen ist, lehnte das Bundesverfassungsgericht Jürgen Riegers Antrag auf Gewährung von Eilrechtsschutz in der Entscheidung vom 14. August ab. Auch das BVG sieht, wie die vorherigen Instanzen, die Gefahr des Verstoßes gegen den § 130 Abs. 4 StGB. Ebenso wie im letzten Jahr angeführt, müsse die Rechtslage in dem mittlerweile laufenden Hauptsacheverfahren zunächst grundsätzlich geklärt werden. Das bedeutet, dass der Hess-Marsch zwar in diesem Jahr nicht in Wunsiedel stattfinden wird, dass jedoch die grundsätzliche Möglichkeit des Heß-Gedenkens in Wunsiedel für die Zukunft ungeklärt bleibt.

Kampagne "NS-Verherrlichung stoppen!" mobilisiert weiter gegen Hess-Gedenkmarsch!

Auch wenn sich die Meldungen momentan überschlagen: Die Kampagne "NS-Verherrlichung stoppen!" geht nach wie vor davon aus, dass die Nazis versuchen werden, am 19. August einen zentralen Aufmarsch zum Gedenken an Rudolf Hess durchzuführen. Der Ort Wunsiedel ist zwar ein ein wichtiger Punkt in ihrem Gedenken, doch im Mittelpunkt steht für sie die Person Rudolf Hess. Dementsprechend stehen bei den Nazis momentan mehrere Alternativen zur Debatte. Solange also für die Nazis die Möglichkeit besteht, doch noch eine zentrale Ersatzveranstaltung in einem anderen Ort als Wunsiedel zu machen, wird die Kampagne "NS-Verherrlichung stoppen!" ihre Mobilisierung mit aller Kraft aufrecht erhalten! Wir rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten dazu auf, sich auf dem Laufenden zu halten, sich zu informieren und sich darauf vorzubereiten, eine zentrale nationalsozialistische Gedenkveranstaltung zu Ehren des Hitlerstellvertreters Rudolf Heß unmöglich zu machen!


Letzte Mobilisierungsveranstaltung zu Wunsiedel in Kiel: 17.8.2006, 19.30 Uhr, Hansastrasse 48.

Busfahrkartenverkauf in Kiel über die Telefonnummer: 0160-1191335 oder E-Mail: abnachwunsiedel@web.de
(Bitte unbedingt die Busfahrkarten möglichst bald kaufen! Wenn wir nicht nach Wunsiedel fahren oder zu einer zentralen Ersatzveranstaltung, dann gibt es das Geld für die Busfahrkarte zurück.)

Hamburg, 6. Juli 2006: antifaschistische Informationsveranstaltung

Neonazis in Norddeutschland - Strukturen und aktuelle Entwicklungen

An jedem Wochenende erleben wir mehrere Nazi-Aufmärsche, Infotische der NPD sind schon fast Alltag, und die NPD wird immer deutlicher zum organisierenden Zentrum der neofaschistischen Szene. Nachdem zunächst noch ein Teil der militanten „freien Kameradschaften“ unter Führung von Christian Worch Distanz hielt, taucht genau diese Truppe jetzt regelmäßig als Bündnispartner an der Seite der NPD auf. Offensichtlich fühlt sich die vereinte faschistische Rechte im Aufwind, denn offensiv verfolgte sie „den Kampf um die Straße, die Köpfe und die Parlamente.“

Auch in Hamburg versuchen sie sich zu einer „alltäglichen“ Erscheinung zu machen: HIAG-Treffen im Haus des Handwerks, Altnazis als „Zeitzeugen“ zum 8. Mai und zuletzt ihr Auftritt in Eimsbüttel erfordern ständig antifaschistische Mobilisierung.

Ein Erfolg ist immerhin zu verzeichnen: der Nazi-Laden Odin und Freya in der Talstraße wird zumindest dort verschwinden, nachdem AnwohnerInnen immer wieder auch gegenüber dem Vermieter deutlich gemacht haben, dass sie keine Nazis als Nachbarn wollen.

Wir wollen mit vielen Menschen darüber ins Gespräch kommen, was Nazis wollen, warum sie so gefährlich sind und was man gegen sie tun kann.

Infoveranstaltung: Donnerstag, 6. Juli, 19.00 Uhr, Hamburg-Haus (Doormannsweg), kleiner Saal.

Eine Veranstaltung des Hamburger Bündnis gegen Rechts.

Mitglieder und Bündnispartner der NPD und ihnen nahe stehende Kräfte sind nicht willkommen und werden hiermit ausdrücklich von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Kiel, 1.7.2006: Rote Karte für die Nazikundgebungen in Kiel und Neumünster !

Trauriger Anblick ...

Einen traurigen Anblick boten die ca. 20 Nazis aus Kiel, Hamburg und Nordfriesland am letzten Samstag bei ihrem Versuch, eine Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz abzuhalten. Schon bei der Anreise hatten die Nazis anscheinend diverse Schwierigkeiten, so dass drei der Nasen eine ganze Zeit allein im und am Bahnhof warten mussten, wobei einer von ihnen auch direkt mit einem heißen Kaffee begrüßt wurde.

Von der 1 1/2 stündigen Kundgebung der Nazis war dann auch nicht viel zu sehen, da sich die Nazis hinter einer Polizeikette in einer Ecke des Bahnhofvorplatzes vor den gut 200 AntifaschistInnen verstecken mussten. Von den durch Herrmann Gutsche, Jens Lütke, Jörn Lemke (HL) und Alexander Hohensee (HH) verbreiteten Hetztiraden war durch den lauten und bunten Protest der auf dem Bahnhofsvorplatz versammelten AntifaschistInnen auch kaum ein Wort zu verstehen.

Auch die massive, völlig überzogene Präsenz der Polizei an diesem Tag konnte den AntifaschistInnen ihre gute Stimmung nicht verderben. Trotz der gut zwei Stunden dauernden Provokation gab es nur zwei Festnahmen, eine davon wegen des Werfens einer leeren Plastikflasche, die andere wohl wegen einer "Wasserbombe".

Nach dieser, wie für Kiel inzwischen fast üblichen, peinlichen Vorstellung der Nazis war ihnen dann auch die Lust auf die Wiederholung eines solchen demoralisierenden Auftritts in Neumünster vergangen. Dort tauchten sie zu ihrer im Anschluss an Kiel angemeldeten Kundgebung erst gar nicht mehr auf.

Nicht zuletzt die fast durchwegs positiven Reaktionen auf das im Umfeld der Kundgebung und in der Holstenstraße verteilte Flugblatt des Runden Tisches gegen Rassismus und Faschismus sowie die - angesichts der kurzen Mobilisierungsphase und den vielen anderen Veranstaltungen an diesem Wochenende - hohe Beteiligung an den Gegenaktivitäten zeigen erneut, dass Kiel kein gutes Pflaster für Nazis ist und sie hier nicht geduldet werden.

Wir werden ihnen auch bei allen weiteren Versuchen in Kiel mit ihrer menschenverachtenden faschistischen Propaganda Fuß zu fassen zeigen, dass sie hier nichts zu suchen haben!

Svenborg, 10. Juni 2006: Demonstration gegen Naziaufmarsch - Bus aus Flensburg

Naziaufmarsch in Svendborg (DK) am 10. Juni - Antifaschistische Gegendemonstration!

Am 10. Juni wollen die rechtsextremen Organisationen "Dansk Front" und "de National Liberale" in Svendborg (nahe Odense) eine anti-muslimische Demonstration unter dem Motto "Akkari und Laban raus aus Dänemark" durchführen. Die Demonstration der Nazis wird im Krøyers Have in Svendborgs Zentrum stattfinden. Die Antinazidemonstration startet am Bahnhof.

Wir wollen unsere dänischen GenossInnen in ihrem Kampf gegen Faschismus und Ausländerfeindlichkeit unterstützen und fahren deshalb am Samstag den 10.06.06 von Flensburg aus nach Svendborg.

Busfahrkarten gibt es für nur 5,- Euro im Infoladen Subtilus in der Norderstasse 41 und in der Carl von Ossietzky Buchhandlung im Heiligengeistgang 9, jeweils in Flensburg.

Infos: 0179/8465729 und www.klassen-los.de

Kiel, 3/4.6.2006: Naziaufmarsch verhindern + Wiedereröffnung der Meierei

Blockade des Naziaufmarsches in Kiel im Januar 2005Nazis kielholen !

Das alternative Kultur- und Politikzentrum "Alte Meierei“ feiert am nächsten Samstag und Sonntag (3.6. und 4.6.2006) nach einer mehrmonatigen Kampagne gegen das von der Stadt verhängte Konzertverbot seine Wiedereröffnung.

Dies nimmt die NPD zum Anlass zu einer Demonstration durch Kiel unter dem Motto „Keine Steuergelder für Chaotenzentren!“ aufzurufen.

Wir wollen uns diese Provokation nicht bieten lassen und rufen daher - zusammen mit dem Runden Tisch gegen Rassismus und Faschismus sowie vielen verschiedenen anderen antifaschistische Gruppen und Organisationen - dazu auf, am Samstag, den 3.6.06 ab 11.00 Uhr zur antifaschistischen Kundgebung Ecke Hummelwiese/Sachaustr. zu kommen und den Nazis einen entschlossenen, bunten, kreativen und lauten Protest entgegenzustellen!

Das NutzerInnenplenum der Alten Meierei ruft dazu auf, sich an der antifaschistischen Kundgebung sowie allen weiteren Aktivitäten gegen den Nazi-Aufmarsch zu beteiligen und der offensichtlichen Provokation zur Wiedereröffnung der Meierei eine Absage zu erteilen.

Zeigen wir den Nazis das Kiel auch dieses Mal - wie 1999 und Januar 2005 - kein gutes Pflaster für sie ist!

Da sich das NutzerInnenplenum der "Alten Meierei" seinen Terminkalender nicht von irgendwelchen Nazis diktieren lässt, wird die Wiedereröffnungsfeier in der Meierei wie geplant Samstag ab 14.00 Uhr beginnen.

Also am Samstag, den 3.6.06 erst Nazis kielholen und dann zusammen in der Meierei kräftig feiern!

Samstag, 3.6.2006, ab 11 Uhr: Antifaschistische Kundgebung, Ecke Hummelwiese/Sachaustrasse

EA-Nummer: 0431/563717

Naziroute: ab 12 Uhr Treffpunkt Ringstraße dann Königsweg - Harmsstraße - Papenkamp - Melanchthonstraße (dort Kundgebung) - Kirchhofallee - Ringstraße (siehe Karte - draufklicken macht sie größer!)

Letzte Meldung: Die Stadt Kiel hat den Naziaufmarsch verboten. Da aber unklar ist, ob die Nazis dieses Verbot noch juristisch anfechten werden und ob sie damit Erfolg haben, bleibt der Aufruf zur antifaschistischen Kundgebung bestehen! Auch die Anreise von auswärts lohnt sich in jedem Fall - schließlich lockt auch die Party in der Meierei ...

Wiedereröffnung mit fettem Programm!

Der Veranstaltungsbetrieb in der Meierei wird wieder aufgenommen. Zur Wiedereröffnung gibt's eine zweitägige Feier mit Kinderprogramm, Infoveranstaltungen, Cocktails, DJs und jeder Menge Live-Musik. Das Programm findet Ihr hier: http://www.altemeierei.de/tiki-read_article.php?articleId=677

Einen Artikel aus den Kieler Nachrichten, der auch einen Einblick in den Stand der Auseinandersetzung um die Meierei gibt, gibt's hier: http://www.altemeierei.de/tiki-read_article.php?articleId=688

Samstag, 3. Juni 2006, ab 14 Uhr und Sonntag, 4. Juni ab 12 Uhr

Mehr Infos: www.altemeierei.de

enough is enough Nr. 25 erschienen

Antifaschistische Zeitschrift zur WM ist da !

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hat die antifaschistische Zeitschrift ENOUGH IS ENOUGH jetzt ein Schwerpunktheft herausgegeben. Das über 60 Seiten starke Heft erinnert an die von den Nazis verfolgten Spieler, kritisiert die Behandlungen der Fans als potenzielle Kriminelle und spricht sich gegen den nationalen Hype aus, der in Deutschland um das Fußballfest gemacht wird. Daneben finden sich Insider-Reports über Rassismus und Nazis im Fußball Italiens, Spaniens, Polens und Englands; und schließlich wird auch gezeigt, wie die Neonazis versuchen, mit dem Thema Fußball neue Anhänger zu gewinnen.

Das Heft ist ein Muss für alle, die die FIFA und den nationalen Hype zum Kotzen finden und sich für antifaschistische Perspektiven auf den schönsten Sport der Welt interessieren.

Preise: 1 Ex.: 3 Euro + 1 Euro Versand (Vorkasse) / 10 Ex.: 25 Euro incl. Versand
Bestellungen an: Enough Is Enough/rat, c/o Schwarzmarkt, Kleiner Schäferkamp 46, 20357 Hamburg
Konto-Verbindung: A. Hoffmann Konto-Nr. 408352201 BLZ 20010020 Postbank Hamburg Stichwort: Fußball-Enough

Rostock, 1.5.2006: Naziaufmarsch stoppen

No Nazis, anywhere !

Weder auf der Straße noch im Parlament! 1.Mai bleibt links !

Nach dem Erfolg in Sachsen schickt sich die NPD an, auch in Mecklenburg–Vorpommern in den Landtag einzuziehen. Mit einem bundesweiten Aufmarsch in Rostock am 1. Mai 2006 wollen die Neonazis in den Wahlkampf starten. (...)

Der 1. Mai ist für die Neonazis kein beliebiger Anlass, ihre populistischen Forderungen nach »Arbeit zuerst für Deutsche« in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Frage sozialer Spannungen hat sich in Mecklenburg–Vorpommern zu einem zentralen Thema der Rechten entwickelt. Mit Parolen gegen Sozialabbau und Globalisierung wirbt die NPD für einen »nationalen Sozialismus«. (...)

Soziale Gerechtigkeit muss aber darauf abzielen, alle Menschen am gesellschaftlichen Reichtum zu beteiligen. (...) Daher gilt es insbesondere an diesem 1. Mai in Rostock zu zeigen, dass mit unserer emanzipatorischen Kritik der kapitalistischen Verhältnisse, die tagtäglich Armut, Repression und Entfremdung hervorbringen, auch die Ablehnung aller Formen rechten Gedankengutes einhergeht.

aus dem Aufrufflugblatt. Ganzen Text lesen (PDF, 66 KB)

Zu den Aktivitäten am 1. Mai rufen auf: Antifaschistische Aktion 1. Mai / Antifaschistische Aktion Bad Oldesloe / Antifa Greifswald / Antifaschistische Linke Berlin / Antifa Neubrandenburg / Antifa Wismar / Avanti – Projekt undogmatische Linke / solid – Sozialistische Jugend

 

Zum Verlauf der Demonstrationen und dem skandalösen Verhalten der Polizei siehe die Pressemitteilungen des "Antifaschistischen Aktionsbündnis 1. Mai

Hamburg, 4. Mai 2006: 61 Jahre Befreiung des KZ Neuengamme

Gedenkveranstaltung zum Tag der Befreiung

Veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. und dem Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V.


17.00 Uhr

Internationale Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung

(KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Mahnmal, Jean-Dolidier-Weg 39)
Es sprechen: Ulrike Jensen, Arbeitsgemeinschaft Neuengamme / Dr. Christoph Krupp, Leiter des Bezirksamtes Bergedorf / Afko Schoonbeek, Stichting Vriendenkring Neuengamme (Niederlande) / Karl-Heinz Schultz, Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Musikalische Begleitung: Gewerkschaftschor Hamburg

11.00 Uhr

Photos: Mark Mühlhaus präsentiert seine Aufnahmen vom 60. Jahrestag der Befreiung 2005.
(KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum, Jean-Dolidier-Weg 75)

15.00 Uhr

Zeitzeugen: Niederländische und deutsche KZ-Überlebende berichten
1. Fritz Bringmann, Deutschland 2. W. J. Alosery, Niederlande 3. B. Bavelaar, Niederlande
(KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Studienzentrum, Jean-Dolidier-Weg 75)

Hamburg, 8. Mai 2006: Demonstration und Veranstaltungen zum Tag der Befreiung

Dem rechten Lifestyle entgegentreten !

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen !

Die kürzlich erfolgte Besetzung der NPD-Spitze in Hamburg mit jüngeren Neonazis und die Ankündigung der neuen NPD-Landesvorsitzenden Anja Zysk in Kürze in Hamburg stärker auftreten zu wollen, sind nur zwei weitere Anzeichen für ein offensiveres Vorgehen der faschistischen Akteure in Hamburg. Bereits in den letzten Jahren gab es zahlreiche öffentliche Aktionen der Neonazis und vermehrte Versuche, mit nationalistischer Demagogie neue AnhängerInnen zu gewinnen. Auch Konzerte im Hamburger Stadtgebiet und der Laden in der Talstraße stehen für die Ausbreitung rechten Lifestyles in der Stadt. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts, an dem sich Avanti seit dessen Gründung aktiv beteiligt, hat sich auf eine Kampagne gegen dieses Treiben der Nazis verständigt. Den Auftakt bildet eine Demonstration am 8. Mai, mit der einerseits an die Befreiung Europas vom Faschismus erinnert und andererseits die zunehmenden Neonazi-Aktivitäten skandalisiert werden sollen. In den folgenden Monaten sind weitere politische und kulturelle Aktionen und Veranstaltungen geplant.

Das Flugblatt des Hamburger Bündnisses als PDF (798 KB)

Antifaschistische Demonstration
8.Mai 2006, 16.30 Uhr, Gerhard-Hauptmann-Platz


Veranstaltungen zum 8. Mai

4. Mai

Mischszenen - Kooperation von Nazis und Mitgliedern anderer Milieus

19.00 Uhr Rote Flora (Schulterblatt)

5.Mai

Erich Schaffner singt und spricht: „Der Krieg ist nichts als die Geschäfte...“

19:00 Uhr im Movimento (Besenbinderhof 57a/ nahe ZOB)

6.Mai

Die Mörder von Sant´Anna sind unter uns. Bundesweiter Aktionstag für die sofortige Anklageerhebung gegen die SS-Täter.

Demonstration um 11.30, Uhr
HH Volksdorf, Platz der Weißen Rose

8. bis 12. Mai

Multimediaausstellung: Rechte Jugendkulturen - Zwischen Lifestyle, Clique und Partei

täglich 10-18:00 Uhr, Führungen und Seminareinheiten nach Vereinbarung
Ort: St. Johannis Kirche, Bremer Str. 9, nahe S Harburg-Rathaus

9. Mai

Filmvorführung zum SS-Massaker in
Sant´Anna Italien

20.30 Uhr im B-Movie, Brigittenstr. 5, St. Pauli

11. Mai

Christian Dornbusch: „Rechte Jugendkulturen“ Mode, Lifestyle, und Musik

19:00 Uhr im Movimento
(Besenbinderhof 57a/ nahe ZOB)

13. Mai

Rundgang durch die KZ Gedenkstätte Neuengamme

11:00 Uhr Treffpunkt: Haupteingang
der KZ-Gedenkstätte Neuengamme,

15. Mai

Lesen der Verbrannten Bücher

16:00 Uhr Uni-Campus Hamburg, neben VMP 9 (Ex-HWP)

16. Mai

Filmvorführung „Todesengel“ - über deutsche Kriegsverbrechen in Italien und den Hamburger Kriegsverbrecher Siegfried Engel

19.00 Uhr Kulturladen „Alles wird schön“ Friedrich-Naumann-Str. 27, Harburg,

Kiel/Lübeck, 18.4./19.4.2006: Veranstaltung zu NPD-Strukturen in Sachsen und MV

Landtagswahlen in Mecklenburg- Vorpommern

Nach dem Erfolg in Sachsen schickt sich die NPD an, auch in Mecklenburg- Vorpommern in den Landtag einzuziehen. Mit einem bundesweiten Aufmarsch am 1. Mai wollen die Neonazis in den Wahlkampf starten. Seit einiger Zeit kann die NPD beständigen Stimmenzuwachs verzeichnen. Stimmten im Jahr 2004 noch 10.000 Wähler/innen für ihre rassistischen Parolen, waren es ein Jahr später mehr als dreimal so viele. Über die momentane Situation in MV wird uns ein Referent im ersten Teil der Veranstaltung berichten.

Rechts rockt Sachsen

Vor mittlerweile zwei Jahren entschieden sich über neun Prozent der sächsischen Wähler/innen bei den Landtagswahlen im September 2004 für die NPD. Am 11. Februar 05 marschierten unter ihren Fahnen mehrere tausend Alt- und Neonazis aus ganz Europa durch Dresden. Während sich die NPD in Sachsen als Volkes Stimme erhebt, terrorisieren gewalttätige Neonazis auf den sächsischen Strassen alles, was sie für nichtdeutsch und nichtrechts halten. Die eng mit der NPD verbandelten „Freien Kameradschaften“ agieren selbstbewusster und militanter denn je zuvor.
Der Vortrag stellt die aktuelle Situation in Sachsen dar und thematisiert die Entwicklung der neonazistischen Szene. Er geht auf den anhaltenden Erfolg der NPD ein, aber ebenso auf aktuelle Trends innerhalb der sächsischen Kameradschaftsszene, die zu den bundesweit aktivsten und dynamischsten zählt.
Referent: Peter Conrady, Mitarbeiter von „a.l.i.a.s. dresden“ und Autor für die Zeitschrift „Der rechte Rand“.

18. April 2006, 19.00Uhr, Sub Rosa, Elisabethstrasse 25, Kiel

19. April 2006, 18.00 Uhr, alternative, Willy-Brandt-Allee 9, Lübeck

Auf beiden Veranstaltungen gibt es die Möglichkeit Busfahrkarten zu den Aktionen gegen den Naziaufmarsch in Rostock am 1. Mai zu erwerben!

Lübeck, 1.4.2006: Naziaufmarsch stoppen !

Wir haben sie gestoppt !

Etwa 4000 Menschen haben am 1.4.2006 an der Demonstration gegen den Naziaufmarsch in Lübeck teilgenommen. Nach einer Auftaktkundgebung auf dem Markt zog die Demonstration durch die Innenstadt, stoppte dann auf der Holstenbrücke und formierte sich dort zu einer teils sitzenden, teils stehenden Blockade, die den Nazis den Weg in die Innenstadt versperrte.

Alles sah nach Deeskalation aus, bis die Polizeiführung eine unverantwortliche und provokatorische Entscheidung traf: Die Nazidemonstration wurde in weitem Bogen um unsere Blockade herum geleitet, um doch noch an anderer Stelle in die Innenstadt zu gelangen. Daraufhin wurde die Aktion an der Holstenbrücke aufgelöst und mindestens 1500 Menschen bewegten sich sich schnell und entschlossen Richtung Dom. Die völlig überforderte Polizei konnte die AntifaschistInnen nur noch durch rücksichtlosen Einsatz von Knüppeln, Reizgas und Hunden stoppen. Dass es hierbei nicht zu einer völligen Eskalation gekommen ist, ist allein der Besonnenheit der AntifaschistInnen zu verdanken.

Die etwa 200 Nazis kamen schlussendlich nicht in die Innenstadt, sondern mussten kurz vorher umdrehen. Ihre Abschlusskundgebung ging im Pfeifkonzert der GegendemonstrantInnen und im etwa halbstündigen Dauerläuten der Domglocken unter.

Es gab zahlreiche Festnahmen und Verletzte durch Polizeigewalt an diesem Tag. ZeugInnen und Betroffene sind dringend aufgefordert sich zu melden: post@wirkoennensiestoppen.de (hier PGP-Key für verschlüsselte Kommunikation)

Auch wenn die Nazis ein gutes Stück marschiert sind: Sie sind nicht in die Innenstadt gekommen! Das breite Bündnis von Antifagruppen über Gewerkschaften bis hin zu kirchlichen Kreisen steht auch nach der Aktion solidarisch zusammen und ist sich einig in der scharfen Kritik am Polizeiverhalten. Der Fluch von Lübeck, dass wirksame Aktionen gegen Naziaufmärsche kaum mehr möglich schienen, ist gebrochen!

Lübeck, 1.4.2006: Naziaufmarsch stoppen !

Text des Bündnisaufrufs:

Wir können sie stoppen !

Am 1. April wollen Neonazis durch Lübeck marschieren - vom Hauptbahnhof aus vorbei am Holstentor durch die Innenstadt. Vor den drei Kirchen St. Petri, Dom und St. Marien haben sie Kundgebungen geplant. Als Anlass dient den Neonazis der 64. Jahrestag der Bombardierung Lübecks durch die britische Luftwaffe. Ganz bewusst bleibt in ihrem Aufruf unerwähnt, dass die Bomben eine Reaktion auf den deutschen Eroberungs- und Vernichtungskrieg waren. Kurz zuvor war die britische Stadt Coventry durch deutsche Luftangriffe vollständig zerstört worden. Das Geschehen von damals wird komplett aus seinem historisch-politischen Kontext gerissen. Die Toten der Bombardierung Lübecks werden von den Neonazis benutzt, um die millionenfachen Verbrechen des Nationalsozialismus vergessen zu machen. Ziel ist es, sich so wieder als politische Kraft zu etablieren - ein zynisches und durchsichtiges Manöver.

Die Geschichte mahnt uns, den Neonazis heute rechtzeitig und konsequent entgegenzutreten.

Viele positive Beispiele aus anderen Städten haben gezeigt, dass es möglich ist, sich erfolgreich gegen Nazi-Aufmärsche zur Wehr zu setzen. So gelang es Anfang letzten Jahres einem breiten gesellschaftlichen Bündnis in Kiel, mehr als 8.000 Menschen auf die Straße zu bringen. So konnte der Großteil der genehmigten Route eines Nazi-Aufmarsches erfolgreich blockiert werden. Auch in Lübeck muss endlich Schluss sein mit der schleichenden Gewöhnung an solche Nazi-Aktivitäten. Auch hier muss diesem Treiben endlich ein Ende gesetzt werden. Dafür ist es notwendig, dass alle demokratisch gesinnten Menschen gemeinsam auf die Straße gehen, geschlossen zusammenstehen und so ein deutliches Zeichen gegen Faschismus und Krieg setzen.

antifaschistische Demonstration, 1.4.2006, 10 Uhr, Lübeck, Markt

Der Aufruf wird unterstützt von:

alternative Tagungsstätte e.V., Arbeitslosenselbsthilfe e.V., attac Regionalgruppe Lübeck, Autonome Antifa Ostholstein, Autonomes Frauenhaus, Avanti - Projekt undogmatische Linke, Basta! Linke Jugend, Beirat für ökumenische Beziehungen des Ev.-luth. Kirchenkreises Lübeck, biff Beratung und Information für Frauen Lübeck e.V., Björn Böhning (Bundesvorsitzender der Jungsozialisten), Deutscher Freidenker - Verband (Landesverband Nord e.V.), DGB-Region Schleswig-Holstein Ost, Die Grünen Lübeck, Erich-Mühsam-Gesellschaft, Evangelische Jugend Lübeck, Frauenkommunikationszentrum Aranat e.V., Frauennotruf Lübeck, Gewerkschaftsjugend Lübeck, Grüne Jugend Hansestadt Lübeck, IG Bauen-Agrar-Umwelt (Bezirksverband Holstein), Imke Akkermann-Dorn (Pastorin, Evangelisch - reformierte Gemeinde Lübeck), JUSOS in der SPD, Kurdischer Kulturverein, Lienhard Böhning (Mitglied der Bürgerschaft, SPD), Linkspartei.Lübeck, Lübecker Bündnis gegen Rassismus, Lübecker Flüchtlingsforum, Lübecker Friedensplenum, Martin Schultner (Pastor, Paul-Gerhardt-Gemeinde Lübeck), MdB Lutz Heilmann (Linksfraktion), MdB Wolfgang Neskovic (Linksfraktion), Schülervertretung (Gymnasium am Mühlenberg, Bad Schwartau), Sprecherrat Lübeck (Burgtor), Stadtschülerparlament, ver.di (Bezirk Lübeck/Ostholstein), ver.di (Landesbezirk Nord), Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (Lübeck/Lauenburg), Volker Bethge M.A. (Pastor i.R.), Weltladen Lübeck

Desweiteren rufen zur Teilnahme an der Demonstration auf:

Astrid Baar (Pastorin der St. Lorenz Kirchengemeinde Travemünde), CVJM Lübeck e.V., Dörte Eitel (Pastorin der Bugenhagengemeinde Lübeck), Dorothea Fehring (Pastorin der Friedrich von Bodelschwingh Gemeinde), Dr. Bernd Schwarze (Pastor an St. Marien und St. Petri), Evangelisch-Lutherische Auferstehungsgemeinde, Evangelische Studierendengemeinde Lübeck, Gerhard Menn (Pastor der Sieben-Tags- Adventisten in Lübeck), Helmut Siepenkort (Propst und Pfarrer der kath. Kirchengemeinde Herz Jesu), Joachim Kirchhoff (Pfarrer der kath. Kirchengemeinde St. Birgitta), Johannes Ströh (St. Matthäi-Gemeinde), Lutz Heipmann (Pastor der Freien Evangelischen Gemeinde), Matthias Riemer (Dompastor), Monica und Stefan Müller (Pastoren der Heilsarmee), Ökumenische Regionalstelle des Ev.-luth. Kirchenkreises Lübeck, Rainer Fincke (Pastor der ev.-luth. Kirchengemeinde Kücknitz), Ralf Meister (Propst des ev.-lutherischen Kirchenkreises Lübeck), Rüdiger Schmidt (Regionsleiter des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt/Lübeck), Stefan Brune (Dechant, Kath. Dekanat Lübeck), Thomas Leßmann (D. Min., Evangelisch-methodistische Kirche), Thorsten May (Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Eichholz)

 

Mehr Infos: www.wir-koennen-sie-stoppen.de

Pläne der Routen der Antifa-Demo und des Naziaufmarsches. (Jeweils Stand der Anmeldungen)

Info-Telefon: 0451 - 79 58 50     Ermittlungsausschuss: 0451 - 70 70 646


Veranstaltungen:

 

Do, 23.3.2006, 19 Uhr, Info-Café Anna & Arthur, Katzenstr. 2, Lüneburg:

Mobilisierungsveranstaltung


Fr, 24.3.2006, 20 Uhr, Body & Soul, Lübeck:

10.000 Watt gegen Nazis

mit: AMP (Alternative), Movin Jack (Soul, Funk, Rock), Circus Kazoo (Pop-Rock), Dreiecksperiment (Hip-Hop) und Mustard-X (Pop-Rock)  Veranstalter: StadtschülerInnenparlament


Mi, 29.3.2006, 19.30 Uhr, Rote Flora, Achidi-John-Platz 1, Hamburg:

Mobilisierungsveranstaltung


Do, 30.3.2006, 19 Uhr, Gewerkschaftshaus, Lübeck:

Die Demonstrationspolitik der Neonazis

Veranstaltung mit Dr. Fabian Virchow (Institut für Konfliktforschung an der Philipps-Universität Marburg)

 

Dörverden, 27.3.2006: Mahnmal erneut geschändet

Neues vom Heisenhof

In der Nacht zu Montag den 27.03.2006 wurde das Mahnmal, das an die ZwangsarbeiterInnen der ehemaligen Pulverfabrik EIBIA erinnert, erneut geschändet. Es ist nun schon das dritte Mal.

Das Mahnmal steht gegenüber dem Heisenhof bei Dörverden, in dem Nazis

ein- und ausgehen. Nach wie vor ist dort ein reges Treiben zu beobachten, obwohl der Nazi-Anwalt Rieger mit dem geplanten Ausbau nicht vorankommt: So hat ihm der Landkreis Verden eine Verfügung zugestellt, das „Offizierswohnheim“, das nicht unter Denkmalschutz seht, abzureißen. Auch die Bauanträge für die drei denkmalgeschützten Gebäude konnten aus formalen Gründen abgelehnt werden.

Wie die AG-Mahnmal verkündet, wird wiederum eine neue Gedenktafel aufgestellt, die Planungen laufen. Auch ein weiterer Sonntagsspaziergang - inzwischen der fünfte - ist geplant, am 14. Mai wird es wieder zum Heisenhof gehen.

Aber offensichtlich haben nicht alle DörverdenerInnen etwas gegen Nazis. Bei der letzten Bundestagswahl hatte die NDP in Dörverden mit über 4 Prozent Stimmen ihr mit Abstand bestes Ergebnis im Wahlkreis Rotenburg-Verden erhalten. Inzwischen haben sich Nazis vom Heisenhof als Kandidaten der NPD für die Kommunalwahlen im September aufstellen lassen.

Hamburg, 16.3.2006: AntifaschistInnen blockieren HIAG-Treffen

SS-Treffen in Handwerkskammer erfolgreich verhindert

Eine „böse Überraschung“ erwartete die TeilnehmerInnen der Jahreshauptversammlung der „Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Soldaten der ehemaligen Waffen-SS“ (HIAG) vor den Räumen der Hamburger Handelskammer. Statt Hamburger Gastfreundlichkeit wurden sie von mehr als 50 AntifaschistInnen erwartet, die dem bunten Vereinsleben zumindest für dieses Mal ein Ende bereiteten. Während einige wenige SS-Veteranen versuchten, sich einen Weg durch die antifaschistische Blockade zu bahnen, drehten die meisten direkt um und steuerten ihre Fahrzeuge eiligst davon.

Seit vielen Jahren, so die Recherche der Hamburger AntifaschistInnen, trifft sich der bis zum letzten Jahr als gemeinnützig eingestufte und somit steuerbegünstigte Verein in den Räumen der Gastronomie Remter, der Hamburger Handelskammer. Nach den im Vereinsregister einzusehenden Vereinsunterlagen kehrte die HIAG erstmals am 4. Februar 1975 in dem gutbürgerlichen Restaurant ein.

Nach vorliegenden Tonbandaufzeichnungen ist es praktisch auszuschließen, dass den Mitarbeitern des „Remter“ die Identität der Gäste jahrelang unbekannt blieb. Da wurden Kriegsgeschichten aus dem Partisanenkrieg zum Besten gegeben, die geschmacklosesten rassistischen und antisemitischen Bemerkungen und Scherze mit Gelächter und Applaus bedacht.

Erfreulich immerhin, dass die Handelskammer, die etwa eine Stunde vor der Blockade durch einen Reporter offiziell informiert wurde, sofort die Veranstaltung absagte und den SS-Veteranen ein Hausverbot erteilte. Dies verunsicherte die eintreffenden Polizeibeamten und legitimierte gleichermaßen die antifaschistische Blockade.
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Lüneburg, 28.1.2006: Antifaschistische Proteste trotz Polizeistaatsaufmarsch

Antifa sagt danke !

Am 28. Januar 2006 konnten knapp 120 Neonazis am Stadtrand von Lüneburg einen Aufmarsch durchführen. Die zwei Kilometer lange Route umrundete eine Kleingartenkolonie und wurde in einer für Christian Worch rekordverdächtigen Zeit absolviert. Keine Stunde brauchten sie für ihren Weg. Möglich wurde dieser Kleinstaufmarsch nur durch die tatkräftige Unterstützung durch die Polizei. Weit mehr als 2500 eingesetzte Beamte riegelten das Gebiet, wo die Nazis laufen sollten, hermetisch ab.

Der Tag in Lüneburg begann mit einer Kundgebung und anschließender Demonstration des Lüneburger Netzwerk gegen Rechts. An der Auftaktkundgebung nahmen ca. 1000 Menschen teil. Es sprachen dort ein Vertreter des DGB, zwei Landtagsabgeordnete von SPD und Grünen, der Superintendent der evangelischen Kirche und jemand von Avanti – Projekt undogmatische Linke. Als dann die Demonstration beginnen sollte, schlossen sich noch weitere 1000 Menschen an. Mit 2000 TeilnehmerInnen war die Demonstration ein großer Erfolg. Ein Erfolg vor allem für die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen, da zweidrittel der DemonstrationsteilnehmerInnen die autonome Antifa stellte, die der Mobilisierung der örtlichen Antifa Gruppe folgten.

Die Demonstration verlief problemlos und endete wieder im Clamartpark, wo noch ein Vertreter der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) sprach.

Im Anschluss an die Demonstration begaben sich viele noch in den Stadtteil, wo die Nazis laufen wollten. Einigen gelang es auch die Sperren der Polizei zu überwinden und konnten direkt bei den Nazis ihren Protest artikulieren. Im gesamten Gebiet rund um die Nazis blockierten AntifaschistInnen die Straßen und versuchten zu den Nazis vorzudringen. An einigen Stellen wurde auch versucht Barrikaden zu errichten. Die Dahlenburger Landstraße wurde ebenfalls kurzfristig blockiert. Trotz des riesigen Polizeiaufgebots gelang es der Polizei nicht, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Zu viele Gruppen waren unterwegs, als das die Polizei einen reibungslosen Einsatz durchführen konnte. Mehrmals ging die Polizei mit Schlagstöcken gegen die AntifaschistInnen vor.

Insgesamt wurden 421 Platzverweise von der Polizei ausgesprochen. Vier Personen wurden kurzfristig in Gewahrsam genommen. Ferner kam es zur Festnahme von drei Personen. Laut Angaben der Polizei wurden acht Strafanzeigen gefertigt, unter anderem wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz.

Nachdem der Naziaufmarsch nach nur zwei Stunden beendet wurde, kam es am Bahnhof noch zu leichten Auseinandersetzungen. Sechs Nazis wurden mit einem Bus dorthin gebracht und in den Zug gesetzt. Polizisten drängten dabei mehrere Hundert Antifaschisten ab, um den Nazis einen freien Abgang zu ermöglichen. Bei einem Schlagstockeinsatz fiel eine Einheit der Bundespolizei aus Brandenburg als besonders brutal auf.

Auch wenn der Naziaufmarsch nicht verhindert werden konnte, wertet die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen den Tag als Erfolg. Neben einer großen Bündnisdemo, ließen sich viele Menschen auch nicht von dem Polizeistaatsaufmarsch abschrecken und versuchten sich kreativ und vielfältig dem Naziaufmarsch entgegenzustellen.

Die Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen bedankt sich bei allen Menschen sehr herzlich, die sich an den unterschiedlichen Aktionen beteiligt haben und sich in die Infrastruktur (Ermittlungsausschuss, Infotelefon, Demoleitung, Infocafe Anna & Arthur) eingebracht haben. Ein besonderer Dank gilt all denen Gruppen, Parteien, Kirchen, Gewerkschaften und Einzelpersonen, die zur Demonstration gegen den Naziaufmarsch aufgerufen haben und somit ein gemeinsames Zeichen gegen die Nazis gesetzt haben.

Lüneburg, 29. Januar 2006

Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen

Heisenhof, 21. 12.2005

Vis-à-vis des Heisenhofs:

Erneute Schändung des Mahnmahls für ZwangsarbeiterInnen

Seit dem 8. Mai 2005 erinnert ein Mahnmahl an die ZwangsarbeiterInnen der ehemaligen Pulverfabrik EIBIA. Es wurde von Antifaschistinnen und Antifaschisten in Eigenregie aufgestellt. Direkt gegenüber steht das ehemalige Verwaltungsgebäude der Pulverfabrik, der Heisenhof. Dort haben sich nach fast 60 Jahren erneut Nazis eingenistet.

Das Mahnmal war im November gestohlen worden. Die Schleifspuren führten auf den Heisenhof, wo in der gleichen Nacht ein großes Feuer brannte. Noch vor der offiziellen Wiedereinweihung des reparierten Mahnmals am 21.Dezember wurde das Mahnmal erneut geschändet.

Am Mahnmal hing ein Transparent auf dem in eigenwilligem Deutsch die SS verherrlicht wird. Dies zeigt einmal wieder die menschenverachtende Einstellung der Neonazis: Die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft mit den Tätern gleichzusetzen, verhöhnt die Opfer und ist für uns unerträglich!

In der überregionalen Presse ist es um den Heisenhof still geworden, nachdem im Mai 2005 die Wohnnutzung endgültig verboten wurde und die dort offiziell lebenden Neonazis den Heisenhof verlassen mussten.

Viele Menschen von außerhalb glauben deshalb, das Problem Heisenhof habe sich damit erledigt.

Aber weiterhin wird ein reges Treiben auf dem Heisenhof festgestellt. So wurde im Herbst von hier aus der Wahlkampf der NPD für das Bremer Umland koordiniert. Außerdem wurde nach Zeitungsberichten im Oktober auf dem Heisenhof die Waffe gefunden, mit der zuvor ein Jugendlicher beschossen und verletzt wurde.

Und mit weiteren Aktivitäten ist zu rechnen: Als Reaktion auf den andauernden lokalen Protest gegen den Heisenhof haben die Neonazis gleich mehrere Aktionen in Dörverden unter dem Motto "Schöner leben mit nationalen Zentren" ankündigt.

Zumindest ein Sympathisant des Heisenhofs wird eine Weile dort nicht auftauchen können: Der selbsternannte "Reichspräsident der Exilregierung Ostpreußen", Rigolf Hennig, bei dem einige Neonazis unterkriechen konnten als sie den Heisenhof verlassen mussten, ist nun vom OVG Lüneburg zu 9 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden.

Kiel, 16.12.2005: Veranstaltung zu Black Metal

Unheilige Allianzen

Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus

Im Black Metal bildete sich im Unterschied zum ›gewöhnlichen‹ Heavy Metal in den letzten zehn Jahren ein extrem rechter Flügel heraus, der auch organisatorische Qualitäten entfaltet. Ein Netzwerk aus Bands, Labelbetreibern, Herausgebern von Fanzines, Konzertorganisatoren und Fans erschufen eine rechte Erlebniswelt im Black Metal.

Die Referenten Christian Dornbusch und Hans-Peter Killguss beschäftigen sich seit vielen Jahren mit dieser Thematik. Unter dem Titel „Unheilige Allianzen Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus“ haben sie nunmehr ein 300-seitiges Buch vorgelegt, in dem sie die Szene darstellen und ihre Thesen begründen.

den ganzen Einladungstext lesen

Veranstaltung mit Christian Dornbusch und Hans-Peter Killguss

Freitag, 16.12.2005 19.30 Uhr, Pumpe, Haßstraße 22, Kiel

Veranstalter: Avanti – Projekt undogmatische Linke, pumpe, kielowatt, Runder Tisch gegen Rassismus und Faschismus Kiel

Heide, 15.11.2005: Info-Veranstaltung zu Klage gegen Polizeikessel

Informationsveranstaltung zu einer

Klage gegen den Polizeikessel

vom 1. Mai 2005 in Heide

Der Polizeikessel am 1. Mai 2005 in der Heider Innenstadt steht beispielhaft für den staatlichen Umgang mit Nazidemos und mit dem berechtigten Protest und Widerstand von Antifaschistinnen und Antifaschisten: Auf der einen Seite wird immer wieder das besondere Gewicht von Grundrechten wie der Meinungs- und Versammlungsfreiheit betont und erklärt, diese stünden auch „Andersdenkenden“ zu – so wird es den Nazis ermöglicht, zu demonstrieren und ihre menschenverachtende Hetze zu verbreiten.
Auf der anderen Seite werden die Grundrechte der Menschen, die sich gegen die Nazis stellen, weil Faschismus eben keine Meinung, sondern ein Verbrechen ist, massiv eingeschränkt – so am 1. Mai in Heide, wo etwa 70 Menschen wahllos in der Fußgängerzone zusammengeschoben und mit hanebüchener Begründung über 4 Stunden lang festgehalten wurden.

Wir denken, dass Gegenwehr gegen diese Polizeitaktik und die Schaffung „polizeilich national befreiter Zonen“ notwendig ist, und dass eine Klage gegen den Kessel vom 1. Mai ein Teil dieser Gegenwehr sein kann.

Dienstag, 15. November, 19.30 Uhr, Kunsthaus, Markt 21 (Hinterhof)

Veranstalter: arbeitskreis kritischer juristInnen kiel Infos: akj-kiel@web.de

Zu den Vorkommnissen am 1. Mai 2005 vergleiche den Bericht weiter unten auf dieser Seite

Heide, 5.11.2005: Antifaschistische Demonstration

Keine Nazi-Aufmärsche! - Dithmarschen zeigt Courage

Neonazis können mit der Strategie des Wegsehens, wie Heides Bürgermeister sie propagiert, nicht bekämpft werden. Nazis sind nämlich keine "politisch nicht genehme Gruppe", wie ein Redakteur der Dithmarscher Landeszeitung (DLZ) verharmlosend schrieb. Sie streben die Wiedererrichtung des Nationalsozialismus an und müssen mit ihrer aggressiven und menschenverachtenden Ideologie in der Öffentlichkeit isoliert werden. Die Straße darf ihnen nicht überlassen werden. Es darf keine „national befreite Zonen“ geben, in denen die Nazis die Herrschaft über die Straße übernehmen, weder hier in Dithmarschen noch anderswo.

Nazis in der Öffentlichkeit isolieren!

Treffpunkt zur Kundgebung und anschließender Demonstration am 5. November 2005 um 11.00 Uhr auf dem Böttcher-Rondell am Marktplatz in Heide

Dieser Aufruf wird unterstützt von (Stand 26.10.2005): Antifa Bredstedt, Antifa Husum, Antifa Ostholstein, Antifaschistische Aktion Rendsburg, Attac Dithmarschen, AVANTI - Projekt undogmatische Linke, Bewegung gegen den Krieg Dithmarschen, Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Dithmarschen, DGB Ortsverband Heide, Frauenhaus Dithmarschen e.V., IG BAU Kreisverband Dithmarschen, Jusos Kreisverband Dithmarschen, Klartext e.V., Kreisjugendwerk der AWO Dithmarschen, Linkspartei Kreisverband Dithmarschen, MLPD Brunsbüttel, Peter Panter Buchladen, solid Landesverband Schleswig-Holstein, SPD Kreisverband Dithmarschen, Unabhängige Wählergemeinschaft Dithmarschen (UWD), Vereinigung der Verfolgten des Nazisregimes / Bund der Antifaschisten Schleswig-Holstein, Detlef Buder (MdL)

Mehr Infos hier: http://people.freenet.de/attac-dithmarschen/demo-heide.htm

Das Aufrufflugblatt als PDF (181 KB)


Um ein Missverständnis zu vermeiden: Es ist bislang für den 5.11. kein Naziaufmarsch in Heide angekündigt. Die Demonstration soll ein grundsätzliches politisches Zeichen gegen das Auftreten von Nazis in Dithmarschen setzen. Zum letzten Nazimarsch in der Region und zum skandalösen Verhalten von Polizei und politisch Verantwortlichen vergleiche den Bericht weiter unten auf dieser Seite.

Kiel, 27.10.2005: Veranstaltung mit italienischen AntifaschistInnen

Infoveranstaltung "Neofaschistischer Squadrismus in Italien"

Veranstaltung mit 3 italienischen AntifaschistInnen, die über die Serie faschistischer Brand- und Mordanschläge in Italien berichten, welche mit dem Mord an „DAX“ 2003 begann und bis heute andauert. Sie werden eine Einschätzung zur politischen Situation in Italien und zur Situation der antifaschistischen Linken in Italien geben und dabei die Bedeutung der erstarkenden militanten faschistischen Szene mit einzubeziehen.

Donnerstag, 27.10. um 19:30 Uhr, Hansastraße 48, Kiel

Wunsiedel, 20.8.2005: Antifaschistischer Aktionstag

20.8.2005: Nie wieder Heß-Marsch !

Mehr als 2000 AntifaschistInnen folgten dem Aufruf der Kampagne "NS-Verherrlichung stoppen" zu einer Demonstration und Kundgebung am 20. August im bayrischen Wunsiedel. Sie protestierten gegen den alljährlichen Rudolf-Heß-Marsch - auch wenn dieser in diesem Jahr kurzfristig durch das Bundesverfassungsgericht verboten worden war. Ohne den wachsenden politischen Druck, der sowohl von der antifaschistischen Bewegung als auch von den BürgerInnen Wunsiedels aufgebaut worden ist, wäre es wohl kaum zu diesem Verbot gekommen.

Doch das BVG hat in der Hauptsache noch nicht entschieden. Ob die Nazis ihren zentralen Aufmarsch mit internationaler Beteiligung, zu dem 2004 noch ca. 4800 Faschisten gekommen waren, dauerhaft nicht mehr durchführen können, ist alles andere als sicher. Wunsiedel 2006 wird erneut eine Herausforderung für die antifaschistische Bewegung werden.

Eine ausführliche Rückschau und Bewertung der Wunsiedel-Kampagne 2005 folgt an dieser Stelle in Kürze ...


Dokumente:

Antifa-Demo: Frontransparent

Antifa-Demo von der Seite

Promis bei der bürgerlichen Veranstaltung.
(rechts mit roter Krawatte: SPD-Generalsekretär Benneter)

Bunt statt braun: Auch dieses Bild zeigt nicht die Antifa-Demo.


Weitere Infos unter: www.ns-verherrlichung-stoppen.tk

Lübeck, 16.9.2005: Antifa-Cocktail-Party

Gegen die Kriminalisierung antifaschistischen Engagements!

Etwa 250 BesucherInnen feierten bis spät in die Nacht auf der Antifa-Cocktail-Party in Lübeck. Es wurden mehr als hundert NPD-Plakate abgegeben und die couragierten AntifaschistInnen mit einem Frei-Cocktail begrüßt.

Hintergrund der Aktion war die Razzia in Berlin am 28.8.2005, als zwei Privatwohnungen, zwei Bürogemeinschaften in Kreuzberg, der Laden des Antifa-Versand Red-Stuff und das APABIZ (Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum) aufgebrochen und durchsucht wurden. Eine Antifa-Party in der Kellerkneipe „subversiv“ in Berlin-Mitte, wo es für „eingesammelte Nazipropaganda“ an diesem Abend einen Gratis-Cocktail geben sollte, wurde von der Polizei gestürmt. (mehr Infos: www.antifa.de)

Es ging darum, diesem Angriff von Polizei und Justiz auf AntifaschistInnen, durch öffentliche Solidarisierung zu begegnen. "Übersteigerter Hass auf die NPD" (aus dem Berliner Durchsuchungsbeschluss) ist kein Verbrechen, und das Entfernen von faschistischen Plakaten ist nicht etwa kriminell, sondern ein Ausdruck der oft geforderten Zivilcourage.

Bei der Antifa-Gala, die zeitgleich in Berlin in wesentlich größerem Rahmen stattfand, feierten und protestierten an die 1000 Gäste. Von hier aus herzlichen Glückwunsch für die gelungene Veranstaltung!

Fotos von der Antifa-Cocktail-Party in Lübeck:

NPD-Propaganda mit einem Frei-Cocktail.

So viel Müll...

... wurde in einer Tonne verbrannt.

Erst nach 5 Stunden versiegte der Brennstoff

Breaking News: Aktionen gegen Rieger-Kundgebung in HH am 15.9.2005

Keine Nazis auf dem Gänsemarkt!

Der AStA der Uni Hamburg ruft zu Protesten gegen die Kundgebung von Nazi-Anwalt Jürgen Rieger auf.

Am Donnerstag, den 15.9. um 18 Uhr, will die NPD eine Kundgebung auf dem Gänsemarkt durchführen. Als Redner ist der mehrfach vorbestrafte Anwalt Jürgen Rieger angekündigt. Rieger ist bundesweit einer der Drahtzieher im braunen Netz, sein Strafregister reicht von Körperverletzung über Volksverhetzung, bis hin zu unverhohlenen Morddrohungen gegen Politiker

und Journalisten. Florian Kasiske, AStA Vorstand, bemerkt: „Das Auftreten der NPD mit Jürgen Rieger am Gänsemarkt stellt eine ungeheuere Provokation dar. Eine Partei, die derart gegen elementare Grund- und Menschenrechte hetzt, darf ihre Propaganda nicht unwidersprochen verbreiten. Wir fordern die Hamburger Anwaltskammer auf, sich zu Jürgen Rieger zu verhalten." Weiter bemerkt er: “Die NPD versucht auch in Schulen und Hochschulen massiv zu werben, viele Kader stammen aus rechtsextremen Studentenverbindungen. Der AStA deckt seit Jahren Burschenschaften und rechtsextreme Umtriebe an der Universität auf und bemüht sich, dagegen vorzugehen.“ Der AStA der Universität ruft alle Hamburgerinnen und Hamburger zu Protesten gegen die Propagandaveranstaltung der NPD auf.

Es gibt keinen zentralen Sammelpunkt für AntifaschistInnen - seid einfach kurz vor 18 Uhr in der Gegend! Für alle, die nicht allein kommen wollen, gibt es ein Treffen des AK Antirassismus der ver.di-Jugend vor dem Movimento (Gewerkschaftshaus Besenbinderhof, nähe Hauptbahnhof/ZOB)

Bericht: http://de.indymedia.org/2005/09/128240.shtml

Hamburg, 10.9.2005: Demonstration gegen Naziladen in der Talstraße

Naziladen in der Talstraße 17 dichtmachen!

Nein zu rechtem Lifestyle! Nein zu Naziläden!

Anfang Mai wurde der Laden "elite-style" in der Talstraße 17 in Hamburg-St. Pauli eröffnet. Dort werden Klamotten von und für Nazis verkauft. Die bis jetzt wohl prominenteste Marke ist "Thor Steinar". Das Tragen des "Thor Steinar"-Logos wurde im November 2004 vom Landgericht Neuruppin zu einem Straftatbestand erklärt, weil es in der Kombination zweier Runen dem von der Führungsakademie der Hitlerjugend im Nationalsozialismus getragenen Symbol zum Verwechseln ähnlich sieht. Inzwischen wurde ein neues - angeblich unbenkliches - Runenlogo erdacht und die Naziklamotten werden weiter verkauft.

Der klassische Neonazi mit Glatze, Springerstiefeln und Bomberjacke existiert kaum noch. Sportliche Klamotten mit unauffälligen Symbolen ermöglichen es den Neonazis ihr menschenverachtendes Denken aus der Mitte der Gesellschaft zu verbreiten.

Von diesen Vorwürfen zeigen sich die Inhaber und Mitarbeiter von "elite-style" unbeeindruckt. Ihrer Meinung nach ist dies alles nur Meinungsmache, ihre Kunden seien keiner bestimmten Szene zuzuordnen. Das sieht allerdings auch der Vize-Chef des Landesverfassungsschutzes, Manfred Murck, anders und bezeichnete den Laden gegenüber der Presse als "Anlaufpunkt für Rechtsextremisten". Darüber hinaus stellten die Mitarbeiter in mehreren Gesprächen ihre rassistischen Denkweisen offen und freimütig zur Schau und drohten PassantInnen, die ihrer Meinung nach dem linken Spektrum zuzuordnen seien, körperliche Gewalt an.

St. Pauli ist unser Viertel und wir dulden hier keine Nazis. Lasst uns laut und entschlossen sein und unsere Ablehnung auf die Straße tragen.

Demo, Samstag 10.09.2005 16:30 Uhr, nach dem St. Pauli-Spiel (Start: Budapester Str.)

Weitere Informationen findet Ihr hier unter:

http://www.antifainfo.de/elitestyle.htm

http://www.jugend-sport.de/stpauli-fanladen/termine.htm

http://www.kueste.vvn-bda.de/

8. Mai 2005: Aktionen zum Tag der Befreiung in Berlin

Halb erkämpft, halb geschenkt:

Nazi-Aufmarsch am 8. Mai in Berlin verhindert !

Die Demonstration des Spasibo-Bündnisses war mit ca. 15.000 TeilnehmerInnen die größte Versammlung an diesem 8. Mai 2005 in Berlin. Unter dem Motto "Kein Nazisaufmarsch in Berlin am 8. Mai! Gegen Faschismus, Militarisierung und deutsche Opfermythen!" hatte gemeinsam mit über 100 anderen antifaschistischen und linken Organisationen auch AVANTI zu dieser Demonstration aufgerufen. [Aufruf des Spasibo-Bündnisses] Bei der Auftaktkundgebung  sprach auch der 93jährige Widerstandskämpfer und Auschwitz-Überlebende Peter Gingold. "Der Untergang war nicht 1945. Der Untergang war 1933" sagte er unter großem Applaus. Kurz vor dem Alexanderplatz traf die Demonstration auf die Polizeiabsperrungen, die den Sammlungsort der Nazis hermetisch abgeriegelt hatten. Es kam zu kurzen rangeleinen, aber es war schnell klar, dass an dieser Stelle kein Durchkommen war.

Die hauptsächlich vom Berliner Senat inszenierte Veranstaltung am Brandenburger Tor ("Tag der Demokratie") war dagegen überwiegend peinlich und schwach besucht. Zwischen Bier- und Bratwurstständen herrschte Volksfeststimmung, es wurde mehr flaniert als demonstriert. Vor der Hauptbühne war kaum jemals mehr als 2000 Menschen. AVANTI-AktivistInnen machten an dieser Stelle mit einem knapp 30 m² großen Transparent und auf Flugblättern unsere Kritik an dieser Form von Staats-Antifaschismus deutlich ...

Über die Straße "Unter den Linden" war der Weg auf die Naziroute frei. In Höhe "Palast der Republik" (noch etwa 500 Meter vom Alex entfernt) formierten schließlich tausende AntifaschistInnen eine Blockade. Die Polizei fuhr zwar massive Kräfte und einen Wasserwerfer auf, und forderte auch zwei Mal förmlich dazu auf, die Straße frei zu machen, sonst werde geräumt. Nachdem sich niemand von der Stelle bewegte, blieb eine dritte Aufforderung aus. Kurze Zeit später gab die Polizei bekannt, dass es an diesem Tag keinen NPD-Marsch mehr geben werde und die etwa 3000 Nazis direkt vom Alexanderplatz wieder nach Hause geschickt würden. Damit war das wichtigste Ziel dieses Tages erreicht: Die Nazis sind keinen Schritt marschiert!

Es ist unübersehbar, dass die Polizei sich an diesem Tag den AntifaschistInnen gegenüber stark zurückgehalten hat und nicht ernsthaft versucht hat, den Nazimarsch durchzusetzen. Die Absage der NPD-Demo passte an diesem Tag ins politische Konzept  - auch deshalb wurden die Wasserwerfer und Schlagstöcke nicht eingesetzt. Der zweite Grund war aber die starke Mobilisierung von antifaschistischer Seite, die ein sehr breites Spektrum für Blockadeaktionen gewinnen konnte. Dieses Polizeiverhalten hat die erfolgreiche Blockade zwar erleichtert, aber nicht gemacht.

Vergleiche dazu auch das Interview mit einem Sprecher der ALB in der taz vom 10.5.2005.

Weitere Infos auf der Seite des Spasibo-Bündnisses: http://8-mai.antifaschistische-aktion.com

 

AVANTI-Flugblatt zum 8. Mai in Berlin

Klare Kante statt hohler Phrasen

"Heute wird viel von „historischer Verantwortung“ zu hören sein. Es wird würdig klingende Worte für die Opfer des Faschismus geben, wobei mehr oder weniger offen versucht werden wird, auch für die Deutschen einen Opferstatus zu reklamieren. Es wird blumige Bekenntnisse zu Toleranz und Weltoffenheit geben. Und markige Worte der Abgrenzung gegen die NPD-Nazis. Alles hohle Phrasen … Praktische Konsequenzen hat diese Form von Staats-Antifaschismus nicht. Es wird nicht ernsthaft über die Ursachen und Entstehungsbedingungen des Faschismus gesprochen. Weder historisch – was eine „Kapitalismuskritik“ ganz anderer Art erfordern würde – noch aktuell auf den Neofaschismus bezogen, was z.B. eine Auseinandersetzung mit der staatlichen Ausgrenzungs- und Abschiebepolitik gegen EinwanderInnen und Flüchtlinge beinhalten müsste.
Wir wollen dagegen einstehen für die Lehren und Vermächtnisse des 8. Mai 1945, die mit den offiziellen Sprechblasen unsichtbar gemacht werden sollen. Gegen die neue deutsche Großmachtspolitik, gegen staatlichen und gesellschaftlichen Rassismus, für die sofortige und bedingungslose Entschädigung aller ZwangsarbeiterInnen und für die Zerschlagung aller Naziorganisationen: Klare Kante!"

den ganzen Text lesen (PDF, 403 KB)

Heide, 1.5.2005: Aktionen gegen Naziaufmarsch

Polizei setzt verkürzten Nazi-Aufmarsch in Heide durch

Etwa 130 - 150 Nazis vorwiegend aus Hamburg und Schleswig-Holstein zogen am 1. Mai unter Polizeischutz durch Heide. Mehrere Blockadeversuche haben die Nazidemo etwas verkürzen, aber nicht verhindern können. Bericht auf Indymedia: http://de.indymedia.org/2005/05/114386.shtml

Auch in der Lokalpresse der "Dithmarscher Landeszeitung" wurde groß über den Naziaufmarsch und die Gegenaktionen berichtet:

Angesichts der schwierigen Situation vor Ort ist der Tag aus antifaschistischer Sicht nicht schlecht gelaufen. Die Totschweigepolitik von Kreisverwaltung und Polizei konnte durchbrochen werden und trotz der vielen Veranstaltungen auch an anderen Orten im Norden konnten einige hundert AntifaschistInnen mobilisiert werden.


Ältere Dokumente:

Hamburg, 22.4.2005: Release-Party  "Braune Schwestern"

Feministische Analysen zu Frauen in der extremen Rechten

»Frauen und Rechtsextremismus« - noch immer befindet sich die Dokumentation zum Thema im Stadium der Sonderhefte und Extrabeilagen. Frauen haben noch keinen Platz in der allgemeinen Betrachtung der extremen Rechten gefunden, werden übersehen, auf die Rolle der »Freundin von« reduziert oder nicht als politische Akteurinnen ernst genommen.

Einen Beitrag auf dem Weg dahin wollen die Herausgeberinnen des Sammelbandes »Braune Schwestern?« – Feministische Analysen zu Frauen in der extremen Rechten leisten. Neben aktuellen Überblicken über die Entwicklungen in der Szene, Organisationen und Protagonistinnen, werden Themenbereiche diskutiert, die darüber hinausgehend die Theoriebildung vorantreiben und den Blick für die Kategorie Geschlecht schärfen wollen: können rechte Frauen auch Feministinnen sein? Welche ideologischen Entwürfe sind für sie vorgesehen? Welche Bedeutung hat der Sexismus im Vergleich zu anderen Ressentiments im völkischen Weltbild? Und was finden Frauen speziell an der extremen Rechten attraktiv? Bei der Vorstellung des Buches »Braune Schwestern?« werden alle beteiligten Autorinnen anwesend sein und freuen sich auf kritische Fragen und eine lebhafte Diskussion – und eine kleine Feier im Anschluss.

Veranstaltung / Release-Party
Freitag, 22. April 19 Uhr Café Chemnitzstraße 3-7

Eine Veranstaltung mit Unterstützung von AVANTI · Projekt undogmatische Linke und rat · reihe antifaschistischer texte

Sonderseiten ANTIFA in der Zeitschrift  Gegenwind, August 2004 - März 2005

Artikelserie im Gegenwind

Im Gegenwind (Zeitschrift für Politik und Kultur in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) sind zwischen August 2004 und März 2005 jeweils achtseitige Sonderteile zum Thema Antifaschismus erschienen, die AVANTI in Kooperation mit dem Gegenwind erstellt hat.

 

Ausgabe Themen Download
Nr. 191,
August 2004
Bestandsaufnahme der extremen Rechten in Norddeutschland / Aura der Gewalt / Neonazistisches Gedenken an Rudolf Heß / Antifaschistische Kundgebung in Wunsiedel am 21.8.2004 / Kurzmeldungen Download
(PDF, 671 Kb)
Nr. 192,

September 2004

"Freie Nationalisten" und "Nationaler Widerstand": Neues Modell für ewig Gestrige? / Nazi-Kameradschaften in Schleswig-Holstein / Kurzmeldungen Download
(PDF, 583 Kb)
Nr. 194,
November 2004
NPD Schleswig-Holstein: Gezänke statt "Nationale Einheit" / Kurzmeldungen Download
(PDF, 647 Kb)
Nr. 195,
Dezember 2004
Rechtsextremer Kampf an Wahlurnen / DVU: Viel Geld und blanker Rassismus / REPs: Im Süden noch stark, im Norden bedeutungslos / Antifaschismus und Soziale Bewegung: Wer vom Kapitalismus nicht reden will ... / Antifa-Kampagne zur Landtagswahl / Kurzmeldungen Download
(PDF, 701 Kb)
Nr. 196,

Januar 2005

NPD-Wahlkamof beginnt mit Massenschlägerei / Uni Hamburg: Vortrag von Neonazi-Aktivistin fiel aus / Kurzmeldungen (diesmal nur 2 Seiten) Download
(PDF, 230 Kb)
Nr. 197
Februar 2005
Landtagskandidaten als Gewalttäter entlarvt / Dietmar Munier: Faschistische Literatur und revanchistische Wühlarbeit (4 Seiten) Download
(PDF, 323 Kb)
Nr. 198,
März 2005
Landtagswahl: NPD nicht relevant / Das ist unsere Stadt: Kein Raum für Nazis in Kiel Download
(PDF, 1172 Kb)

Kiel, 29.1.2005: Erfolgreiche antifaschistische Aktionen

8000 auf Antifa-Demo - Blockaden zwingen Nazis zur Umkehr

Trotz der Gewalt- und Spaltungshetze der bürgerlichen Medien: Etwa 8000 Menschen folgten am 29.1.2005 dem Aufruf zur Antifa-Demo, der vom "Runden Tisch gegen Rassismus und Faschismus" ausging. Zu einer Separatdemo von DGB, Kirchen und bürgerlichen Parteien waren zuvor nur gut 1000 Menschen gekommen.

Während noch etwa 2000 Menschen auf dem Alten Markt die Abschlusskundgebung, auf der u.a. der Peter Gingold sprach, zu Ende führten, waren mehrere tausend Menschen kurz vorher abgebogen, um die Naziroute zu blockieren.

Ballons.jpg (132628 Byte)Während antifaschistische Blockaden in der Nähe des Bahnhofs schließlich mit Wasserwerfer-, Reizgas- und Knüppeleinsatz geräumt wurden, blieben die Blockaden auf der Straße "Ziegelteich" bestehen. Auch hier kam es zu Polizeiübergriffen und Wasserwerfereinsätzen, aber Tausende Menschen hielten dennoch die Kreuzungen besetzt. Schließlich musste die Polizei einsehen, dass es ihr nicht gelingen wird, den Naziaufmarsch auf der ursprünglichen Route durchzusetzen. Die ca. 300 Nazis mussten umdrehen - und haben, nachdem sie schon mehr als zwei Stunden am Bahnhof auf ihren Abmarsch warten mussten, letztlich gerade einmal ein Drittel ihrer Route gehen können. 

Blockade.jpg (84338 Byte)Die Absicht der Stadt Kiel und der Polizei, den Nazis die gesamte Kiel Innenstadt freizuräumen, ist eindrucksvoll durchkreuzt worden. Dieser große politische Erfolg ist nicht nur der überwältigenden Zahl von AntifaschistInnen aus Kiel und anderen Städten zu verdanken, die sich an den Aktionen beteiligten. Vor allem ist die Einigkeit und Solidarität hervorzuheben, mit der alle Versuche der Spaltung in "friedliche Bürger" und "gewalttätige Chaoten" zurückgewiesen wurden. Die Gewalt ging an diesem Tage ganz überwiegend von der Polizei aus. An die 70 Festnahmen und zahlreiche verletzte DemonstrantInnen - vor allem durch den Einsatz von Reizgas - legen hiervon beredtes Zeugnis ab.

Die Darstellung in einem Großteil der bürgerlichen Medien, die genau die Spaltung zwischen "friedlichen Demonstrationen" und "Ausschreitungen autonomer Gewalttäter" behauptet, ist schlicht wahrheitswidrig.

Vergleiche u.a.:

NEU: Ausführliche politische Einschätzung von AVANTI

Pressemitteilung vom "Runden Tisch gegen Rassismus und Faschismus"

noch ein paar Fotos

Berichte auf indymedia

www.kiel-over.tk

Kieler Online-Magazin kiel4kiel

Presseerklärung der Polizei


Dokumentation: Hier findet Ihr unsere Infos im Vorfeld der Demo. Aufrufe, Meldungen, Tipps usw.

Kampagne zur Landtagswahl: Keine Stimme den Nazis!

Tonne.jpg (89364 Byte)Keine Stimme den Nazis !

Gegen die Kandidatur der NPD zu den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein haben sich landesweit antifaschistische Gruppen und Organisationen zur Kampagne "Keine Stimme den Nazis" zusammengeschlossen. Neben den "klassischen" antifaschistischen Aktivitäten gegen Naziaufmärsche, Infostände und Wahlpropaganda soll mit einer massiver eigenen Öffentlichkeitsarbeit der faschistischen Propaganda entgegengetreten werden. Vom aktuellen Flugblatt der Kampagne werden derzeit 100.000 Exemplare direkt an Haushalte verteilt - schwerpunktmäßig dort, wo bei vergangenen Wahlen besonders hohe faschistische Stimmanteile zu verzeichnen waren.

An dieser Kampagne ist auch AVANTI - Projekt undogmatische Linke aktiv beteiligt.

Nähere Infos gibt es hier: www.keine-stimme-den-nazis.de

Vergleiche auch die Seite der Flensburger Kampagne [.Beat them back.]

Hamburg, 4.9.2004: Aktionen gegen Naziaufmarsch

HH_040904_Plakat.jpg (57665 Byte)Rechtsrock abschalten! Naziaufmarsch stoppen!

Etwa 100 Neonazis marschierten am 4.9.2004 unter massivem Polizeischutz durch Hamburg-Winterhude. 1500 PolizistInnen und etwa ein Dutzend Wasserwerfer und Räumpanzer sicherten das bescheidene Häuflein der Nazis um den Anmelder Christian Worch vor den Protesten der etwa 500 AntifaschstInnen.

Der Naziaufmarsches stand unter dem Motto "Musikfreiheit ist Meinungsfreiheit", entsprechend gab es bei der Auftaktkundgebung am U-Bahnhof Hudtwalker Straße lärmige Musik der Naziband "Oidoxie" zu hören. Die geringe Teilnahme ist ein weiteres Indiz dafür, wie sehr sich Christian Worch inzwischen in der Naziszene selbst isoliert hat.

Trotz der massiven Polizeipräsenz konnte der Naziaufmarsch durch Parolen und Pfiffe immerhin akustisch gestört werden. Vorausgegangen war eine antifaschistische Kundgebung, bei der neben mehreren Redebeiträgen und antifaschistischer Musik vom Teller auch Hip-Hop Live-Acts geboten wurden.

Hier der Redebeitrag von AVANTI zum Thema Rechtsrock und eine weitere Rede von uns über Montagsdemos & Antifaschismus

Hier ein paar Fotos vom Tag:

HH_040904_Kundgebung.jpg (87687 Byte)

Die antifaschistische Kundgebung

HH_040904_Worch.jpg (34996 Byte)

Christian Worch, Veranstalter des Naziaufmarsches

HH_040904_Nazis1.jpg (64702 Byte)

Die Spitze der Nazidemo

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Nach dem Lautsprecherwagen kam noch einmal etwa die gleiche Zahl Nazis - mehr nicht.

HH_040904_Nazis3.jpg (773372 Byte)

Noch mal der vordere Teil der Nazidemo

Berichte mit Fotos auf Indymedia:

http://de.indymedia.org/2004/09/92250.shtml

http://de.indymedia.org/2004/09/92266.shtml

weitere Infos bei www.antifainfo.de

21.8.2004: 4600 Nazis marschieren durch Wunsiedel

WUN_Transpi1.jpg (71303 Byte)Ein Anfang - nicht mehr und nicht weniger

Wunsiedel 2004 war die zweitgrößte Neonazi-Demo der letzten Jahre. Nach unseren eigenen, ziemlich genauen Zählungen beteiligten sich 4600 Nazis, darunter viele FaschistInnen aus Italien, Spanien, Belgien, Dänemark und weiteren europäischen Ländern.

Wir waren mit dem Bus aus Hamburg/Schleswig-Holstein angereist - leider gab es Busse und Beteiligung nur aus wenigen Orten: Die antifaschistische Kampagne hat nur etwa 400 Menschen nach Wunsiedel mobilisieren können. Etwa die gleiche Anzahl Menschen beteiligte sich an der offiziellen Kundgebung der Stadt Wunsiedel.

Nach einigen aufgeregten Situationen über den Tag konnte den vorbeiziehenden Nazis immerhin mit Parolen und Pfiffen deutlich gemacht werden, dass ihr Auftreten nicht unwidersprochen bleibt.

Es war von von vornherein klar, dass der Widerstand gegen den Heßmarsch erst langsam wieder aufgebaut werden muss. Für 2005 muss aus den Erfahrungen dieses Jahres gelernt werden und eine wesentlich breitere Mobilisierung auf die Beine gestellt werden. AVANTI wird sich hieran aktiv beteiligen ...

mehr Bilder und ein Flugblatttext 

St. Petersburg, 19.6.2004:

Antifaschist in St. Petersburg ermordet

Nikolai GirenkoAm Samstag, 19.06.2004 wurde der 64jährige Nicolay Girenko in seinem Haus in St. Petersburg ermordet. Er war in der antifaschistischen und antirassistischen Bewegung sehr engagiert. Unter anderem trat er als Redner bei der UNITED Konferenz in St. Petersburg vom 17. bis 21. Oktober 2001 auf, wo auch Avanti vertreten war. Nicolay Girenko war ein bekannter Professor und Spezialist für das Thema Afrika. Er war der Vorsitzende einer Organisation, die sich für die Rechte ethnischer Minderheiten einsetzte. Bei öffentlichen Debatten und Talkshows wurde Nicolay Girenko häufig als Repräsentant der antifaschistischen Bewegung eingeladen. Auch bei Gerichtsverhandlungen gegen Faschisten und ihre Organisationen half er mit seinem Expertenwissen.

Unbekannte erschossen ihn am 19.06. morgens durch die geschlossene Tür seines Apartments, als seine Tochter und seine Frau anwesend waren. Die Schützen klingelten und nannten keinen Namen, als die Tochter durch die geschlossene Tür fragte, wer dort sei. Es wurde nach Girenko gefragt, der von mehreren Schüssen empfangen wurde, als er zur Tür kam.

Die Untergrund-Organisation “Regierung der Republik Russland” hat sich am Mittwoch (23.Juni) für die Hinrichtung des 64jährigen verantwortlich erklärt. Dies war nach ihrer Aussage die Rache für seine Aussagen vor Gericht, bei denen er Rassisten belastete.

Wir sind bestürzt über diese menschenverachtende Brutalität und erklären uns mit den trauernden GenossInnen in St. Petersburg (und anderswo) solidarisch. Unser Mitgefühl gilt der Familie von Nicolay Girenko.

Weitere Informationen:

http://www.omct.org/base.cfm?page=article&num=4951&consol=close&kwrd=&cfid=1066923&cftoken=81020142

http://de.indymedia.org//2004/06/86305.shtml

http://www.labournetaustria.at/engl10.htm

Hamburg, 31.1. und 27.3.2004: Tausende demonstrieren gegen Nazis

HH_040327.jpg (58147 Byte)[turn left] smash right !

Zum vorerst letzten Mal wurde die Wehrmachtsaustellung Anfang 2004 in Hamburg gezeigt. Anlass für die Neonazis, zwei Aufmärsche zu veranstalten, um den faschistischen Vernichtungskrieg zu verharmlosen und zu glorifizieren. Tausende AntifaschistInnen gingen auf die Straße, um gegen diese Provokationen zu protestieren.

mehr lesen

Kiel, 7.11.2003: Veranstaltung zu C18 / Blood & Honour

rechtsrock.jpg (12196 Byte)Terroristen mit der E-Gitarre

Rechtsrock – Bestandsaufnahme und Gegenstrategien

Veranstaltung zu den Hintergründen der Aktivitäten von Combat18/Blood & Honour in Schleswig-Holstein
mit Christian Dornbusch und Jan Raabe, Autoren des Buches "Rechtsrock"
mehr zur Veranstaltung

Lübeck: 30.8.2003: Aktionstag / Aktionen gegen Naziaufmarsch

AVANTI-Aktion sperrt Naziroute

Am 30.8.2003 wurde mit vielfältigen Aktionen, einer Demonstration und dem abendlichen Sommerfest im unabhängigen Kommunikationszentrum alternative gegen Sozialabbau, gegen die Ausweitung von Kameraüberwachung im öffentlichen Raum, gegen die autofixierte Verkehrspolitik und gegen die drohende Vertreibung der "alternative" protestiert.

Gleichzeitig hatten die Nazis vom "Bündnis Rechts" einen Aufmarsch angemeldet, gegen den sich die Aktion von AVANTI richtete. Der Zugang zur Innenstadt wurde mit einem Stahlseil zwischen zwei Ampelmasten gesperrt, an das sich zusätzliche einzelne AktivistInnen angekettet hatten. Erst die zu Hilfe gerufene Feuerwehr konnte das Seil nach über einer halben Stunde durchtrennen ...

ausführliche Infos vom Naziaufmarsch und Aktionstag

Flugblatt zur Aktion